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Schlagwort: Brasilien

Beste ausländische Torschützen der Bundesliga

Wer in die Ewige Torschützenliste der Bundesliga blickt, wird feststellen, dass sich in den obersten Rängen immer noch nur ganz wenige Ausländer befinden. Das wird sich im Laufe der Jahre sicher noch weiter verändern, da die Auswirkungen der völligen Öffnung für europäische Spieler erst langsam zum Tragen kommen. Und normalerweise bleiben Spieler eines Kalibers wie Claudio Pizarro oder Robert Lewandowski auch eher selten einen Großteil ihrer Karriere in der Bundesliga, wenn sie doch wegen ihrer großen Qualität meist auch Angebote aus anderen europäischen Ländern erhalten.

Hier lohnt der aktuelle Blick auf die besten ausländischen Torjäger der Bundesliga aber dennoch, da sich da gerade wegen jenes Robert Lewandowski zuletzt einiges getan hat. Insgesamt ist er inzwischen sogar mittlerweile auf Rang 3 der Ewigen Torjägerliste vorgedrungen. Und falls er noch ein, zwei Saisons so weitertrifft wie zuletzt, überholt er auch noch den früheren Bayern-Trainer, Jupp Heynckes, der zurzeit noch an Rang 2 hinter dem wohl uneinholbaren Gerd Müller liegt. Außerdem war er in den letzten Jahren ingesamt fünf mal und zuletzt dreimal in Folge Torschützenkönig der Bundesliga. Da lohnt es sich wirklich, gegenwärtig zu überlegen, ob man nicht mal eine Wette auf ihn als Torschützenkönig der kommenden Saison wagen sollte. Nun aber der Blick auf all jene, welche in der gesamten Historie die meisten Tore in der Bundesliga erzielten, ohne dass sie fußballerisch gesehen Inländer waren oder sind.

Beste ausländische Torjäger der Bundesliga

Spieler Nation Clubs Tore
Robert Lewandowski Polen Borussia Dortmund, FC Bayern München 236
Claudio Pizarro Peru Werder Bremen, FC Bayern München, 1. FC Köln 197
Giovane Elber Brasilien VfB Stuttgart, FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach 133
Vedad Ibisevic Serbien Alemannia Aachen, TSG Hoffenheim, VfB Stuttgart, Hertha BSC, FC Schalke 04 127
Ailton Brasilien Werder Bremen, FC Schalke 04, Hamburger SV, MSV Duisburg 106
Arjen Robben Niederlande FC Bayern München 99
Pierre-Emerick Aubameyang Gabun Borussia Dortmund 98
Bum-Kun Cha Südkorea Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen 98
Anthony Yeboah Ghana Eintracht Frankfurt, Hamburger SV 96
Sergej Barbarez Bosnien Hansa Rostock, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund 95

Stand 1. September 2020.

Laut den Anbietern auf bestenwettseiten.de schaffte es nur ein Spieler aus den Niederlanden in die Top 10, Arjen Robben , obwohl die Niederländer und die Österreicher sehr früh einen großen Teil des Ausländerkontingents ausmachten Die Bundesliga wurde gegründet. Die besten Stürmer gingen damals wahrscheinlich nach Italien, jetzt nach England und Spanien. Das heißt nicht, dass Arjen Robben kein guter Stürmer war, aber er kam auch erst in die Bundesliga, als er sich nicht dauerhaft in England und Spanien etablieren konnte.

Die Nationalitäten dieser Top-Torjäger

Ebenfalls ein wenig erstaunlich, dass es nur zwei Brasilianer in die Top10 geschafft haben: Giovane Elber und Ailton. Dabei kauft man doch schon lang aus jenem Land ein, in dem vermeintlich das Reservoir an Topspielern unendlich ist. Dafür holt dann ein anderer Südamerikaner die Kohle für diesen Kontinent aus dem Feuer: Claudio Pizarro, immerhin auf Rang 6 der Gesamt-Torjägerliste der Bundesliga und unter den Ausländern auf Platz 2, gerade erst überholt worden von Robert Lewandowski, der zuletzt 34 Tore erzielte.

Anders als Robert Lewandowski wurde Pizarro allerdings nie Torschützenkönig. Etwas, was Giovane Elber (2003) hingegen gelangt. Ebenso Pierre-Emerick Aubameyang (2017), Ailton (2004) und Sergej Barbarez (2001) sowie Anthony Yeboah gleich zweimal, 1993 und 1994.

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Alle Gewinner des Goldenen Balls bei U20-WM

Aktuell steht die 22. Ausgabe der U20-Weltmeisterschaft an, die 1977 zum ersten Mal ausgetragen wurde und seitdem alle zwei Jahre stattfindet. Natürlich ist immer am wichtigsten, welche Nation die U20-WM gewinnt. In den jeweiligen Ländern erregt dies aber bei Weitem nicht so viel Aufsehen, wie ein vergleichbarer Titel bei den Senioren. Wichtig ist aber auch immer, für die Spieler selbst, sich auf dieser Weltbühne zu präsentieren. Im Mai und Juni 2019 dürfen das jeweils 23 Spieler in den Kadern der 24 teilnehmenden Verbände in Polen tun – und am Ende werden auch noch weitere Auszeichnungen vergeben als alleine der Titel des Weltmeisters.

Den „Goldenen Ball“ erhält der beste Spieler des Turniers, der von einer Jury der FIFA bestimmt wird. Damit ist nicht der beste Torschütze gemeint, dieser erhält den Goldenen Schuh eines jeweiligen Turniers. Der Goldene Ball geht auch durchaus mal an nicht ganz so offensiv tätige Spieler, auch wenn das natürlich die Regel ist, wie die folgende Übersicht zeigen wird.

Alle Sieger des Goldenen Balls in einer Liste

Jahr Sieger Nation
1977 Wladimir Bessanow UdSSR
1979 Diego Maradona Argentinien
1981 Romulus Gabor Rumänien
1983 Geovani Brasilien
1985 Paulo Silas Brasilien
1987 Robert Prosinecki Jugoslawien
1989 Bismarck Brasilien
1991 Emilio Peixe Portugal
1993 Adriano Silva Brasilien
1995 Caio Ribeiro Decoussau Brasilien
1997 Nicolas Olivera Uruguay
1999 Seydou Keita Mali
2001 Javier Saviola Argentinien
2003 Ismail Matar VAE
2005 Lionel Messi Argentinien
2007 Sergio Aguero Argentinien
2009 Dominic Adiyiah Ghana
2011 Henrique Brasilien
2013 Paul Pogba Frankreich
2015 Adama Traore Mali
2017 Dominic Solanke England
2019

Äußerst namhafte Spieler finden sich in dieser Liste und da wäre Lionel Messi natürlich der herausragendste, der gleich darauf von Sergio Aguero gefolgt wurde. Doch wer etwas älter ist, wird auch über den Namen Diego Maradona stolpern, „el pibe de oro“, der „Goldjunge“, der damals schon als echtes Wunderkind galt und dieser Einschätzung beim zweiten Turnier 1979 wohl sehr gerecht wurde, dass er auch den Goldenen Ball erhielt. Und so darf es nicht erstaunen, dass sowohl Diego Maradona als auch Lionel Messi die jeweilige Ausgabe der U20-WM mit Argentinien auch gewinnen konnten.

Wie überhaupt Argentinien Rekordweltmeister bei diesem U20-Turnier ist. Allerdings stellt das Land nicht die meisten Sieger der Wertung zum „Goldenen Ball“, das erreichte Brasilien. Darunter ebenso namhafte Spieler wie Adriano Silva, aber auch weniger bekannte. Insgesamt siegten 6 Brasilianer und 4 Argentinier.

Was die jeweilige Ausgabe der U20-WM für Fußballfans so interessant macht, ist aber nicht allein die Frage nach dem Weltmeister oder dem besten Torschützen oder Spieler. Jede einzelne Partie bietet viele Möglichkeiten bei einem der vielen Sportwettenanbieter eine Wette auf den Ausgang dieser oft schwer einzuschätzenden Duelle zu platzieren. Das mag vielleicht nicht ganz so positiv klingen, tatsächlich sind bei diesen Juniorenturnieren aber Außenseitersiege in einzelnen Partien viel wahrscheinlicher als bei den Senioren. Und deshalb sollte man sowohl die aktuelle U20-WM in Polen im Blickfeld haben, als auch alle nachfolgenden Ausgaben. Selbst wenn man nicht als Scout auf der Suche nach dem nächsten Toptalent im Weltfußball ist, sondern einfach ein wenig Spaß mit sehenswertem Fußball haben möchte, der nicht immer ganz so leicht vorhersagbar ist. Und die Sommerpause zu füllen, in der der Fußball ansonsten ruht, dafür eignet sich solch eine U20-WM natürlich ebenso gut.

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Zahl der Teams pro Ausrüster der WM 2002 bis 2018

Die WM 2018 steht vor der Tür. Das heißt auch wieder: 32 Teams werden nicht nur um den WM-Titel kämpfen, sondern auch jeweils mit einem Logo eines Ausrüsters auf der Brust Werbung für diesen machen. Zweieinhalb große Ausrüster gibt es im Fußball, zwei davon wurden zumindest in Deutschland gegründet und werden zumindest hierzulande auch weiterhin als deutsche Unternehmen wahrgenommen, auch wenn sich die – international geprägten – Besitzverhältnisse dort ständig ändern. Die Rede ist natürlich von Adidas und Puma, die auch noch von zwei später verfeindeten Brüdern gegründet wurden und somit beide aus derselben kleinen Stadt stammen. Aus Herzogenaurach bei Nürnberg. Der dritte der großen Player bei den Ausrüstern im Fußball ist der amerikanische Hersteller Nike.

