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Schlagwort: Bolivien

Alle Fußballer des Jahres der CONCACAF

Kaum zu glauben, aber wahr: Ausgerechnet im CONCACAF existiert eine Wahl zum „Fußballer des Jahres“ schon am längsten von allen Konföderationen. Dabei würde man nicht gerade Nordamerika – Mittelamerika schon eher – als Wiege des Fußballs bezeichnen. Doch es gab auch damals schon, 1916, Clubfußball in den USA und so stammen die ersten Gewinner dieser Wahl allesamt aus den Vereinigten Staaten. Heutzutage ist die Regelung dergestalt, dass ein Spieler entweder im Bereich der CONCACAF tätig ist oder irgendwo sonst auf der Welt spielt, aber aus einem der Mitgliedsländer des CONCACAF stammt. So kommt es zustande, dass einerseits der deutsche Weltmeister und spätere US-Legionär Franz Beckenbauer schon mal „Fußballer des Jahres“ der CONCACAF war, andererseits Spieler von Hansa Rostock oder des VfB Stuttgart diese Wahl für sich entscheiden konnten.

Hier der Blick auf die gesamte, inzwischen über 100 Spieler umfassende Liste der Fußballer des Jahres der CONCACAF.

Liste der Fußballer des Jahres der CONCACAF

Jahr Spieler Nation Verein
1916 Thomas Swords USA Fall River Rovers
1917 Thomas Swords USA Fall River Rovers
1918 Harry Ratican USA Bethlehem Steel F.C.
1919 Jock Ferguson USA Bethlehem Steel F.C.
1920 Jimmy Dunn USA Ben Millers
1921 Harold Brittan England Philadelphia Field Club
1922 Harold Brittan England Philadelphia Field Club
1923 Tommy Fleming Schottland J&P Coats
1924 Archie Stark USA Bethlehem Steel F.C.
1925 Archie Stark USA Bethlehem Steel F.C.
1926 James White Schottland Fall River Marksmen
1927 Davie Brown USA New York Giants
1928 Barney Battles USA Boston Wonder Workers
1929 James White Schottland Fall River Marksmen
1930 Bertram Patenaude USA Fall River Marksmen
1931 Billy Gonsalves USA New York Yankees
1932 Bertram Patenaude USA New York Giants
1933 Billy Gonsalves USA Stix, Baer and Fuller F.C.
1934 Aldo Donelli USA Curry Silver Tops
1935 Hilario López Mexiko Necaxa
1936 Joe Kennaway Kanada Celtic Glasgow
1937 Joe Kennaway Kanada Celtic Glasgow
1938 Joe Kennaway Kanada Celtic Glasgow
1939 Bertram Patenaude USA Philadelphia Passon
1940 Charley Ernst USA Baltimore FC
1941 Martí Ventolrà Spanien Atlante
1942 Rafael Meza Costa Rica Moctezuma
1943 Manuel Alonso Mexiko Marte
1944 Billy Gonsalves USA Brooklyn Hispano
1945 Roberto Aballay Argentinien Asturias
1946 Isidro Lángara Spanien España
1947 Adalberto López Mexiko León FC
1948 Adalberto López Mexiko León FC
1949 Adalberto López Mexiko León FC
1950 Frank Borghi USA St. Louis Simpkins-Ford
1951 Jack Cowan Kanada FC Dundee
1952 Alex Sánchez Cruz Costa Rica Saprissa
1953 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1954 José Luis Lamadrid Mexiko Necaxa
1955 Julio Palleiro Uruguay Necaxa
1956 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1957 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1958 Carlos Lara Argentinien CD Zacatepec
1959 Errol Crossan Kanada Norwich City
1960 Salvador Reyes Mexiko CD Guadalajara
1961 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1962 Salvador Reyes Mexiko CD Guadalajara
1963 Amaury Epaminondas Brasilien Oro
1964 José Cardona Honduras Atlético Madrid
1965 José Cardona Honduras Atlético Madrid
1966 José Alves Brasilien América
1967 Amaury Epaminondas Brasilien Deportivo Toluca
1968 Fernando Hernández Costa Rica Saprissa
1969 Gustavo Peña Mexiko Cruz Azul
1970 Ignacio Calderón Mexiko CD Guadalajara
1971 Enrique Borja Mexiko América
1972 Horacio López Salgado Mexiko Cruz Azul
1973 Javier Guzmán Mexiko Cruz Azul
1974 Emmanuel Sanon Haiti Don Bosco FC
1975 Evanivaldo Castro Brasilien UNAM Pumas
1976 Pelé Brasilien New York Cosmos
1977 Franz Beckenbauer Deutschland New York Cosmos
1978 Cristóbal Ortega Mexiko América
1979 Bob Lenarduzzi Kanada Vancouver Whitecaps
1980 Giorgio Chinaglia Italien New York Cosmos
1981 Jorge González El Salvador CD FAS
1982 Gilberto Yearwood Honduras Real Valladolid
1983 Victor Moreland Nordirland Tulsa Roughnecks
1984 Rock Davis USA New York Cosmos
1985 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1986 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1987 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1988 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1989 Paul Caligiuri USA Hansa Rostock
1990 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1991 Hugo Perez USA Örgryte IS
1992 Claudio Suárez Mexiko UNAM Pumas
1993 Luis Roberto Alves Mexiko Necaxa
1994 Tab Ramos USA Betis Sevilla
1995 Alexi Lalas USA Calcio Padova
1996 Marco Etcheverry Bolivien D.C. United
1997 Carlos Hermosillo Mexiko Cruz Azul
1998 Luis Hernández Mexiko Necaxa
1999 Dwight Yorke Trinidad und Tobago Manchester United
2000 Rafael Márquez Mexiko AS Monaco
2001 Paolo Wanchope Costa Rica Manchester City
2002 Brad Friedel USA Blackburn Rovers
2003 Landon Donovan USA San José Earthquakes
2004 Roberto Brown Panama Sheriff Tiraspol
2005 Kasey Keller USA Borussia Mönchengladbach
2006 Oswaldo Sánchez Mexiko CD Guadalajara
2007 Pável Pardo Mexiko VfB Stuttgart
2008 Guillermo Barros Schelotto Argentinien Columbus Crew
2009 Landon Donovan USA Los Angeles Galaxy
2010 Landon Donovan USA Los Angeles Galaxy
2011 Chicharito Mexiko Manchester United
2012 Oribe Peralta Mexiko Santos Laguna
2013 Oribe Peralta Mexiko Santos Laguna
2014 Keylor Navas Costa Rica Real Madrid
2015 Chicharito Mexiko Bayer 04 Leverkusen

