Dill an Stadion

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Das Lieblingsstadion des Architekten des Züricher EM-Stadions, Consolascio, der im Interview mit der taz u. a. Folgendes kund tut:

„Unser Stadion legt dafür mehr Wert auf eine offene Struktur. Offen für die Bevölkerung, die hier täglich von sieben Uhr bis Mitternacht von jeder Ecke aus in das Stadion reingehen, flanieren und Sport treiben kann. Man kann sich in der Woche auch einfach auf die Tribüne setzen, picknicken und den Sonnenuntergang genießen. Es ist sogar möglich, über eine kleine Rampe das Stadion zu durchschreiten, wenn man auf die andere Seite des Quartiers will.“

Auf Schalke muss man Eintritt bezahlen, wenn man an einer Führung mit festgelegter Dauer teilnehmen will, in Zürich versteht der Mann sein Stadion als — jederzeit — offenen Teil der Stadt. Begrüßenswert, nicht nur unter dem Aspekt, wer den Bau eines solchen Stadions in letzter Konsequenz eigentlich bezahlt hat, sondern auch unter dem Aspekt, dass wir alle doch immer davon träumen, wenigstens einmal im Stadion unseres Lieblingsvereins ein Tor zu schießen. So wird es möglich.

Das komplette Panorama der Stadt Guianio inklusive Stadion sollte man übrigens nicht verpassen, auch, um seine eigenen Klischees vom schönen Brasilien ein bisschen geradezurücken.

6 Kommentare

  1. Trainer, du willst doch nicht die Playmobil-Stadien in Österreich und der Schweiz mit den Arenen der Bundesligisten vergleichen, oder? Stadien dieser Kategorie sind auch überall in Deutschland frei zugänglich. Allein schon, weil sich die dort spielenden Zweit- und Drittligisten den notwendigen Sicherungs-Apparat nicht leisten wollen oder können.
    Offenbar hast du dir eine geführte Besichtigung einer modernen Multifunktions-Arena noch nicht gegönnt. Die gibt es übrigens nicht nur auf Schalke, sondern auch anderswo. In München soll man wohl selbst Eintritt dafür zahlen müssen, die frei zugänglichen Ränge unter der Woche ohne Führung zu betreten.
    Zurück zu Schalke: Ich habe dort vor gut 2 Jahren eine Führung mitgemacht, für die wir als Gruppe die doppelte Zeit gebucht hatten, weil wir in Ruhe fotografieren wollten. Das war ein sehr beeindruckendes Erlebnis mit Einblicken, die man als normaler Besucher nicht bekommen kann. Von den riesigen Bier-Tanks, über VIP-Bereich, Logen und Sprecherkabine bis hin zu Kellergewölben und der Stadion-Kapelle haben wir alles gesehen. Selbstverständlich gab es auch einen Blick in die Kabinen, die allerdings noch unter den Auswirkungen des Vorabends litten: http://fotos.zander.info/details.php?image_id=159
    Du solltest dir das mal ansehen. Schlag einen Termin vor, ich komm dann noch mal mit.

  2. Ob man wirklich den Rasen betreten darf? Das mag ich ja fast bezweifeln. Nicht auszudenken, wie viele Kinder und junggebliebene Herren dann über das Grün grätschen… da müssten die Schweizer Nachbarn ja jeden Monat einen neuen Rasen säen… wer soll das dann noch am Ende bezahlen… ;)

  3. Stadt und Stadion sind als einer der Veranstaltungsorte der WM 2014 im Gespräch, sagt Wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/Goi%C3%A2nia). Dann würde man vielleicht auch etwas von dem Konzept erkennen können.

  4. Naja, bei der momentanen Jugendkriminalitätsrate muß man ja auch abschließen, wenn keiner da ist…

  5. Trainer, welches Klischee vom schönen Brasilien meinst Du denn? Ich glaube, zumindest im urbanen Kontext funktioniert so’n Klischee nur, wenn man noch nie was von den Favelas gehört hat.

  6. Lieber ein Stadion mit Seele, als eine Arena mit vielen Sitzplätzen. Die Arenen die bei Euch in Deutschland stehen, da bekomm ich Bauchweh… beim Millerntor & Co da frohlockt aber das Fußballer-Herz!



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