Adidas meistens Sieger – aber nicht immer

Richtig interessant wurde es im Fußball trotz der jahrzehntelangen Ko-Existenz von Adidas und Puma in dieser Angelegenheit ohnehin erst, seit es diesen Markt für die Trikots (und Hosen und Stutzen) der Nationalmannschaften gibt, auf dem jeder Fan sich ein solches Trikot kaufen kann. Das begann erst irgendwann in den frühen 1990er Jahren. Deshalb soll unser Blick auf die jeweils pro Ausrüster ausgestatteten, an einer WM teilnehmenden Teams auch erst in diesem Jahrhundert anfangen, also mit der WM 2002. Interessant ist in jedem Fall, zu sehen, wie sehr sich die Anteile auch innerhalb der großen Zweieinhalb verschieben, selbst Puma stellte einmal den Löwenanteil der WM-Teilnehmer. Zudem gibt es einige Teams, die stets mit einem festen „Exoten“ unter den Ausrüstern auflaufen. So wird Costa Rica seit Jahr und Tag von Joma ausgestattet und Dänemark von der einheimischen, eigentlich im Handball beheimateten, Marke Hummel. Dazu schwört Slowenien auf Uhlsport und Umbro rüstet eigentlich immer die Teams von den Britischen Inseln aus. Ansonsten aber verschiebt sich doch sehr viel im Laufe der Jahre.

 

Teams pro Ausrüster bei der WM 2002

Adidas ist bei unserer ersten Bestandsaufnahme Sieger, wenn auch recht knapp vor Nike. Das Turnier mit den meisten Exoten unter den Ausrüstern, wobei gerade Atletica und L-Sporto hierzulande wohl noch nie jemand gehört haben dürfte. Nicht allzu verwunderlich, statteten sie doch beide Teams aus Lateinamerika aus. Puma ist bei dieser erstmals in zwei Ländern ausgetragenen WM ziemlich schwach vertreten, doch das sollte sich rasch ändern.

Teams

Ausrüster

10

Adidas

8

Nike

4

Puma

2

Umbro

1

Hummel

1

Kappa

1

Uhlsport

1

Marathon

1

Joma

1

Atletica

1

Le coq sportif

1

L-Sporto

Teams pro Ausrüster bei der WM 2006

Bei der WM in Deutschland fiel Adidas auf den dritten Rang sogar hinter Nike zurück. Sieger bei dieser Heim-WM war dann Puma, mit nicht weniger als 12 Teams, die den im Sprung befindlichen Puma auf ihrem Trikot trugen. Toller Effekt für Puma: Erstmals trug mit der Nationalmannschaft von Italien auch der Weltmeister Puma als Ausrüster.

Teams

Ausrüster

12

Puma

8

Nike

6

Adidas

2

Umbro

2

Lotto

1

Marathon

1

Joma

 

Nur vier Jahre später hatte sich wieder die alte Rangordnung hergestellt. Adidas als Platzhirsch knapp vor Nike, dahinter dann Puma, gefolgt wiederum von einigen Exoten. Brooks dürfte ebenso unbekannt gewesen und auch heute noch sein wie zuvor L-Sporto. Das ändert sich offenbar nicht durch die Teilnahme an nur einer WM als Ausrüster.

Teams

Ausrüster

12

Adidas

9

Nike

7

Puma

1

Brooks

1

Legea

1

Umbro

1

Joma

Teams pro Ausrüster bei der WM 2014

Erneut dieselbe Rangordnung mit allerdings sehr engen Verhältnissen. Jeweils nur ein Team unterschied die beiden Top-Drei Ausrüster, wobei Adidas diesmal in doppelter Hinsicht der lachende Sieger war: die meisten Teams gestellt und auch das Trikot des Weltmeisters produziert, der da bekanntlich Deutschland hieß. Burrda war mehr oder wenig einmalig der Ausrüster von Belgien, die anderen kleineren Ausrüster dürfte man kennen.

Teams

Ausrüster

10

Adidas

9

Nike

8

Puma

1

Lotto

1

Burrda

1

Marathon

1

Uhlsport

1

Joma

Teams pro Ausrüster bei der WM 2018

Hier ist natürlich noch nicht klar, welcher Ausrüster schließlich den Weltmeister stellen wird. Ist es wieder Adidas mit Deutschland oder Spanien? Eher Nike mit Brasilien? Oder vielleicht ausnahmsweise mal Umbro mit England? Die Rangordung ist jedenfalls erneut die standardmäßige, wobei Puma viel Pech hatte mit den Teams, die es ausrüstet, allen voran mit dem sonst immer qualifizierten vierfachen Weltmeister Italien, der in der Qualifikation in den Playoffs an Italien scheiterte. Errea freut sich als Ausrüster von Island über deren erstmalige Teilnahme an einer WM, mit Dänemark kehrt auch Hummel in den Kreis der WM-Ausrüster zurück. Neu in diesem Kreis ist „New Balance“, das zum ersten Mal als Ausrüster Teams an einer WM hat.

Teams

Ausrüster

12

Adidas

10

Nike

4

Puma

2

New Balance

1

Errea

1

Hummel

1

Uhlsport

1

Umbro

Natürlich weiß noch niemand, wer bei dieser WM 2018 den Titel davontragen wird. Sollte die deutsche Mannschaft gewinnen, wäre sie laut Süddeutscher Zeitung die erste seit Brasilien 1962, die ihren Titel verteidigt. Damit wäre sie auch die erste in der „Fußball-Neuzeit“, in der auch Teams außerhalb von Europa und Südamerika ernsthafte Konkurrenten geworden sind; zudem sich der Fußball rasant entwickelt hat und es viel schwieriger geworden ist, einen solchen Titel zu bestätigen. Wer einen Tipp darauf wagen will, welches Team nun tatsächlich Weltmeister werden will, kann das beim Anbieter Betway tun — und würde sich damit natürlich auch festlegen, welcher Ausrüster die WM „gewinnt“. Das kann man übrigens auch noch einmal als Überblick festhalten, für den Zeitraum, den wir hier ins Auge gefasst haben:

WM

Weltmeister

Ausrüster des Weltmeister

2002

Brasilien

Nike

2006

Italien

Puma

2010

Spanien

Adidas

2014

Deutschland

Adidas

2018

?

?

Man darf in jedem Fall gespannt sein, welcher Ausrüster sich bei der WM 2018 darüber freuen darf, das eines der von ihm ausgestatteten Teams den Titel holte.

 

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Live-Blog zur Gruppen-Auslosung der WM 2018 im Kreml

Gruppe A

A1 Sbornaja
A2 As-suqur al-hadra (Grüne Falken)
A3 Fara‘ina (Die Pharaonen)
A4 La Celeste

Gruppe B

B1 Seleção das Quinas
B2 La Furia Roja
B3 Lions de l‘Atlas
B4 Team Melli

Gruppe C

C1 Les Bleus
C2 Socceroos
C3 La Blanquirroja
C4 Danish Dynamite

Gruppe D

D1 Albiceleste
D2 Strákarnir okkar
D3 Vatreni
D4 Super Eagles

Gruppe E

E1 Seleção
E2 Nati
E3 Los Ticos
E4 Beli Orlovi

Gruppe F

F1 Mannschaft ohne Spitznamen
F2 El Tri
F3 Tre Kronor
F4 Taeguk Warriors

Gruppe G

G1 Rode Duivels/Diables Rouges
G2 Los Canaleros
G3 Les Aigles de Carthage
G4 Three Lions

Gruppe H

H1 Bialo-Czerwoni
H2 Les Lions de la Teranga
H3 Los Cafeteros
H4 Samurai Blue

[16.58] Das häufig vorhandene Losglück hat die Deutschen diesmal verlassen. Mexiko und Schweden sind schon eine Konstellation, an der man auch gut scheitern kann. Insofern stimmt das nicht, was unten steht: dass man ohnehin durchkommt. Aber mit Schweden und Mexiko konnte man ja nicht unbedingt rechnen (jedenfalls nicht in den ca. 57 durchgeführten Probeauslosungen). Dazu mit Südkorea ein Team, das immer mal für eine Abnutzungsschlacht gut ist – soweit jedenfalls das Klischee. Es hätte wirklich deutlich einfacher kommen können, zum Beispiel mit der Prognose Peru, Ägypten und eben Südkorea. Immerhin einen Treffer bei diesem Glücksspiel, würde man jetzt aber doch lieber gerne gegen Saudi-Arabien oder Iran tauschen. Geht aber nicht mehr. Die „deutsche“ Gruppe steht fest und könnte schon ein echtes Zähneausbeißen werden, zumal man zuerst gegen Mexiko und dann gegen Schweden spielt. Da könnte man auch gut und gerne bei nur 2 oder 3 Punkten stehen und hätte den Druck, gegen vielleicht noch weiterkommen könnende Südkoreaner (sofern bis dahin noch existent) gewinnen zu müssen. Natürlich sind ebenso 9 Punkte aus diesen drei Gruppenspielen möglich. Dennoch darf man vor allem eins nicht tun: diese Gegner unterschätzen, nur weil Mexiko ja „noch nie weit gekommen“ (Bela, meinte aber das Viertelfinale) ist oder Schweden sich gegen Italien 90 Minuten nur eingeigelt hat. Aber hier nimmt man es sportlich: besser so als eine Gruppe, bei der man schon vorher einschläft, weil es nur um die Höhe des Sieges geht. Spannend wird aber in jedem Fall, wer neben den Deutschen weiterkommt, sofern diese es doch schaffen, ihrer Favoritenrolle in 2,5 Spielen gerecht zu werden. Tippe da am ehesten auf Schweden, aber da spielt wohl vielleicht auch zu viel Sympathie mit rein.

[16.32] Das Prozedere wird erklärt. Dürfte dem hiesigen Publikum allseits bekannt sein. „The explanation is over“. Gut. Los geht’s schon. Jetzt kommt dann das Tableau nach oben.

[16.30] Jetzt kommt endlich Gary Lineker. Die 15 Minuten bislang waren zumindest alles andere als zäh. Das war früher schon mal schlimmer.

[16.26] Pelé erscheint doch nicht. Erster Lospate ist der Engländer Gordon Banks. Russland hat auch einen Lospaten, obwohl noch nie Weltmeister. 91 Jahre alt. Name nicht verstanden. Shame on me. Für Uruguay ist es Diego Forlan, für Argentinien Diego Maradona. „Sah auch schon mal frischer aus“, ätzt Bela. Dabei sieht Maradona eigentlich ganz gut aus. Für Frankreich kommt Laurent Blanc. Cafu für Brasilien. Carlos Puyol, immer noch ohne Frisur, erfrischend, für Spanien. Fabio Cannavaro, der einzige Italiener, der an der WM – in dieser Form als Lospate – teilnimmt.

