Rheinhausen-Ost, Bahnhof, 2008

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Erstaunlich, dass es in diesen Breiten überhaupt HSV-Fans gibt. Welchen Anlass sollte ein junger Mensch in den letzten 20 Jahren denn haben, „Fan“ des HSVs zu werden? Mir fällt da keiner ein. Nichtsdestotrotz: dass der HSV 450km von seiner Heimstätte entfernt zum Meister gekürt wird, wenn auch nur graffiti-esk, lässt doch hoffen. Lässt hoffen, dass der HSV-Fan, der einsame, recht haben könnten. Sehr wahrscheinlich ist das nicht. Aber süß, irgendwie.

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Ich habe ja auch immer gehofft, dass der Weihnachtsmann irgendwann das Playmobil-Raumschiff bringt und siehe da — eines Tages lag es tatsächlich unterm Weihnachtsbaum. HSV. Kein Meister seit 1983.

13 Kommentare

  1. Ähm tja, also, einen Grund gäbe es dann schon, wenn es denn erlaubt wäre, den zu äußern… :

    Die Kroschewski- Brüder von Fidel Bastro sind HSV-Fans! (Sagt ein SC Freiburg-Fan und St. Pauli-Sympathisant)

    Hey, es geht nicht mal um Werbung!!!

  2. Vielleicht ist dieses Geschreibsel gar nicht ernst zu nehmen. Vielleicht hat der gleiche Kerl zwei Straßen weiter „Sex“ an eine Bushaltestelle geschrieben (Ein Phänomen über dass ich mir schon wiklich lange Gedanken machen, was zum Teufel sind das für Menschen, die es geil finden, das Wort „Sex“ irgendwohin zu schmieren?) Vielleicht war es ein Hamburger, der Duisburg besucht hat?
    Viel erschreckender finde ich, dass es in Duisburg (Daniel, ich hoffe, Du bist aus Duisburg, denn Dich meine ich) Freiburg-Fans gibt. Das is ja noch weiter weg als Hamburg. Und was bitte schön ist so toll am SC, dass man da Fan sein muss?
    Ich versteh anscheinend grundsätzlich nicht, wie man „Auswärts“-Fan sein kann. Da kann man doch gar nicht regelmäßig ins Stadion gehen (vielleicht billigfliegen? Ist ja heutzutage möglich). Für Frauen kann ich das noch nachvollziehen, das is man in den Poldi verknallt und findet gleich die ganze Mannschaft gut – wo spielt er grad noch?
    Die Ruhrpöttler habens natürlich auch leicht, da kann man sich den Verein tatache aussuchen, da is man immer nah dran. Warum muss man dann Freiburg gut finden? OK, aus patriotischen Gründen völlig akzeptabel. Daniel, wenn Du Freiburger bist, hab ich kapiert, was da läuft. Wenn nicht, wär ich total glücklich, wenn Du es mir lang und breit erklärst.

    Schönen Tag!

  3. @Marion:
    Ich komme aus Gelsenkirchen. Da kann man sich nichts aussuchen.

    @Trainer:
    Ich bin mir nicht so sicher, ob Hoffen hilft. S04. Kein Meister seit 1958.

  4. @Daniel Das scheint ein sympathischer Grund zu sein, allerdings ist es niemals ein Grund, Fan von etwas zu sein, weil irgendjemand anders Fan davon ist. Das muss man doch selbst leben und lieben.

    @Marion Du vergisst, dass es Fernsehen gibt. Ansonsten natürlich alles richtig.

  5. @dafeld Gelsenkirchen. Ein Wort wie eine Allergie. Ein Hauptbahnhof wie ein Fanal (vor der WM-Renovierung jedenfalls).

  6. Richtig. Mein schlimmstes Erlebnis: Bin mal im Vor-WM-Bahnhof auf einer nach Urin stinkenden Treppe auf einem frischen Haufen Kotze ausgerutscht und in denselben gefallen. Aussuchen würde man sich was Anderes.
    Mittlerweile sieht der Bahnhof immerhin besser aus als der in Mülheim und Essen, was allerdings auch nichts heißen will.

  7. Aber warum isser denn jetzt SC Freiburg-Fan? Weil in Freiburg alles so harmonisch ist? Weil Freiburg bald Deutscher Meister wird? Herr von Dafeld, mag er seine Heimat nicht? Oder hab ich den Satz komplett falsch interpretiert?
    @Trainer: Man könnte HSV-Fan sein, weil alle anderen St. Pauli-Fans sind. (in Hamburg hat man immerhin die Wahl)

  8. @Marion aus Freiburg: Weil er bis vor 10 Minuten noch geschlafen hat!

