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Schlagwort: Johan Cruyff

Trainer mit mindestens zwei Titeln im Europapokal

Als Spieler schrammte Hans-Dieter Flick knapp am Gewinn des EC 1 vorbei, als er 1987 mit dem FC Bayern München im Finale von Wien gegen den FC Porto unterlag. Aber vielleicht holt er ja jetzt als Trainer nach, was er damals knapp verpasste. Einzug in diese Liste würde er mit seinem ersten Titel im Europapokal als Trainer aber noch nicht finden. Denn hier in dieser Liste sind alle Trainer aufgezählt, die es seit Einführung des Europapokals schafften, mindestens zwei Titel zu gewinnen. Dies unabhängig vom Wettbewerb, von denen es früher drei verschiedene gab, heute noch nur noch zwei. Was die Angelegenheit, mindestens zwei Titel zu gewinnen natürlich etwas schwieriger macht, zumal der EC 2, also der Europapokal der Pokalsieger, lange als der am einfachsten zu gewinnende galt.

Wie dem auch sei, gleich über 30 Trainern gelang dieses Kunststück, mindestens zwei Titel im Europapokal als Coach zu holen. Absoluter und alleiniger Führender ist dabei ein auch aus dem deutschen Fußball bekannter Trainer, der mit einem seiner Sprüche sogar Eingang in die deutsche Alltagssprache gefunden hat.

Liste Trainer mit mindestens zwei Titeln im Europapokal

Zur Erläuterung: der EC 1 ist der Europapokal der Landesmeister bis 1992 und ab 1993 die Champions League. Der Europoapokal der Pokalsieger firmiert hier als EC 2, welcher bis 1999 Bestand hatte. Und der frühere UEFA-Pokal und die heutige Europa League gelten hier als EC 3, wobei dessen Vorläufer wiederum, der Messe-Pokal, keinen Eingang in die Wertung gefunden hat.

Titel Trainer EC 1 EC 2 EC 3
5 Giovanni Trapattoni 1985, Juventus Turin 1984, Juventus Turin 1977, 1993, Juventus Turin
1991, Inter Mailand
4 Bob Paisley 1977, 1978, 1981, FC Liverpool
4 Alex Ferguson 1999, 2008, Manchester United 1983, FC Aberdeen
1991, Manchester United
4 Nereo Rocco 1963, 1969, AC Mailand 1968, 1973, AC Mailand
4 Jose Mourinho 2004, FC Porto
2014, Real Madrid
2003, FC Porto
2017, Manchester United
3 Carlo Ancelotti 2003, 2007, AC Mailand
2014, Real Madrid
3 Zinedine Zidane 2016, 2017, 2018, Real Madrid
3 Jose Llorente 1956, 1957, Real Madrid 1962, Atletico Madrid
3 Johan Cruyff 1992, FC Barcelona 1987, Ajax Amsterdam
1989, FC Barcelona
3 Udo Lattek 1974, FC Bayern München 1982, FC Barcelona 1979, Borussia M‘gladbach
3 Rafael Benitez 2005, FC Liverpool 2004, FC Valencia
FC Chelsea
3 Unai Emery 2014, 2015, 2016, FC Sevilla
2 Vicente del Bosque 2002, 2002, Real Madrid
2 Ernst Happel 1970, Feyenoord Rotterdam
1983, Hamburger SV
2 Luis Carniglia 1958, 1959, Real Madrid
2 Brian Clough 1979, 1980, Nottingham Forest
2 Dettmar Cramer 1975, 1976, FC Bayern München
2 Pep Guardiola 2009, 2011, FC Barcelona
2 Bela Guttmann 1961,1962, Benfica Lissabon
2 Helenio Herrera 1964, 1965, Inter Mailand
2 Jupp Heynckes 1998, Real Madrid
2013, FC Bayern München
2 Ottmar Hitzfeld 1997, Borussia Dortmund
2001, FC Bayer München
2 Stefan Kovacs 1972, 1973, Ajax Amsterdam
2 Miguel Munoz 1960, 1966, Real Madrid
2 Arrigo Sacchi 1989, 1990, AC Mailand
2 Raymond Goethals 1993, Olympique Marseille 1978, RSC Anderlecht
2 Louis van Gaal 1995, Ajax Amsterdam 1992, Ajax Amsterdam
2 Walerij Lobanowski 1975, 1986, Dynamo Kiew
2 Sven-Göran Eriksson 1999, Lazio Rom 1982, IFK Göteborg
2 Bill Nicholson 1963, Tottenham Hotspur 1972, Tottenham Hotspur
2 Bobby Robson 1997, FC Barcelona 1981, Ipswich Town
2 Nevio Scala 1993, AC Parma 1995, AC Parma
2 Luis Molowny 1985, 1986, Real Madrid
2 Juande Ramos 2006, 2007, FC Sevilla
2 Diego Simeone 2012, 2018, Atletico Madrid

Immerhin – oder soll man sagen nur? – vier deutsche Trainer finden sich in dieser Liste: Dettmar Cramer, Udo Lattek, Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld.