[16.23] Bela erwähnt die PK heute morgen, bei der die Dopingvorwürfe zur Sprache kamen. Bela nennt den für das Doping verantwortlich gewesen seienden Witali Mutko zunächst Witali Klitschko. Das ist dieses Phänomen, dass Nachrichtensprecher auch Jahre nach dessen Demission immer noch von Bundeskanzler Kohl, äh Schröder sprachen. Einschlägige Berichterstattung zum Verlauf dieser PK gibt es bei Twitter.

Jetzt ein paar nette Jubilbilder von vorigen WM. Am Ende jubelt die deutsche Mannschaft.

Der Kommentator ist aber immer noch nicht Lineker, sondern ein anderen Mann. Begleitet von einer einigermaßen züchtig gekleideten Frau.

[16.21] Die acht Lospaten werden vorgestellt. Der erste ist Pele. Nicht Wollitz, der aus Brasilien. Die Musik wird melancholischer, aber wohl nicht wegen Pelé. Eher nimmt man wohl schon das Scheitern der Russen bei der WM vorweg. Jetzt geht es doch noch rund. Hat man vielleicht noch schnell was eingeworfen.

[16.19] Okay, jetzt wird doch noch ein bisschen Show gemacht. Russischer Volkstanz. Oder so. Jedenfalls immer noch besser als der Schuhplattler bei der Eröffnung der WM 2006. Was aber auch nicht schwierig ist. „Darf ich mal?“, fragt Bela, als er wohl glaubt, sein Mikro ausgeschaltet zu haben. Was will er wohl gedurft haben wollen?

[16.15] Immerhin verschont uns das ZDF mit dem Showteil. Geht direkt los mit „Miroslava Klose“, wie er auf Russisch von der Moderatorin genannt wird. Gefragt, „how did you like the show?“, antwortet Klose auf Deutsch. Hm. Okay, hat ja auch nie in England gespielt. Klose erwähnt auch das dreimalige Scheitern, 2002, 2006, 2010, was er ja als einziger (?) so erlebt hat, mit der Krönung 2014. Lahm kam doch erst später dazu, nicht wahr?

Außerdem gibt er zu, dass ihm auch sein Torrekord bei der WM tatsächlich etwas bedeutet. Leichten Einschlag ins Pfälzerische. Nach knapp einer Minute ist sein Auftritt aber schon wieder vorbei. Zu Kloses großer Erleichterung offenbar.

[Präludium] Auch wenn „Wetten, dass..?“ nicht mehr existiert: Es gibt sie noch, die Lagerfeuer-Momente in deutschen Landen. Natürlich dann, wenn WM oder EM ist und die Nationalmannschaft spielt – oder die Gruppen für ein solches Turnier ausgelost werden. Heute steht wieder die ganze Nation hinter den Live-Streams und wird den ersten schmerzhaften Moment schon vor Beginn der Auslosung hinnehmen müssen. Miroslav Klose, zur Zeit Trainerhospitant ohne Geschäftsfeld bei der DFB-Elf, wird in seiner Eigenschaft als Weltmeister von 2014 den WM-Pokal an den Ausrichter Russland übergeben. Weltmeister bleibt die deutsche Mannschaft zwar bis zum Abpfiff des Finals der WM 2018 im Olympiastadion Luschniki in Moskau. Den Pokal ist man aber schon mal los. (Wobei man den originalen ohnehin nie länger als ein paar Stunden besaß. Den kassiert die FIFA nach der Verleihung nämlich direkt wieder ein, der Sieger geht mit einem Duplikat nach Hause und foppt auf der Reise durch seine Dörfer und Landstriche mit Menschen darin diese und lässt sie im Glauben, sie sähen das Original.)

Moderieren wird der wohl schlagfertigste Ex-Profi am Twitter, Gary Lineker, dessen Bonmot von den 22 Männern und den 90 Minuten schon 1990 von dieser Schlagfertigkeit kündete. Etwas erstaunt sein darf man dennoch, dass dieser ansonsten kein Blatt vor den Mund nehmende kritische Geist sich vom russischen Fußball vereinnehmen lässt. Steht Russland doch in allen erdenklichen Sportarten unter scharfem Dopingverdacht, so auch im Fußball, wie man sich explizit hier noch mal vor Augen führen kann und auch sollte. Der Thread beginnt schon mit den Worten:

„Absurd, dass Gastgeber Russland dabei ist. Denn noch nie waren die Dopingindizien stärker gegen eine aktive Fußballmannschaft.“

Lineker, eingeladen als Torschützenkönig der WM 1986 und eben jener gewandte Moderator, der er inzwischen ist, wird es sich gut bezahlen lassen, und doch wirft seine Teilnahme einen Schatten auf diese Lichtgestalt der Fußballberichterstattung.

Apropos Schatten: Nichts anderes als das, schwarz nämlich, würden die TV-Zuschauer im Iran zu sehen bekommen, sollte Linekers russische Kollegin Maria Komandnaja aus Sicht der Zensoren des Staatsfernsehen im Iran zu unzüchtig gekleidet sein. Dann würde die Übertragung ausgesetzt, der Bildschirm schwarz. Wäre dies weltweit so, hätte man in Moskau genug Gelegenheit, dem trotz des vermeintlichen Dopings der Nationalmannschaft schwächelnden Team der Russen eine möglichst einfache Gruppe zuzuschanzen. Schließlich soll Russlands Nationalmannschaft nicht wie erstmals 2010 Südafrika als Gastgeber schon in der Vorrunde scheitern. Nicht zuletzt, da man im Eishockey-Land Russland ohnehin mangelnde WM-Begeisterung fürchtet. Im Land allgemein und auf den Rängen, die da doch recht leer bleiben könnten, wenn irgendwo in den Weiten Russlands kurz vor den Toren Sibiriens Neuling Panama gegen den Senegal antritt. Da eine solche Ausblendung des TV-Bildes aber nicht kommen wird, muss man zunächst mal annehmen, dass zumindest bei der Auslosung im Kreml alles mit rechten Dingen zugehen wird. Oder wie die SZ schrieb:

„Noch nie wird eine Entscheidung im Kreml so transparent gefallen sein wie diese WM-Auslosung.“

Hier wird diese Auslosung live begleitet, mit dem kleinen Extra-Service, das bei der Auflistung der insgesamt 8 Gruppen von A bis H direkt die Spitznamen der Nationalmannschaften eingetragen werden. Inzwischen ist so etwas ja eine Aufstellung, an der keine Zeitung online mehr vorbeikommt, die Spitznamen aller WM-Teilnehmer in einem eigenen Beitrag aufzulisten.

Hier schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und präsentiert die Auslosung live und liefert dazu gleich die jeweiligen Spitznamen der 31 Nationalmannschaften, die teilnehmen plus jene eine Mannschaft, welche keinen Spitznamen besitzt, die zufällig amtierender Weltmeister ist. Beim DFB mag man das anders sehen (und im Ausland leider auch), doch hier kann man auf derlei fromme Wünsche keine Rücksicht nehmen und bleibt bei der Realität.

Man darf natürlich gespannt sein, wie die Gruppen nun schließlich aussehen werden. Ohne einen Tipp für die Gruppe der Mannschaft ohne Spitznamen geht es natürlich auch hier nicht. Es wird nicht Gruppe H, welche die einzige wäre, welche eine Partie im ehemaligen Stalingrad nötig oder je nach Sichtweise möglich machte, sondern Gruppe D. Eine Partie im nur 500km von Berlin entfernten Kaliningrad ist übrigens schon vor der Auslosung ausgeschlossen, da die Mannschaft von Jogi Löw als Gruppenkopf gesetzt ist, in Kaliningrad aber keine Partie eines Gruppenkopfes vorgesehen ist.

Gegner in dieser, wie man ganz teutonozentristisch gerne formuliert, „deutschen“ Gruppe werden sein: Peru, Ägypten und Südkorea.

Das klänge immerhin doch ziemlich nach einer _Welt_meisterschaft. Sportlich stellt sich die Frage ohnehin nicht, ob die DFB-Elf die Vorrunde übersteht, selbst für den Fall, dass die „Furia Roja“ in ihre Gruppe gelost würde.

Wer selbst noch seinen Tipp abgeben will, kann das gerne noch in den Kommentaren tun, auch wenn anzunehmen ist, dass das alles längst bei Twitter geschehen ist.

(Anders als früher bei Live-Blogs üblich werden die weiteren Beiträge jetzt nicht oben angefügt werden, sondern hierunter.) Nee, doch oben. Während der Auslosung rutscht dann auch diese Auflistung hier nach oben:

Stand der Dinge bei der WM-Auslosung 2018

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Alle Fußballer des Jahres der Niederlande

Erstaunlich, dass der Blick auf die Liste der Fußballer des Jahres in den Niederlanden enthüllt, dass eine solche Wahl der erst seit Anfang der 1980er Jahre existiert, genauer gesagt seit 1982. In vielen anderen Ländern, in denen Fußball eine relevante Rolle spielt, wurden derartige Auszeichnungen eines einzelnen Spielers zum „Besten Spieler der Saison“ (oder eines Kalenderjahres) schon deutlich früher eingeführt. Doch sei es drum, man darf nicht vergessen, dass Holland im Prinzip erst mit dem Erscheinen von Johan Cruyff auf der Bildfläche zu einer echten Fußballnation wurde. Natürlich wurde Fußball schon viel länger gespielt, wie ein Blick auf die Liste der Meister in Holland verrät – nämlich mit einem ersten Meister schon im Jahr 1889. Doch mit der Einführung einer solchen Wahl zum „Fußballer des Jahres“ ließ man sich, obwohl die Eredivisie schon lange existierte, bis zum Jahr 1982 Zeit.