Allgemein interessiert man sich in Europa immer noch wenig für den amerikanischen Fußball und wenn, dann meist eher für den südamerikanischen. Anders sieht das natürlich aus, wenn Spieler aus dem Bereich der CONCACAF in Europa tätig ist. Was zwar immer häufiger wird, aber zumindest für die Bundesliga abgesehen von Spielern aus Mexiko oder dann und wann aus den USA immer noch selten der Fall ist.

Dabei ist der Fußball in Nord- und Mittelamerika nicht nur für Freunde von Sportwetten oder anderen Online-Games interessant. Natürlich kann man sein Glück bei Wetten auf die Spielausgänge der MLS versuchen oder mit diesem Gutschein für Onlinespiele gleich unabhängig davon online spielen. Doch die einzelnen Ligen bieten auch so alles, was das Fußballerherz begehrt, sieht man vielleicht von den großen Zuschauerzahlen in Mitteleuropa ab.

Und wie die Liste oben zeigt, sind auch immer wieder interessante Spieler in dieser Region tätig. Heutzutage, aber auch vor fast 100 Jahren schon. Bester Spieler aller Zeiten aus der CONCACAF, nimmt man diese Auszeichnung zugrunde, ist dann aber doch wieder jemand aus Mexiko, das auch ansonsten die führende Kraft in dieser Konföderation darstellt.

Häufigste Sieger der Wahl zum Fußballer des Jahres der CONCACAF

Die folgende Liste zeigt noch die vergleichsweise wenigen Menschen, die diese Wahl mehrfach gewinnen konnten. Rekordhalter ist Hugo Sanchez mit 5 Auszeichnungen.

Spieler Nation Häufigkeit
Hugo Sanchez Mexiko 5x
Landon Donovan USA 3x
Billy Gonsalves USA 3x
Bertram Petenaude USA 3x
Joe Kenneway Kanada 3x
Jose Cadona Honduras 2x
Amaury Epaminondas Brasilien 2x
Harold Brittan England 2x
James White Schottland 2x
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Playoffs mit Teilnehmern aus Europa

Folgend eine Aufstellung aller je mit Teams aus Europa stattgefunden habender Playoff-Spiele für die Qualifikation zu einer EM oder WM.

