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Schlagwort: FC Schalke 04

Beste ausländische Torschützen der Bundesliga

Wer in die Ewige Torschützenliste der Bundesliga blickt, wird feststellen, dass sich in den obersten Rängen immer noch nur ganz wenige Ausländer befinden. Das wird sich im Laufe der Jahre sicher noch weiter verändern, da die Auswirkungen der völligen Öffnung für europäische Spieler erst langsam zum Tragen kommen. Und normalerweise bleiben Spieler eines Kalibers wie Claudio Pizarro oder Robert Lewandowski auch eher selten einen Großteil ihrer Karriere in der Bundesliga, wenn sie doch wegen ihrer großen Qualität meist auch Angebote aus anderen europäischen Ländern erhalten.

Hier lohnt der aktuelle Blick auf die besten ausländischen Torjäger der Bundesliga aber dennoch, da sich da gerade wegen jenes Robert Lewandowski zuletzt einiges getan hat. Insgesamt ist er inzwischen sogar mittlerweile auf Rang 3 der Ewigen Torjägerliste vorgedrungen. Und falls er noch ein, zwei Saisons so weitertrifft wie zuletzt, überholt er auch noch den früheren Bayern-Trainer, Jupp Heynckes, der zurzeit noch an Rang 2 hinter dem wohl uneinholbaren Gerd Müller liegt. Außerdem war er in den letzten Jahren ingesamt fünf mal und zuletzt dreimal in Folge Torschützenkönig der Bundesliga. Da lohnt es sich wirklich, gegenwärtig zu überlegen, ob man nicht mal eine Wette auf ihn als Torschützenkönig der kommenden Saison wagen sollte. Nun aber der Blick auf all jene, welche in der gesamten Historie die meisten Tore in der Bundesliga erzielten, ohne dass sie fußballerisch gesehen Inländer waren oder sind.

Beste ausländische Torjäger der Bundesliga

Spieler Nation Clubs Tore
Robert Lewandowski Polen Borussia Dortmund, FC Bayern München 236
Claudio Pizarro Peru Werder Bremen, FC Bayern München, 1. FC Köln 197
Giovane Elber Brasilien VfB Stuttgart, FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach 133
Vedad Ibisevic Serbien Alemannia Aachen, TSG Hoffenheim, VfB Stuttgart, Hertha BSC, FC Schalke 04 127
Ailton Brasilien Werder Bremen, FC Schalke 04, Hamburger SV, MSV Duisburg 106
Arjen Robben Niederlande FC Bayern München 99
Pierre-Emerick Aubameyang Gabun Borussia Dortmund 98
Bum-Kun Cha Südkorea Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen 98
Anthony Yeboah Ghana Eintracht Frankfurt, Hamburger SV 96
Sergej Barbarez Bosnien Hansa Rostock, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund 95

Stand 1. September 2020.

Laut den Anbietern auf bestenwettseiten.de schaffte es nur ein Spieler aus den Niederlanden in die Top 10, Arjen Robben , obwohl die Niederländer und die Österreicher sehr früh einen großen Teil des Ausländerkontingents ausmachten Die Bundesliga wurde gegründet. Die besten Stürmer gingen damals wahrscheinlich nach Italien, jetzt nach England und Spanien. Das heißt nicht, dass Arjen Robben kein guter Stürmer war, aber er kam auch erst in die Bundesliga, als er sich nicht dauerhaft in England und Spanien etablieren konnte.

Die Nationalitäten dieser Top-Torjäger

Ebenfalls ein wenig erstaunlich, dass es nur zwei Brasilianer in die Top10 geschafft haben: Giovane Elber und Ailton. Dabei kauft man doch schon lang aus jenem Land ein, in dem vermeintlich das Reservoir an Topspielern unendlich ist. Dafür holt dann ein anderer Südamerikaner die Kohle für diesen Kontinent aus dem Feuer: Claudio Pizarro, immerhin auf Rang 6 der Gesamt-Torjägerliste der Bundesliga und unter den Ausländern auf Platz 2, gerade erst überholt worden von Robert Lewandowski, der zuletzt 34 Tore erzielte.

Anders als Robert Lewandowski wurde Pizarro allerdings nie Torschützenkönig. Etwas, was Giovane Elber (2003) hingegen gelangt. Ebenso Pierre-Emerick Aubameyang (2017), Ailton (2004) und Sergej Barbarez (2001) sowie Anthony Yeboah gleich zweimal, 1993 und 1994.

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Alles zum neuen Spielplan

Der neue Spielplan der Bundesliga für die Saison 2019/20 ist veröffentlicht worden. Natürlich gibt es viele Meinungen dazu, vor allem von den Fans, was ihnen gefällt und was nicht, aber auch von Offiziellen der Vereine. Diesmal ungewöhnlich: Sehr deutlich kritisierte Michael Zorc vom BVB die Ansetzungen, die seinen Club seiner Meinung nach ein wenig benachteiligten. Ebenfalls selbstverständlich, dass der Meister der vergangenen Saison das Eröffnungsspiel am Freitag des ersten kommenden Spielwochenendes bestreitet. Und das ist, wie noch stets in den letzten sieben Jahren, bekanntlich der FC Bayern München. Sein Auftaktgegner beim Heimspiel und damit dem ersten von wie immer 306 Partien der kommenden Bundesliga-Runde bestreitet der amtierende Meister in seiner Allianz-Arena in Fröttmaning gegen Hertha BSC.

FC Bayern eröffnet die Saison zu Hause

Die Bayern werden allgemein diesmal als nicht so stark eingeschätzt wie in den meisten letzten Jahren zu vor. Deshalb lohnt sich in diesem Fall auch eine Wette auf den Gesamtsieger der Bundesliga, sprich: den kommenden Deutschen Meister, besonders. Gleich mehrere Kandidaten dürften realistische Chancen haben, am Ende der Saison die Meisterschale in Empfang zu nehmen. Und darum gilt gerade für Novizen bei Sportwetten, dass sie jetzt zuschlagen sollten, und sich bei einem der vielen Wettanbieter einen Willkommensbonus zu sichern. Diesen gewähren im Prinzip alle Wettanbieter am Markt allen Neukunden in unterschiedlicher Höhe. Wie das genau abläuft, erklärt diese Webseite in allen Details. Dann einfach auf den kommenden Deutschen Meister tippen und zusätzlich den Willkommensbonus einstreichen.

