What shall we do with the Spielervermittler?

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Manchmal wache ich morgens auf und bin von Spielervermittlern umgeben. Sie reden alle auf mich ein, sie tragen alle dunkle Anzüge. Sie tragen auch Sonnenbrillen, weil sie nicht erkannt werden wollen. Sie sagen, ich solle unterschreiben, nur meine Unterschrift eintragen. Sie sagen, sie täten Gutes für mich, aber ich bin mir nicht sicher. Ich bin mir sogar ziemlich unsicher. Hätte ich die Telefonnummer nicht verlegt, würde ich meinen alten Jugendtrainer fragen, was ich tun soll, und ob es vielleicht sinnvoll wäre, hier oder dort zu unterschreiben. Ich kann aber auch gar nicht schreiben, weil ich vergessen habe, wie es geht. Mit der Hand.

In diesem Moment kann man jedenfalls nicht wirklich sinnieren, alle reden auf mich ein, sie sagen, sie wüssten was gut für mich sei. Sie kennen mich doch aber gar nicht, wie können sie da wissen, was gut für mich ist? Ich weiß ja nicht mal selbst, was gut für mich ist. Wo soll ich unterschreiben oder könnte man sagen, es wäre besser, gar nirgendwo zu unterschreiben? Ich weiß es nicht, aber in diesem Moment hat man eben keine ruhige Sekunde. Sekunde mal, ich komm gleich wieder. Dann gehe ich auf den Deich und laufe stundenlang herum, ohne Ziel. Wenn ich wiederkomme, weiß ich immer noch nicht mehr als vorher, ich weiß nur, ich unterschreibe nicht einfach so.

Sie stehen trotzdem manchmal da, in ihren dunklen Anzügen, gesichtslos, und oft. Am Morgen.

4 Kommentare

  1. „Sie stehen trotzdem manchmal da, in ihren dunklen Anzügen, gesichtslos, ..“
    Trainer *stirninfaltenleg* – sind das wirklich Spielervermittler?

  2. Möglicherweise sind es Ameisen.

  3. Nicht schlimm –
    andere sehen weiße Mäuse oder rosa Elefanten

  4. Die Matrix-Agenten – cool, eiskalt – unlebendig. Sie halten sich in jedem VIP-Bereich auf, hüpfen von Tisch zu Tisch und haben einen VHS-Smalltalk-Kurs hinter sich…



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