(Echtes) Gewinnspiel: Härringers Zeichnungen und ein Quiz zur Nationalmannschaft

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Jeder durch den Fußballkosmos im Netz Streifende wird ihn kennen: Christoph Härringer und seine geniale Spottschau, in der er allwöchentlich die Ereignisse im Fußball aufs Korn nimmt. Neben dem wissenden Witz überzeugen auch die wunderbaren Zeichnungen der Protagonisten des deutschen und des Weltfußballs. Übrigens ist Härringers Cartoon der meistveröffentliche in deutschen Printmedien überhaupt.

Heute gibt es hier ein Buch mit seinen Zeichnungen zu gewinnen, gleich zwei glückliche Sieger wird es geben.

Das große Quiz zur NationalmannschaftJenes nebenstehende Buch aus dem Ellert & Richter Verlag ist zu gewinnen, welches nicht allein Härringers Cartoons zeigt, sondern in erster Linie ein Quizbuch ist. 123 Fragen zur Nationalmannschaft hat Günther Misenta zusammengetragen, garniert eben mit den Zeichnungen von Härringer. Für Experten wie, hüstel, hier im Haus ist nicht alles unlösbar. Klassiker sind dabei von Rekordtorschützen und WM-Teilnahmen (auch anderer Nationen), mittelschwere Fragen, angenehm viele mit aktuellem Bezug und somit noch nicht endlose Male durchgekaute. Aber auch völlig Unbekanntes wie die Frage nach dem Urheber des Zitats „Wer oben ist, darf die unten nicht vergessen“. Wer die Antwort wissen möchte, von welchem Bundestrainer diese Worte stammen, der hat diesmal eine wirklich einfache Aufgabe zu bewältigen.

Natürlich keine Quizfrage, dafür gibt es ja „Das große Quiz zur Nationalmannschaft“ zu gewinnen.

Die Aufgabe ist heute wieder ein freier Text. Und zwar zum Thema:

Welches Pflichtspiel der deutschen Nationalmannschaft war das schlechteste (aus deutscher Sicht oder insgesamt), das Du je sahest?

Natürlich mit ein, zwei, drei bis beliebig vielen Sätzen an Erläuterung dazu. Also drei Sätze wären dann schon Pflicht. Heute gehe ich mal nicht in Vorleistung, weil ich dafür für die Zeit zwischen 1998 und 2002 so lange überlegen muss. Aber ich melde mich auch noch in den Kommentaren, wenn ich mich entschieden habe. Euch bis dahin viel Erfolg bei der späteren Auslosung der beiden Gewinner!

Antworten sind bis nächsten Freitag, 18. September, 12.00h möglich. Entscheiden wird das Los, nicht die Qualität der Antwort.

Also?

PS: Die „Schande von Gijon“ läuft natürlich außerhalb der Wertung und darf nicht gewählt werden.

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  1. Die Niederlage 1998 gegen Kroatien bei der WM. Einer meiner Freunde war Kroate. Die Wochen danach waren kein Spaß für mich :-)

  2. Ich entscheide mich für das EM-Halbfinale 2012 gegen Italien. Wir sind auch als Favorit in das Turnier eingestiegen. Es begann mit mehr oder weniger souveränen Siegen gegen Portugal, Holland und Portugal. Auch das Viertelfinale gegen Griechenland war kein Problem. Im Spiel gegen Italien stand dann die ganze Mannschaft irgendwie neben sich und keiner konnte an die vergangenen Leistungen anknüpfen. Italien hatte in der Vorrunde auch nicht sehr geglänzt, aber letztendlich haben sie verdient gewonnen.

  3. Kleine Anmerkung: Für eine Teilnahme sollte man sich an die Regeln halten. Die lauten:

    - es muss ein Pflichtspiel gewesen sein
    - man sollte mindestens drei sinnvolle Sätze als Begründung schreiben.