Hier nun also der komplette erste Spieltag der kommenden Saison im Überblick:

FC Bayern München - Hertha BSC
Borussia Dortmund - FC Augsburg
Bayer Leverkusen - SC Paderborn 07
Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04
VfL Wolfsburg - 1. FC Köln
Eintracht Frankfurt - TSG Hoffenheim
Werder Bremen - Fortuna Düsseldorf
SC Freiburg - FSV Mainz 05
1. FC Union Berlin - Rasenballsport Leipzig

Damit hat der erste Spieltag auch direkt einen echten Kracher zu bieten, nämlich den (nicht nur West-) Klassiker zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Schalke 04. Angesichts des Verlaufs der letzten Saison droht den Schalkern damit schon wieder sofort ein Fehlstart, denn die Borussia aus Mönchengladbach ist trotz aller Abgänge zumindest auf dem Papier deutlich stärker einzustufen als die Knappen. Doch wie man weiß, beginnen alle Partien immer beim Stand von 0:0 und auch vor jeder neuen Saison werden die Karten komplett neu gemischt, zumindest, was das Momentum und die psychische Komponente innerhalb einer Mannschaft betrifft.

Aufsteiger im direkten Duell und mit Ost-Derby

Immer interessant auch, gegen wen die Aufsteiger in ihre Saison in der nun höheren Spielklasse bestreiten dürfen bzw. müssen. Ganz besonders interessant natürlich für jenen Club, der zum ersten Mal in der Bundesliga aktiv wird, den 1. FC Union Berlin. Ihm haben die Gestalter des Spielplans das einzig mögliche Ostderby der Bundesliga zugeteilt, die Eisernen treten in ihrem ersten Bundesligaspiel überhaupt gegen Leipzig an, immerhin in einem Heimspiel.

Der SC Paderborn reist zum 1. FC Köln und damit treffen sich gleich zwei Aufsteiger im direkten Duell gegeneinander. Feels like immer noch 2. Bundesliga, aber wenigstens ist die Distanz nicht allzu weit, sodass wohl viele Fans des SC Paderborn ihren Club an den Rhein begleiten werden.

Zum Abschluss noch ein Klassiker

Ebenso spannend ist natürlich die Konstellation am 34. und damit letzten Spieltag in der Bundesliga. Da ergibt sich für die Saison 2019/20 die folgende Ansetzung der jeweils neun Paarungen an einem Spieltag:

Borussia Dortmund - TSG Hoffenheim
Bayer Leverkusen - FSV Mainz 05
Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC
VfL Wolfsburg - FC Bayern München
Eintracht Frankfurt - SC Paderborn 07
Werder Bremen - 1. FC Köln
SC Freiburg - FC Schalke 04
FC Augsburg - Rasenballsport Leipzig
1. FC Union Berlin - Fortuna Düsseldorf

Einen Klassiker hält auch dieser Spieltag also bereit: Werder Bremen gegen den 1. FC Köln. Beide werden aber wohl nicht ins Titelrennen eingreifen können.

Die Meisterschale könnte am letzten Spieltag womöglich eher in Dortmund übergeben werden, in Wolfsburg – oder vielleicht ja auch in Augsburg oder in Mönchengladbach. Der Titelfavorit bleiben natürlich die Bayern, doch immer noch im Umbruch befindlich, weiß man nicht, wie sie sich in der kommenden Saison präsentieren werden, zumal der BVB enorm aufgerüstet hat und in Lucien Favre zweifelsohne über den taktisch fähigeren Trainer verfügt. Einen guten Trainer hat aber auch Leipzig in der neuen Saison, nämlich Julian Nagelsmann, der von Hoffenheim zum anderen überaus populären Club der Bundesliga gewechselt ist. In jedem Fall dürfte die kommende Saison spannender werden als die allermeisten in den letzten Jahren, als die Bayern häufig schon weit vor dem letzten Spieltag als Meister feststanden.

Eins bleibt, wie es immer war

Was diesem Spielplan und allen bisherigen und zukünftigen der Bundesliga allerdings ohnehin innewohnt, ist, dass jedes Team zweimal gegen jedes andere spielt – einmal beim Gegner und einmal im eigenen Stadion. Nur die Reihenfolge (und die Auf- und Absteiger der Bundesliga) ändert sich von Jahr zu Jahr. Während an einem Spieltag zudem immer mehr verschiedene Anstoßzeiten genutzt werden, ist das angenehme der letzten beiden Spieltage, dass dann alle neun Partien zeitgleich stattfinden. Am Samstag um 15.30 Uhr, wie es zu Opas Zeiten noch an jedem Spieltag Usus war.

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Bundesliga-Meisterschaften, die durch die Tordifferenz entschieden wurden

Noch ist es in dieser Saison 2018/19 nicht ausgeschlossen: dass die Tordifferenz über die Meisterschaft entscheidet. Auch, wenn das zugegebenermaßen äußerst unwahrscheinlich ist, drei Spieltage vor Saisonende und bei 16 Toren, die Borussia Dortmund gegenüber dem FC Bayern München aufholen müsste. Doch unmöglich ist es nicht. Schließlich begann die gar nicht mal so kurze Geschichte der anhand der Tordifferenz entschiedenen Meistertitel in der Bundesliga mit einem Sieg am letzten Spieltag, der bis heute der höchste Bundesliga-Sieg der Historie ist.

Immerhin sechsmal entschied am Ende die Tordifferenz über den Meistertitel in jetzt 56 Saisons, also in mehr als jeder 10. Saison ist dies der Fall. Allerdings ließ man sich einerseits 15 Jahre seit Gründung Zeit, bis es zum ersten Mal soweit war, andererseits ist es seit dem Beginn des neuen Jahrhunderts kein einziges Mal in inzwischen 19 Jahren mehr vorgekommen. Und dass die Zahl der mehr erzielten Tore – statt der reinen Tordifferenz – über den Titel entschieden hätte, gab es noch nie. Gleich beim ersten Mal wäre es aber fast schon soweit gekommen.

1977/78

Die Mutter aller Schlachten um die Tordifferenz fand an jenem letzten Spieltag der Saison 1977/78 statt, als Jupp Heynckes fünfmal im Rheinstadion traf, Otto Rehhagel mit Borussia Dortmund unterging und die Kölner so weise waren, sich nicht auf dem Vorsprung von 10 Toren vor Beginn des Spieltags auszuruhen, sondern ihrerseits beim 5:0 gegen den FC St. Pauli nicht mit Toren sparten. So blieb es bei am Ende drei weniger kassierten Toren als Konkurrent Borussia Mönchengladbach. Damit gelang der zweite und letzte Bundesligatitel des 1. FC Köln, der auch gleich noch das Double gewann (damals eine echte Besonderheit).

Club Tore Diff Punkte
1. 1. FC Köln 86:41 +45 48:20
2. Borussia Mönchengladbach 86:44 +42 48:20
3. Hertha BSC 59:48 +11 40:28

1982/83

Zwei Nordclubs ganz oben, und nur der Unterschied einer um 8 Tore besseren Tordifferenz machte den HSV zum Meister vor Werder Bremen, gerade mal vor zwei Jahren wieder aufgestiegen nach dem bislang einzigen Abstieg aus der ersten Bundesliga. Der Drittplatzierte VfB Stuttgart hatte mit 80 sogar noch ein Tor mehr erzielt als der Meister HSV mit seinen 79 Toren, aber weniger Punkte gesammelt. Keine allzu dramatische Angelegenheit war diese Entscheidung, auch, wenn es natürlich alles am letzten Spieltag noch hätte kippen können.

