Medienboykott beim MSV

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Hellmich macht seine Drohung wahr: der MSV wird zur dritten Macht im Ruhrgebiet. Allerdings nur im Bereich Medienboykott, den der MSV wie zuvor Schalke und Dortmund nun betreibt.

Angesichts der Aktualität der Webseite des MSV fragen wir: Muss man extra ankündigen, was sowieso schon die ganze Zeit läuft?

6 Kommentare

  1. Pingback: Ein Zebra in der Achterbahn

  2. Macht ein Medienboykott nicht nur dann Sinn, wenn man vorher zumindest von irgend einem Medium beachtet wurde?
    Stell dir vor, es ist Medienboykott und keiner vermisst was …

  3. Ein Trend setzt sich fort…

    Diesen Trend hat mein Nachbar im Sommer 1979 kreiert. Zu erst war es sein ganz persönlicher Medienboykott, irgendwann hat dann die ganze Wohngemeinschaft mitgemacht. Später wurde die Existenz der ganzen Stadt in Frage gestellt… Bielewas?

  4. @zangel04: Ah, da stinkt wieder die Arroganz, für die die ganze Welt Euch Schalker so liebt!

  5. Für mich sind die versammelten Reaktionen der Journalisten so unfassbar verräterisch, dass ich es kaum glauben kann. Im Grunde ist das die Bankrotterklärung des deutschen Sportjournalismus.

    Ein Sportjournalist sollte über den Sport berichten – das liegt irgendwie ja schon in der Berufsbezeichnung. Dazu reicht es völlig, wenn 22 Spieler 90 Minuten spielen – das ist der Gegenstand der Sport-Berichterstattung. Rudi Michel und Ernst Huberty hätten vor 20 Jahren einen Presseboykott nicht mal bemerkt, weil sie Interviews mit Spielern nicht brauchten, um ein Spiel zu analysieren und darüber zu berichten.

    Wer sich im Ernst durch das plötzliche Fehlen von sowieso völlig sinnfreien Spielerinterviews in seiner Berichterstattung „eingeschränkt“ fühlt, gibt damit nur zu, dass er vom Sport nicht genug versteht, um aus dem reinen Spiel einen Bericht zu machen. Er braucht jemanden, der ihm das erklärt – und wenn es nur verschwitzte und in dem Moment unmittelbar nach Spielende selten zurechnungsfähige Spieler sind.

    Der gegenwärtige Boykott in Duisburg hat allerdings in der Tat eine andere Qualität, denn er wird von oben, vom Präsidenten vorgegeben, während Trainer und Verantwortliche von Schalke 04 (wo der Boykott der Spieler auch sachlich gerechtfertigt und verständlich war!) und Borussia Dortmund sich nicht an dem Boykott beteiligt haben.

  6. In Zeiten von Discount Geschäften, anstatt Fachhändlern, sind auch Schmierblätter mehr gefragt als Fachmagazine.
    Welche Zeitung denn zum Beispiel beschäftigt überhaupt studierte Sportjournalisten?
    Ich habe mal gehört, freie Mitarbeiter und Praxissemesterstudenten sollen da günstiger sein, wahrscheinlich sogar billiger. Es sind nicht die Konsumenten, die nach Scheiße gieren, sondern die Anbieter, die uns (fast) nur noch Scheiße vorwerfen…



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