    Alle Kommentare, die das nicht erfüllten, wurden jetzt gelöscht.

    Ich freue mich aber weiter sehr auf ernsthafte Antworten. Und überlege selbst noch, welches wirklich das schlimmste war.

  4. Dann ergänze ich auch mal: die Jahre 94-98 hing ich an der Uni immer in der Fachschaft rum – damals studierte ich noch Chemie. Einer der Jungs aus meinem Jahrgang, der auch in der Fachschaft war, war Kroate, da gab es noch einen Griechen und ein paar andere Nationalitäten, die allerdings nicht in „unserer“ WM-Vorrundengruppe waren. Die Vorrunde war noch ok (die habe ich aber nicht mehr präsent), Achtelfinale schon etwas schwieriger. Währenddessen sass der Kommilitone immer im kroatischen Trikot in der Fachschaft (wir waren da täglich) und fing so langsam mit trash talk an. Das blieb/war immer harmlos neckend – auch nach dem Viertefinale – aber trotzdem (wie geplant ;-)) traf uns dann aber doch. Das Viertelfinale war dann grottig. Rote Karte, gerade „gegen“ Suker, den ich nicht mochte, da er wirklich gut (=eine Gefahr war, wurde ja auch Torschützenkönig), und dann ging es rapide bergab. 3:0 am Schluss und den Rest des Sommers waren wir alle vor den Spottgesängen unseres Freundes nicht mehr sicher. Klar, die Niederlage war verdient. Sicher gab es objektiv schlechtere Spiele – aber das tat schon ziemlich weh. Schlechte Spiele wie das gegen die Schweiz vor der EM 2012 (kein Pflichtspiel, daher out of scope) oder das 1:5 gegen England 2001 – aber da war ich dann emotional nicht so „investiert“ wie bei dem direkten Duell damals. Das war ich dann erst wieder beim Spiel gegen England 2006 (da mein Chef Engländer war) aber das hat die Mannschaft („die Mannschaft“) damals ja dann auch gewonnen. Da war ich dann auf der anderen Seite des Spotts, Hohns und der Frotzeleien ;-)

    Bonuscontent: Ausser Konkurrenz, da nicht die Nationalmannschaft, ist das schlechteste Spiel, das ich bisher sah – das war das Spiel Dortmund gegen Köln in der letzten Abstiegssaison Kölns. Unsere erste Auswärtsfahrt endete in einem 0:5 Disaster in Dortmund, die Mannschaft hatte eine Austrahlung, die bei jeder Ballberührung sagte: ich hab kein Bock, ich will heim. Ich habe noch nie (und auch danach nie wieder) eine Mannschaft so arbeitsverweigernd kicken sehen.

  5. So wirklich erinnern kann ich mich nicht mehr daran. Die Nationalmannschaft hat mich nie so wenig interessiert wie um die Jahrtausendwende herum, weil die fast ausnahmslos schlechten Fußball spielte. Aber ich denke, dass eines der schlechtesten Spiele, an die sich zumindest viele hier noch erinnern müßten, das letzte Spiel bei der EM 2000 war, ein 0:3 gegen die B-Elf von Portugal. Allein die ganzen Koryphäen, die dort aufs Spielfeld durften (oder mußten, was weiß ich): Rehmer, Linke, Hamann, Jancker und dann die erst kurz davor eingedeutschte Megawaffe Rink – dazu der geschaßte Loddar und die verletzten Ziege, Babbel und Jeremieser ging es kaum mehr.
    Man kann sich das ganze Spiel übrigens nochmal auf Dailymotion antun. ich würd es ja verlinken, aber ich will nicht riskieren, dass dann das Blog explodiert^^.