Eigentlich sollte es nur um die WM-/EM-Playoffs der UEFA aus jüngerer Zeit gehen, sprich seit der WM 1998, als diese Playoffs in großem Umfang eingeführt wurden. Wenn man dann aber einmal dabei ist, sieht man, dass diese Erfindung schon lange existiert und insofern gar nicht so merkwürdig ist, wie sie auf den in 1980er Jahren Fußballsozialisierten heute immer noch wirkt.

Obschon sie natürlich begrüßenswert ist: Jede auf sportlichem Wege durch den Ausgang eines Spiels zustande gekommene Entscheidung ist besser als eine mit irgendwelchen ominösen Torkoeffizienten oder Fairplaywertungen oder — im Prinzip noch absurder — durch einen Quervergleich von Gruppendritten, welche gegen unterschiedliche Gegner antraten. Wie man unten sieht kommt dieser Weg der Entscheidung erstaunlich häufig ohne Zusätze an die Spielzeit von 180 Minuten aus, der Auswärtstorregel, über deren Berechtigung man natürlich ebenfalls streiten könnte, sei Dank.

Wen nur die jüngere Zeit interessiert, der möge sofort nach unten scrollen, andere werden sicher einige Begnungen aus älterer Zeit finden, welche ihnen entfallen waren.

WM 1958

Israel Wales 0:2 (0:1)
Wales Israel 2:0 (0:0)
 

WM 1962

Israel Italien 2:4 (2:0)
Italien Israel 6:0 (1:0)
 
Marokko - Spanien 0:1 (0:0)
Spanien Marokko 3:2 (2:1)
 
Jugoslawien Südkorea 5:1 (1:0)
Südkorea Jugoslawien 3:1 (2:0)
 

WM 1974

Die UdSSR trat aus politischen Gründen nicht zum Rückspiel in Chile an. Chile hingegen trat an und schoss sofort das 1:0. Im Anschluss wurde die Partie abgebrochen, weil ohne Gegner kein Wiederanstoß möglich war. Gewertet wurde das Spiel mit 2:0 für Chile, welches sich damit für die WM-Endrunde in Deutschland qualifizierte.

UdSSR Chile 0:0
Chile UdSSR 2:0 am Grünen Tisch
 

WM 1978

Ungarn Bolivien 6:0
Bolivien Ungarn 2:3
 

WM 1986

Da es Vierer- und Dreiergruppen in der Qualifikation gab, mussten die jeweils Zweiten der Dreiergruppen noch durch eine zusätzliche Playoff-Runde, Schottland sogar gegen den Vertreter Ozeaniens antreten.

Belgien - Niederlande 1:0
Niederlande - Belgien 2:1
 
Schottland - Australien 2:0
Australien - Schottland 0:0
 

EM 1996

Die 6 besten Gruppenzweiten aus den 8 Gruppen waren direkt qualifiziert. Der letzte und der vorletzte der Tabelle der Gruppenzweiten bestritten ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden, der passend zum EM-Ausrichter von 1996 in Liverpool, England, lag.

Irland - Niederlande 0:2 (0:1)
 
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Unschlagbare Ausrede

Da man in Deutschland im Zusammenhang mit Fußball ja immer die selben 500 Zitate verwendet, die man trotz ihrer nicht geringen Zahl alle auswendig kennt, weshalb sie stets zum einen Ohr reinkommen, dann aber zum Hals wieder raushängen, heute mal ein Ausflug in den Zitatenschatz des uruguayanischen Fußballs.

Für den Anfang soll es ein Zitat in einem Kontext tun, welchen man auch ohne größere Kenntnisse des uruguayanischen Fußballs begreift. Voilà:

„Zugegeben, es mag schwierig sein, in La Paz zu spielen, aber es ist eine unschlagbare Ausrede, wenn es darum geht, eine Niederlage zu erklären.“

Victor Hugo Morales, Journalist aus Uruguay

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Alle Gewinner der Copa America

Bis 1967 hieß das Turnier Campeonato Sudamericano, seit 1975 Copa America.