Genauer gesagt lief die Auszeichnung zunächst unter der Bezeichnung „golden schoen“, zu deutsch also „Goldener Schuh“. Diesen Namen trug sie bis ins Jahr 2005, ehe man dann auch zur zwar langweiligeren, aber eindeutigeren Formulierung „Nederlands voetballer van het jaar“ überging. Hier also die komplette Liste aller Spieler, samt Nationalität und jeweiligem Verein, die diese Ehrung in Holland zuteil wurde.

Hollands Fußballer des Jahres in einer Liste

Jahr Spieler Verein Nationalität
1982 Martin Haar HFC Haarlem Niederlande
1983 Piet Schrijvers Ajax Amsterdam Niederlande
1984 Johan Cruyff Feynoord Rotterdam Niederlande
1985 Frank Rijkaard Ajax Amsterdam Niederlande
1986 Ruud Gullit PSV Eindhoven Niederlande
1987 Frank Rijkaard Ajax Amsterdam Niederlande
1988 Gerald Vanenburg PSV Eindhoven Niederlande
1989 Gerald Vanenburg PSV Eindhoven Niederlande
1990 Edward Sturing Vitesse Arnheim Niederlande
1991 Henny Meijer FC Groningen Niederlande
1992 John Metgod Feynoord Rotterdam Niederlande
1993 Marc Overmars Ajax Amsterdam Niederlande
1994 Ed de Goey Feyenoord Rotterdam Niederlande
1995 Danny Blind Ajax Amsterdam Niederlande
1996 Danny Blind Ajax Amsterdam Niederlande
1997 Jaap Stam PSV Eindhoven Niederlande
1998 Edwin van der Sar Ajax Amsterdam Niederlande
1998/1999 Michael Mols FC Utrecht Niederlande
1999/2000 Jerzy Dudek Feyenoord Rotterdam Polen
2000/2001 Johann Vogel PSV Eindhoven Schweiz
2001/2002 Christian Chivu Ajax Amsterdam Rumänien
2002/2003 Dirk Kuyt FC Utrecht Niederlande
2003/2004 Maxwell Ajax Amsterdam Brasilien
2004/2005 Mark van Bommel PSV Eindhoven Niederlande
2006 Dirk Kuyt Feynoord Rotterdam Niederlande
2007 Alfonso Alves SC Heerenveen Brasilien
2008 Johnny Heitinga Ajax Amsterdam Niederlande
2009 Mouni El Hamdaoui AZ Alkmaar Marokko
2010 Luis Suarez Ajax Amsterdam Uruguay
2011 Theo Janssen FC Twente Enschede Niederlande
2012 Jan Verthongen Ajax Amsterdam Belgien
2013 Wilfried Bony Vitesse Arnheim Elfenbeinküste
2014 Daley Blind Ajax Amsterdam Niederlande
2015 Georginio Wijnaldum PSV Eindhoven Niederlande
2016 Davy Klaassen Ajax Amsterdam Niederlande
2017 Karim El Ahmadi Ajax Amsterdam Marokko

Erst mit den Veränderungen durch die Bosman-Regel Mitte der 1990er Jahre, als alle Ausländerbeschränkungen innerhalb Europas aufgehoben wurden, gab es den ersten „Fußballer des Jahres“ in den Niederlanden, der nicht aus dem eigenen Land stammte. Dies war Jerzy Dudek aus Polen, ihm folgten viele weitere Ausländer.

Immer mehr hat sich die der holländische (Vereins-) Fußball und damit die Eredivisie zu einem Sprungbrett für Spieler aus vielen Nationen entwickelt, um später in größeren Ligen unterzukommen. Deshalb liest man in dieser Liste der Fußballer des Jahres auch viele Namen, die man später z. B. in der Premier League oder auch in der Bundesliga wiedertraf.

Ausländer erst ab Mitte der 1990er ebenfalls im Rennen

Insofern hat es in den aktuellen Zeiten immer auch ein bisschen etwas von Roulette, darauf zu tippen, wer in einer jeweiligen Saison denn der nächste Fußballer des Jahres in den Niederlanden werden könnte. Und wer nicht gleicht zu www.top5casinos.at ins Casino gehen möchte, der ist mit einem Tipp auf diesen nächsten Auserwählten in Hollands Fußball ebenso gut beraten, denn es ist ebenso schwierig, einzuschätzen, welcher der vielen Neuzugänge aus dem In- und Ausland in den Profikadern der Eredivisie denn so richtig einschlagen und eine glänzende Saison spielen wird.

Nicht zu verwechseln ist diese Auszeichnung zu „Nederlands voetballer van het jaar“ übrigens mit dem Johan Cruijff Prijs. Dieser wird alljährlich an den besten Nachwuchsfußballer in den Niederlanden vergeben. Der Fußballer des Jahres aber ist der beste Fußballer in Holland überhaupt in der jeweiligen Saison.

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Here be dragons — die Namen der Confed-Cup-Bälle

Da macht man jahrelang Fußballquizze zu allen möglichen und unmöglichen Themen und hat zumindest früher hier immer auch ein bisschen den Archivar all dieser Randkomponenten gegeben, da taucht dann plötzlich ein Thema auf, das einem zuvor noch nie begegnete.

Diese (eine) Firma aus Herzogenaurach stellte jedenfalls vor ein paar Tagen einen neuen Ball vor, den „Karasava“. Karasava sagen Russen angeblich als Ausdruck des Lobes oder des Gefallens, auch oder vielleicht nur im Sport. Das Design mit einem rubinroten, äh, Rubin gefällt hier ausnahmsweise mal, obwohl Nörgeln doch eines der liebsten Hobbys darstellt. Also, gefällt wirklich, weil es einerseits Bezug zum Austragungsort hat, der nicht an den Haaren herbeigezogen ist, und andererseits eben das gewisse je-ne-sais-pas besitzt, was selbst so ein Fußball eben haben muss.

Natürlich dachte man sofort, das sei der neue WM-Ball für die WM 2018 in Russland, doch weit gefehlt. Es ist tatsächlich nur der Ball für den Confed-Cup 2017, dessen Gruppen heute in Kasan (Clubname: Rubin) ausgelost werden. Was zur Erkenntnis führte, dass es auch bisher schon eigens für die Confed-Cups aufgelegte Bälle gab. Wie gesagt, wirklich noch nie, auch nicht im entferntesten jemals zuvor gehört.

Deshalb hier für alle weiteren Unwissenden die Liste der bisherigen Confed-Cup-Bälle:

Name Jahr Austragungsland
Karasava 2017 Russland
Cafusa 2013 Brasilien
Kopanya 2009 Südafrika
Pelias 2005 Deutschland

Wer um alles in der Welt hatte je von „Pelias“ gehört? Niemand, weshalb diese Namen auch nie eine Quizfrage werden werden, versprochen. Nun also Karasava, der übrigens so aussieht.

Hier entlang geht es hingegen zu den Namen aller WM-Bälle Teil 1 und auch Teil 2.

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Alle Torschützenkönige in Schweden

Obwohl ein 2. Platz bei der Heim-WM 1958 und ein 3. Platz bei der WM 1994 die einzigen Platzierungen der Nationalmannschaft von Schweden unter den ersten Vieren bei einem großen Turnier waren, darf man das Land durchaus zu jenen zählen, welche zu den Kandidaten hinter den großen Fußballnationen gehören. In guten Jahren gelingt ihnen immer mal wieder sogar das Viertelfinale eines Turniers, während verpasste Qualifikationen für eine WM oder eine EM die Ausnahme darstellen.

Das gilt sogar jetzt, da Zlatan Ibrahimovic seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat. Die nachfolgende Generation ist mal wieder eine der stärkeren und so ist erneut mit guten Erfolgen des schwedischen Fußballs zu rechnen.

Bevor das Bosman-Urteil die Grenzen im europäischen Fußball komplett aufgeweicht hat, war immer mal wieder auch mit Erfolgen der schwedischen Clubs im Europapokal zu rechnen, nicht zuletzt der Hamburger SV weiß davon ein Lied zu singen. 1982 gewann der IFK Göteborg gegen die Hanseaten den UEFA-Cup, 1987 wiederholte er dieses Kunststück gar.

Und auch in der Bundesliga kennt man viele schwedische Spieler, die hier überzeugten. Namen wie Ronnie Hellström, Patrik Andersson, Martin Dahlin oder zuletzt Emil Forsberg dürften allen hiesigen Fußballfreunden ein Begriff sein.

Umso überraschender ist es angesicht dieser vielen Erfolge, wie wenig der Fußball in Schweden an Aufmerksamkeit erhält, und das nicht erst seit dem Bosman-Urteil. Kaum jemanden, der dort Torschützenkönig wurde, kennt man hierzulanden, wenn er eben nicht wie Martin Dahlin, Markus Rosenborg, Marcus Berg oder Niklas Skoog anschließend in die Bundesliga gewechselt ist.