Tipps, welcher Trainer als nächster folgt

Wer nicht gerade im online Casino Echtgeld verspielen will, wäre gut beraten, darauf zu wetten, welcher deutsche Trainer der nächste sein könnte. Jürgen Klopp gewann in der letzten Saison die Champions League. In dieser Saison stehen die Chancen äußerst gut, dass ein weiterer Trainer hinzukommt. Mit den Trainer Hans-Dieter Flick (FC Bayern München), Julian Nagelsmann (Rasenballsport Leipzig) und Thomas Tuchel (Paris St. Germain) stehen gleich drei deutsche Trainer im Halbfinale der Champions League. Derweil die Europa League definitiv wieder ohne deutschen Club und auch ohne deutschen Trainer ihr Endspiel bestreiten wird.

Wer also von den drei Trainern in dieser Saison die Champions League erstmals gewinnt, hat gute Chancen, schon bald in dieser Liste aufzutauchen. Alle sind noch recht jung, was für Julian Nagelsmann besonders gilt.

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Alle Fußballer des Jahres der Niederlande

Erstaunlich, dass der Blick auf die Liste der Fußballer des Jahres in den Niederlanden enthüllt, dass eine solche Wahl der erst seit Anfang der 1980er Jahre existiert, genauer gesagt seit 1982. In vielen anderen Ländern, in denen Fußball eine relevante Rolle spielt, wurden derartige Auszeichnungen eines einzelnen Spielers zum „Besten Spieler der Saison“ (oder eines Kalenderjahres) schon deutlich früher eingeführt. Doch sei es drum, man darf nicht vergessen, dass Holland im Prinzip erst mit dem Erscheinen von Johan Cruyff auf der Bildfläche zu einer echten Fußballnation wurde. Natürlich wurde Fußball schon viel länger gespielt, wie ein Blick auf die Liste der Meister in Holland verrät – nämlich mit einem ersten Meister schon im Jahr 1889. Doch mit der Einführung einer solchen Wahl zum „Fußballer des Jahres“ ließ man sich, obwohl die Eredivisie schon lange existierte, bis zum Jahr 1982 Zeit.

Genauer gesagt lief die Auszeichnung zunächst unter der Bezeichnung „golden schoen“, zu deutsch also „Goldener Schuh“. Diesen Namen trug sie bis ins Jahr 2005, ehe man dann auch zur zwar langweiligeren, aber eindeutigeren Formulierung „Nederlands voetballer van het jaar“ überging. Hier also die komplette Liste aller Spieler, samt Nationalität und jeweiligem Verein, die diese Ehrung in Holland zuteil wurde.

Hollands Fußballer des Jahres in einer Liste

Jahr Spieler Verein Nationalität
1982 Martin Haar HFC Haarlem Niederlande
1983 Piet Schrijvers Ajax Amsterdam Niederlande
1984 Johan Cruyff Feynoord Rotterdam Niederlande
1985 Frank Rijkaard Ajax Amsterdam Niederlande
1986 Ruud Gullit PSV Eindhoven Niederlande
1987 Frank Rijkaard Ajax Amsterdam Niederlande
1988 Gerald Vanenburg PSV Eindhoven Niederlande
1989 Gerald Vanenburg PSV Eindhoven Niederlande
1990 Edward Sturing Vitesse Arnheim Niederlande
1991 Henny Meijer FC Groningen Niederlande
1992 John Metgod Feynoord Rotterdam Niederlande
1993 Marc Overmars Ajax Amsterdam Niederlande
1994 Ed de Goey Feyenoord Rotterdam Niederlande
1995 Danny Blind Ajax Amsterdam Niederlande
1996 Danny Blind Ajax Amsterdam Niederlande
1997 Jaap Stam PSV Eindhoven Niederlande
1998 Edwin van der Sar Ajax Amsterdam Niederlande
1998/1999 Michael Mols FC Utrecht Niederlande
1999/2000 Jerzy Dudek Feyenoord Rotterdam Polen
2000/2001 Johann Vogel PSV Eindhoven Schweiz
2001/2002 Christian Chivu Ajax Amsterdam Rumänien
2002/2003 Dirk Kuyt FC Utrecht Niederlande
2003/2004 Maxwell Ajax Amsterdam Brasilien
2004/2005 Mark van Bommel PSV Eindhoven Niederlande
2006 Dirk Kuyt Feynoord Rotterdam Niederlande
2007 Alfonso Alves SC Heerenveen Brasilien
2008 Johnny Heitinga Ajax Amsterdam Niederlande
2009 Mouni El Hamdaoui AZ Alkmaar Marokko
2010 Luis Suarez Ajax Amsterdam Uruguay
2011 Theo Janssen FC Twente Enschede Niederlande
2012 Jan Verthongen Ajax Amsterdam Belgien
2013 Wilfried Bony Vitesse Arnheim Elfenbeinküste
2014 Daley Blind Ajax Amsterdam Niederlande
2015 Georginio Wijnaldum PSV Eindhoven Niederlande
2016 Davy Klaassen Ajax Amsterdam Niederlande
2017 Karim El Ahmadi Ajax Amsterdam Marokko

Erst mit den Veränderungen durch die Bosman-Regel Mitte der 1990er Jahre, als alle Ausländerbeschränkungen innerhalb Europas aufgehoben wurden, gab es den ersten „Fußballer des Jahres“ in den Niederlanden, der nicht aus dem eigenen Land stammte. Dies war Jerzy Dudek aus Polen, ihm folgten viele weitere Ausländer.

