Die überflüssigste Phrase der Woche

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Ich kann es wirklich nicht mehr hören:

„Wenn Du ein besser dotiertes Jobangebot bekommst, dann wechselst Du auch. So machen wir es doch alle.“

So ein Quatsch, so ein völliger Blödsinn. Nein, ich wechsele nur dann, wenn ich weiß, dass ich mich beim nächsten Arbeitgeber verbessere, was Gehalt und Arbeitsanforderungen, soziale Atmosphäre, weitere Rahmenbedingungen, Erfolgsmöglichkeiten sowie Wertschätzung meiner Leistung angeht. Ich wechsele nicht einfach, nur weil ich mehr Kohle bekomme.

Und wie viele Leute kennt jeder, die seit Jahren im gleichen Job sind, nur weil sie zu faul sind, sich aus ihrem Trott herauszubewegen? Weil sie keinen Bock haben auf Veränderung oder weil sie den Spatz in der Hand zu schätzen wissen? Abgesehen davon, dass man offensichtlich eine gewisse Portion Ehrgeiz besitzen muss, die vielen Leuten fehlt, wenn man ständig wechseln will, ist es doch ein natürliches Verhalten, das Risiko des Ungewissen zu scheuen.

Nein, ich wechsele nicht, einfach nur weil jemand anders mehr zahlt.

Wenn dann aber jemand aus diesem Grund wechselte, fände ich es genauso wenig verurteilenswert wie dass er da bliebe.

2 Kommentare

  1. Ich glaube das gilt nur für „normale“ Gehälter. Wenn ich im Millionenbereich verdiente, wären mir die Arbeitsbedingungen auch relativ egal. Ich muss ja nicht lange dableiben ;-)

  2. Gerade im Fussball-Geschäft spielen ja noch andere Faktoren mit hinein. Sieht ein Spieler – wie beispielsweise Miro Klose momentan – so langsam dem Herbst seiner Karriere entgegen, verstehe ich durchaus den Wunsch, noch mal bei einem der ganz „großen“ Vereine zu spielen. Fussball baut halt neben dem Geld auch auf dem „Mythos“. Warum jedoch anscheinend alle Bundesligaapieler nur dem FC Bayern das Prädikat „großer Verein“ zubilligen und folglich bei Angeboten aus München in Versuchung geraten, bleibt mir ein kleines Rätzel.



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