Aus der noch zu eröffnenden Rubrik: „Dumm und dümmer“

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Oder auch: „Was Christoph Daum, Giovanni Trappatoni Trapattoni und ‚Hertha BSC Amateure‘ gemein haben.“

Ist sicher allen von damals noch bekannt, darf aber nicht untergehen im Rauschen des Nachrichten-Overflamenco:

„Das Spiel wurde auf Grund des Wettskandals wiederholt. Die erste Partie endete 2:1 für Hertha (A). Die Spielwiederholung wird für Hertha (A) wegen Einsatzes von 4 Lizenzspielern über 24 mit 0:2 als verloren gewertet.“

Quelle (nicht das Versandhaus).

9 Kommentare

  1. Jaja, irgendwie kommt für die Berliner z.Zt. alles zam

  2. Was mich überrascht ist die Aufstellung, gar nicht so schlecht und fast alles bekannte Namen. Und die Zahl der Spieler die davon noch bei der Hertha sind und sie verstärken könnten: 1. Und dieser schwächt sie eher…

  3. Zeit für ein wenig Eigenwerbung, denn über die Nummer hatten wir damals schon gut gelacht:

    „Ganz lustig fände ich einen Abstieg von Hertha BSC, besonders, wenn denen am Ende drei oder weniger Punkte zum Klassenerhalt fehlen sollten. Die hatten sie nämlich durch die Wiederholung des manipulierten Spiels vom dritten Spieltag gegen Bielefeld eigentlich schon sicher, da sie die Ostwestfalen 6:0 putzten, wobei ein unbekannter Amateur namens Artur Wichniarek vier Treffer erzielte. Da die Herthaner jedoch drei weitere unbekannte Amateure aus dem Profi-Kader auf dem Platz hatten, die allesamt über 24 Jahre alt waren, verstießen sie damit gegen die entsprechende DFB-Regelung und bekamen die Punkte wieder abgezogen (Bielefeld bekam sie übrigens nicht zugesprochen, weil sie nicht protestiert hatten, ein deutliches Zeichen, dass die zu grün für die Regionalliga sind; hier muss der Einspruch gegen die Spielwertung vorsichtshalber bereits beim Anpfiff sicher in der Brusttasche des zuständigen Funktionärs stecken). Und wenn Berlin absteigen muss, weil sie noch nicht einmal regelkonform unfair aufstellen können, dann würde mich das schon erheitern.“

    http://www.janus-kleine-welt.de/berichte/81.htm

  4. Apropos „Wettskandal“ *hust*:

    Liebe Schwarmintelligenz, in den Zeitungen von gestern findet sich (variiert) folgender Teil eines Stücks dpa:

    Sowohl der Kroate als auch der Fußballprofi aus Osteuropa tauchten bereits in einem anderen Ermittlungsverfahren einer süddeutschen Staatsanwaltschaft aus dem Jahr 2006 auf, schreibt das [ehemalige] Nachrichtenmagazin. Damals wurde gegen den Kroaten wegen des Verdachts der «Bildung einer kriminellen Vereinigung» und des «gewerbsmäßigen Bandenbetrugs» ermittelt. Es habe der Verdacht bestanden, dass Spiele im deutschen Profifußball manipuliert und auf den Ausgang der Partien hohe Wetten platziert werden.

    Ins Visier der Ermittler war neben dem auch jetzt verdächtigen Profi aus Osteuropa damals ein weiterer Spieler geraten, der noch heute bei einem deutschen Erstligisten unter Vertrag stehen soll: Laut «Spiegel» handelt es sich um einen «Mittelfeldmann vom Balkan».

    Dann mal los: welche Mittelfeld-Spieler „vom Balkan“ spielen von 2006 bis 2009 in der Bundesliga?

