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Schlagwort: Arsene Wenger

Alle Trainer des Jahres in Frankreich

Anders als in Italien und Deutschland ist man in Frankreich seit der jeher umtriebigen Zeitschrift „France Football“ schon seit 1970 damit zugangen, in jedem Jahr den besten Trainer im französischen Fußball der Männer zu wählen. Dies dient natürlich ebenso der Würdigung besonderer Leistungen dieser jeweiligen Trainer wie auch dem steten Ankurbeln des Verkaufs der eigenen Ausgabe, insbesondere in spielfreien Zeiten wie im Sommer oder im Winter.

Erste Sieger dieser Wahl, die allein von den Redakteuren der Zeitschrift durchgeführt wurde, bis man seit 2008 darauf umschwenkte, alle früheren Preisträger an der Wahl zu beteiligen sowie nur noch den Chefredakteur, waren mit Albert Batteux und Mario Zatelli gleich zwei französische Trainer. Dieses Phänomen der Doppelsieger trat nur noch im folgenden Jahr 1971 sowie 1980 auf. Ansonsten gab es jeweils einen einzigen Sieger pro Jahr.

Die bisherigen „Trainer des Jahres“ in Frankreich zeigt die folgende Liste.

schamps

Jahr Trainer
2014 Rudi Garcia
2013 Rudi Garcia
2012 René Girard
2011 Rudi Garcia
2010 Didier Deschamps
2009 Laurent Blanc
2008 Arsène Wenger
2007 Pablo Correa
2006 Pablo Correa
2005 Claude Puel
2004 Paul Le Guen
2003 Didier Deschamps
2002 Jacques Santini
2001 Vahid Halilhodži?
2000 Alex Dupont
1999 Élie Baup
1998 Aimé Jacquet
1997 Jean Tigana
1996 Guy Roux
1995 Francis Smerecki
1994 Jean-Claude Suaudeau
1993 Luis Fernández
1992 Jean-Claude Suaudeau
1991 Daniel Jeandupeux
1990 Henryk Kasperczak
1989 Gérard Gili
1988 Guy Roux
1987 Jean Fernandez
1986 Guy Roux
1985 Jean-Claude Suaudeau
1984 Aimé Jacquet
1983 Michel Le Milinaire
1982 Michel Hidalgo
1981 Aimé Jacquet
1980 René Hauss und Jean Vincent
1979 Michel Le Milinaire
1978 Gilbert Gress
1977 Pierre Cahuzac
1976 Robert Herbin
1975 Georges Huart
1974 Pierre Cahuzac
1973 Robert Herbin
1972 Jean Snella
1971 Kader Firoud und Jean Prouff
1970 Albert Batteux und Mario Zatelli

Der französische Fußball ist nicht allein wegen der früher schlechten Erreichbarkeit von Informationen über seine „Ligue 1″ lange Zeit ein wenig unter dem allgemeinen Interesse geblieben, selbst bei sehr Fußballinteressierten. Das mag eventuell an seiner – mangelnden – internationalen Qualität gelegen haben – erst 1993 gewann mit Olympique Marseille zum ersten Mal überhaupt ein französischer Club einen Europapokal in der jüngeren Zeit, nachdem Stade Reims 1956 immerhin das Finale des Landesmeisterpokals gewonnen hatte.

Es mag auch an einem gewissen mangelnden Grundinteresse am französischen Fußball gelegen haben, einem Land, in dem Fußball eben nicht eindeutig die Nr. 1 in der Bevölkerung ist, sondern sich mit Radsport, Leichathletik oder Rugby die große Aufmerksamkeit teilen muss.

Davon völlig unbenommen ist aber die Lage in der heutigen Zeit. Wer sich für europäischen Fußball interessiert, kommt meist an der französischen „Ligue 1″ nicht mehr vorbei, zählt sie doch mit Italien, England, Spanien und Deutschland zu den „großen fünf“ und verfügt erst Recht seit dem Einstieg von zahlungskräftigen Unterstützern über absolute Topstars wie Zlatan Ibrahimovic.

