Category Archives: Billige Lacher

So billig, dass sie kostenlos sind

Im Freistaat Bayern gehen die Uhren langsamer

Telefon, Internet gar, und so weiter: Alles noch nie gehört. Im ehemaligen Bauern- und Bauernstaat. Aber jetzt gehen die Uhren da ja anders. Anscheinend sehr langsam, wie gesagt.

Die Polizei will nun zunächst herausfinden, wer zur Tatzeit Zugang zur Gästekabine hatte. Kein leichtes Unterfangen, kann der Real-Tross doch nicht mehr befragt werden. Die Spanier, die auch bei der UEFA Beschwerde eingereicht haben, sind längst aus München abgereist.

Dabei dachte ich doch eigentlich, einige Blogger aus Bayern zu kennen. Anscheinend nur potemkinsche Blogger, damit man von außen nicht so schnell erkennt, wie langsam die Uhren in Bayern noch gehen. Vielleicht fliegt aber auch gerade eine Brieftaube vom Müncher Polizeihauptquartier in Richtung Madrid los. Dann will ich nichts gesagt haben.

Endlich! Grund für Bayern-Misere gefunden

In den letzten Jahren diskutieren die Leute sich die Finger wund, woran es denn wohl bei den Bayern liegt, dass diese seit etlichen Saisons immer nur alle zwei Jahre — und heute aller Voraussicht nach nicht mal mehr das — Meister werden, woran es zum ganz großen, dazu noch möglichst eleganten Wurf mangelt.

Fehlendes System, zu viele Alpha-Männchen, zu große Erwartungshaltung, vorne zu ausrechenbar, hinten zu anfällig, Stadion zu leise, Fans zu rot, zu selten Kaiserwetter in Fröttmaning, was da eben so alles an Theorien in den Raum geworfen wird.

Jetzt ist es ausgerechnet der große Schweiger Miroslav Klose, durch seinen Wechsel nach Rom mit dem Blick von außen versehen, der endlich auflöst, woran es eigentlich liegt. Auf die Frage, wie er es fände, dass man bei Lazio Rom stets ohne Publikum trainiere, entgegnet er der FAZ:

Man kann so konzentrierter arbeiten und hört sogar den Trainer, wenn er was während des Trainingsspiels sagt! Beim FC Bayern an der Säbener Straße habe ich oft mein eigenes Wort nicht verstanden, weil die Fans so laut waren.

Da kann natürlich kein Trainer der Welt irgendein System etablieren, wenn die Spieler ihn ohnehin nicht hören. Selbst die, die zuhören wollen, welche es sogar bei der Ansammlung von Stars mit gewissen Eigenarten beim FC Bayern geben soll, entwickeln sich dann durchs Training nicht weiter. (Dieser Umstand erklärt allerdings auch, warum Jupp Heynckes einigermaßen in München funktioniert.)

Die Lösung scheint simpel: Entweder ohne Publikum trainieren, dann klappt’s auch mit dem System — oder jeden Spieler mit Kopfhörer versehen, via dem die Anweisungen übermittelt werden. Schon 2013 kann man also wieder Meister werden, wenn man Wege findet, den Schall erfolgreich zu übertragen.

Fußball kann so einfach sein.

Keine credits

Wir wussten ja, dass die Menschen auf den Britischen Inseln auf der left-hand-side fahren und damit alles irgendwie anders sehen. Nun ist aber endlich auch geklärt, warum sie seit 1966 auf einen Titel warten.

“genauererkennen“




 

Oder ist der Fehler absichtlich drin, um es „viral“ werden zu lassen und ich bin jetzt in die Falle getappt?

(Video aus Gründen entfernt. Screenshot reicht ohnehin.)

Kinder, Kinder

Eine/r der lieben Kleinen darf demnächst mal Bundesligaluft schnuppern. Was glaubt Ihr, welches dieser Kinder wird der oder die Glückliche sein?