Club Tore Diff Punkte
1. Hamburger SV 79:33 +46 52:16
2. Werder Bremen 76:38 +38 52:16
3. VfB Stuttgart 80:47 +33 48:20

1983/84

In dieser Saison kam es zur seltsamen Konstellation, dass der Hamburger SV beim VfB Stuttgart quasi ein Finale um die Meisterschaft austragen durfte oder musste. Dieses gewann er zwar auch mit 1:0, es hätte aber noch ein paar Tore mehr gebraucht, um den VfB Stuttgart auch in der Tabelle zu überflügeln. Dass sogar drei Mannschaften am Ende punktgleich waren, gab es auch nur dieses eine Mal, aber Mönchengladbach hatte sich diesmal – anders als 1978 – offenbar ohnehin nicht mehr ernsthaft Chancen auf den Titel ausgerechnet.

Club Tore Diff Punkte
1. VfB Stuttgart 79:33 +46 48:20
2. Hamburger SV 75:36 +39 48:20
3. Borussia Mönchengladbach 81:48 +33 48:20
4. FC Bayern München 84:41 +43 47:21

1985/86

„Kutzop“.

Und das ist dann auch schon die komplette Geschichte dieses Dramas, bei dem der Tabellendritte Bayer Uerdingen immerhin auf die stolze Tordifferenz von +3 Toren kam.

Bliebe vielleicht noch zu erwähnen, dass dies der einzige Elfmeter war, den Michael Kutzop in seiner gesamten Profikarriere vergab. Und dass den Bremern immer noch ein Remis beim letzten Spiel in Stuttgart gereicht hätte, welches aber mit 1:2 verloren ging, während die Bayern zu Hause Borussia Mönchengladbach mit 6:0 abfertigten. Alles live verfolgt am Fahrradradio meines Kumpels, damals. Immerhin hatte der Fußballgott ein Einsehen und erlaubte Werder Bremen 1988 schließlich den Titel in der Bundesliga. Zu spät allerdings für Rudi Völler, der da schon über die Alpen nach Italien entfleucht war und somit zwar Weltmeister ist, aber nie Deutscher Meister wurde (und auch in Italien kein Landesmeister).

Ich schweife ab, hier geht es ja um die Entscheidung per Tordifferenz. Voilà:

Club Tore Diff Punkte
1. FC Bayern München 82:31 +51 49:19
2. Werder Bremen 83:41 +42 49:19
3. Bayer Uerdingen 63:60 +3 45:23

1991/92

Die sportlich schwärzeste Stunde der Frankfurter Eintracht fand mit einem 1:2 bei Hansa Rostock statt, woraufhin der VfB Stuttgart, der seinerseits erst spät in Leverkusen in Unterzahl zum Siegtreffer kam, mal wieder Meister wurde, wie das früher öfter der Fall war. Erstaunlich, dass man bei Borussia Dortmund diese einzige Saison mit 20 Clubs in der 1. Liga, in der man bis zuletzt im Meisterrennen war, kaum je erwähnt. In jedem Fall einer der spannendsten letzten Spieltage überhaupt in der Bundesliga-Historie.

Club Tore Diff Punkte
1. VfB Stuttgart 63:32 +30 52:24
2. Borussia Dortmund 66:47 +19 52:24
3. Eintracht Frankfurt 76:41 +35 50:26

1999/2000

Ballack, Unterhaching, Eigentor.

Auch diese Geschichte ist schnell erzählt, bzw. dürfte allgemein bekannt sein – und erneut war der FC Bayern Nutznießer dessen, dass er eine bessere Tordifferenz als sein Kontrahent aufwies. Da ahnte man bei Bayer Leverkusen allerdings noch nicht, was die Saison 2002 noch für sie bereithalten sollte …

Club Tore Diff Punkte
1. FC Bayern München 73:28 +45 73
2. Bayer Leverkusen 74:36 +38 73
3. Hamburger SV 63:39 +24 59

Der Glaube daran, dass sich die Saison 2018/19 in diese Liste einreiht, ist hier trotz meines Tweets von jüngst quasi nicht vorhanden. Spannend wäre es aber natürlich schon und wie der aktuell etwas schräge Spieltag gezeigt hat, auch nicht komplett unmöglich.

Wer die Saison 2000/2001 mit dem Meister der Herzen alias der Vierminuten-Meisterschaft des FC Schalke 04 hier vermisst, dem sei gesagt, dass der FC Bayern damals die schlechtere Tordifferenz aufwies, durch den späten Ausgleich beim Hamburger SV aber eben einen Punkt mehr sammelte als Schalke. Ohne diesen Punkt wäre man punktgleich gewesen – und bei dieser Entscheidung hätte dann Schalke die Nase vorn gehabt. Dem war aber nicht so, weshalb diese Saison auch nicht in dieser Zusammenstellung auftaucht. Dramatische Saisons gab es aber auch so schon genug. Nur seit 2012 ist da nicht mehr allzu viel Drama gewesen, Baby.

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Alle niederländischen Trainer in der Bundesliga

Über 50 Jahre läuft die Bundesliga nun schon und läuft und läuft und läuft. Erst in den letzten Jahren hat man sich aber auch bei der Position des Trainers vermehrt für Einflüsse von außerhalb Deutschlands geöffnet. Natürlich gab es auch früher schon immer mal wieder Trainer aus dem Ausland auf der Bank. Doch in den meisten Fällen waren dies Trainer aus dem deutschsprachigen Ausland wie Österreich oder der Schweiz, aus dem aus mehreren Gründen mit Deutschland eng verwobenen Jugoslawien oder eben ansonsten aus direkter Nachbarschaft. Nämlich aus den Niederlanden oder wie man im Fußball gerne auch gemeinhin sagt: aus Holland.

Hier der Blick auf alle Trainer aus den Niederlanden in der Geschichte der Bundesliga.

Liste aller holländischen Trainer der Bundesliga

Stand der Liste ist der 24.04.2018. Sie enthält auch jene Trainer aus den Niederlanden, welche nur interimistisch als Bundesliga-Trainer tätig waren, damit sie komplett ist. Zudem wurde der erst noch kommende Trainer der TSG Hoffenheim, Alfred Schreuder, der zur Saison 2019/20 in der Bundesliga beginnen wird, ebenfalls bereits aufgenommen.