Nicht erst seit dessen Transfer nach Paris ist damit auch der französische Fußball, auch in seiner Liga, interessant geworden. Wer sich für Sportwetten interessiert, wie sie bei bet365 angeboten werden, der blickt schon länger westwärts über den Rhein und beschäftigt sich – neben dem Hauptstadtclub und dem eben genannten „OM“ mit weiteren namhaften Clubs wie Girondins Bordeaux, wie dem FC Nantes oder dem eigentlich monegassischen AS Monaco. Sportwetten bieten jeweils auch mit dem Inhalt französischen Ligafußballs dem Kenner gute Gewinnmöglichkeiten.

Apropos Gewinne: Die folgende Tabelle zeigt jene Trainer, welche die Wahl zum „Trainer des Jahres“ in Frankreich mehr als 1x für sich entscheiden konnten.

Trainer Siege
Rudi Garcia 3x
Guy Roux 3x
Jean-Claude Suadudeau 3x
Aimé Jacquet 3x
Luis Fernandez 2x
Didier Deschamps 2x
Pablo Correa 2x
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Großer Trainer, kleiner … Erdnussflip

Tja, Fußball, Sexualität, immer wieder heikel. Vielen Männern geht es so, auch Arséne Wenger reiht sich jetzt ein, bzw. outet sich, wenn vielleicht sogar ungewollt. Er ist ein großer Trainer, aber er hat einen kleinen …

[photopress:grosser_arsene_wenger_kleiner_erdnussflip.jpg,full,centered]

Makel. Zumindest wenn man der Inszenierung des kickers glauben mag.

Worauf ich eigentlich hinweisen wollte: Auch der kicker ermöglicht jetzt ein „Probelesen“ online, indem man für die aktuelle Ausgabe z. B. hierhin surft: http://shop.kicker.de/kicker/blaettern.htm?artikel=8564. Das Tolle an diesem Durchblätter-Service ohne Bezahlung ist, dass der kicker all jene Passagen, die irrelevant sind, von sich aus unkenntlich gemacht hat. Man muss also nur noch das lesen, worin überhaupt eine Aussage steckt, und das ist beim kicker für gewöhnlich die Überschrift (und manchmal auch die Zwischenüberschriften, die man aber mit viel gutem Willem trotz schlechtem Auge wird entziffern können). So lob ich mir das: Eine kicker-Version à la „echte Themen, echte Aussagen“. Jetzt sollte sich der kicker nur noch angewöhnen, die lesbaren Überschriften auf eine Seite zum Durchblättern zusammenzufassen. Fertig wäre der Online-Spaß bezüglich der aktuellen Print-Ausgabe.

Für Weiteres zum Thema siehe hier: Sergio Pinto. Der Kampf gegen die Urban Legends darf ja nicht aufgegeben werden, bevor er begann.

(Und nach der gestrigen Berichterstattung bei kicker online bezüglich der Schassung von Klinsmann würde man fast annehmen, dass es kein Zufall ist, dass ein solcher Beitrag mit einem solchen Titel mit einem solchen Foto ausgerechnet am Tag der Entlassung Klinsmanns und der Vorstellung von Jupp Heynckes als neuem Trainer (und zwar von Jupp Heynckes, und keinem anderen) bei den Bayern im kicker erscheint. Würde man.)

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„Der macht zu viel Fisimatenten“ — ARD Sportschau extra zur Entlassung von Jürgen Klinsmann bei Bayern

Update: Nachdem ich das Video fand, ist das Transkript jetzt wortgetreu.