Komplette Liste der Torschützenkönige in Schweden

Deshalb hier einmal für alle Interessierten die komplette Liste der Torschützenkönige der schwedischen ersten Liga, der Allsvenskan:

Saison Spieler Nation Club Tore
1924/25 Filip Johansson Schweden IFK Göteborg 39
1925/26 Carl-Erik Holmberg Schweden Örgryte IS 29
1926/27 Albert Olsson Schweden GAIS 24
1927/28 Carl-Erik Holmberg Schweden Örgryte IS 27
1928/29 Harry Lundahl Schweden Helsingborgs IF 31
1929/30 Harry Lundahl Schweden Helsingborgs IF 26
1930/31 John Nilsson Schweden GAIS 26
1931/32 Carl-Erik Holmberg Schweden Örgryte IS 29
1932/33 Torsten Bunke Schweden Helsingborgs IF 21
1933/34 Sven Jonasson Schweden IF Elfsborg 20
1934/35 Harry Andersson Schweden IK Sleipner 23
1935/36 Sven Jonasson Schweden IF Elfsborg 24
1936/37 Olle Zetherlund Schweden AIK 23
1937/38 Curt Hjelm Schweden IK Sleipner 13
1938/39 Erik Persson Schweden AIK 16
1938/39 Ove Andersson Schweden Malmö FF 16
1938/39 Yngve Lindegren Schweden Örgryte IS 16
1939/40 Anders Pålsson Schweden Helsingborgs IF 17
1940/41 Stig Nyström Schweden IK Brage 17
1941/42 Sven Jacobsson Schweden GAIS 20
1942/43 Gunnar Nordahl Schweden Degerfors IF 16
1943/44 Leif Larsson Schweden IFK Göteborg 19
1944/45 Gunnar Nordahl Schweden IFK Norrköping 27
1945/46 Gunnar Nordahl Schweden IFK Norrköping 25
1946/47 Gunnar Gren Schweden IFK Göteborg 18
1947/48 Gunnar Nordahl Schweden IFK Norrköping 18
1948/49 Carl-Johan Franck Schweden Helsingborgs IF 19
1949/50 Ingvar Rydell Schweden Malmö FF 22
1950/51 Hasse Jeppson Schweden Djurgårdens IF 17
1951/52 Karl-Alfred Jacobsson Schweden GAIS 17
1952/53 Karl-Alfred Jacobsson Schweden GAIS 24
1953/54 Karl-Alfred Jacobsson Schweden GAIS 21
1954/55 Kurt Hamrin Schweden AIK 22
1955/56 Sylve Bengtsson Schweden Halmstads BK 22
1956/57 Harry Bild Schweden IFK Norrköping 19
1957/58 Bertil Johansson Schweden IFK Göteborg 27
1957/58 Henry Källgren Schweden IFK Norrköping 27
1959 Rune Börjesson Schweden Örgryte IS 21
1960 Rune Börjesson Schweden Örgryte IS 24
1961 Bertil Johansson Schweden IFK Göteborg 20
1962 Leif Skiöld Schweden Djurgårdens IF 21
1963 Lars Heineman Schweden Degerfors IF 17
1963 Bo Larsson Schweden Malmö FF 17
1964 Krister Granbom Schweden Helsingborgs IF 22
1965 Bo Larsson Schweden Malmö FF 28
1966 Ove Kindvall Schweden IFK Norrköping 20
1967 Dag Szepanski Schweden Malmö FF 22
1968 Ove Eklund Schweden Åtvidabergs FF 16
1969 Reine Almqvist Schweden IFK Göteborg 16
1970 Bo Larsson Schweden Malmö FF 16
1971 Roland Sandberg Schweden Åtvidabergs FF 17
1972 Ralf Edström Schweden Åtvidabergs FF 16
1972 Roland Sandberg Schweden Åtvidabergs FF 16
1973 Jan Mattsson Schweden Östers IF 20
1974 Jan Mattsson Schweden Östers IF 22
1975 Jan Mattsson Schweden Östers IF 31
1976 Rutger Backe Schweden Halmstads BK 21
1977 Reine Almqvist Schweden IFK Göteborg 15
1977 Mats Aronsson Schweden Landskrona BoIS 15
1978 Tommy Berggren Schweden Djurgårdens IF 19
1979 Mats Werner Schweden Hammarby IF 14
1980 Billy Ohlsson Schweden Hammarby IF 19
1981 Torbjörn Nilsson Schweden IFK Göteborg 20
1982 Dan Corneliusson Schweden IFK Göteborg 12
1983 Thomas Ahlström Schweden IF Elfsborg 16
1984 Billy Ohlsson Schweden Hammarby IF 14
1985 Sören Börjesson Schweden Örgryte IS 10
1985 Peter Karlsson Schweden Kalmar FF 10
1985 Billy Lansdowne England Kalmar FF 10
1986 Johnny Ekström Schweden IFK Göteborg 13
1987 Lasse Larsson Schweden Malmö FF 19
1988 Martin Dahlin Schweden Malmö FF 17
1989 Jan Hellström Schweden IFK Norrköping 16
1990 Kaj Eskelinen Schweden IFK Göteborg 10
1991 Kennet Andersson Schweden IFK Göteborg 13
1992 Hans Eklund Schweden Östers IF 16
1993 Henrik Bertilsson Schweden Halmstads BK 18
1993 Mats Lilienberg Schweden Trelleborgs FF 18
1994 Niclas Kindvall Schweden IFK Norrköping 23
1995 Niklas Skoog Schweden Västra Frölunda IF 17
1996 Andreas Andersson Schweden IFK Göteborg 19
1997 Mats Lilienberg Schweden Halmstads BK 14
1997 Christer Mattiasson Schweden IF Elfsborg 14
1997 Dan Sahlin Schweden Örebro SK 14
1998 Arild Stavrum Norwegen Helsingborgs IF 18
1999 Marcus Allbäck Schweden Örgryte IS 15
2000 Fredrik Berglund Schweden IF Elfsborg 18
2001 Stefan Selakovic Schweden Halmstads BK 15
2002 Peter Ijeh Nigeria Malmö FF 24
2003 Niklas Skoog Schweden Malmö FF 22
2004 Markus Rosenberg Schweden Halmstads BK 14
2005 Gunnar Heiðar Þorvaldsson Island Halmstads BK 16
2006 Ari da Silva Ferreira Brasilien Kalmar FF 15
2007 Marcus Berg Schweden IFK Göteborg 14
2007 Razak Omotoyossi Benin Helsingborgs IF 14
2008 Patrik Ingelsten Schweden Kalmar FF 19
2009 Tobias Hysén Schweden IFK Göteborg 18
2009 Wanderson do Carmo Brasilien GAIS 18
2010 Alexander Gerndt Schweden Helsingborgs IF/Gefle IF 20
2011 Mathias Ranégie Schweden BK Häcken/Malmö FF 21
2012 Abdul Majeed Waris Ghana BK Häcken 23
2013 Imad Khalili Palästina IFK Norrköping/Helsingborgs IF 15
2014 Lasse Vibe Dänemark IFK Göteborg 23
2015 Emir Kujovic Schweden IFK Norrköping 21

Wie man sieht, gab es eine Phase, in der in Schwedens erster Liga extrem wenig Tore fielen. Der Minusrekord wurde u. a. 1990 von Kaj Eskelinen aufgestellt, der mit nur 10 (!) Treffern Torschützenkönig der Allsvenskan wurde. Zuvor waren schon drei andere Spieler mit diesem Wert Erster geworden. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Allsvenskan damals nur aus 12 Teams bestand und es somit nur 22 Partien für jeden Club in einer Saison gab, ist das ein extrem niedriger Wert.

Häufigste Torschützenkönige in Schweden

Aufgeführt sind alle Spieler, die mehr als 1x Torschützenkönig in Schweden wurden. Das sind nicht wenige, allerdings gelang es nur Gunnar Nordahl, mehr als 2 oder 3x Torschützenkönig in Schweden zu werden.

  1. Gunnar Nordahl, 4x
  2. Carl-Erik Holmberg, 3x
  3. Karl-Alfred Jacobsson, 3x
  4. Bo Larsson, 3x
  5. Jan Mattsson, 3x
  6. Reine Almqvist, 2x
  7. Rune Börjesson, 2x
  8. Sven Jonasson, 2x
  9. Mats Lilienberg, 2x
  10. Harry Lundahl, 2x
  11. Billy Ohlsson, 2x
  12. Roland Sandberg, 2x
  13. Niklas Skoog, 2x

Echtes Plus bei den schwedischen Torschützenkönigen

Gerade weil so wenige Torschützenkönige in Schwedens Allsvenskan ihren Titel verteidigen oder dieses Kunststück überhaupt im Laufe ihrer Karriere wiederholen können, lohnt es sich hier immer mal wieder, den einen oder anderen Tipp zu wagen, wer denn in der jeweils aktuellen Saison diese Krone für sich beanspruchen kann. Natürlich schwierig zu beantworten, wird ein solcher Tipp aber mit guten Quoten belohnt. Wenn man das für zu waghalsig hält, kann man sein Glück natürlich auch beim Supergaminator versuchen. Da kommt es überhaupt nicht auf Fachwissen oder -kenntnis an, hier kann man einfach versuche, das über den Gutschein bereitgestellte Geld dieses im Casino zu vermehren.

Auch dort hat man natürlich viele Möglichkeiten, doch gilt das wie die ganzen Daten auf dieser Seite gezeigt haben, nicht zuletzt für die Frage nach dem jährlichen Torschützenkönig in der Allsvenskan. Funfact zum Abschluss: Obwohl er in fast jeder Liga, in der er aktiv war, Torschützenkönig wurde, war Superstar Zlatan Ibrahimovic noch nie Torschützenkönig in der Allsvenskan. Bei seinem Fitnesszustand ist es aber durchaus möglich, dass er das noch in ein paar Jahren nachholt.

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Alle Fußballer des Jahres der CONCACAF

Kaum zu glauben, aber wahr: Ausgerechnet im CONCACAF existiert eine Wahl zum „Fußballer des Jahres“ schon am längsten von allen Konföderationen. Dabei würde man nicht gerade Nordamerika – Mittelamerika schon eher – als Wiege des Fußballs bezeichnen. Doch es gab auch damals schon, 1916, Clubfußball in den USA und so stammen die ersten Gewinner dieser Wahl allesamt aus den Vereinigten Staaten. Heutzutage ist die Regelung dergestalt, dass ein Spieler entweder im Bereich der CONCACAF tätig ist oder irgendwo sonst auf der Welt spielt, aber aus einem der Mitgliedsländer des CONCACAF stammt. So kommt es zustande, dass einerseits der deutsche Weltmeister und spätere US-Legionär Franz Beckenbauer schon mal „Fußballer des Jahres“ der CONCACAF war, andererseits Spieler von Hansa Rostock oder des VfB Stuttgart diese Wahl für sich entscheiden konnten.

Hier der Blick auf die gesamte, inzwischen über 100 Spieler umfassende Liste der Fußballer des Jahres der CONCACAF.

