Regelerweiterung: Regel 4 — Ausrüstung der Spieler

| 10 Kommentare

Regel 4 lautete bislang:

Die zwingend vorgeschriebene Grundausrüstung eines Spielers besteht aus den folgenden einzelnen Gegenständen:

  • Hemd oder Trikot mit Ärmeln – wird ein Unterleibchen getragen, muss die Farbe
    der Ärmel mit der Hauptfarbe der Ärmel des Hemds oder Trikots übereinstimmen
  • Hose – werden Unterziehhosen getragen, muss ihre Farbe mit der Hauptfarbe der
    Hosen übereinstimmen
  • Strümpfen
  • Schienbeinschützern
  • Fußballschuhen

Neu ist folgende Regelung:

  • T-Shirts mit Nennung des gerade erreichten sportlichen Zieles dürfen nur getragen werden, wenn justament eine Meisterschaft, ein Pokalsieg oder ein Europapokalsieg errungen wurde. Tragen Spieler einer Mannschaft, welche lediglich ein Halbfinale oder noch frühere Runden erfolgreich bestritten hat, derart gestaltete T-Shirts, so ist unbesehen der Verantwortlichkeit für diese Aktion die gesamte Mannschaft fortan als stillos und vor allem sich der geringen Tragweite ihres mickrigen sportlichen Erfolges nicht bewusst seiend zu bezeichnen.

Diese wichtige Regeländerung tritt sofort in Kraft, um weiteren Schaden in Bezug auf die Ernstnehmbarkeit des Fußballsports und vor allem der ihn Ausübenden abzuwenden.

10 Kommentare

  1. Ausgenommen ist natürlich St.Pauli wo jedes T-Shirt per definitionem immer kultig ist.

  2. Sehr cool.

    Was ist aber mit Abstieg-verhindert, genauer „Niemals eine Liga weiter unten!“-Shirts? Die sind bei uns im Umkreis nach Relegationsspielen Standard.

  3. Verrückt. Genau das habe ich mich gestern Abend auch gefragt. Wahrscheinlich muss mittlerweile jeder deutsche Profiverein mindestens eine funktionable Shirtstampfmaschine vorweisen können, mit der unter Aufsicht eines Notars alle Exemplare der Unterlegenen vernichtet werden.

  4. Hm, Klassenerhalt als sportlicher Erfolg. Müsste man dann im Einzelfall diskutieren. Werder Bremen darf sich solche T-Shirts nicht machen, Tasmania hätte sicher gedurft.

    Ein Aufstieg hingegen ist natürlich auch ein feststehender sportlicher Erfolg, der zum T-Shirts Drucken und Tragen berechtigt. Sonst allerdings nix.

    Nebenbei frag ich mich, was mit den Millionen von Sieger-T-Shirts von unterlegenen Finalteilnehmern passiert(e).

  5. Konnte denn irgendwer erkennen, was auf dem T-Shirt stand, welches Ribery unter seinem Trikot anhatte? Ich bilde mir ein, da auch irgendwas mit „Pokalfinale“ erkannt zu haben.

  6. Habe mal gehört, dass fehlgedruckte Siegershirts in Afrika landen. Da laufen dann halt paar CL-Sieger 2010 in Bayern-Shirts rum. Beschwören werde ich das aber nicht.

  7. Hier gabs mal einen 11Freunde Artikel dazu, der dann aber meine Anmerkung nicht völlig bestätigt.

    http://www.11freunde.de/bundesligen/129716/botschaft_fuer_den_schredder

  8. Die paar Pfund (hoffentlich) Baumwoll-Müll. Viel schlimmer sind doch zum Ligenende vorzuhaltende Siegesfeierlichkeiten. Was da an Ressourcen verschwendet werden, wenn die bspw. Bayern mal wieder doch noch eine Woche länger brauchen.. (so gesehen könnte diese als die grüne Saison in die Geschichte der Bundesliga eingehen).

  9. Pingback: Rundes Leder Browserdienst 10/2011 | «Zum Runden Leder»

  10. Ich bin im Besitz eines Fan-Schals, der den 1.FC Kaiserslautern als Sieger eines vergangenen Pokalfinals deklariert – was leider nicht eingetroffen ist…



Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.