Jahr Gastgeber Erster Zweiter Dritter Vierter
1916 Argentinien Uruguay Argentinien Brasilien Chile
1917 Uruguay Uruguay Argentinien Brasilien Chile
1919 Brasilien Brasilien Uruguay Argentinien Chile
1920 Chile Uruguay Argentinien Brasilien Chile
1921 Argentinien Argentinien Brasilien Uruguay Paraguay
1922 Brasilien Brasilien Paraguay Uruguay Argentinien
1923 Uruguay Uruguay Argentinien Paraguay Brasilien
1924 Uruguay Uruguay Argentinien Paraguay Chile
1925 Argentinien Argentinien Brasilien Paraguay -
1926 Chile Uruguay Argentinien Chile Paraguay
1927 Peru Argentinien Uruguay Peru Bolivien
1929 Argentinien Argentinien Paraguay Uruguay Peru
1935 Peru Uruguay Argentinien Peru Chile
1937 Argentinien Argentinien Brasilien Uruguay Paraguay
1939 Peru Peru Uruguay Paraguay Chile
1941 Chile Argentinien Uruguay Chile Peru
1942 Uruguay Uruguay Argentinien Brasilien Paraguay
1945 Chile Argentinien Brasilien Chile Uruguay
1946 Argentinien Argentinien Brasilien Paraguay Uruguay
1947 Ecuador Argentinien Paraguay Uruguay Chile
1949 Brasilien Brasilien Paraguay Peru Bolivien
1953 Peru Paraguay Brasilien Uruguay Chile
1955 Chile Argentinien Chile Peru Uruguay
1956 Uruguay Uruguay Argentinien Chile Brasilien
1957 Peru Argentinien Brasilien Peru Uruguay
1959a Argentinien Argentinien Brasilien Paraguay Peru
1959b Ecuador Uruguay Argentinien Brasilien Ecuador
1963 Bolivien Bolivien Paraguay Argentinien Brasilien
1967 Uruguay Uruguay Argentinien Chile Paraguay
1975 - Peru Kolumbien Uruguay Brasilien*
1979 - Paraguay Chile Brasilien Peru*
1983 - Uruguay Brasilien Paraguay Peru*
1987 Argentinien Uruguay Chile Kolumbien Argentinien
1989 Brasilien Brasilien Uruguay Argentinien Paraguay
1991 Chile Brasilien Argentinien Chile Kolumbien
1993 Ecuador Argentinien Mexiko Kolumbien Ecuador
1995 Uruguay Uruguay Brasilien Kolumbien USA
1997 Bolivien Brasilien Bolivien Mexiko Peru
1999 Paraguay Brasilien Uruguay Mexiko Chile
2001 Kolumbien Kolumbien Mexiko Honduras Uruguay
2004 Peru Brasilien Argentinien Uruguay Kolumbien
2007 Venezuela Brasilien Argentinien Mexiko Uruguay
2011 Argentinien Uruguay Paraguay Peru Venezuela
2015 Chile** Chile Argentinien Peru Paraguay
2016 USA Chile Argentinien Kolumbien USA
2019 Brasilien - - - -
Jahr Gastgeber Erster Zweiter Dritter Vierter

* Kein Spiel um Platz 3, beide Teams teilen sich den 3. Platz.
** Zunächst sollte Brasilien die Copa America 2015 austragen, gab dieses Recht aber an Chile ab, da es sich mit dem Confed-Cup 2013, der WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016 ausreichend ausgelastet sah.

Land Zahl der Siege
Uruguay 15
Argentinien 14
Brasilien 8
Paraguay 2
Chile 2
Peru 2
Bolivien 1
Kolumbien 1
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Kasachstan und Israel, Surinam und Guyana

Für die kommende in Venezuela stattfindende Copa America wurden folgende Gruppen ausgelost:

Brasilien
Ecuador
Chile
Mexiko

Argentinien
USA
Paraguay
Kolumbien

Venezuela
Bolivien
Urugay Uruguay (Danke, Kai)
Chile

Da fragt sich der geneigte Geografie-Student, was denn eigentlich mit den übrigen drei Ländern in Südamerika ist. Warum nehmen Guyana, Surinam und Französisch Guyana nicht an der Copa America und auch nicht an den WM-Qualifikationen des südamerikanischen Fußballverbands teil?

Für Französisch Guyana ist die Antwort einfach: Das „Land“ ist ein so genanntes Übersee-Département der französischen Nation und somit kein unabhängiger Staat. Französisch Guyana gehört aufgrund dieses Status sogar zur EU und hier wird demgemäß auch mit Euro bezahlt.

