Der wohlig warme Mantel der Megalomanie

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Dieser schöne Moment, in welchem man auf dem Platz steht, nach vielen Zweikämpfen und Stürzen, Pressschlägen und Pferdeküssen mal wieder einen seiner vorzüglichen Pässe geschlagen hat, und für einige Sekunden in der Gedankenwolke schwebt, dass die eigenen fußballerischen Fähigkeiten tatsächlich etwas Außergewöhnliches seien, weil der Fuß nach diesem Pass wohlig warm zu werden beginnt, ganz so als verfügte man über eine magische Kraft in ihm, die noch jeden Ball genau so platziert, wie es nur die Begnadetsten unter den Fußballspielenden beherrschen. Die Wärme breitet sich aus und man schwelgt ein wenig darin, dass auch übernatürliche Kräfte endlich erkannt haben, welches Genie in einem schlummert, hielte sie nur an, diese wohlig warme Superfähigkeit, man würde nie wieder ein Spiel verlieren. Eine verlockende Aussicht, nicht zu vergessen der Ruhm, den dieser ubertalentierte, göttlich gesegnete, extrem zielgenaue, pulsierende Fuß bewirken würde.

Pulsierend?

Ein schöner Moment, bis man bemerkt, dass einer der Zehen gerade den Schuh voller Blut laufen lässt und man möglichst schnell aus diesen Socken herauskommen sollte.



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