  6. Eigentlich wollte ich ja jetzt was zum 0:1 gegen Lord Bendtners Dänen 2007 schreiben, aber Freundschaftsspiele wurden leider aus der Wertung genommen. Schade, denn da gibts ja oft die viel schlimmeren Spiele…

    Dann nehme ich genau wie Manfred auch das 3:0 von Porugal in der Vorrunde 2000. Nachdem die Portugiesen sowieso schon durch waren und eine Mannschaft aufstellten, die auf die Topspieler Figo, Rui Costa und Nunu Gomez verzichtete und im Vergleich zu den ersten beiden Spielen insgesamt auf neun Positionen in der Startelf verändert war.

    Gegen diese nicht eingespielte Abwehr mit diesem bestenfalls mittelmäßigen Angriff hätte Deutschland nur höher gewinnen müssen als Rumänien gegen England um eine Chance aufs Weiterkommen zu haben. Vielleicht hat niemand geglaubt, dass Rumänien gegen England gewinnen würde und deswegen haben sie es nicht versucht, aber diese Leistung war vielleicht die schlechteste in einem Pflichtspiel überhaupt.

  7. Hallo Trainer,

    Ich lege mich fest auf das 0:1 gegen die Auswahl der DDR im letzten Vorrundenspiel der Heim-WM 1974. Zum einen, weil es im gesamten Spiel an mannschaftlicher Geschlossenheit mangelte und das Team sehr arrogant in das Spiel ging. Zum anderen weil es gegen Ende der Partie ausser Krampf nicht einen überzeugenden Angriff gab, der wirklich den Glauben an eine Spielwende festigen half.
    Umso hoffnungsloser schien für mich als damals 11jähriger der weitere WM-Verlauf zu werden. ich war einfach tief enttäuscht von meinen damaligen Idolen auffem Platz.

  8. Ich fand das EM-Qualifikationsspiel Island-Deutschland 2003 am schlimmsten, es war auf jeden Fall ein tieferer Tiefpunkt. Das Spiel ist ja bekannt durch die legendäre Weißbier-Rede vom damaligen Teamchef Völler, aber man muss Rudi schon lassen, dass er damit das Spiel selbst größtenteils vergessen hat lassen. Das war gut so, denn es war grauenhaft. Nicht nur, dass nach vorne nichts lief, wir hätten es genau so gut sogar verlieren können. Viel mehr weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr

  9. Ich erinnere mich an mein erstes Spiel der Nationalmannschaft. Bei der WM 1978 war ich gerade 7 geworden und sah zusammen mit meinen Eltern, Großeltern, Onkeln und Tanten Polen gegen Deutschland. Es war das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft in Argentinien, da Deutschland 1974 gewonnen hatte. Ich glaube, es endete 0:0 und war schrecklich langweilig. Vielleicht war dieser Kick ursächlich für mein stets distanziertes Verhältnis zur Nationalmannschaft.

  10. Das zweite Spiel bei der EM 2004 gegen Lettland, 0:0. Ein Spiel, das alles hatte, was ein richtig schlechtes Spiel braucht: keine Tore, keine Torchancen, kein Garnichts. Bei Freundschaftsspielen oder Qualifikationsspielen gegen „kleine“ Gegner kommt sowas schon mal vor, bei einem großen Turnier gewinnt man gegen solche Gegner. Punkt. Nicht so die Trümmertruppe von Rudi Völler, die nullkommagarkeine Idee erkennen ließ, wie man gegen eine ordentlich mauernde Mannschaft aus Lettland ein Tor schießen wollte. Ein Spiel wie Christian Wörns.