Immer mehr hat sich die der holländische (Vereins-) Fußball und damit die Eredivisie zu einem Sprungbrett für Spieler aus vielen Nationen entwickelt, um später in größeren Ligen unterzukommen. Deshalb liest man in dieser Liste der Fußballer des Jahres auch viele Namen, die man später z. B. in der Premier League oder auch in der Bundesliga wiedertraf.

Ausländer erst ab Mitte der 1990er ebenfalls im Rennen

Insofern hat es in den aktuellen Zeiten immer auch ein bisschen etwas von Roulette, darauf zu tippen, wer in einer jeweiligen Saison denn der nächste Fußballer des Jahres in den Niederlanden werden könnte. Und wer nicht gleicht zu www.top5casinos.at ins Casino gehen möchte, der ist mit einem Tipp auf diesen nächsten Auserwählten in Hollands Fußball ebenso gut beraten, denn es ist ebenso schwierig, einzuschätzen, welcher der vielen Neuzugänge aus dem In- und Ausland in den Profikadern der Eredivisie denn so richtig einschlagen und eine glänzende Saison spielen wird.

Nicht zu verwechseln ist diese Auszeichnung zu „Nederlands voetballer van het jaar“ übrigens mit dem Johan Cruijff Prijs. Dieser wird alljährlich an den besten Nachwuchsfußballer in den Niederlanden vergeben. Der Fußballer des Jahres aber ist der beste Fußballer in Holland überhaupt in der jeweiligen Saison.

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Alle Meister in der NASL

Die NASL war die North American Soccer League, die in den Jahren von 1968 bis 1984 eben in Nordamerika als professionelle Fußballliga betrieben wurde. Andere, meist lokale Ligen im Fußball gab es auch vorher und nachher, doch eine US-weite, bzw. mit Einbeziehung von Teams aus Kanada sogar internationale Profiliga gab es vorher nicht.

Wie es der Zufall so wollte, wurde dann zeitgleich eine Konkurrenzveranstaltung aus der Taufe gehoben, die anders als die NASL auch von der FIFA anerkannt wurde. Diese United Soccer Association getaufte Liga blieb hierzulande aber noch unbekannter als es bei der NASL der Fall war, zudem rekrutierte sie sich aus zwölf tatsächlich in Europa und Südamerika beheimateten Clubs, die eine Art Showliga in den USA abhielten. Diese überlebte aber nur ein Jahr, 1967, ehe sie anschließend mit der NASL zusammengeführt wurde.

(Alternde) Stars aus Europa in den Kadern der Teams

In Europa hätte man wohl kaum Notiz von dieser Liga genommen, wenn nicht viele bekannte Stars aus dem europäischen Fußball dem Lockruf des für damalige Verhältnisse tatsächlich großen Geldes, das es eine zeitlang in der NASL zu verdienen gab, gefolgt wären.

Darunter so illustre Namen des Weltfußballs wie:

  • Pelé
  • Johan Cruyff
  • Gerd Müller
  • George Best
  • Gordon Banks
  • Franz Beckenbauer
  • Bobby Moore
  • Eusebio
  • Carlos Alberto

Diese spielte in stets unterschiedlichen Besetzungen der Liga eine reguläre Saison und anschließend Playoffs, die in einem einzigen Finalspiel mündeten. Das gewannen in den Jahren des Bestehens der NASL die folgenden Clubs:

Jahr Meister
1968 Atlanta Chiefs
1969 Kansas City Spurs
1970 Rochester Lancers
1971 Dallas Tornado
1972 New York Cosmos
1973 Philadelphia Atoms
1974 Los Angeles Aztecs
1975 Tampa Bay Rowdies
1976 Toronta Metros-Croatia
1977 New York Cosmos
1978 New York Cosmos
1979 Vancouver Whitecaps
1980 New York Cosmos
1981 Chicago Sting
1982 New York Cosmos
1983 Tulsa Roughnecks
1984 Chicago Sting

Rekordsieger der versunkenen NASL ist damit der wohl bekannteste Club der Historie der NASL, Cosmos New York, wo Franz Beckenbauer zusammen mit Pelé spielte und drei Mal nordamerikanischer Meister wurde, nämlich in den Jahren 1977, 1978 und 1980. Nach einer zwischenzeitlichen Rückkehr in die Bundesliga, zum Hamburger SV, kehrte Beckenbauer 1983 noch einmal für einige Spiele in die NASL zurück, da stand sie aber schon kurz vor ihrer Auflösung. Ihre letzte Saison erlebte sie 1984.