Name Clubs
Gertjan Verbeek 1. FC Nürnberg
Bert van Marwijk Borussia Dortmund, Hamburger SV
Louis van Gaal FC Bayern München
Jan Notermans Arminia Bielefeld
Ricardo Moniz Hamburger SV
Andries Jonker FC Bayern München, VfL Wolfsburg
Aad de Mos Werder Bremen
Rinus Michels Bayer Leverkusen, 1. FC Köln
Huub Stevens FC Schalke 04, Hamburger SV, Hertha BSC, TSG Hoffenheim, VfB Stuttgart, 1. FC Köln
Jos Luhukay Borussia Mönchengladbach, FC Augsburg, Hertha BSC
Fred Rutten FC Schalke 04
Martin Jol Hamburger SV
Arie Haan VfB Stuttgart, 1. FC Nürnberg
Eddy Achterberg FC Schalke 04
Dick Advocaat Borussia Mönchengladbach
Gerald Vanenburg TSV 1860 München
Peter Bosz Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen
Alfred Schreuder TSG Hoffenheim

Mit dann insgesamt 18 verschiedenen Fußball-Lehrern führen die Niederlande die inoffizielle Wertung der Zahl der Trainer aus dem Ausland also an. Das darf eigentlich aufgrund der geographischen Nähe und der fußballerischen Exzellenz, die die Niederlande in den 1970ern und dann wieder ab den 1990ern (bzw. seit dem Gewinn der Europameisterschaft 1988) an den Tag legten, nicht überraschen.

Besondere Beziehung Deutschland – Niederlande

Die Geschichte des niederländischen Fußballs ist eine besondere. Das gilt ebenso für die Beziehung Fußballdeutschlands zu seinem westlichen Nachbarn. Ressentiments gibt es auf beiden Seiten. Dass diese dann aber nicht so groß sind, dass man nicht Trainer aus den Niederlanden anheuern würde, ist natürlich insofern klar, als dass es im Fußball stets ein übergeordnetes Ziel gibt: den Erfolg. Und wenn dieser mit einem Holländer an der Seitenlinie wahrscheinlicher wirkt, verpflichtet man eben einen solchen auch. Wobei diese Öffnung natürlich auch Teil der allgemeinen Entwicklung im Fußball ist. Seit dem Bosman-Urteil und seinen weitreichenden Konsequenzen ist der Fußball überall in Europa immer internationaler geworden, selbst in der oft als so borniert beschriebenen deutschen Bundesliga.

Meister-Trainer aus Holland

Deutscher Meister wurde übrigens nur ein einziger dieser Trainer aus den Niederlanden: natürlich das „Feierbiest“ Louis van Gaal. Allen anderen Coaches aus dem Nachbarland blieb ein solcher Erfolg verwehrt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden und da kann man sich natürlich überlegen, vielleicht eine der vielen denkbaren Sport Bundesliga Wetten zum nächsten Meistertrainer aus den Niederlanden zu wagen. Eventuell gelingt dies ja in Kürze Peter Bosz mit Bayer 04 Leverkusen (kleiner Scherz). Aber Niko Kovac‘ Tätigkeit beim Dauermeister FC Bayern scheint nicht in Stein gemeißelt zu sein. Und dass Dortmunds aktueller Trainer Lucien Favre gerne schon mal von Selbstzweifeln geplagt von sich aus das Weite sucht, ist hinlänglich bekannt. Bei beiden Dauerkandidaten für den Meistertitel könnte es also schon rasch einen anderen Trainer geben. Vielleicht ja wieder einer aus Holland, wie beim FC Bayern Louis van Gaal oder bei Borussia Dortmund Peter Bosz.

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Alle Trainer aus Österreich in der Bundesliga

Kommen wir wieder einmal zur Historie der deutschen Bundesliga. Erneut soll es hier nicht um die Akteure auf dem Platz, sprich: die Spieler, gehen. Sondern um jene Zampanos, die an der Linie die Marschroute ihres Clubs vorgeben, welche sie im besten Falle unter der Woche im Training schon einstudiert haben. Dabei bietet Österreich als Herkunftsland von Trainern in der Bundesliga natürlich einen ganz großen Vorteil: das Fehlen einer Sprachbarriere, wenn ein Trainer aus der Alpenrepublik in die deutsche Bundesliga wechselt. Zumindest für den Umgang mit einheimischen Spielern und den Medien gilt das natürlich. Und so darf es nicht überraschen, dass Österreich jenes Land ist, welche die zweitmeisten Trainer der Bundesliga aus dem Ausland stellte, hinter den ebenfalls direkt an die Bundesrepublik Deutschland grenzenden Niederlanden. Hier die Übersicht, welche Trainer es konkret waren, die seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 für kürzere oder längere Zeit das Zepter auf einer der 18 Trainerbänke der Erstligisten im deutschen Fußball schwangen.

Liste Trainer aus Österreich in der Bundesliga

Name Clubs
Max Merkel TSV 1860 München, 1. FC Nürnberg, FC Schalke 04, Karlsruher SC
Franz Binder TSV 1860 München
Ernst Ocwirk 1. FC Köln
Ernst Happel Hamburger SV
Helmut Senekowitsch Eintracht Frankfurt
Felix Latzke SV Waldhof Mannheim
Josef Hickersberger Fortuna Düsseldorf
Kurt Jara Hamburger SV, 1. FC Kaiserslautern
Peter Pacult TSV 1860 München
Peter Stöger 1. FC Köln, Borussia Dortmund
Ralph Hasenhüttl FC Ingolstadt, RB Leipzig
Robert Körner 1. FC Nürnberg
Adi Hütter Eintracht Frankfurt

Der weitaus umtriebigste Trainer aus Österreich war somit Max Merkel, der gleich vier verschiedene Vereine im Oberhaus trainierte. Kurzzeitig war er sogar im Gespräch als neuer Trainer des FC Bayern München, als dieser sich während der Saison 1977/78 von Gyula Lorant trennte. Doch eine Spielerrevolte verhinderte die Verpflichtung beim FC Bayern, sodass Max Merkels Meistertitel mit dem Lokalrivalen TSV 1860 München und der spätere Titel mit dem 1. FC Nürnberg seine einzigen beiden Meistertitel in Deutschland bleiben sollten. Allerdings zählt Max Merkel damit zu einer recht kleinen Zahl an Menschen, die es überhaupt schafften, mehr als einmal Meister der deutschen Bundesliga zu werden. Dazu zählt auch sein Landsmann Ernst Happel, der den Hamburger SV zu seiner erfolgreichsten Zeit in der Vereinsgeschichte antriebt. 1982 und 1983 wurde er mit dem Club von der Alster Deutscher Meister, 1983 gewann er als Trainer des Hamburger SV sogar noch den Europapokal der Landesmeister.