    P.S.: Ein Stunde nach der Lettlandfolter dann das großartigste Spiel ever bei einer EM: das 3:3 Tschechiens gegen die Niederlande. *schwelg*

  11. Das 0:3 gegen Portugal 2000 war natürlich schlimm, aber ich wähle trotzdem eine andere Partie: 1978 hatte das DFB-Team, immerhin als Titelverteidiger angereist, die Zwischenrunde erreicht wie auch immer, musss man sagen. Vorher schon zwei grausame 0:0-Vorstellungen gegen Polen und Tunesien. Dann ging es gegen Italien, gegen Roberto Bettega, den Schöngeist Antognioni, Franco Causio und die Anderen. Ich glaube, nie wieder habe ich bei einem Turnier eine DFB-Elf gesehen, die so chancenlos war, so defensiv-destruktiv. Und das Skurrilste: Sie hat das Spiel noch nicht einmal verloren. Es war das unterlegenste 0:0, an das ich mich bei der Nationalmannschaft erinnere. Italien hat vier Jahre später dafür die verdiente Rache genommen.

  12. Die letzten beiden Pflichtspiele gegen Spanien waren beide sehr schlimm anzusehen. Vor allem beim WM-Halbfinale 2010 habe ich eine sehr hilflose deutsche Mannschaft in Erinnerung.

    Allerdings war es unter Löw eigentlich nie so schlimm wie in den dunklen Zeiten unter Völler und Ribbeck. Ein Spiel muss schlimm gewesen sein, wenn die Fans des Gegners noch heute Lieder darüber singen und es als größter Erfolg der letzten fünfzig Jahre gefeiert wird.

    Es geht natürlich um das 1:5 gegen England in der Qualifikation zur WM 2002. Zwar noch 1:0 durch Jancker in Führung gegangen, dann aber komplett unter die Räder gekommen. Es ist außerdem eine von zwei Niederlagen in der WM-Qualifikation, wovon es damit weniger gibt als verlorene WM-Finalspiele.

    Es ist wohl auch das älteste Fußballspiel, bei dem ich mich noch an Live-Bilder erinnern kann. Die EM 2000 habe ich zwar verfolgt, habe aber nur noch eine gewisse Ahnung, dass es wohl nicht so gut lief.

  13. Ich nominiere zur Abwechslung ein Spiel, das Deutschland ohne billigendes Verhalten des Gegners gewonnen hat. Nicht zu Unrecht fast in Vergessenheit geraten ist das EM-Qualifikationsspiel Deutschland vs. Albanien am 20. November 1983 in Saarbrücken. Deutschland benötigte einen Sieg in beliebiger Höhe, um sich zu qualifizieren. Trotz einer fast die gesamte zweite Halbzeit währenden Überzahl gegen einen damals noch zweitklassigen Gegner ließ der Treffer zum 2:1 bis kurz vor Schluss auf sich warten.
    Dieses Spiel fasste alle Merkmale der späten Derwall-Ära gut zusammen. Eine Mannschaft, die von ihrem Trainer sichtlich weder Konzept noch Spielidee vermittelt bekommen hatte, spulte ihr Programm herunter. Es war unendlich zäh und mühsam für alle, vor allem, weil man sich doch immer noch zum nächsten zähen und mühsamen Spiel durchwurstelte. Als das Trauerspiel im Sommer drauf nach Macedas Kopfballtor endlich beendet war, dachte man sich, es wäre besser gewesen, wenn es gegen Albanien beim 1:1 geblieben wäre und Deutschland den Nordiren den Vortritt gelassen hätte.

  14. Da ich noch nicht ganz so alt bin, wähle ich das 0:3 gegen Tschechien in der EM-Qualifikation in München. Nachdem die deutsche Mannschaft bereits qualifiziert war, ließ sie sich trotz vorheriger – für damalige Verhältnisse – überragender Leistungen in der Qualifikation völlig hängen und abschlachten und das auch noch zu Hause. Ich bin ja nicht so der Riesen-N11-Fan, aber das fand ich dann doch irgendwie sowohl unverschämt wie auch einfach zu wenig, wenn es ein Pflichtspiel ist. Gelugene Qualifikation hin oder her.