Zuschauerinteresse in der NASL meist nur vierstellig

Immer noch war Fußball bei den Amerikanern nicht angekommen. Die Zuschauerzahlen schwankten zwischen etwa 3.000 noch in den 1960er Jahren, erreichten ihren Höhepunkt 1980 mit 14.440 im Schnitt und wären deutlich schlechter gewesen, wenn nicht wenigstens in New York regelmäßig teils mehr als 40.000 Zuschauer – meist mit noch sehr jungen europäischen Wurzeln – zu den Spielen der NASL gekommen wären. Auch wenn man Bilder wie dieses aus der NASL kennt, mit prall gefüllten Tribünen, war das eben fast ausschließlich in New York der Fall. Meist sah es dann eher so aus. Eine Ausnahme stellten meist die Teams aus Kanada dar, wo der Zuschauerzuspruch ebenfalls recht hoch war.

In Deutschland als Operettenliga angesehen

Da man fast nur auf alternde Stars aus Europa und Südamerika setzte, fehlte dem gemeinen Amerikaner die Identifikationsmöglichkeit mit den Spielern. Zudem wurde Fußball damals noch als absolut exotisch in den USA angesehen. Der Begriff der „Operettenliga“ wurde damals sehr despektierlich für die NASL in Deutschland eingeführt, gerade so als sei das kein ernsthafter Sport. Eben nur Zeitvertreib, wie man es den amerikanischen Bemühungen, im Fußball endlich Fuß zu fassen ohnehin zu jener Zeit gerne vorwarf. Wie in einer Show am Broadway fühlte man sich aus Europa kommend wohl, wenn man die Spiele der NASL verfolgte. Noch dazu hatte man dort das Unentschieden abgeschafft. Gab es nach 90 Minuten keinen Sieger, wurde ein Shootout ähnlich desjenigen, welches im Eishockey angewandt wird. Auf europäische und südamerikanische Fußballseelen wirkte dies damals recht befremdlich.

Ständiges Kommen und Gehen der Clubs an der Tagesordnung

Insgesamt gab es genau 43 verschiedene Teams, die in den 17 Jahren ihres Bestehens an der NASL teilnahmen. Viele von ihnen existierten aber oftmals nur zwei bis vier Saisons, was die Identfikation zusätzlich erschwerte. Hinzu kamen Namensänderungen und Umzüge, wie man es auch heute noch aus dem US-Sport kennt. Kein einziges dieser 43 Teams schaffte es jedenfalls, von Beginn der NASL bis zu ihrem Ende dabei zu bleiben.

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Alle Trainer der Champions-League-Sieger

Anders als in der Frühzeit dieses Wettbewerbs, als er noch Europapokal der Landesmeister hieß, gelang es keinem Verein und damit – nicht zwingenderweise, aber es ist eben so – auch keinem Trainer mehr, den Titel in diesem Wettbewerb zu verteidigen. Dabei fing es genau damit an, als zuerst José Villalonga Llorente zwei Mal in Folge mit Real Madrid den Titel gewann und direkt im Anschluss Luis Antonio Carniglia dasselbe Künststück ebenfalls mit Real Madrid gelang.

Es folgten vor der Umwandlung in die Champions League noch viele weitere, gemessen an der geringen Zeit, die zur Verfügung stand. Belá Guttmann gelang es mit Benfica, ebenfalls erst kurz nach der Einführung, diesem folgte Helenio Herrera mit zweimaligem Titelgewinn mit Inter Mailand. Dann war es Rinus Michels, der zwei Mal in Folge mit Ajax Amsterdam gewann.

Es folgten sechs weitere Jahre mit jeweils einem zweimaligen Gewinner als Trainer: Dettmar Cramer mit dem FC Bayern München, Bob Paisley mit dem FC Liverpool und der legendäre Brian Clough mit Nottingham Forest. Dann dauerte es allerdings fast ein Jahrzehnt, bis das nächste und allgemein das letzte Mal ein Trainer zwei Mal in Folge den Titel gewann: Arrigo Sacchi 1989 und 1990 mit dem AC Mailand. Seitdem versucht die Trainerzunft vergeblich, mal wieder ein doppelten Titelgewinn direkt hintereinander zu bewerkstelligen, wie die komplette Liste zeigt:

Jahr Trainer Nation Club
1955/1956 José Villalonga Llorente Spanien Real Madrid
1956/1957 José Villalonga Llorente Spanien Real Madrid
1957/1958 Luis Antonio Carniglia Argentinien Real Madrid
1958/1959 Luis Antonio Carniglia Argentinien Real Madrid
1959/1960 Miguel Muñoz Spanien Real Madrid
1960/1961 Belá Guttmann Ungarn Benfica
1961/1962 Belá Guttmann Ungarn Benfica
1962/1963 Nereo Rocco Italien AC Mailand
1963/1964 Helenio Herrera Argentinien Inter Mailand
1964/1965 Helenio Herrera Argentinien Inter Mailand
1965/1966 Miguel Muñoz Spanien Real Madrid
1966/1967 Jock Stein Schottland Celtic Glasgow
1967/1968 Matt Busby Schottland Manchester United
1968/1969 Nereo Rocco Italien AC Mailand
1969/1970 Ernst Happel Österreich Feyenoord Rotterdam
1970/1971 Rinus Michels Spanien Ajax Amsterdam
1971/1972 Rinus Michels Niederlande Ajax Amsterdam
1972/1973 Stefan Kovacs Rumänien Ajax Amsterdam
1973/1974 Udo Lattek Deutschland FC Bayern München
1974/1975 Dettmar Cramer Deutschland FC Bayern München
1975/1976 Dettmar Cramer Deutschland FC Bayern München
1976/1977 Bob Paisley England FC Liverpool
1977/1978 Bob Paisley England FC Liverpol
1978/1979 Brian Clough England Nottingham Forest
1979/1980 Brian Clough England Nottingham Forest
1980/1981 Bob Paisley England FC Liverpool
1981/1982 Tony Barton England Aston Villa
1982/1983 Ernst Happel Österreich Hamburger SV
1983/1984 Joe Fagan England FC Liverpool
1984/1985 Giovanni Trapattoni Italien Juventus
1985/1986 Emerich Jenei Rumänien Steaua Bukarest
1986/1987 Artur Jorge Portugal FC Porto
1987/1988 Guus Hiddink Niederlande PSV Eindhoven
1988/1989 Arrigo Sacchi Italien AC Mailand
1989/1990 Arrigo Sacchi Italien AC Mailand
1990/1991 Ljupko Petrovic Jugoslawien Roter Stern Belgrad
1991/1992 Johan Cruyff Niederlande FC Barcelona
1992/1993 Raymond Goethals Belgien Olympique Marseille
1993/1994 Fabio Capello Italien AC Mailand
1994/1995 Louis van Gaal Niederlande Ajax Amsterdam
1995/1996 Marcello Lippi Italien Juventus Turin
1996/1997 Otmar Hitzfeld Deutschland Borussia Dortmund
1997/1998 Jupp Heynckes Deutschland Real Madrid
1998/1999 Alex Ferguson Schottland Manchester United
1999/2000 Vicente del Bosque Spanien Real Madrid
2000/2001 Ottmar Hitzfeld Deutschland FC Bayern München
2001/2002 Vicente del Bosque Spanien Real Madrid
2002/2003 Carlo Ancelotti Italien AC Mailand
2003/2004 José Mourinho Portugal FC Porto
2004/2005 Rafael Benitez Spanien FC Liverpool
2005/2006 Frank Rijkaard Niederlande FC Barcelona
2006/2007 Carlo Ancelotti Italien AC Mailand
2007/2008 Alex Ferguson Schottland Manchester United
2008/2009 Pep Guardiola Spanien FC Barcelona
2009/2010 José Mourinho Portugal Inter Mailand
2010/2011 Pep Guardiola Spanien FC Barcelona
2011/2012 Roberto di Matteo Italien FC Chelsea
2012/2013 Jupp Heynckes Deutschland FC Bayern München
2013/2014 Carlo Ancelotti Italien Real Madrid
2014/2015 Luis Enrique Spanien FC Barcelona
2015/2016 Zinedine Zidane Frankreich Real Madrid
2016/2017 Zinedine Zidane Spanien Real Madrid
2017/2018 Zinedine Zidane Frankreich Real Madrid
2018/2019 Jürgen Klopp Deutschland FC Liverpool
2019/2020 Hans-Dieter Flick Deutschland FC Bayern München

Dabei waren auch seit Einführung der Champions League durchaus mehrere Trainer dabei, die mehr als einen Titel gewannen, jedoch nicht in unmittelbarer Folge.

Einige kamen sogar bereits auf drei Titel insgesamt, auch seit der Umwandlung des Wettbwerbs, nicht erst in den frühen Jahren, beispielsweise Carlo Ancelotti. Dabei gab es allerdings wiederum nur ganz wenige, die mit zwei verschiedenen Clubs diese Leistung auf die Matte oder besser auf den Fußballplatz brachten.

Eine von diesen wenigen Personen war Ernst Happel, der „Zocker“, nicht nur auf dem Spielfeld mit seinen Mannschaften, sondern auch in echten Casinos. 11Freunde berichten davon, dass man sich auch mal zusammen aufgemacht habe, also Spieler und Trainer zu Zeiten beim HSV, um im Casino spielen zu gehen. Trotz ihrer Prominenz dürfte es bei ihnen damals allerdings nicht ohne Einzahlung möglich gewesen sein, ein wenig Spaß beim Spielen zu haben, wie es beim verlinkten Anbieter angeboten wird.

Ein anderer mit zwei verschiedenen Clubs siegreicher Spieler ist ebenfalls ein deutschsprachiger Trainer – Ernst Happel war bekanntlich Österreicher – nämlich Ottmar Hitzfeld. Während Happel mit Feyenoord Rotterdam und dem Hamburger SV gewann, somit zwei Clubs aus verschiedenen Ländern, welche beide nicht seine Heimatländer waren, gelang Ottmar Hitzfeld der Coup 1997 mit Borussia Dortmund und 2001 mit Bayern München, somit mit zwei Vereinen aus seinem Heimatland.

Dritter im Bunde dieser einsamen Riege an Trainern, die mit zwei verschiedenen Clubs die Champions League gewannen ist natürlich José Mourinho, dem das 2004 als Nobody mit dem FC Porto gelang sowie 2010 mit Inter Mailand – zufälligerweise gegen seinen alten Lehrmeister Louis van Gaal, der damals den FC Bayern trainierte, den unterlegenen Finalgegner.