Hütter und Hasenhüttel zuletzt

Aktuell (im Jahr 2018) ist nur ein Trainer aus Österreich in der Bundesliga beschäftigt, nachdem Ralph Hasenhüttl nicht zu den Bayern, sondern in die Premier League zum FC Southampton wechselte. Dort steht Hasenhüttl vor der schwierigen Aufgabe, seinen Club vor dem Abstieg zu bewahren, noch dazu in einem Land, in dem nicht zuletzt aufgrund des großen Interesses an Sportwetten, wie man z. B. bei wettapp.net nachvollziehen kann, der Druck ein wenig höher ist. Mit deutlich weniger Druck, aber noch besseren Resultaten als sein Vorgänger Niko Kovac arbeitet zurzeit hingegen Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt. Zwischenzeitlich träumten die Fans dort sogar von der Meisterschaft. Diese Träume dürften sich wieder erledigt haben. Damit ist auch eine außergewöhnliche Errungenschaft wieder in weitere Ferne gerückt, die der Österreicher Adi Hütter hätte erreichen können. Würde er in Deutschland Meister, wäre er der erste Trainer, der in Österreich (Salzburg), der Schweiz (YB Bern) und eben in Deutschland als Trainer Meister geworden ist. Stand der Auflistung ist übrigens der 30.12.2018, es können also in Zukunft natürlich noch weitere Trainer mit der Nationalität „Österreich“ hinzukommen – und Adi Hütter vielleicht sein besonderes Kunststück erreichen.

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Die drei Karrieren der Musketiere

Ohhh, ja, wenn die Rubriken hier noch seriös gepflegt würden, müsste man spätestens jetzt die Rubrik „Oppa erzählt vom Krieg“ eröffnen. Allerdings hieße der Oppa hier nicht Trainer Baade, sondern Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk. Zum Glück, denn nicht zuletzt deshalb fehlt allen drei Dokus das Pathos und es werden auch weniger schöne Aspekte nicht ausgespart.

Drei ganz besondere Figuren des deutschen Fußballs werden hier beleuchtet, alle drei lange Zeit Nationalspieler, zwei Vize-Weltmeister, ein Weltmeister, alle drei mit Stationen im Ausland, einer hernach sogar noch Trainer der Nationalmannschaft. Aber, wie hier allzu häufig üblich, alle drei auch Figuren mit ihrem Zenit in den 1980er Jahren.

Dennoch: Auf Sportbusiness-Messen wird heutzutage die Mär verbreitet, man müsse immer auch eine Geschichte um einen Sportler herumerzählen können, am besten sollten diese einen Hamster besitzen, der Zirkusstückchen vorführen kann. Bei allen diesen drei Typen hier hingegen reichte das, was man auf dem Spielfeld zu sehen bekam. Weiß irgendjemand, mit wem Briegel verheiratet war oder ist? Welches Auto Rudi Völler fuhr? Was Toni Schumacher als Hobby hatte? Sie alle erzählten ihre jeweils eigene Geschichte in dem Sport, den sie ausübten. Was ihrer Epoche geschuldet sein mag, in der es eben keine Sendezeit für allzu viel Boulevard rund um den Sport gab. Was aber auch dem geschuldet sein mag, dass sie ihren jeweils eigenen Werdegang mit auf den Platz nahmen. Ein Umstand, den man auch erfühlte, ohne diesen zu kennen.

Das allerdings kann man hier nachholen in drei sehenswerten Dokus, jeweils knapp eine Dreiviertelstunde lang, schaut sich gut weg und ist doch erhellend. Die Jugendtrainer ebenso zu Wort kommen lässt wie frühere Mitspieler, einstige Trainer, aber auch einordnende Journalisten. Und wie oben erwähnt fehlt trotz des Blicks hinter die Kulissen jegliches Schmierantentum und so kann man diese drei Karrieren wirklich genießen, schließlich kommen Spielszenen jeweils auch nicht zu kurz.

In den Karrieren jener drei Musketiere nämlich, als da wären:

Toni Schumacher

Natürlich kommt eine Doku bei diesem wie eine entfesselte Bestie haltenden Torhüter nicht am Thema „Battiston“ vorbei. Doch hier liegt der Schwerpunkt auf den Anfängen der Karriere, in der sich damals noch „Harald“ Schumacher ein Zimmer mit der ebenfalls auftretenden Schwester teilen musste. Wer hätte gedacht, dass der harte Toni — man erfährt auch, warum er so genannt wird — inzwischen Kunstsammler ist? Und wie das so war, als er dann „Anpfiff“ veröffentlichte, durchaus mit Stimmen anderer Menschen als den sonst üblichen. Und wie er nach beinahe zwei Jahrzehnten Funkstille dann doch wieder bei seinem Effzeh einsteigen durfte und auch wollte. Prädikat: Toni hält zumindest hier den Ball.

Rudi Völler

Dass der nette Volksheld, von diesem getauft auf den Namen „ein‘ Rudi Völler“, auch ganz anders kann als nett zu sein, weiß man spätestens seit seiner Scheißdreck-und-Käse-Rede nach einem 0:0 auf Island. Manch Fußballnation wäre heutzutage bekanntlich froh über ein 0:0 auf Island oder sogar in einem EM-Achtelfinale, doch das war damals gänzlich anders. Wie auch Völlers Karriere noch so ganz anders verlief als die heutigen Fußballkarrieren. Auch er in „bescheidenen Verhältnissen“ aufgewachsen, wie man euphemistisch für jene ganz am Ende der Leiter der Wirtschaftskraft gerne sagt, auch er von seinem Heimatverein erst im Quasi-Erwachsenenalter zu seinem ersten Proficlub gewechselt, dauerte Völlers Karriere weit über die Zeit als Aktiver hinaus. Von den Anfängen in Hanau bis zur Sportdirektorzeit beim Bayer, kommen hier auch die weniger lobhudelnden Stimmen zu Wort. Der Rudi, der cholerische Volkstribun, der erst in letzter Zeit ein wenig von seiner Strahlkraft verliert. Und die zweieinhalb Minuten vom un- redseligen Calli erträgt man hier auch gut, zumal der Blick auf die Zeit in Italien dafür entschädigt. Einzig von Olympique Marseille wollte wohl niemand etwas zu Rudi Völler sagen. Welche Gründe das wohl haben könnte? Prädikat: Die liebe „Tante Käthe“ kann auch anders.

Hans-Peter Briegel

Wer sah je Bilder von Hans-Peter Briegel bei einem seiner Leichtathletik-Wettkämpfe? Vom deutschen Jugendmeister im Weitsprung? Wer hat je ein Interview mit dessen Leichtathletik-Trainer gehört? Wer weiß heute noch von der immensen Torgefahr des eigentlich ja Verteidiger spielenden Briegels? Und wer könnte sich heute vorstellen, dass jemand erst mit 16 (!) mit dem Vereinsfußball beginnt und hinterher Vize-Weltmeister ist. Viele Stimmen vom Beginn der Karriere der „Walz aus der Pfalz“ und noch dazu viele Bilder aus seiner Zeit in Italien, die man ja hier damals nicht zu sehen bekam. Prädikat: Hoch gehopst, weit gesprungen.