Liste der Fußballer des Jahres der CONCACAF

Jahr Spieler Nation Verein
1916 Thomas Swords USA Fall River Rovers
1917 Thomas Swords USA Fall River Rovers
1918 Harry Ratican USA Bethlehem Steel F.C.
1919 Jock Ferguson USA Bethlehem Steel F.C.
1920 Jimmy Dunn USA Ben Millers
1921 Harold Brittan England Philadelphia Field Club
1922 Harold Brittan England Philadelphia Field Club
1923 Tommy Fleming Schottland J&P Coats
1924 Archie Stark USA Bethlehem Steel F.C.
1925 Archie Stark USA Bethlehem Steel F.C.
1926 James White Schottland Fall River Marksmen
1927 Davie Brown USA New York Giants
1928 Barney Battles USA Boston Wonder Workers
1929 James White Schottland Fall River Marksmen
1930 Bertram Patenaude USA Fall River Marksmen
1931 Billy Gonsalves USA New York Yankees
1932 Bertram Patenaude USA New York Giants
1933 Billy Gonsalves USA Stix, Baer and Fuller F.C.
1934 Aldo Donelli USA Curry Silver Tops
1935 Hilario López Mexiko Necaxa
1936 Joe Kennaway Kanada Celtic Glasgow
1937 Joe Kennaway Kanada Celtic Glasgow
1938 Joe Kennaway Kanada Celtic Glasgow
1939 Bertram Patenaude USA Philadelphia Passon
1940 Charley Ernst USA Baltimore FC
1941 Martí Ventolrà Spanien Atlante
1942 Rafael Meza Costa Rica Moctezuma
1943 Manuel Alonso Mexiko Marte
1944 Billy Gonsalves USA Brooklyn Hispano
1945 Roberto Aballay Argentinien Asturias
1946 Isidro Lángara Spanien España
1947 Adalberto López Mexiko León FC
1948 Adalberto López Mexiko León FC
1949 Adalberto López Mexiko León FC
1950 Frank Borghi USA St. Louis Simpkins-Ford
1951 Jack Cowan Kanada FC Dundee
1952 Alex Sánchez Cruz Costa Rica Saprissa
1953 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1954 José Luis Lamadrid Mexiko Necaxa
1955 Julio Palleiro Uruguay Necaxa
1956 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1957 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1958 Carlos Lara Argentinien CD Zacatepec
1959 Errol Crossan Kanada Norwich City
1960 Salvador Reyes Mexiko CD Guadalajara
1961 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1962 Salvador Reyes Mexiko CD Guadalajara
1963 Amaury Epaminondas Brasilien Oro
1964 José Cardona Honduras Atlético Madrid
1965 José Cardona Honduras Atlético Madrid
1966 José Alves Brasilien América
1967 Amaury Epaminondas Brasilien Deportivo Toluca
1968 Fernando Hernández Costa Rica Saprissa
1969 Gustavo Peña Mexiko Cruz Azul
1970 Ignacio Calderón Mexiko CD Guadalajara
1971 Enrique Borja Mexiko América
1972 Horacio López Salgado Mexiko Cruz Azul
1973 Javier Guzmán Mexiko Cruz Azul
1974 Emmanuel Sanon Haiti Don Bosco FC
1975 Evanivaldo Castro Brasilien UNAM Pumas
1976 Pelé Brasilien New York Cosmos
1977 Franz Beckenbauer Deutschland New York Cosmos
1978 Cristóbal Ortega Mexiko América
1979 Bob Lenarduzzi Kanada Vancouver Whitecaps
1980 Giorgio Chinaglia Italien New York Cosmos
1981 Jorge González El Salvador CD FAS
1982 Gilberto Yearwood Honduras Real Valladolid
1983 Victor Moreland Nordirland Tulsa Roughnecks
1984 Rock Davis USA New York Cosmos
1985 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1986 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1987 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1988 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1989 Paul Caligiuri USA Hansa Rostock
1990 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1991 Hugo Perez USA Örgryte IS
1992 Claudio Suárez Mexiko UNAM Pumas
1993 Luis Roberto Alves Mexiko Necaxa
1994 Tab Ramos USA Betis Sevilla
1995 Alexi Lalas USA Calcio Padova
1996 Marco Etcheverry Bolivien D.C. United
1997 Carlos Hermosillo Mexiko Cruz Azul
1998 Luis Hernández Mexiko Necaxa
1999 Dwight Yorke Trinidad und Tobago Manchester United
2000 Rafael Márquez Mexiko AS Monaco
2001 Paolo Wanchope Costa Rica Manchester City
2002 Brad Friedel USA Blackburn Rovers
2003 Landon Donovan USA San José Earthquakes
2004 Roberto Brown Panama Sheriff Tiraspol
2005 Kasey Keller USA Borussia Mönchengladbach
2006 Oswaldo Sánchez Mexiko CD Guadalajara
2007 Pável Pardo Mexiko VfB Stuttgart
2008 Guillermo Barros Schelotto Argentinien Columbus Crew
2009 Landon Donovan USA Los Angeles Galaxy
2010 Landon Donovan USA Los Angeles Galaxy
2011 Chicharito Mexiko Manchester United
2012 Oribe Peralta Mexiko Santos Laguna
2013 Oribe Peralta Mexiko Santos Laguna
2014 Keylor Navas Costa Rica Real Madrid
2015 Chicharito Mexiko Bayer 04 Leverkusen

Allgemein interessiert man sich in Europa immer noch wenig für den amerikanischen Fußball und wenn, dann meist eher für den südamerikanischen. Anders sieht das natürlich aus, wenn Spieler aus dem Bereich der CONCACAF in Europa tätig ist. Was zwar immer häufiger wird, aber zumindest für die Bundesliga abgesehen von Spielern aus Mexiko oder dann und wann aus den USA immer noch selten der Fall ist.

Dabei ist der Fußball in Nord- und Mittelamerika nicht nur für Freunde von Sportwetten oder anderen Online-Games interessant. Natürlich kann man sein Glück bei Wetten auf die Spielausgänge der MLS versuchen oder mit diesem Gutschein für Onlinespiele gleich unabhängig davon online spielen. Doch die einzelnen Ligen bieten auch so alles, was das Fußballerherz begehrt, sieht man vielleicht von den großen Zuschauerzahlen in Mitteleuropa ab.

Und wie die Liste oben zeigt, sind auch immer wieder interessante Spieler in dieser Region tätig. Heutzutage, aber auch vor fast 100 Jahren schon. Bester Spieler aller Zeiten aus der CONCACAF, nimmt man diese Auszeichnung zugrunde, ist dann aber doch wieder jemand aus Mexiko, das auch ansonsten die führende Kraft in dieser Konföderation darstellt.

Häufigste Sieger der Wahl zum Fußballer des Jahres der CONCACAF

Die folgende Liste zeigt noch die vergleichsweise wenigen Menschen, die diese Wahl mehrfach gewinnen konnten. Rekordhalter ist Hugo Sanchez mit 5 Auszeichnungen.

Spieler Nation Häufigkeit
Hugo Sanchez Mexiko 5x
Landon Donovan USA 3x
Billy Gonsalves USA 3x
Bertram Petenaude USA 3x
Joe Kenneway Kanada 3x
Jose Cadona Honduras 2x
Amaury Epaminondas Brasilien 2x
Harold Brittan England 2x
James White Schottland 2x
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Trofeo Bravo – die besten Nachwuchsspieler Europas

Keine offizielle Auszeichnung der UEFA oder FIFA ist die „Trofeo Bravo“, die von der italienischen Sportzeitung Il Guerin Sportivo vergeben wird. Aber gerade das macht sie vielleicht interessanter als jene Trophäen, die die offiziellen Verbände vergeben. Ausgezeichnet wird mit der „Trofeo Bravo“ der beste Nachwuchsspieler im europäischen Fußball eines bestimmten Kalenderjahres.

Dabei wurde die früher herrschende Bedingung, dass nur Spieler unter 23 Jahren, welche aber mindestens an einem Europapokalspiel teilgenommen haben mussten, so änderte man dieses Einstiegskriterum im Jahr 1992 dahingehend, dass jeder Spieler bis zum Alter von 21 Jahren aus einer beliebigen europäischen Liga in Frage kommt.

Dabei zeigt die Redaktion vor allem in jüngeren Jahren eine enorm hohe Treffgenauigkeit dabei, junge Spieler auszuwählen, welche später tatsächlich den Sprung zum internationalen Star schaffen. Ausnahmen sind selten geworden, während die Jury in der Anfangszeit immer mal wieder Spieler auszeichnete, welche später eher eine durchschnittliche Karriere fabrizierten.

Hier nun also die Liste aller Gewinner seit der Einführung der Trofeo Bravo im Jahr 1978:

Jahr Spieler Club Nationalität
1978 Jimmy Case FC Liverpool England
1979 Garry Birtles Nottingham Forest England
1980 Hansi Müller VfB Stuttgart Deutschland
1981 John Wark Ipswich Town Schottland
1982 Gary Shaw Aston Villa England
1983 Massimo Bonini FC Juventus San Marino
1984 Ubaldo Righetti AS Rom Italien
1985 Emilio Butragueno Real Madrid Spanien
1986 Emilio Butragueno Real Madrid Spanien
1987 Marco van Basten Ajax Amsterdam Niederlande
1988 Eli Ohana KV Mechelen Israel
1989 Paolo Maldini AC Mailand Italien
1990 Roberto Baggio AC Fiorentina Italien
1991 Robert Prosinecki Roter Stern Belgrad Jugoslawien
1992 Pep Guardiola FC Barcelona Spanien
1993 Ryan Giggs Manchester United Wales
1994 Christian Panucci Inter Mailand Italien
1995 Patrick Kluivert Ajax Amsterdam Niederlande
1996 Alessandro Del Piero FC Juventus Italien
1997 Ronaldo FC Barcelona Brasilien
1998 Ronaldo Inter Mailand Brasilien
1999 Gianluigi Buffon AC Parma Italien
2000 Iker Casillas Real Madrid Spanien
2001 Owen Hargreaves FC Bayern München England
2002 Christoph Metzelder Borussia Dortmund Deutschland
2003 Wayne Rooney FC Everton England
2004 Cristiano Ronaldo Manchester United Portugal
2005 Arjen Robben FC Chelsea Niederlande
2006 Cesc Fabregas FC Arsenal Spanien
2007 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien
2008 Karim Benzema Olympique Lyon Frankreich
2009 Sergio Busquets FC Barcelona Spanien
2010 Thomas Müller FC Bayern München Deutschland
2011 Eden Hazard Olympique Lille Belgien
2012 Marco Verratti Delfino Pescara 1936 Italien
2013 Isco FC Malaga Spanien
2014 Paul Pogba FC Juventus Frankreich

Deutlich zu sehen ist an der Liste auch die Veränderung, wie jung besonders talentierte Spieler heutzutage schon bei den absoluten Topclubs Europas und damit auch der Welt landen. Gab es früher noch häufiger Kandidaten aus mittelgroßen Clubs wie dem VfB Stuttgart, gar dem KV Mechelen oder dem FC Everton, gibt es heutzutage fast keine Ausnahme mehr (die Wahl eines Spielers von Delfino Pescara 1936 ist da wohl eher als lokalpatriotisch motivierte Ausnahme zu sehen, die die Regel bestätigt mehr), der nicht bei einem der ganz großen Clubs unter Vertrag ist.