Bei Surinam wird die Antwort schon etwas schwieriger, ist Surinam doch seit 1975 von den Niederlanden unabhängig, hat schon Olympiamedaillen gewonnen und verfügt offensichtlich über eine Großzahl fähiger Fußballspieler (Kluivert, Davids, Seedorf, Rijkaard, Gullit — wobei ich bei keinem von diesen weiß, ob sie in den Niederlanden oder in Surinam aufgewachsen sind). Des Rätsels Lösung lautet: Surinam gehört nicht zum CONMEBOL, dem südamerikanischen Fußballverband, sonder zum nord- und mittelamerikanischen Verband CONCACAF. Dasselbe gilt für Guyana, das sogar schon seit 1966 unabhängig ist.

Warum das so ist, konnte ich nicht eruieren, womöglich wollten die hochnäsigen Funktionäre des CONMEBOL keine Spätstarter in Sachen Unabhängigkeit aufnehmen, vielleicht wollten die beiden kleineren Staaten aber lieber an einer Qualifikation teilnehmen, in der sie eine Chance hätten. Das nordwestlich vor Guyana im Meer liegende Trinidad & Tobago hat es ja, wie man weiß, über die Qualifikation via CONCACAF schon mal zu einer WM geschafft.

Bliebe noch die Frage, wieso die CONCACAF-Mitglieder Mexiko und USA an der Copa America, dem Turnier der CONMEBOL, teilnehmen. Dies wird davon beantwortet, dass es a) bei zehn Mitgliedern der CONMEBOL schwierig ist, drei oder vier gleich große Gruppen zu kreieren und b) dass die CONMEBOL deshalb schon seit Längerem „Gastnationen“ zur Teilnahme an der Copa America einlädt. Dass man mit zehn Teilnehmern allerdings ganz einfach zwei Fünfergruppen schaffen könnte, scheint den CONMEBOL-Organisatoren entgangen zu sein.

Das Turnier der CONCACAF heißt übrigens Gold-Cup und hier stand Brasilien bei den letzten sechs Turnieren zwei Mal im Finale. Jetzt alles klar?

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Nur noch 21

Nein, nicht 21 Tage bis zum Finale, 21 Mannschaften sind noch im Turnier. Gerade verabschiedeten sich die USA und Tschechien.

Bei dem schwachen, vollkommen einfallslosen Auftreten der USA darf man schon fragen, wie so eine Mannschaft auf Platz 5 der FIFA-Weltrangliste kommt. Wer die Antwort nicht kennt: die USA spielen regelmäßig nur gegen schwache Gegner aus ihrer Region, Nord- und Zentralamerika und der Karibik. Für die Siege in diesen Partien bekommen sie selbstredend trotzdem ordentlich Punkte für die Rangliste, während europäische Nationen häufig untereinander antreten und da diverse Niederlagen und Remis einstecken müssen.

Nach dem bisherigen Auftreten der Brasilianer stellt sich dann auch die Frage, wieso diese Mannschaft seit Jahre unangefochten die Weltrangliste anführt: Etwa, weil auch sie meist nur gegen Gegner vom Kaliber Venezuelas, Boliviens oder Perus spielt?

Für Tschechien war die WM 2006 vorerst das letzte Mal, dass sie als Geheimfavorit gehandelt wurden. Der Umbruch, den Clinsfornia dankenswerterweise gegen eine Menge Widerstände bei der deutschen Mannschaft durchgedrückt hat, steht den Tschechen jetzt bevor.

Abgesehen davon, dass sie eine Menge meiner Tipps versaut haben, bin ich außerdem überrascht, wie wenig von den vermeintlichen Stärken der Tschechen zu sehen war. Anders gesagt: Bestand die ganze Strategie lediglich aus langen Bällen auf den 2,02m-Mann Jan Koller? Nach dessen verletzungsbedingtem Ausscheiden war nicht mehr viel zu sehen im Angriff der Tschechen.

Oha: Jetzt findet hier auch noch ein Autokorso der Italiener statt. Immerhin bleiben die Italiener uns noch bis mindestens Montag in Duisburg erhalten. Ob darunter auch Anhänger von Juventus sind? Nicht mehr lange, dann sind diese Fans mit der Stadt des Zweitligisten MSV Duisburg in der richtigen Stadt gelandet: Juventus wird wohl zwangsabsteigen.

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