Auch er bekannt als absoluter Zocker unter den Trainern, wenn auch in einer etwas anderen Art als es Ernst Happel zu sein pflegte. Bei Mourinho weiß man stets, dass es ihm nicht um Schönheitspreise, sondern um Erfolg geht. Und dazu sind ihm alle Mittel Recht. Wer selber ähnlich tickt und es ihm weniger auf Ästhetik als auf den Spaß am Gewinnen ankommt, der wird bei Stargames Casino fündig und vielleicht glücklich. Anders als in der Champions League ist es dort nämlich keineswegs extrem schwierig, mehrere Male in Folge zu gewinnen.

Vierter dieser Trainer ist Jupp Heynckes, der erst mit Real Madrid und dann mit dem FC Bayern München erfolgreich war, seine Karriere aber mittlerweile beendet hat.

Bei der Gesamtzahl der Titel, die Trainer in der Champions League und im Europapokal der Landesmeister gewonnen haben, führt übrigens nur für den Laien überraschend ein Engländer, der gleich 3x mit dem FC Liverpool die Trophäe gewann. Pep Guardiola könnte ebenso wie José Mourinho in Kürze gleichziehen. Die deutschen Sieger-Trainer sind allerdings allesamt nicht mehr aktiv (Ottmar Hitzfeld, Jupp Heynckes, Dettmar Cramer) oder kürzlich verstorben (Udo Lattek).

Hier sind alle Trainer aufgeführt, welche mehr als einen Titel „ercoachten“ (Stand 2016):

Trainer Nation Titel
Bob Paisley England 3
Carlo Ancelotti Italien 3
Vicente del Bosque Spanien 2
Luis Antonio Carniglia Argentinien 2
Brian Clough England 2
Dettmar Cramer Deutschland 2
Alex Ferguson Schottland 2
Pep Guardiola Spanien 2
Belá Guttmann Ungarn 2
Ernst Happel Österreich 2
Helenio Herrera Argentinien 2
Ottmar Hitzfeld Deutschland 2
Jupp Heynckes Deutschland 2
José Villalonga Llorente Spanien 2
Rinus Michels Niederlande 2
José Mourinho Portugal 2
Nereo Rocco Italien 2
Arrigo Sacchi Italien 2
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Cruyff ging, van Basten kam

Die Krönung der absolut nutzlosen Faktenhuberei — Stadienkapazitäten, Rückennummern, Spitznamen, Nebentätigkeiten oder besondere Hobbies im Fußball — ist wohl die Information, für welchen anderen Spieler ein Fußballer zu Beginn seiner Karriere eingewechselt wurde. Also noch sinn- und nutzloser geht es kaum. (Wenn jemand etwas Sinnloseres weiß: gerne.)

So wurde Lukas Podolski zum Beispiel bei seinem ersten Länderspiel für Fredi Bobic eingewechselt. Lothar Matthäus für Bernard Dietz. Irgendwo in Dänemark wurde mal der Sohn in seinem ersten Spiel überhaupt für den Vater eingewechselt.

Die Krönung der Krönung der absoluten Faktenhuberei ist es dann natürlich, wenn ein König im Spiel ist. In diesem Fall ist es König Johan, Cruyff um genauer zu sein. Der war am Beginn einer großen Karriere in der Funktion als Auswechselspieler beteiligt.

Die Überschrift verrät es schon, 1982 begann Marco van Bastens Profizeit als Einwechselspieler in einer Partie für Ajax Amsterdam gegen NEC Nijmegen, Endstand 5:0 für Ajax, ein Tor unter anderem durch eben jenen van Basten. Und das Feld verließ für Marco van Basten kein Geringerer als Johan Cruyff.

Also sinn- und nutzlose Zufälle gibt’s … die hätte man gar nicht gebraucht, stehen in keinem Zusammenhang, haben keinerlei weitere Bewandtnis — und sind damit genau richtig hier im Blog.

(Nutzlose Info entdeckt beim Tumblr vom Vintage Football Club.)

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Alle Sieger der Johan-Cruyff-Schaal

Die „Johan-Cruyff-Schaal“ bedeutet zu deutsch „Johan-Cruyff-Schale“ und ist das Pendant zum Supercup in anderen Ländern und Wettbewerben, sprich: die Partie des Meisters einer Saison gegen den Pokalsieger aus dieser Saison. Sollte ein Team das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg erringen, so ist — wie in Deutschland neuerdings auch — der Vizemeister der Gegner und nicht der Vize-Pokalsieger.

In den Niederlanden wurde dieser Wettbewerb im Jahr 1949 ausgetragen, damals noch ohne spezielle Bezeichnung. Dann dauerte es bis zum Jahr 1991, bis er wiederbelebt wurde. Zunächst hieß die Veranstaltung nach Wiedereinführung PTT Telecom Cup, dann schlicht Super Cup. Ab 1996 firmiert dieser Wettbewerb unter seinem heutigen Namen, benannt nach Johan Cruijff, wobei Cruijff die richtige Schreibweise seines Nachnamens darstellt, obwohl sich international Cruyff eingebürgert hat.