  15. Nun, die Auswahl ist vielfältig, wie die oben stehenden Kommentare erahnen lassen – bei fast allen nickte ich zustimmend, und natürlich bin ich hin- und hergerissen. Ganz abgesehen von dem Anspruch, vielleicht auch noch eine zusätzliche Facette ergänzen zu können – ein Anspruch der dann eben das 0:3 gegen Portugal, als mich Fußball grade eh nicht so interessierte, oder Lettland 2004 oder England 2001 ausschließt.

    Ein Großteil der schlimmen Erinnerungen ist torarm, so vor der EM 80, als der Qualiauftakt („meine“ erste Qualifikation) in Malta und der Türkei (im Radio gehört – verheerend!) komplett torlos verlief, oder das 0:1 in der Türkei anno 1998 mit Oliver Kahn in der Clownsrolle.

    Ganz besonders furchtbar fand ich indes, und für dieses Spiel entscheide ich mich auch, ein weiteres 0:0, und ein weiteres Mal gegen Italien, wie bei Peter Ahrens. Meines fand 1996 statt, war letztlich dennoch ein erfolgreiches, wie wir alle wissen, aber mir ist heute noch ein Rätsel, wie die deutsche Mannschaft dieses Spiel überstehen und im Turnier bleiben konnte. In meiner Erinnerung – sie mag täuschen – rollte ein italienischer Angriff nach dem anderen auf das deutsche Tor, gelang es dem deutschen Team nicht einmal ansatzweise, sich zu befreien oder gar selbst Gefahr zu entwickeln, unterliefen selbst Matthias Sammer hanebüchene Schnitzer und war es nur Andreas Köpke zu verdanken, dass eine als Tabellenführer und vermeintlich fast fix für das Viertelfinale qualifizierte, tatsächlich aber völlig uninspirierte deutsche Mannschaft nicht nach Hause fahren musste. Es ist mir recht rasch gelungen, diesen furchtbaren Abend, den ich mit ziemlich vielen Menschen in einer Studenten-WG teilte, weitestgehend zu verdrängen. Aber immer wenn ich die Ergebnistafel der EM 96 in Gänze anschaue, taucht da unvermittelt dieses eine vergessene Spiel zwischen all den schönen Ergebnissen auf. Und dann frage ich mich, ob es wirklich stattgefunden haben kann, schließlich wird die Erinnerung immer blasser. Und gleichzeitig immer einseitiger.

  16. Da muss ich für mich das 1:5 gegen England aus dem Jahr 2001 wählen. Nachdem ich 1999 für ein halbes Jahr in England war, waren die Spiele gegen die Engländer für mich doppelt so brisant. SMS hier, SMS dort (wie z.B. nach dem 0:1 bei der EM im Jahr zuvor). Das 1:5 toppte das allerdings um Längen. Eine schlaflose Nacht, mit englischen Fans die durch die Gassen zogen – ich war zu der Zeit im Urlaub auf Kreta. Es reichte nicht, dass das Spiel schlimm war, wie man nach 1:0 Führung das Spiel noch komplett vergeigte, das danach war nochmals so schlimm.

    Auf Platz 2 (auch wenn nicht gefragt) das 0:3 gegen Portugal bei der EM. Die Hoffnung, dass man es doch noch packen könnte, trotz der bescheidenen Spiele zuvor, war groß. Turniermannschaft und so. Aber es folgt gegen ein B-Elf eine Offenbarung und ein sang und klangloses Ausscheiden.