Wie Rudi Völler die sky-Expertenrunde sieht



Wie Rudi Völler das Wirken von Günter Netzer und Gerhard Delling sah



Wie der Rest der Bundesliga Rudi Völler sieht



Antrag auf Änderung der Abstiegsregelung

Die wirtschaftlichen und daraus resultierend sportlichen Verhältnisse in der Bundesliga sind nun mal leider so, dass es immer und immer zwei Klubs der Kragenweite SC Freiburg und FC Augsburg in der Bundesliga geben wird, aktuell schicken sich Klubs wie die SpVgg Greuther Fürth und der SC Paderborn an, aufzusteigen, weshalb ein Grundübel der Bundesliga nie beseitigt werden kann, so lange die alte Abstiegsregel bestehen bleibt. Noch dazu wurde die Zugehörigkeit zur ersten Liga ja durch die Wiedereinführung der Relegation weiter zementiert.

Es kann und darf allerdings nicht sein, dass grottenschlechte Leistungen mit minimalem einhergehenden sportlichen Erfolg über Jahre hinweg mit der Ligazugehörigkeit belohnt werden. Wäre diese Saison ein Ausreißer, könnte man sich so etwas wie eine Jokerregel überlegen, die man aber nur 1x im Jahrzehnt zücken darf.

Ansonsten machen wir es ab jetzt so, auch, damit die Plattitüde von den „40 Punkten, die man holen“ müsse, endlich ein Granulat mehr Wahrheit erhält: Wer in einer Saison keine 40 Punkte erreicht, steigt ab. Zack, bumm, Schluss mit diesem Lavieren und Rumhangeln in nicht mit anzusehender Manier, die dann auch noch mit dem Klassenerhalt belohnt wird. Und das im Endeffekt nur, weil es immer zwei Gurkentruppen in der Liga gibt, die noch schlechter sind. Das ist nicht Sinn und Zweck einer Abstiegsregelung.

Wie das mit dem Aufstieg aus der 2. Liga zu regeln ist, darüber denken wir morgen nach, aber heute stimmen wir erstmal drüber ab, dass alle Teams mit weniger als 40 Punkten absteigen. Da muss man auch nicht mehr so viel rechnen, was die direkten Konkurrenten machen.

(Mutmaßungen, dass diese Idee etwas mit der Qualität des gestrigen Freitagsabendspiels zu tun haben könnte, sind allein solche.)

Heiße Ränkespiele

Falls Ihr es noch nicht wusstet: Diese ganzen Turniere, mit etlichen Vorrundenspielen, Halbfinale, Finale etc. pp., mit denen FIFA, UEFA, CONMEBOL, CAF und derlei Gesellen ihr Geld scheffeln, sind einzig und allein zu diesem Zweck erschaffen worden.

Sportlich betrachtet ist es allen Beteiligten relativ gleich, wer da wann was gewinnt, denn aus sportlicher Sicht interessiert eigentlich nur die Weltrangliste.

Nach einem Monat ist auch Argentinien (8, plus 3) wieder in die Top 10 zurückgekehrt und verdrängte die Dänen (11, minus 1) erneut aus den heißbegehrten Rängen.

Auch wir in der Redaktion erinnern uns gerne an die vielen ebenso heißen Diskussionen, wann man endlich in der Weltrangliste von Platz 15 auf Platz 12 steigen wird, wie viel Monate man jetzt schon auf Platz 5 liegt und auch, wer damals das entscheidende Tor erzielt hat, um von Platz 8 auf Platz 7 zu klettern. Was war das für ein Jubel!

Die Weltrangliste — wo Leidenschaft Legenden schafft.

Es ist ein generelles Problem in unserer Gesellschaft, dass …

… man Umstände viel zu schnell zum generellen Problem der Gesellschaft erklärt.

Fußspuren

Was von Lionel Messi bleibt …



Was von Cristiano Ronaldo bleibt …



Im Schneckentempo ist das neue pomadig

Im Schneckentempo. Oder irgendeine andere Wendung. Bitte, Jupp Heynckes, aber auch alle anderen Fußballtrainer und -besprecher, wählen Sie sich einfach eine aus. Als Service und damit wir auf jeden Fall zu einer Entscheidung kommen, haben wir alle denkbaren Möglichkeiten mitgebracht, aber, bitte, bitte, wählen Sie endlich eine Alternative und beerdigen Sie gemeinsam mit uns das schon Patina angesetzt habende „pomadig“. „Transusig“ hätte auch was, wie auch gerne „gesetzt“.