    Ich mache es mal kurz: wer häufig umzieht kann sich diesen ganzen Lokalpatriotismusquatsch einfach schenken und sich einen Verein zum gut finden aus der ganzen Bandbreite des Angebots aussuchen und genau so hab ich das gemacht (nein, ich wohne nicht in Duisburg und irgendwoher bin ich auch nicht wirklich (an die ersten beiden Orte, in denen ich gewohnt hab, kann ich mich nicht mal erinnern). Kurze Rede kurzer Sinne: als ich mir das vor mehr 10 Jahren ausgesucht habe, gab es ein paar gute Gründe (jaja, auch Finke war einer, ein anderer der Underdog-Status usw, halt Klischeefan…). Als die Entscheidung fiel wohnte ich in einer Gegend, in der die Leute entweder für Eintracht Frankfurt oder Bayern München fieberten. Äh, keine Optionen, v.a. wenn man die Leute kannte…

    das sollte als Gründe mal reichen ist ja nicht mein Blog…

    btw, man kann auch ohne Stadionbesuche oder Fernsehen Fußball und irgendeinen Verein gut finden, vllt war Fan auch ein bißchen das falsche Wort, nennen wir es doch Gutfinder oder Mitfieberer

    @ Trainer: deswegen der Konjunktiv, seit ich das weiß respektiere ich den HSV wenigstens ein bißchen, vorher gehörte er halt zu den Vereinen die zur Kategorie Nicht-ganz-so-egal-wie-fast-alle-anderen-aber-nicht-so-verabscheuungswürdig-wie-Wolfsburg

  9. Warum ich, im Städteviereck zwischen Köln, Düsseldorf, Mönchengladbach und Aachen aufwachsend, Borussia Dortmund-Fan wurde:

    Fußball war für mich bis Anfang der 90er völlig uninteressant. Als er dann auch langsam mein Interesse weckte, gab es folgende Gruppen in meiner Schule: Gladbach-Fans, Köln-Fans und Bayern-Fans. Achja, und ein Fortuna Düsseldorf-Fan, der aber eigentlich nur lokalpatriotischer Düsseldorfer war und sich für Sport nicht die Bohne begeistern konnte (es mir als gebürtigem Kölner aber ebenfalls unter die Nase rieb, wenn die DEG gegen die Kölner Haie gewonnen hatte, dabei war mir Eishockey ungefähr genauso wichtig wie Frauen, damals. Bezüglich Eishockey hat sich da auch nix geändert).

    Die Gladbach-Fans: Allesamt Arschlöcher, die häufig ins Stadion fuhren und sich danach mit angeblichen Schlägereien brüsteten (mit 13 oder 14, wohlgemerkt). Schlägereien: siehe Eishockey.

    Die Köln-Fans (ein paar weniger): wirkten noch ein wenig arrogant. Köln galt da noch als großer Klub, der gefühlt noch um die Meisteschaft mitspielten (in Wirklichkeit aber gerade auf dem absteigenden Ast war). Für die war es immer völlig unverständlich, wenn man den FC nicht als den besten Verein der Welt erkannte. Besonders hervor tat sich Daniel, den ich damals eigentlich gut leiden konnte, der dies aber mit verstärktem Missionierungswillen zurückzahlte.
    Zudem war mein Vater, wenn auch wenig fanatisch, FC-Fan. Nicht, daß mein Verhältnis zu ihm schlecht gewesen wäre, aber ein bißchen Abkapselung will man dann ja schon haben.

    Tja, und dann gabs dann noch meinen damals besten Freund, der nun mal BVB-Fan war. Und es gab Flemming Povlsen, Chapuisat, Ricken. Sympathieträger UND gute Fußballer.

    Seitdem waren meine Geschicke entschieden. Fußball treibt manchmal seltsame Blüten. Bis 99 war ich weder in Dortmund noch im Westfalenstadion, aber Dortmund-Fan war und bin ich.

  10. Eishockey in den 90ern, eine glorreiche Zeit! Bis die DEL gegründet wurde…

  11. irgendwie ist da genau das falsche hängengeblieben…

  12. Mir fällt ein Grund ein: Der HSV ist der beste Verein der Welt und alle anderen sind doof. Ist doch ganz einfach.

    *tse*… Ignoranten.

  13. Ist schon klaaaaaaa

    FC St. Pauli forever :)



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