Durchaus alle drei sehenswert für verschneite Abende unter der Woche, jetzt, da die Bundesliga mal wieder beinahe komplett nicht den Winter im Europapokal überstehen wird.

Danach freuen wir uns dann auf die kommenden Dokus, wie das so war, im Internat von Julian Draxler, im Internat von Leroy Sané und ganz besonders die Doku zur wilden Zeit im Internat von Toni Kroos.

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Sehenswerte Doku: 100 Jahre Schalke

Das 100-jährige Jubiläum des FC Schalke 04 ist naturgemäß schon eine Weile her. Das macht diese sehr ausführliche – 120 Minuten! – Dokumentation von Franz Bürgin über diese 100 ersten Jahre Geschichte des FC Schalke 04 aber nicht weniger sehenswert. Wenn ausnahmsweise mal kein Fußball im Fernsehen läuft (wobei man heute natürlich Island gegen den Kosovo die direkte WM-Teilnahme sichern sehen will), ist diese eine spannende wie lehrreiche Alternative.

Viele Zeitzeugenberichte, natürlich von all den Schalker Helden:

  • Ernst Kuzorra
  • Fritz Szepan
  • Willi Koslowski
  • Berni Klodt
  • Günter Siebert
  • Klaus Fichtel
  • Rolf Rüssmann
  • Mike Büskens (auch hier im Podcast)
  • etliche weitere „Eurofighter“

… und viele mehr.

Dazu viele Fotos aus jener Zeit zu den Geschichten, die man meist kennt, aber keine (bewegten) Bilder dazu hat. Und ab den 1930ern dann eben auch bewegte Bilder. Mehr als die Geschichte eines Clubs, sicher auch eine deutsche Geschichte und eine Geschichte des Fußballs. Zudem kann man herrlich entspannt zuhören, bleibt von allem Marktschreierischen – außer bei manchem Spielausschnitt – verschont. Wie es ja selbst in der Geschichte dieser Skandalnudel Schalke 04 immer auch leise Zwischentöne gab …

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Bayern, BVB, Schalke, Union, Arsenal, Barça, DFB, Italien etc. – Trikot nach Wahl gewinnen

FC ArsenalNoch ist nicht ganz Weihnachten, also nennen wir es eine Nikolausaktion, besser ein Gewinnspiel zu Nikolaus. unisportstore.de ist so gütig, ein Trikot zur Verlosung bereitzustellen. Bis 75 Euro hat man die freie Auswahl. Da einige Trikots deutlich günstiger sind als üblich, kommt man damit vielleicht sogar auf anderthalb Trikots, in jedem Fall aber wird man eines gewinnen.

Was muss man tun, wie läuft es ab?

Ab heute bis übernächsten Freitag, den 9. Dezember, 12h mittags, läuft das Gewinnspiel. Zur Teilnahme muss man nur diese eine folgende Frage beantworten, das aber in mindestens 5 sinnvollen Sätzen. Danach wird ausgelost, es kommt also nicht darauf an, ob die Antwort hier gefällt oder nicht. Da auf dieser Seite bekanntlich nicht die Riesenmassen vorbeischauen, dürfte die Gewinnchance beinahe einmalig hoch sein. Und natürlich könnte man den so zu gewinnenden Gutschein auch noch selbst weiterverschenken, falls man selbst nicht unbedingt ein neues Trikot benötigt oder aus diversen Gründen nicht in einem solchen gewandet sein möchte.

ArgentinienZur Auswahl steht fast alles, was das Herz begehrt. Trikots aller großen und mittelgroßen deutschen Clubs sind verfügbar, ebenso Trikots von diversen Nationalmannschaften und zudem, eher selten, auch Trikots aus beispielsweise der belgischen, der portugiesischen oder dänischen Liga. Natürlich auch aus der Premier League, Serie A etc. pp. Den kompletten Überblick findet man hier.

Top-Auswahl also. Alles, was man tun muss, ist diese Frage sinnvoll zu beantworten, und schon nimmt man am Gewinnspiel teil. Natürlich muss man dafür eine gültige Email-Adresse angeben, die aber, und das ist ein großes Plus hier, nicht zu Marketingzwecken noch sonst etwas missbraucht oder verkauft wird. Selbstverständlich.

Welches war das erste echte Trikot, das Du je besaßt?

Ein paar Gedanken dazu, ob es gefiel oder nicht, und wie es dazu kam, wären auch noch nett.

(Echt bedeutet hier nicht original, sondern von einem Proficlub oder einem Nationalteam und nicht von einer Jugendmannschaft.)

Bonusfrage (die aber keine Auswirkungen auf die Verlosung hat): Wo ist dieses gute Stück jetzt?

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Trainer Bundesliga-Saison 2015/2016

Mehmet Scholl prägte letztens den Begriff vom „Laptop-Trainer“, und er war nicht positiv gemeint. All jenen, welche nicht selbst als Profi aktiv gewesen waren, fehle die Einsicht darin, wie solche Profi-Fußballer ticken, wollte der Ex-Nationalspieler und Ex-Drittliga-Trainer damit zum Ausdruck bringen. Wem der Stallgeruch des Bundesliga-Betriebs fehle, der könne unmöglich so handeln, wie es die unterschiedlichen Psychen der Untergebenen verlangen.

Gleichwohl bestritt Mehmet Scholl nicht die gute Qualität der Arbeit von Trainern ohne (echte) Profi-Erfahrung, wie es bei Thomas Tuchel der Fall ist.

Eine „neue Generation“ sei am Werke, die eben anders arbeite. Aber meist völlig anders, als Scholl selbst das tun würde. Woher die Technik- und Taktikskepsis des früher doch progressiven Scholl, man denke an seinen Musikgeschmack und seine Tätigkeiten als DJ im Radio, stammt, ist nicht so einfach nachzuvollziehen.