Aufgrund der Schwere der Ereignisse des heutigen Tages konnte das ARD nicht anders, als eine Sportschau Extra ins Programm aufzunehmen, direkt im Anschluss an die Tagesschau. Überraschenderweiste heißt der Gast Gerhard Dellings Helmut Markwort, Aufsichtsratsmitglied beim FC Bayern, ein Fußballexperte, wie er gerade vom EM-Public-Viewing kommen könnte. Oder aus seinem eigenen Wohnzimmer, als er sich gerade über eine Niederlage seines Clubs geärgert hat.

Vorspiel in der Tagesschau: Kleiner Einspieler, wie Jupp Heynckes schon vor Ort ist, um die „Begebenheiten“ zu inspizieren. Uli Hoeneß von der Pressekonferenz: „Wir haben noch 5 Spiele zu laufen.“ Klinsmann fuhr wortlos vom Gelände, war angeblich von der Entscheidung überrascht. Klinsmann bedankt sich bei Fans und Wem-sonst-noch auf der Webseite des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge wird auch noch kurz zitiert.

Nach dem kurzen Schwenk zum Wetter dann also die ARD Sportschau extra:

Gerhard Delling: Guten Abend meine Damen und Herren, zu dieser Extra-Ausgabe der Sportschau anlässlich der heutigen Ereignisse beim deutschen Rekordmeister Bayern München. Dort ist das sehr ambitionierte Modell Jürgen Klinsmann mit dem heutigen Rauswurf endgültig gescheitert, obwohl gerade der ehemalige Nationaltrainer und -spieler selbst noch vor wenigen Tagen betont herausgearbeitet hat, dass er eigentlich schon am Kader für die nächste Saison arbeitet. Trotzdem kam für viele der heutige Schritt alles andere als überraschend.

Einspieler mit diversen Stimmen zur Entlassung:

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Die Bundesliga wurde ausgelost

Da staunt Felix Magath und Arsène Wenger wundert sich. Ausgelost? Die Bundesliga wird ausgelost? Die vielen Titel für die Bayern — alles nur Losglück? Gladbach abgestiegen, weil die Losfee falsch zugriff?

Nein. In Österreich wird der Spielplan tatsächlich ausgelost. In Deutschland macht das der Herr, den ich leider nicht ergooglen konnte. Dieser Herr lost nicht, er tüftelt. Das hat auch viel mehr Charme, meine ich. Früher schob er seine Täfelchen auf der Ansteckwand hin und her, berücksichtigte die Stones im Rheinstadion oder die Buchmesse in Frankfurt, die Doppelnutzung des Münchner Olympiastadions durch die Bayern und 1860 selig oder den noch nicht verlegten Rasen in Homburg. Heute wird auch dieser Herr das wohl am Rechner machen, was weniger charmant, aber immer noch besser als losen ist.

Wer schon mal einen Spielplan mit Doppelnutzung eines Stadions inklusive Sonderwünschen bei Terminen erstellt hat, weiß, welches Vergnügen das ist. Die grundlegende Lösung für einen Spielplan einer Liga heißt übrigens Round Robin, nur für den Fall, dass Ihr auch mal einen Ligaspielplan erstellen wollt. Auslosen funktioniert da eben nur für eines der vielen möglichen Anfangsszenarien des Round-Robin-Verfahrens, wie eben in Österreich geschehen. Der Rest ergibt sich von selbst.

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Von den Hintergründen des internationalen Fußballs

Berti Vogts, ein echter „Experte“ des britischen Fußballs, äußert sich heute bei dem Herrn kicker folgendermaßen:

„Und wenn Wenger den Vertrag seines deutschen Keepers lediglich um ein weiteres Jahr verlängert, verrät diese Haltung, dass er Lehmann wohl nicht so positiv sieht.“

Leider übersieht hier der „Experte“ Berti Vogts, dass Arsenal aus Gründen der Vereinspolitik allen Spielern, die 32 oder älter sind, nur Einjahresverträge anbietet.

Ich hatte aber auch nicht erwartet, dass Berti Vogts sich wirklich auskennt.

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