Alle Alternativen kosten das Gleiche, daran soll’s also nicht scheitern.

bedächtig, behäbig, beschaulich, betulich, betusam, gemächlich, gemessen, gesetzt, in aller Ruhe, langsam, ohne Eile/Hast, schleppend, schwerfällig, träge; (umgangssprachlich) im Schneckentempo; (emotional) seelenruhig; (umgangssprachlich abwertend) lahm, schlafmützig, tranig, transusig; (norddeutsch) macklich

Improtheater mit Ottmar

Na gut, nicht wirklich improvisiert. Definitiv aber nicht auswendig gelernt!



Man muss ihn einfach lieben für seinen Esprit, seine Verve und nicht zuletzt die Aura eines Briefkastens.

Sportfoto des Jahres 2011

Das Jahr ist rum, da stehen wieder etliche Wahlen an. Bester Spieler mit Flugangst, schlechteste Ausrede bei Verspätung nach der Winterpause und offensichtlichste Lüge beim Nichtverlängern des Vertrags des Trainers.

Eine dieser vielen Entscheidungen ist bereits gefallen, die Jury hat es sich nicht leicht gemacht, die zur Auswahl stehenden Motive allerdings ließen keine andere Wahl zu. Zu überwältigend war der Abstand dieses Bildes zu allen anderen Kandidaten. Kein Foto fängt so wunderbar ein, wie es alle Berichtenden immer wieder beschwören: Im Fußball geht es um Emotionen, Emotionen und noch mal Emotionen.

Und die wollen schließlich auch einmal herausgelassen werden. Da ist die Freude der Berichterstatter groß, wenn sich die Emotionen dann endlich auch einmal in ihrer schönsten Form zeigen.

Sportfoto des Jahres 2011. Herzlichen Glückwunsch!

Hau weg dat Ding

Brasilien — Zaire bei der WM 1974 im Gelsenkirchener Parkstadion.



Regelkunde machen wir dann morgen …

Infografik: Von Fussballern selbst geschriebene Bücher

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(U. a. auch, weil Jens Nowotny mit dem Selberschreiben nicht ausse Pötte kommt.)

Der lange Arm des G. Netzers

… der wurd‘ jüngst gekürzt.

Hacki Wimmer stand tatenlos daneben, auch Berti Vogts blieb regungslos. Was sollen sie auch tun — sie können ja nicht mal einen Millimeter vom Fleck.

Dass sie selbst noch intakt sind, da müssen sie eigentlich froh sein. Andererseits spricht es mal wieder Bände über den Stellenwert der drei Gladbacher Koryphäen. Dabei war Berti Vogts Europameister als Trainer, während Netzer es nach der aktiven Zeit nur zum Zirkusdirektor brachte.

Warum es dann aber G. Netzers Arm sein musste, statt der doch so begnadeten Füße, dürfte klar sein: Heutzutage bewegt Netzer wesentlich mehr Kohle von A nach B, wenn er mal wieder einen dieser ominösen Fußball-Rechte-Verträge unterzeichnet. Was nun mal gewöhnlich mit der Hand geschieht. Aber keine Sorge: Der lange Arm des G. Netzers wurde bereits von der Polizei gesichtet und gesichert.

Trotzdem: Wer kann sachdienliche Hinweise geben?

(Hiermit hat es ganz sicher nichts zu tun.)

Kon-fe-renz

Zu deutsch: Immer-zu-spät.

Neuer geprobt: Pokalfinale ungültig

Das Pokalfinale 2011 wird nicht gewertet. Wie sich erst heute herausstellte, war Manuel Neuer geprobt und das schon Jahre vor dem eigentlichen Pokalfinale. Als er noch als 16-Jähriger Werbung für Kinderschokolade machte, hatte er mit seiner Mannschaft von der Gelsenkirchener Gesamtschule Berger Feld bereits im Olympiastadion zu Berlin gespielt. Im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ unterlag er mit seinen Kompagnons zwar gegen die Lausitzer (republikweit erste) Sportschule Cottbus mit 0:2, war aber nun bestens mit dem Olympiastadion und seinen Katakomben vertraut. Da kein einziger Spieler aus dem Kader des MSV Duisburg ähnliche berliner Trainings- und Akklimatisationsmöglichkeiten in so jungen Jahren besaß, hat man sportlich-fair — wie man es am Fußball liebt — beschlossen, das Ganze zu annullieren.