Gibt es überhaupt eine solche „neue Generation“, die am Werke ist. Wirft man einen Blick auf die derzeit in der Bundesliga tätigen Trainer, ergibt sich dabei folgendes Bild:

Club Trainer Profi-Erfahrung
1. FC Köln Peter Stöger 1. Liga Österreich
FSV Mainz 05 Martin Schmidt 3. Liga Schweiz
Bayer Leverkusen Roger Schmidt -
Borussia Dortmund Thomas Tuchel 2. Bundesliga
Borussia Mönchengladbach André Schubert (interim) -
Eintracht Frankfurt Armin Veh 1. Bundesliga
FC Augsburg Markus Weinzierl 1. Bundesliga
FC Bayern München Pep Guardiola 1. Liga Spanien, Nationalspieler
FC Ingolstadt Ralph Hasenhüttl 1. Bundesliga
FC Schalke 04 André Breitenreiter 1. Bundesliga
Hamburger SV Bruno Labbadia 1. Bundesliga, Nationalspieler
Hannover 96 Michael Frontzeck 1. Bundesliga, Nationalspieler
Hertha BSC Pal Dardai 1. Bundesliga, Nationalspieler
SV Darmstadt 98 Dirk Schuster 1. Bundesliga, Nationalspieler
Werder Bremen Viktor Skripnik 1. Bundesliga, Nationalspieler
TSG Hoffenheim Markus Gisdol -
VfB Stuttgart Alexander Zorniger -
VfL Wolfsburg Dieter Hecking 1. Bundesliga

Tatsächlich besitzen also eigentlich nur Markus Gisdol, André Schubert, Martin Schmidt, Roger Schmidt und Alexander Zorniger keine Profi-Erfahrung, wobei man Thomas Tuchel eigentlich hinzuzählen müsste, da er es auf nur 8 Einsätze in der zweiten Bundesliga brachte, ehe er seine aktive Karriere wegen einer Verletzung abbrechen musste, was übrigens auch auf Markus Gisdol im Alter von nur 27 Jahren zutraf. Somit kommt man auf eine Quote von 6 Trainern von 18, die keine Profi-Erfahrung mitbringen, während alle anderen es in hohe Ligen und teils sogar bis zum Nationalspieler (Frontzeck, Guardiola, Labbadia, Skripnik, Dardai, Schuster) brachten. Da kann man durchaus von einem Trend sprechen, denn früher war es die absolute Ausnahme, wenn Leute wie Neururer oder Daum es ohne Profi-Erfahrung bis zum Trainerposten in der 1. Bundesliga brachten. Heute scheint dies viel einfacher möglich zu sein. Zumal nicht vergessen werden sollte, dass all jene, deren aktive Karrieren früh endeten, mehr Zeit hatten, sich um ihre Ausbildung und Weiterentwicklung als Trainer zu kümmern.

Interessant, aber weniger von außen ersichtlich, ist dabei natürlich auch die Frage, wie diese neuartigen „Laptop-Trainer“ denn nun überhaupt vorgehen. Während der eine tatsächlich auf moderne Technik schwören mag, sieht das beim Trainer von altem Schrot und Kron, man denke an Armin Veh, vielleicht ganz anders aus. Dabei ist allgemein nicht davon auszugehen, dass die Trainer auf die Dienste von videohelden.net zurückgreifen, die Videos mit Erläuterungen für alle denkbaren Themen erstellen. Aber Videoanalyse bzw. die Aufbereitung von Hinweisen im selben Format, die kurz und knackig auch die Spieler mit geringerer Konzentrationsspanne mit allen nötigen Infos versorgt, dürfte heute einerseits bei nahezu allen Teams Standard sein. Auf der anderen Seite unterscheiden sich die Trainer immer noch sehr darin, wie intensiv sie dieses Mittel zur Unterstützung anwenden — und ebenso danach, wann sie es einsetzen. So ist vom einen oder anderen Trainer zu hören, dass er schon in der Halbzeitpause einer Partie einige rasch zusammengeschnittene Szenen für seine Spieler parat hat. Szenen, die besonders schlecht liefen, bei denen der Trainer korrigierend eingreifen möchte.

Doch Mehmet Scholl scheint das alles für übertriebenen Hokuspokus zu halten. Sein Erfolg bzw. die Abwesenheit dessen als Trainer gibt ihm allerdings nicht unbedingt recht. Ein 8. Platz in der 3. Liga mit der II. Mannschaft des FC Bayern und ein verfrühter, freiwilliger Abschied nach einer weiteren, späteren Saison mit diesem Klub stehen zu Buche. Bei sicherlich denkbar besten Trainingsbedingungen und seit Jürgen Klinsmann auch Zugriff auf alle nötigen technischen Hilfsmittel. Auch wenn Mehmet Scholl immer für einen flapsigen Spruch zu haben ist: Sein Verzicht auf Hilfmittel wie erklärende Videos, gerade bei der Internationalität der heutigen Kader, bzw. seine Kritik daran, wirkt wie ein Anachronismus eines beleidigten Alt-Profis, der nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist.

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Trikot-Ausrüster Saison 2015/16

Die Bundesliga-Clubs wechseln ihre Ausrüster mittlerweile schneller als man es sich merken kann. Mit Ausnahme jener Clubs natürlich, bei denen ein Ausrüster Mitbesitzer des Clus ist versteht sich. Bei den anderen tauchen immer mal wieder Exoten auf, die sich erst neu gegründet haben, die vielleicht bislang nur aus anderen Ländern bekannt waren, die man als Zwerge im Bereich der Sportausrüstung kennt oder sogar welche, die einigermaßen fachfremd sind. Viele von den kleineren Ausrüstern verschwinden oft auch relativ rasch wieder von der Bildfläche, wenn sie es eben nicht schaffen, sich in ihrer Nische zu etablieren und den großen, alteingesessenen Ausrüstern ausreichend Konkurrenz zu machen.

Dennoch tauchen fast nur altbekannte Namen unter den Ausrüstern der Bundesliga-Clubs in der Saison 2015/2016 auf, wie die folgende Liste zeigt. Adidas und Puma sind quasi seit Anbeginn dabei, auch die kleineren Namen wie Kappa, Lotto oder erima sind nicht zum ersten Mal in der Bundesliga mit ihren Produkten vertreten.

Club Ausrüster
1. FC Köln erima
FSV Mainz 05 Lotto
Bayer Leverkusen adidas
Borussia Dortmund Puma
Borussia Mönchengladbach Kappa
Eintracht Frankfurt Nike
FC Augsburg Nike
FC Bayern München adidas
FC Ingolstadt adidas
FC Schalke 04 adidas
Hamburger SV adidas
Hannover 96 Jako
Hertha BSC Nike
SV Darmstadt 98 Jako
Werder Bremen Nike
TSG Hoffenheim Lotto
VfB Stuttgart Puma
VfL Wolfsburg Kappa

Weitere kleinere Ausrüster versuchen es immer wieder, mit ihrem Programm bei den Fußball- und Sportfans zu landen. Das geht nicht immer gut. Zuletzt versuchten sogar der 1. FC Kaiserslautern und Borussia Dortmund ihre eigene Marke zu etablieren, einmal davon in Kooperation mit einem existierenden Ausrüster, der Teil einer Kaufhauskette war. Auch dieser Versuch wurde aber wieder eingestellt, offensichtlich reicht ein einzelner Bundesliga-Club nicht, um die Attraktivität eines Ausrüsters so enorm zu steigern, dass dieser dauerhaft davon leben kann.