Die Partie um die Johan-Cruijff-Schaal stellt jeweils den Saisonauftakt im Fußball in den Niederlanden dar: Am Wochenende vor Beginn der Eredivisie findet es statt. Früher war das Feijenoord-Stadion in Rotterdam die Austragungsstätte, heute findet es ebenfalls seit 1996 in der Amsterdam Arena statt, schließlich stammt Johan Cruijff gebürtig aus Amsterdam.

Saison Sieger Verlierer Ergebnis
1949 Schiedamse Voetbal Vereniging Quick Nijmegen 2:0
1991 Feyenoord Rotterdam PSV Eindhoven 1:0
1992 PSV Eindhoven Feyenoord Rotterdam 1:0
1993 Ajax Amsterdam Feyenoord Rotterdam 4:0
1994 Ajax Amsterdam Feyenoord Rotterdam 3:0
1995 Ajax Amsterdam Feyenoord Rotterdam 2:1 n. V.
1996 PSV Eindhoven Ajax Amsterdam 3:0
1997 PSV Eindhoven Roda JC Kerkrade 3:1
1998 PSV Eindhoven Ajax Amsterdam 2:0
1999 Feyenoord Rotterdam Ajax Amsterdam 3:2
2000 PSV Eindhoven Roda JC Kerkrade 2:0
2001 PSV Eindhoven FC Twente Enschede 3:2
2002 Ajax Amsterdam PSV Eindhoven 3:1
2003 PSV Eindhoven FC Utrecht 3:1
2004 FC Utrecht Ajax Amsterdam 4:2
2005 Ajax Amsterdam PSV Eindhoven 2:1
2006 Ajax Amsterdam PSV Eindhoven 3:1
2007 Ajax Amsterdam PSV Eindhoven 1:0
2008 PSV Eindhoven Feyenoord Rotterdam 2:0
2009 AZ Alkmaar SC Heerenveen 5:1
2010 FC Twente Enschede Ajax Amsterdam 1:0
2011 FC Twente Enschede Ajax Amsterdam 2:1
2012 PSV Eindhoven Ajax Amsterdam 4:2
2013 Ajax Amsterdam AZ Alkmaar 3:2 n. V.
2014 PEC Zwolle Ajax Amsterdam 1:0
2015

Wer die Trophäe im neuen Jahr 2015 in die Luft strecken darf steht zwar noch nicht fest, doch sicher ist, dass Sie dieses Ereignis mitverfolgen können! Somit ist sichergestellt, dass sie den kompletten Spielverlauf mit allen Ein- und Auswechslungen, Gelben und Roten Karten, sowie den statistischen Werten wie Ballbesitz, Anzahl der Ecken, Freistöße und eventuelle Elfmeter, nicht verpassen.

Rekordsieger ist ausnahmsweise nicht Ajax Amsterdam, sondern der PSV Eindhoven mit zur Zeit 9 Titelgewinnen. Dahinter folgt Ajax Amsterdam, das 8 mal gewann wie auch 8 mal als Finalgegner den Kürzeren zog. Nur zwei weitere Klubs gewannen die Johan-Cruijff-Schaal mehr als ein Mal: Twente Enschede und Feyenoord Rotterdam mit jeweils zwei Titeln.

Ein Mal gewannen die folgenden Teams: AZ Alkmaar, FC Utrecht, Schiedamse Voetbal Vereniging und PEC Zwolle. Gleich zwei Mal im Finale, ohne es zu gewinnen, stand Roda Kerkrade, während Quick Nijmegen und der SC Heerenvenn dieses Schicksal ein Mal erlitten.

Die Trophäe selbst, also die eigentliche „Johan-Cruijff-Schaal“ ist eine Silberplatte mit dem stattlichen Durchmesser von fast zwei Metern. Weitere kleine Randnotiz, auch um die Wertigkeit dieses Wettbewerbs einzuordnen: seit 2014 wird im Falle eines Unentschiedens nach 90 Minuten keine Verlängerung gespielt, sondern man geht sofort zum Elfmetrschießen über.

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Die Seiten der Weltauswahl

Die Seite WorldXI.com listet alle Spiele der „FIFA IX“ oder zu deutsch „Weltauswahl“, die diese, in den allermeisten Fällen zu Benefizzwecken, absolviert hat. Wer da wann gegen wen antrat und nominiert wurde, findet man dort schön zusammengefasst. Unter Anderem das Abschiedsspiel von Paul Breitner in München war eine der Partien der „Weltelf“ oder auch eine Paarung in New York, bei der Cruyff, Beckenbauer und Pelé zusammen mit Harald Schumacher auf dem Platz standen. Ein ganz klarer Fall eines Risses im Raum-Zeit-Kontinuum, aber so war es nun mal (gewesen, würde ein Berliner jetzt noch anfügen).

Ihr erstes Spiel bestritt sie 1937 in Amsterdam, ihr letztes bislang dort gelistetes fand 2000 in Sarajewo statt, „Football for Peace“ natürlich, wofür auch sonst.

Eine weniger schön anzusehende, aber in Bezug auf die Daten umso verlässlichere Seite ist eine Unterseite der bekannten rsssf.com, und zwar hier die Seite der RSSSF zur Weltauswahl.