Ein Grund dafür ist natürlich die Veränderung des Einstiegsalters in den Profifußball. Früher gab es sicher auch immer mal wieder Wunderkinder wie auch Uwe Seeler einst eines war, Olaf Thon wurde ebenfalls schon sehr früh zum Stammspieler bei den Profis, so gelingt dies heutzutage doch deutlich mehr Spielern. Fast alle, die hier in den letzten Jahren mit der Trofeo Bravo ausgezeichnet wurden, waren zu diesem Zeitpunkt schon Stars, zumindest Shootingstars, und wenn noch nicht Stammspieler bei einem der großen Clubs, dann auf dem Weg dorthin.

Dafür wiederum gibt es ebenfalls Gründe: die Scouts sind mittlerweile auch in den entlegensten Winkeln der Welt unterwegs, um ihren Konkurrenzclub beim Abwerben eines Spielers zuvorzukommen. Und diese Spieler wiederum werden schon viel früher viel besser ausgebildet als die Spieler vor wenigen Jahrzehnten. Trifft diese intensive Förderung auf großes Talent, kann sich dieses noch besser entfalten.

Immer jüngerer Einstieg in den Profifußball

Damit einhergeht aber natürlich auch der Wandel dessen, was diese jungen Spieler darstellen und am Ende auch verdienen. Sie sind Popstars, was früher nur den schon etablierten Fußballstars wie George Best oder Diego Maradona vorbehalten war. Heute, nicht zuletzt durch die neuen Möglichkeiten durch Social Media, sind auch die Talente schon Stars, die sich selbst vermarkten und wiederum andere Produkte vermarkten.

Dafür muss nicht erst ein Produzent von Energydrinks auf den Markt treten, das machen die alteingessenen Clubs genauso wie die neu auf den Markt strömenden Konstrukte. Und ob ein Spieler nun Werbung für Energydrinks macht oder für einen solchen seine Fußballkünste auf dem Rasen darbietet, macht für ihn selbst nur insofern einen Unterschied, als dass er mit dem Spielen selbst seinen zu vermarktenden Marktwert wiederum erhöht, was er mit den Werbespots im Gegensatz zu seinem Kontostand nicht unbedingt erreichen würde. Was den jungen Spielern allerdings oft abgeht, ist ein Verständnis von Fairplay, wie man es zuletzt beim Rugby erlebte, da sie schon in ganz jungen Jahren in Rollen gedrängt werden, gefeiert werden, in denen ihre geistig-moralische Entwicklung damit oft nicht standhalten kann. Auch wenn es eher dem Fußball immanent zu sein scheint als per se dessen jungen Stars, dass die eine oder andere Schwalbe eher als Kavaliersdelikt wahrgenommen wird und früher sicher nicht grundsätzlich öfter betrogen wurde als heute, hat man doch das Gefühl, dass das frühe Starsein und das dazugehörige astronomische Einkommen nicht immer förderlich ist, auch abseits des Platzes Idole aus den Spielern zu machen.

Im Nachhinein hochkarätige Siegerliste

Interessant ist übrigens auch der Vergleich mit jenen Spielern, welche später in ihrer Karriere Europas Fußballer des Jahres oder gar Weltfußballer wurden – wie man sieht ist auch hier die Trefferquote der Jury der Il Guerin Sportivo enorm gestiegen.

Eine Tabelle mit der Übersicht der Zahl der Auszeichnungen mit der Trofeo Bravo pro Spieler wäre übrigens recht kurz, da einzig Ronaldo und Emilio Butragueno überhaupt mehr als einmal ausgezeichnet wurden, nämlich genau zwei Mal.

Einen Blick wert ist aber wohl die Liste nach der Aufteilung der Nationalitäten, die diese Auszeichnungen gewannen. Wiederum einen leichten patriotischen Einschlag sollte man den Machern verziehen, denn am häufigsten wurden Spieler aus Italien gewählt, allerdings zusammen mit Spanien auf dem ersten Platz. Die weitere Liste:

Häufigkeit Nation
7 Italien
7 Spanien
5 England
3 Deutschland
3 Niederlande
2 Brasilien
2 Frankreich
1 Wales
1 Portugal
1 Israel
1 Schottland
1 San Marino
1 Argentinien
1 Belgien
1 Jugoslawien

Eine durchaus vergleichbare Auszeichnung verlieht übrigens die ebenfalls italienische Zeitung Tuttosport, welche aber erst seit dem Jahr 2003 jeweils ihren „Golden Boy“ kürt. Diese Liste findet sich demnächst hier in einem anderen Beitrag, mit allerdings abweichenden Siegern.

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Alle Welttorhüter des Jahres

Schon seit 1987, anfangs eher unbemerkt, in den letzten Jahren deutlich mehr in den Fokus gerückt, führt die IFFHS jährlich die Wahl zum Welttorhüter des Jahres durch. Bemerkenswert, dass eine solche Wahl nicht von der FIFA selbst ausgerichtet wird, doch bleibt es zunächst dabei, dass die IFFHS diese Wahl von „ausgewählten Experten und Fachleuten“ vornehmen lässt. Dabei ist allerdings bis heute unklar, wer zu dieser Jury gehört.

Völlig klar sind aber die Ergebnisse, die in der folgenden Liste dargestellt werden, mit den Namen der Granden des Torhüterspiels, eine ganz eigene Disziplin innerhalb des Fußballs. Man trifft auf Welt- und Europameister, aber – eher selten für derartige Wahlen – auch auf Torhüter die keine internationalen Titel gewannen, zumindest nicht mit ihrer Nationalmannschaft. Während man ansonsten ähnlich der Wahl zum Weltfußballer des Jahres meist so vorgeht, dass in einem WM-Jahr auch ein Spieler des Weltmeisters diese Wahl gewinnt.

Jahr Welttorhüter Nation Verein
1987 Jean-Marie Pfaff Belgien FC Bayern München
1988 Rinat Dassajew UdSSR Spartak Moskau / FC Sevilla
1989 Walter Zenga Italien Inter Mailand
1990 Walter Zenga Italien Inter Mailand
1991 Walter Zenga Italien Inter Mailand
1992 Peter Schmeichel Dänemark Manchester United
1993 Peter Schmeichel Dänemark Manchester United
1994 Michel Preud‘homme Belgien KV Mechelen / Benfica
1995 José Luis Chilavert Paraguay CA Velez Sarsfield
1996 Andreas Köpke Deutschland Eintracht Frankfurt / Olympique Marseille
1997 José Luis Chilavert Paraguay CA Velez Sarsfield
1998 José Luis Chilavert Paraguay CA Velez Sarsfield
1999 Oliver Kahn Deutschland FC Bayern München
2000 Fabien Barthez Frankreich AS Monaco / Manchester United
2001 Oliver Kahn Deutschland FC Bayern München
2002 Oliver Kahn Deutschland FC Bayern München
2003 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2004 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2005 Petr Cech Tschechien FC Chelsea
2006 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2007 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2008 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2009 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2010 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2011 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2012 Iker Casillas Spanien Real Madrid
2013 Manuel Neuer Deutschland FC Bayern München
2014 Manuel Neuer Deutschland FC Bayern München
2015 Manuel Neuer Deutschland FC Bayern München
2016 Manuel Neuer Deutschland FC Bayern München
2017 Gianluigi Buffon Italien Juventus
2018 Thibaut Courtois Belgien Real Madrid
2019 Alisson Becker Brasilien FC Liverpool

Was das Ganze etwas undurchsichtig macht, ist der Umstand, dass niemand die IFFHS dazu autorisiert hat, diese Wahlen durchzuführen. Nirgendwo werden Ergebnisse der Abstimmungen veröffentlicht, noch weiß man, welche Journalisten teilnehmen. Die üblichen Verdächtigen von der Wahl zum Weltfußballer des Jahres und zum Fußballer des Jahres in Europa sind nicht darunter zu finden.

Vielleicht gerade deshalb ist es auch reizvoll, jedes Jahr aufs Neue auf den Ausgang dieser Wahl zu wetten. Das ist zum Beispiel bei www.onlinesportwetten.net möglich, mit spannenden Quoten und Konstellationen vor der Wahl zum Welttorhüter des Jahres. Wem eher nach wöchentlicher Beschäftigung mit den Leistungen der besten Torhüter der Welt ist, der wird sich eben den Spielen der Clubs der jeweiligen Torhüter zuwenden, sofern diese noch aktiv sind. Aus der aktuellen Siegerliste gilt das immerhin für die letzten vier verschiedenen Torhüter: Gianluigi Buffon, Petr Cech, Iker Casillas und Manuel Neuer. Man darf jetzt schon gespannt sein, wer in diesem Jahr diese Auszeichnungen erhalten wird.

Alles in allem bringt das die folgende Liste der Zahl der Auszeichnungen zum Welttorhüter des Jahres pro Torhüter, mit einem klar Führenden, der dennoch nun bei Real Madrid aussortiert wurde (dieser Text stammt von 2015). Immerhin drei Deutsche befinden sich in der Liste, eigentlich nicht allzu erstaunlich, sieht man sich doch hier weiterhin als „Torhüternation“. Doch, wie die Liste zeigt: auch andere Länder haben schöne Torhüter.