Den umgekehrten Weg geht adidas mit dem FC Bayern München, bei dem sie sich Anteile des Clubs zu eigen gemacht haben. Damit ist der FC Bayern wohl auf ewig an adidas als Ausrüster gebunden, was nicht nur Vorteile mit sich bringen muss. Interessant ist in dem Zusammenhang auch die Historie der Ausrüster, denn eigentlich erst seit dem Krieg gibt es überhaupt im Sportbereich so etwas wie Markenartikel.

Früher war es nicht üblich, dass man zu einem speziellen Ausrüster geht, um seine Fußballspieler einzukleiden. Da tat es auch schon mal War von einem klassischen Ausrüster für Berufskleidung, wie es Alster-Textil einer von vielen ist. Oder die Frauen der Spieler oder Mütter schneiderten selbst die Sportkleidung.

Durch die einschneidende Veränderung in diesem Bereich, dass jedes Team einen festen Ausrüster besitzt, hat sich ein riesiger, schwer umkämpfter Markt ergeben. Im Prinzip erstaunlich, dass überhaupt neben den Platzhirschen adidas und Nike sowie mit Abstrichen Puma noch Raum für weitere Anbieter ist. Allerdings gibt es durchaus Marktnischen, in denen diese überleben können. Vor allem dort, wo Kunden ein nicht ganz so prall gefülltes Portemonnaei verfügen. Doch auch dort ist der Kampf um die Pfründe hart, wie das eingangs erwähnte ständige Kommen und Gehen kleinerer Anbieter demonstriert.

Ebenso bemerkenswert, dass es im Gegensatz zu früher, mit wenigen Ausnahmen, keine dauerhaften Partnerschaften mehr gibt. Borussia Mönchengladbach war immer Puma, dann lange Reebok, doch auch diese länger währenden Verbindungen sind Geschichte. Weshalb sich der Blick auf die aktuellen Ausrüster der Bundesliga-Clubs immer wieder aufs Neue lohnt. Was übrigens ebenso für Nationalmannschaften gilt.

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[Update] Alle Fünferpacks der Bundesliga im Video

[22.9.2015: Update mit Robert Lewandowskis Fünferpack von heute, dem ersten in diesem Jahrtausend in der Bundesliga und dem ersten seit 24 Jahren.]

Naja, fast alle. Dazu die Bilder vom einzigen Spiel in 50 Jahren, in welchem ein Spieler der Bundesliga 6x traf. Wo liegt eigentlich Messis Rekord? Dieter Müller darf seinen jedenfalls nun schon seit 36 Jahren hegen und pflegen. Fernsehbilder gibt es allerdings keine davon.

Dieter Müller, 17. August 1977 1. FC Köln — Werder Bremen 7:2



Von hier an dann alle fünffachen Torschützen, welche es in der Liga je gab. Einziger Spieler, dem dies mehrfach gelang, ist die Standardantwort bei Quizspielen, wenn es um Torrekord geht: Gerd Müller. Und das gleich vier Mal.

Robert Lewandowski, 22. September 2015, Bayern München — VfL Wolfsburg 5:1

[Video folgt]

Michael Tönnies, 27. August 1991 MSV Duisburg — Karlsruher SC 6:2



Dieter Hoeneß, 25. Februar 1984 Bayern München — Eintracht Braunschweig 6:0



Frank Hartmann 1. November 1986 1. FC Kaiserslautern — FC Schalke 04 5:1




Jürgen Klinsmann, 15. März 1986 Fortuna Düsseldorf — VfB Stuttgart 0:7



Jupp Heynckes, 29. April 1978 Borussia Mönchengladbach — Borussia Dortmund 12:0



Gerd Müller, 10. September 1976 Bayern München — TeBe Berlin 9:0



Gerd Müller, 5. Mai 1973 Bayern München — 1. FC Kaiserslautern 6:0



Gerd Müller, 19. Februar 1972 Bayern München — Rot-Weiß Oberhausen 7:0



Franz Brungs, 2. Dezember 1967 1. FC Nürnberg — Bayern München 7:3



Leider bislang nicht als bewegte Bilder zu finden:

Atli Edvaldsson, 4. Juni 1983 Fortuna Düsseldorf — Eintracht Frankfurt 5:1
Manfred Burgsmüller, 6. November 1982 Borussia Dortmund — Arminia Bielefeld 11:1
Gerd Müller, 12. Juni 1976 Bayern München — Hertha BSC 7:4
Klaus Scheer, 1. September 1971 FC Schalke 04 — 1. FC Köln 6:2
Rudolf Brunnenmeier, 27. Februar 1965 TSV 1860 München — Karlsruher SC 9:0
Karl-Heinz Thielen, 7. Dezember 1963 1. FC Köln — 1. FC Kaiserslautern 5:1

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An der Wedau nachts um null fünf

Es war Pokal und Duisburg verlor gegen Schalke. Soweit nichts Besonderes. Die Atmosphäre aber war wie immer zuletzt bei Meiderich — in Neudorf, nicht „an der Wedau“ — durchaus bemerkenswert.

Mit supml von unterflutlicht und Doktor D diskutierte ich in des ersteren neuer Reihe „Unter Flutlicht – entlang der Kurt-Schumacher“ bei meinsportradio.de ein wenig über diese Partie. Danach folgt ein Ausblick der beiden auf die kommende Saison des Fußballclub Gelsenkirchen-Schalke 04 e. V, zunächst aber der Rückblick auf die Partie zweier Teams, die sich im DFB-Pokal zuletzt im Finale 2011 gegenüberstanden.

Hier kann man das Gespräch abrufen, jetzt gerade läuft es auch live auf meinsportradio.de.

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Trainer mit den meisten Spielen in der 1. Bundesliga

Trainer Spiele Vereine
Otto Rehhagel 832 Kickers Offenbach, Werder Bremen, Borussia Dortmund, Arminia Bielefeld, Fortuna Düsseldorf, FC Bayern München, 1. FC Kaiserslautern,
Jupp Heynckes 642 Borussia Mönchengladbach, FC Bayern München, Eintrach Frankfurt, FC Schalke 04, Bayer Leverkusen
Erich Ribbeck 569 Eintrach Frankfurt, 1. FC Kaiserslautern, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, FC Bayern München
Udo Lattek 522 FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund, 1. FC Köln, FC Schalke 04
Thomas Schaaf 513 Werder Bremen, Eintracht Frankfurt
Felix Magath 495 Hamburger SV, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, FC Bayern München, VfL Wolfsburg, FC Schalke 04
Hennes Weisweiler 470 Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln
Ottmar Hitzfeld 461 Borussia Dortmund, FC Bayern München
Friedhelm Funkel 459 Bayer Uerdingen, MSV Duisburg, Hansa Rostock, 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC
Christoph Daum 426 1. FC Köln, VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt

Stand 30.6.2015

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