Nix Neues aus Notistan

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Überhaupt – die Notengebung. Nach dem Spiel werde ich auf dem Weg in den Arena-Keller zufällig Ohrenzeuge, wie diese Noten telefonisch in eine Redaktion übermittelt werden: „Hier, der … ähhh … Dings hier … der Höger! Ja, der war ganz OK, dem kannste eine drei geben. Fehlt noch wer? Ja, oh stimmt! Jurado. Der war ja auch dabei. Hmm… keine Ahnung. Macht mal irgendwas zwischen drei und vier. Ach nee, macht doch besser mal eine vier. Der hat ziemlich viel gefoult, glaube ich.“

Eine Beobachtung vom Schalkefan während seines Jobs als Twitterreporter für Zeit online.

So, und auch wenn’s schwer fällt, ab jetzt bitte verinnerlichen: Die Noten, die in den Zeitungen stimmen, sind einfach falsch.

Weil nicht nur subjektiv, sondern noch dazu von Leuten ausgedacht, die während der 90 Minuten noch zig andere Dinge zu erledigen hatten.

Und dann bitte nie wieder darüber jammern, dass irgendjemand unzutreffende Noten verteilt hat:

Macht Eure eigenen Noten, die in der Zeitung sind genauso nur zusammengewürfelt.

Nein, in der Zeitung, die Du liest, ist das nicht anders.

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Beim Durchschnitt geschnitten
Der Notenskandal, der nie einer war

3 Kommentare

  1. Was hält der Trainer von SPIELNOTEN? Also die Bewertung des gesamten Spiels mit einer Note.

  2. Ist ein ähnlich lustiges Spielchen wie die Spielernoten oder wie überhaupt alle Noten rund um Fußball. Ja, warum nicht, hab ich früher auch gerne gemacht. Aber ernstnehmen darf man das genauso sehr wie die FIFA-Weltrangliste.

    Es ist einzig und allein entscheidend, wer ein Tor mehr schießt. Das ist einer der wenigen Vorzüge an der so vom Zufall (offensichtlich intern und auch bei der Bewertung von außen) geprägten Sportart Fußball.

    Die Tour de France gibt es doch auch nur, damit französische Sportzeitungen im Sommerloch was zu schreiben hatten. Und die ersten Besitzer von Fußballvereinen in England waren Pubbetreiber, die auf größeres Aufkommen in ihren Räumen aufgrund von Fußballspielen hofften.

    Da sind Spielnoten ganz in dieser Tradition zu sehen, wenig anders als Spielernoten.

  3. Gut, dass es Spielerwahl gibt!



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