Der Traum ist vorbei

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Heute morgen, bevor ich aufwachte, ging ich wie jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit in die immer gleiche Bäckerei. Manche meinen sogar, es sei die immer selbe, das weiß heutzutage aber nur noch ein Germanistikstudent. Normal Sterbliche wie ich wissen so etwas nicht mehr.

In dieser Bäckerei begrüßt mich jedes Mal eine äußerst fröhlich gelaunte Frau mit berlinerischem Akzent, welcher bei mir im Gegensatz zu den meisten anderen Mitgliedern meiner Peergroup ein wohliges Gefühl auslöst. Ich bestelle immer dasselbe Brötchen, ha, natürlich immer das gleiche Brötchen und führe es mir dann auf dem restlichen Weg zur Arbeit ein. Diese Routine beim Brötchenkauf hat den Vorteil, dass ich immer noch weiterschlafen kann und erst kurz vorm Öffnen der Bürotür wirklich aufwachen muss. So ist es sonst immer.

Heute war das anders. Urplötzlich wachte ich in der Bäckerei schon auf. Ein lautes Konzert aus überhaupt nicht zusammenpassenden, grellen Farben in der ansonsten schmucklos eingerichteten Bäckerei riß mich aus meinen Träumen. Überall funkelte und blitzte es und schrie mich an: Farben, Farben, Farben! Ob im Schaufenster, ob auf der Theke, am Getränkekühlschrank oder an der Decke.

Schwarz-Rot-Gold. Die ganze Bäckerei komplett versaut. Ich dachte schon, ich wäre geschlafwandelt und in einem anderen Land aufgewacht, in Holland oder Frankreich zum Beispiel. Dem war nicht so. Dass man eine Bäckerei mitten in Deutschland so verunstaltet, hab ich noch nicht erlebt. Wahrscheinlich droht jetzt dasselbe an den wenigen anderen Orten, die ich regelmäßig aufsuche: mein Klo, das Kulturzentrum gegenüber, U-Bahn-Station vor der Tür, Fußballplatz.

7 Kommentare

  1. Im WM-Endspiel 1974 gegen die Niederlande verwandelte er einen Elfmeter zum 1:1-Ausgleich, der die Wende zugunsten der deutschen Mannschaft brachte. Acht Jahre später schoss er im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 gegen Italien den einzigen deutschen Treffer. Breitner ist damit der einzige deutsche Spieler, der in mehr als einem WM-Endspiel das Runde ins Eckige befördert hat. Weltweit ist dies bis dato außerdem nur den beiden Brasilianern Pelé und Vava gelungen.

    Breitner trat auch als Schauspieler in dem Film Potato-Fritz (1976) und als Kolumnist für die Bild-Zeitung auf.

  2. Solang Dir die Bäckerin keine SRG-HawaiiKette um den Hals legt,
    oder Du zum Geburtstag SRG-Socken/-Krawatten/-Klopapier bekommst,
    wirst Du Dich wohl kaum an diese schönen Farben gewöhnen – Schade!

  3. 1. Beweisfotos
    2. Schwarz-Rot-Gold = schön -> besonders in verbindung mit dem bundesadler

  4. Hier der Kommentar vom Germanistikstudent: Du kannst beides sagen. Im ersten Fall „die immer gleiche Bäckerei“ bezieht sich das auf das Aussehen der Bäckerei, welche immer gleich aussieht. Im zweiten Fall „die immer selbe“ bedeutet das, dass du immer in dieselbe Bäckerei gehst, also in denselben Laden, an derselben Straße…

    (Aber wahrscheinlich weißt du das und hast das bewusst so geschrieben, wie du es geschrieben hast. Naja…)

    Aber „Normal Sterbliche“ bitte zusammenschreiben!!!

    (und jetzt tschüss, weil genug geklugscheißert!!!)

  5. Und hier der Kommentar vom real Klugscheißer:

    „der Kommentar vom Germanistikstudenten“, sollte es wohl heißen… oder?

  6. Warum nicht mal ein Genitiv?

  7. Da wurde ich doch im Klugscheißen übertroffen! Unverschämtheit!!! ;-))



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