dapd fordert auf famosem Weg Geld von Jens Weinreich

Update: Offenbar hat sich die Sache erledigt.

Neues von der *****front, diesmal bei Jens Weinreich, von dem die dapd für die Verwendung eines Zitats der dapd in einem seiner Beiträge 300 Euro plus Zinsen fordert. Und zwar tut sie dies wie in solchen Fällen so unschön üblich nicht per einfacher Rechnung, sondern direkt per Schreiben vom Anwalt, wozu dann natürlich weitere Kosten gehören. Plus Zinsen, da das Zitat in Weinreichs Blog von 2008 stammt.

2008 ist vier Jahre her — womit klar sein dürfte, aus welcher Richtung hier der Wind weht.

Diese Serienbriefe — auch andere im Netz Publizierende erhalten regelmäßig derartige Post — sind nichts anderes als der Versuch, Geld aus Bloggern herauszupressen, vornehmlich aus jenen, welche bei Post vom Anwalt in Kombination mit der (um etwa 450 Euro) noch bezahlbar erscheinenden Summe sofort einknicken. Wie Jürgen Kalwa es einst formulierte ist das nichts als moderne Wegelagerei.

Wie gut, dass Jens Weinreich und die Vokabel „einknicken“ zwei entgegengesetzte Pole sind. Retweets und eigene Beiträge zum Thema stellen trotzdem zwei von vielen denkbaren Mitteln dar, sich hier zu positionieren.

Zu Jens Weinreichs Beitrag.






4 Kommentare

  • sthmn sagt:

    Frechheit. Wieso ignoriert DAPD das Zitatrecht? Jens Weinreich, Kopf hoch, wir stehen hinter dir.

  • Geert H sagt:

    Sackgesichter

  • Zitierer sagt:

    Erldigt? Nö, das ist Strategie. Rekapitalisierung des Investments. Man lese mal den Geschäftsbericht den die vor Jahren veröffentlich haben. Das ist Finanzinvestorensprache in Reinkultur (inkl. der Nebelkerzen). Habe ich mir angetan, nachdem es bei turi2 den Hinweis gab, dass die dapd ihren gesetzlichen Veröffentlichungspflichten nicht nachkommt:

    „Jens Weider (Besucher)
    Dienstag, 13. Mär, 2012 @ 16.26:40

    Das der dapd Geld mit veröffentlichten Textenverdient ist mir ja klar. Und das die die Rechteverletzer massiv verfolgen gab es ja auch schon öfters als Meldung (z.B. auch bei Bildern).

    Für micht ist es aber ein echter Branchenwitz, da eine Nachrichtenagentur ihre eigenen Berichte, zu deren Veröffentlichung sie gesetzlich verpflichtet sind/wären, dann lieber doch nicht veröffentlicht.

    Das ist doch mal eine Headline: Nachrichtenagentur verweigert sich der Veröffentlichung

    Noch mehr erstaunt mich, dass sich keiner traut die Finanzinvestoren, denn die Gesellschafter sind lt. HGB die Ansprechpartner, mit dem gebotenen Nachdruck zur Veröffentlichung aufzufordern. Schließlich verklagen die doch Gott und die Welt. Und bei einem Mußgeld von bis zu 50.000 Euro, soweit ich das verstanden habe, sollte es doch irgendwo einen Rechtsanwalt geben, der so wie die DAPD-Anwälte, noch den einen oder anderen Euro mitnimmt.

    Eigenartig, oder liegt es am politisch besetzten Beirat, der möglich macht, was sonst so nicht möglich ist.

    Irgendwie ziemlich kurios diese „Nachrichten Gesellschaft ohne Namen aber mit Investoren mbH““

  • Zitierer sagt:

    Weils mich interssiert habe ich mal weiter geschaut und es scheint so, als habe dapd auch die Fahndung nach Bildrechte-Verletzern/Bilderdieben optimiert.
    Da gibt es den Service von Photopatrol.de.
    Illegale Bildnutzungssuche mit Anwaltsanschluß
    Schaut man sich die Anschrift an, dann landet man wo?
    Just da wo auch dapd sitzt: Reinhardtstr.52, 10117 Berlin.
    Schön, wenn man so mitbekommt wem die von Steuerzahlern finanzierte Förderung zunutze kommt: Entwickelt wurde das Monitoring-System in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut HHI und wird durch ein Förderprogramm der Bundesregierung (ZIM-Projekt) unterstützt. (Steht in einer der Pressemitteilungen).
    Toll, dass es jetzt mal so richtig los geht und sich eine Nachrichtenagentur um die Kleinkriminellen im Netz kümmert.
    Das konnte ja so nicht weitergehen.
    Und da die Nachrichtenagtur das allgemeine Bild über das Gesindel im Netz maßgeblich bestimmen kann, durch die Beiratsbesetzung Zugriff auf politische Kreise hat, durch die Investorenhistorie ingesamt bestens vernetzt ist, wird es wohl kaum ein entkommen geben.
    Die Deutschland AG ist wieder aktiv.
    Schönes, neues Wirtschaftswunderland.
    Ein Paradies für Investmentmanager.
    Bitte zahlen Sie vor dem ausschalten des PCs mit Kreditkarte an der Online-Kasse …

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