Torhüter Auszeichnungen
Iker Casillas 5x
Gianluigi Buffon 5x
Manuel Neuer 4x
Oliver Kahn 3x
Walter Zenga 3x
Jose Luis Chilavert 3x
Peter Schmeichel 2x
Petr Cech 1x
Jean-Marie Pfaff 1x
Andreas Köpke 1x
Michel Preud‘homme 1x
Rinat Dassajew 1x
Fabien Barthez 1x
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Freundschaftsspiel Deutschland — Brasilien 1981 in voller Länge

Das muss einfach mal gezeigt werden, denn es war die erste Partie, die ich live im Fernsehen sah. Vielleicht erinnert sich noch jemand an den Hashtag zu dem Thema, der letztens bei Twitter rumging. Hier also mein erstes Spiel im TV. Nehme mal an, dass ich damit einer der wenigen Glücklichen bin, dessen erstes Spiel noch in voller Länge bei youtube zu finden ist.



Full match als Video: Deutschland — Brasilien 1981, Freundschaftsspiel in Stuttgart, Neckarstadion.

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Alle Weltmeister im Futsal

Hierzulande ist Futsal noch weitgehend unbekannt, auch wenn dies gerade im Begriff ist, sich zu ändern. In Zukunft will der DFB nämlich nur noch Futsal-Turniere fördern bzw. unter seinem offiziellen Namen laufen lassen, während die klassischen Hallenturniere zwar sicher weiter bestehen werden, aber eben nicht mehr als offizielle DFB-Wettbewerbe laufen sollen.

Was ist eigentlich Futsal im Vergleich zum hier bekannten und verbreiteten Hallenfußball?

Zunächst mal stammt das Wort „Futsal“ aus der Zusammenfügung der beiden spanischen Wörter „futbol“ für Fußball und „sal“ für eine Halle. Doch das ist natürlich nicht das Entscheidende. Wichtiger ist der elementare Unterscheid: im klassischen Hallenfußball wird mit einer Bande gespielt, beim Futsal hingegen gibt es eine herkömmliche Seitenauslinie, nach deren Überschreitung der Ballbesitz an den Gegner wechselt. Außerdem sind die Tore deutlich kleiner als jene, welche meist bei größeren Hallenturnieren herkömmlicher Machart verwendet werden.

Insgesamt also schon ein deutlich anderes Spiel als jenes, bei dem man nicht nur im sprichwörtlichen Sinne „über Bande“ spielen kann.

Dass man dieses Spiel in Deutschland kaum betreibt, zeigt sich auch an den Ergebnissen der offiziellen — von der FIFA durchgeführten — Futsal-WM, welche seit 1989 existiert und seit ihrer zweiten Ausgabe 1992 im 4-Jahres-Rhythmus absolviert wird, somit also parallel zur Durchführung der Europameisterschaft läuft. Denn in dieser folgenden Siegerliste findet sich kein einziges Mal ein Team aus Deutschland und auch viele weitere europäische Teams konnten sich hier nicht platzieren.

Die Liste sieht wie folgt aus:

Jahr Gastgeber Sieger Zweiter Dritter Vierter
1989 Niederlande Brasilien Niederlande USA Belgien
1992 Hongkong Brasilien USA Spanien Iran
1996 Spanien Brasilien Spanien Russland Ukraine
2000 Guatemala Spanien Brasilien Portugal Russland
2004 Taiwan Brasilien Spanien Brasilien Argentinien
2008 Brasilien Brasilien Spanien Italien Russland
2012 Thailand Brasilien Niederlande Italien Kolumbien
2016 Kolumbien - - - -

Recht schnell wird klar, dass der Rekordweltmeister des normalen Fußballs, Brasilien mit 5 Titeln, im Futsal ebenfalls den Rekordweltmeister stellt und ebenso 5x bereits Weltmeister wurde. Einzige andere Nation, der das bislang gelang, ist Spanien:

Nation Titel
Brasilien 5
Spanien 2

Doch auch im Futsal ist die Welt ständig im Wandel. Das wiederum macht die Angelegenheit zu einer nicht zuletzt für an Sportwetten Interessierte zu einem lohnenswerten Gebiet, auf dem man sein Glück versuchen kann. Von den vielen Wettanbietern, mit und ohne die neu eingeführte Wettsteuer für deutsche Kunden, kann man zum Beispiel auf dieser Seite welche finden, die eine übersichtliche Liste mit Tests zum Angebot enthält.

Wer weiß, ob in Zukunft auch die deutschen Farben bei den kommenden Futsal-WM vertreten sein werden. Immerhin fügt sich der DFB dem sanften Druck der FIFA, in der Halle schon seit einiger Zeit mehrheitlich auf Futsal zu setzen. Klassische Hallenmasters werden vom DFB ohnehin schon länger nicht mehr durchgeführt, was mehrere Gründe hat: die Verletzungsgefahr wird als zu hoch eingeschätzt und das Interesse der Zuschauer war trotz des ansonsten fußballfreien Zeitraums in der Winterpause dauerhaft erlahmt.

Die neue Art, Hallenfußball zu spielen, könnte aber durchaus den einen oder anderen Zuschauer erwärmen. Spätestens bei der nächsten Futsal-WM, 2016 in Kolumbien, will sich eine deutsche Futsal-Nationalmannschaft, welche bislang nicht existiert, etabliert haben. Für die WM wird es dann wohl zu spät sein, durchaus denkbar aber, dass es 2020 schon soweit sein wird, dass eine deutsche Mannschaft zumindest in der Qualifikation antreten wird.

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Die lauffleißigsten Spieler der WM 2014

Anders als gemeinhin kolportiert wurde, waren es gar nicht die deutschen Spieler, die viele Platzierungen in der Top10 der Spieler der WM 2014 in Brasilien mit der größten Laufleistung belegten. Das heißt, absolut gesehen schon, allerdings absolvierten ja auch nur 4 Teams von den 32 überhaupt 7 Partien und dann ging auch noch ausgerechnet das Finale in die Verlängerung. Mehr als genug Zeit also, ordentlich Kilometer zu sammeln, mehr als die Spieler der anderen Team, was viele deutsche Spieler dann auch taten.

Ergo finden sich in der Top10 der Laufleistungen der Spieler unter den oberen 5 Plätzen gleich 4 deutsche Spieler (Thomas Müller, Toni Kroos, Philipp Lahm und Benedikt Höwedes; in dieser Reihenfolge) sowie natürlich ein Argentinier (Javier Mascherano dazwischen auf Platz 3). Auch alle weiteren Plätze werden ausschließlich von Spielern aus Nationen belegt, welche 7 Spieler bei der WM absolvierten (3x Niederlande, 2x Argentinien). Nun gut, sicher bemerkenswert, wenn auch eher am Rande.

Setzt man aber die Laufleistung in Relation zu den jeweils vom Spieler auch auf dem Feld befindlichen Minuten, sieht es plötzlich völlig anders aus. In dem Fall ist nur noch ein einziger Deutscher in der Liste der Top10 enthalten. Dies zeigt die folgende Liste, die zudem einen völlig anderen Mix der Nationalitäten zu Tage bringt.

Name Nation Minuten Kilometer km/90 min
Felipe Gutierrez Chile 165 25,2 13,75
Matt McKay Australien 180 26,0 13,00
Rodrigo Palacio Argentinien 160 23,1 12,99
Lee Keunho Südkorea 104 15,0 12,98
Nicolas Lodeiro Uruguay 143 20,4 12,84
Koke Spanien 134 19,0 12,76
Mario Götze Deutschland 258 36,3 12,66
Michael Bradley USA 390 54,7 12,62
Jose Cubero Costa Rica 115 16,0 12,52
Oliver Bozanic Australien 111 15,4 12,49

Die Messung der Laufdaten aller Spieler, der Passquoten, der Torschüsse, der Sprints – all das ist im Fußball ja nichts Neues mehr und schon längst dort angekommen und etabliert.

Inzwischen kann man aber sogar als Hobbyfußballer einige seiner Laufdaten erfassen. Dazu bietet zum Beispiel die Verwendung entsprechender Lauf-Software mit GPS-Ortung die Möglichkeit. So weiß man auch nach einem Fußballspiel, wie die eigene Höchstgeschwindigkeit war, die Durchschnittsgeschwindigkeit und auch die Herzfrequenz und weitere Belastungsdaten lassen sich so erfassen. Um das Ganze auch bei einem Fußballspiel und nicht nur beim Joggen durchführen zu können, ist ein Brustgurt fürs Smartphone empfehlenswert, der gewöhnliche Belastungen beim Fußball aushält, bzw. dafür sorgt, dass das Smartphone diese aushält. Direkter Kontakt mit Freistößen der Marke Roberto Carlos ist zwar dennoch nicht zu empfehlen, ein übliches Fußballspiel sollte man hiermit aber überstehen können.

Die Profis vertrauen dabei übrigens schon länger auf unterschiedliche Anbieter für elektronische Datenerfassung im Sport. Einer hat sich dabei besonders hervorgetan, der weitere Pläne im Bereich Datenerfassung im Fußball hegt. Für Freizeitsportler oder Amateurfußballer bemüht sich seit einiger Zeit SAP eine neue Zielgruppe mit finanzierbaren Produkten und Services zu erschließen.

So kommt der Daten-Wahnsinn bald auch in der Kreisliga an. Ob die Spieler aber überhaupt unbedingt wissen wollen, wie wenig sie im Vergleich zu den Profis gelaufen sind, steht auf einem anderen Blatt. Und ob überhaupt ein Trainer vorhanden ist, der diese Daten sinnvoll auswerten kann. Wie dem auch sei, seit bereits in der Kreisliga Gelder für die Spieler bezahlt werden, dürfte sicher sein, dass auch dieser Trend bald ganz unten im Amateurfußball ankommt. Dann wird man wissen, wer der Felipe Gutierrez der Kreisliga ist. Und wer der Mario Basler.

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