Viel Spaß beim Stöbern in den Zusammenstellungen dieser Weltelf(en).

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terreinknecht

Die Mutter von Johan Cruyff heiratete nach dem frühen Tod ihres Mannes, dem Vater von Johan Cruyff, erneut, und zwar den terreinknecht von Ajax.

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Unbekanntes aus … dem Hause Cruijff

… dem Hause Cruijff.

Los, Finger hoch. Wer glaubt, dass man Johan Cruijff mit y schreibt? Na, doch wohl alle.

„And again and again, my name was spelt incorrectly. I did not deem the accuracy of reporters very highly even back then.“

Johan Cruyff heißt in Wirklichkeit Johan Cruijff.

Finger wieder runter, ja, auch meiner.

Ähnlich, dort aber gewollt, ging es beim Namen von Feyenoord Rotterdam zu. Der Stadtteil, in dem der Club zu Hause ist, heißt Feijenoord. Der Club schreibt sich korrekt mit y.

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Johan-Cruyff-Schaal

Die Johan-Cruyff-Schaal ist kein Elefant Schal, und anders als man vermuten würde auch keine Schale. „De Schaal“ ist ein „Maßstab“, eine „Skala“, und in den Niederlanden nichts Anderes als das Pendant zur gemeinhin als Supercup bekannten Einrichtung im Fußball. Der Meister eines Landes spielt in diesem Ein-Spiel-Wettbewerb gegen den Pokalsieger desselben Landes derselben Saison. In den Niederlanden ist dieser Supercup eben nach dem Profi von Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam und des FC Barcelona benannt (und übrigens auch der Los Angeles Aztecs, der Washington Diplomats und des UD Levante, was schon fast wieder einen „little-known-facts-Beitrag“ wert wäre).

Schade eigentlich, dass es den Supercup in Deutschland nicht mehr gibt. Natürlich hätte bzw. hat er einen ähnlichen Stellenwert wie der aktuelle Ligacup: fast gar keinen. Während man beim Supercup aber noch so etwas wie eine sportliche Logik erkennen kann (die beiden Titelträger einer Saison duellieren sich), ist der aktuelle Ligapokal vollkommen — man muss diese strapazierte Vokabel benutzen — hanebüchen.

Der Pokalsieger, der Meister und ein paar Besserplatzierte spielen mit dem Meister der zweiten Liga um ein von Grundschülern in der „Textil AG“ zusammengebautes Etwas. Wer kann bei der Zusammenstellung dieses Teilnehmerfeldes irgendetwas Sinnergebendes erkennen?

Und wer ist der deutsche Johan Cruyff? Natürlich der Dummschwätzer. Der Franz-Beckenbauer-Cup ist aber noch wertloser als der niederländische Supercup. Ein Pokal für Freundschaftsspiele. Eigentlich peinlich, aber: der Franz ist Weltmeister, Johan nicht. In 30 Minuten geht’s los, das spannende Endspiel um den Franz-Beckenbauer-Cup.

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Blau dunstender Bernd

Von Uli Stein wusste man es, von Klaus Augenthaler wusste man es, Lothar Matthäus machte es in seiner üblichen weinerlichen Art klein („nur die ganz Leichten von Philip Morris“) und von einem der ganz Großen des Weltfußballs weiß man es nicht nur, man merkt es an seinen immer wiederkehrenden Herzoperationen und zu verlegenden Bypässen heute noch ständig: Johan Cruyff gehört auch dazu.

Dass aber Bernd Schneider ebenfalls unter den rauchenden Profifußballern zu finden ist, überrascht mich sehr. Ich bin fast schon geneigt zu sagen, dass er bezüglich seiner Technik und seines Spielwitzes durchaus in eine Reihe mit Johan Cruyff gehört.

Schaut man sich Schneiders Titelsammlung an, muss man trotz seiner großartigen Fähigkeiten wirklich Angst haben, dass dies der titelloseste Kapitän der Nationalmannschaft ist, der je eine Nationalmannschaft auf den Platz führte.

WM: 1× Platz 2 2002 mit Deutschland
1× Platz 3 2006 mit Deutschland
Confederations Cup: 1× Platz 3 2005 mit Deutschland
Champions League: 1× Platz 2 2002 mit Bayer Leverkusen
DFB-Pokal: 1× Platz 2 2002 mit Bayer Leverkusen
Bundesliga: 2× Platz 2 2000 und 2002 mit Bayer Leverkusen
1× Platz 3 2004 mit Bayer Leverkusen

Seine überragende Torquote von 2 Törchen in 74 Länderspielen als Mittelfeldspieler rundet die äußerst unglückliche Bilanz dieses vielfach unterschätzten — vielleicht gerade wegen dieser Zahlen — Spielers ab. Wollen wir hoffen, dass er die günstige Gelegenheit heute Abend nutzt, seinem Tor im letzten Spiel gegen Schweden ein paar weitere folgen zu lassen und später mal nicht allzusehr im Tal der Nichtbeachtung beim Betrachten der Länderspiel-Statistiken zu versinken.

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