  5. Wenn man zugrunde legt, dass die Spieler bei fussballdaten.de alle im richtigen Mannschaftsteil einsortiert sind und der Betreffende vor allem in diesem Jahr eben auch im Mittelfeld spielt, wenn man weiterhin zugrunde legt, dass der Balkan diese Grenzen besitzt, dann kommen erstaunlich wenige Spieler in Frage, immer berücksichtigend, dass die Daten von fussballdaten.de fehlerhaft sein können (und ich ebenso gearbeitet haben könnte):

    Altin Lala (Hannover 96)
    Zlatan Bajramovic (Eintracht Frankfurt)
    Ivica Banovic (SC Freiburg)
    Sejad Salihovic (TSG Hoffenheim)
    Milorad Pekovic (FSV Mainz)
    Zvjezdan Misimovic (VfL Wolfsburg)
    Jurica Vranjes (Werder Bremen)

    Macht 7. Wer mehr weiß: gerne, bitte (siehe oben rechts auf dieser Seite). Angegeben ist der aktuelle Verein.

    Ahja, und da ist auch schon mein erster Fehler. Der europäische Teil der Türkei zählt also auch zum Balkan. Dann möchte ich ergänzen:

    Nuri Sahin
    Hamit Altintop
    Halil Altintop
    Yildiray Bastürk

    Wobei ich a) nicht weiß, aus welchem Teil der Türkei deren Familien stammen, b) nicht weiß, wie gut die Polizei die Grenzen des Balkan kennt und c) nicht weiß, ob in Deutschland Geborene überhaupt dazu zählen.

    Balkanesisch sind diese letzten vier ja in unserem Sprachgebrauch eher nicht, blieben also sieben. Wenn man weiterhin annähme, dass in Deutschland geborene balkanstämmige Spieler rausfielen (Zvjezdan Misimovic, München; Zlatan Bajramovic, Hamburg) oder in Deutschland Aufgewachsene (Sejad Salihovic; Berlin), dann blieben am Ende über (wobei es für diese Annahme keinen Grund gibt):

    Altin Lala (Hannover 96)
    Ivica Banovic (SC Freiburg)
    Milorad Pekovic (FSV Mainz)
    Jurica Vranjes (Werder Bremen)

    Nicht so viele.

  6. [Gerade eine kleine Abhandlung zum Thema „Balkan – im deutschen Sprachgebrauch nur Ex-Jugosslawien und Albanien“ nach etwas herumlesen gelöscht. Wieder was gelernt.]

    Ich glaube nicht daran, dass jemand türkische Mitbürger unter „vom Balkan“ fassen würde: „Türke“ klingt doch auch schon schön, nunja, griffig. Auch bei Griechen kann ich mir das eher schwer vorstellen.

    Was ich mir hingegen super vorstellen kann, das sind Menschen, in Deutschland geboren und mit deutscher Staatsbürgerschaft, aber sagen wir kroatischen Eltern, die von irgendeinem Sprecher einer „süddeutschen Staatsanwaltschaft“ auf diese angebliche Herkunft reduziert werden und vom ehemaligen Nachrichtenmagazin dann unter „vom Balkan“ verschlagwortet. Die würde ich also nicht ausnehmen.

    Banovic, Salihovic und Pekovic haben nicht durchgehend in der Bundesliga gespielt, sondern zwischendurch auch mal in der zweiten bis dritten Liga. Aber auch da ist natürlich fraglich, ob man so an der Formulierung „noch heute“ kleben sollte.

    Das ganze wird natürlich weniger spannend, wenn man noch weniger auf die Reinheit des Textes gibt, und „bei einem Erstligisten unter Vertrag“ auch auf reine Spieler aus den zweiten Mannschaften erweitert.

  7. @Trainer: Das könnte man mal in Toni’s Balkan Hütte (nur echt mit Apostroph) genauer eruieren – Versager!

  8. Da soll nochmal einer sagen, Artur Wichniarek hätte eine unterirdische Quote bei der Hertha,

  9. Ebenfalls in die Rubrik „Dumm und dümmer“ gehört übrigens dieser blöde Trainer Baade, der sich einfach die Schreibweise des Namens dieses italienischen Trainers nicht merken kann, weil die italienische Rechtschreibung anscheinend anderen Regeln folgt als die deutsche.

    Trapattoni.

    Nicht Trappatoni.



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