  17. Pingback: Eine Frage der Liebe

  18. Nach den tollen Beiträgen fiel mir auch ein solches Grottenspiel ein, nur wusste ich leider nicht mehr genau welches. Die einzigen Anhaltspunkte, die ich noch im Gedächtnis hatte, waren ein total unverdienter Punktgewinn durch einen direkten Freistoß von Mehmet Scholl in der Nachspielzeit an einem kalten Ort im Herbst.
    Nun meinte ich, dass Spiel muss in Wales oder Nordirland im Zuge einer WM- bzw. EM Qualifikation stattgefunden haben. Somit recherchierte ich mich durch die entsprechenden Quali-Tabellen, fand aber leider nichts. Auch die Erweiterung der möglichen Gegner auf Schottland, Finnland oder Island (nicht das Weißbier-0:0) brachten keine brauchbaren Ergebnisse. Erst nachdem alle NM-Tore Mehmet Scholls (überraschenderweise nur 8) zu Rate gezogen wurden, fiel der Groschen.
    Mit dem Ergebnis kam auch die Ernüchterung, dass ich leider nicht für das Gewinnspiel qualifiziert bin, denn es handelte sich um ein Freundschaftsspiel.

    Das Nachforschungsergebnis möchte ich trotzdem nicht vorenthalten, weshalb ich hoffe, trotz Verstoßes gegen die Spielregeln, nicht gelöscht zu werden.

    Das Spiel fand am 14.11.99 im Ullevaal-Stadion in Oslo logischerweise gegen Norwegen statt und endete 0:1.
    Außer dem unverdienten Sieg, stellte Lothar Matthäus, in seinem 143. Einsatz, noch den Länderspielrekord von Thomas Ravelli ein.
    Des Weiteren bot Erich Ribbeck ein revolutionäres 4-Stürmer System auf mit: Oliver Bierhoff, Marco Bode, Ulf Kirsten & Oliver Neuville. Leider funktionierte dies, wie vieles andere auch in seiner Amtszeit, nicht so richtig.

    Hier wäre das übrigens alles nachzulesen: http://archiv.rhein-zeitung.de/on/99/11/14/

    Etwas viel bei der Recherche außerdem auf. Viele knappe Siege, bzw. Unentschieden in dieser Zeit gegen kleine Mannschaften (gab es ja nicht mehr, ich Dummkopf) wurden entgegen dieses Spiels, nach Führung am Ende fast bzw. ganz verdaddelt.
    Ära der Konditionsprobleme?
    Man weiß es nicht.
    Auf jeden Fall mysteriös.

  19. Gijon. Das eine Wort reicht eigentlich schon. Vielleicht gab es schlimmere Spiele an den eine deutsche Nationalmannschaft beteiligt war, aber dieses 1:0 gegen Österreich war eine komplette Schande. Genau dieses Ergebnis reichte beiden zum Weiterkommen bei der WM 1982.

    Dieses Denken stellte sich allerdings erst später bei mir ein. Das muss ich dann schon zugeben.

  20. Ja, Danke für Deine Teilnahme, Detlef. Was Du sicher übersehen hast, ist die im Eingangsbeitrag im PS stehende Einschränkung … alte Internet-Krankheit.

  21. Das schlechteste Spiel aus deutscher Sicht, dass ich je gesehen habe, war das 4:4 gegen
    Schweden. Ja, ich meine das Spiel aus dem Oktober 2012. In dieser Zeit hatte ich mit meiner Frau einen Kurzurlaub in Hamburg gemacht. Da ging der Theaterbesuch („Don Quichote“) vor Fußball.
    Als wir kurz nach 22 Uhr zurück ins Hotel kamen, saßen einige Gäste entspannt vor dem Fernseher. Die Deutschen führten 4 zu Null. Das war es wohl. Was ich dann sah, ist für mich immer noch unglaublich: Man bekam ein Tor, blieb entspannt, dann das nächste. Man wurde nervös, schließlich ängstlich. Schließlich gab es den Ausgleich ganz am Schluss. Nicht zu glauben. GESEHEN habe ich von dem Ganzen nur die Demontage der deutschen Nationalmannschaft…

  22. Ich wähle das 0:3 gegen Portugal bei der EM 2000. Für mich persönlich war dies die schlechteste deutsche Mannschaft, die ich je gesehen habe. Eine katastrophale EM mit einem „krönenden Abschluss“ gegen eine B-Mannschsft der Portugiesen.

  23. Viele wunderbare Momente der inneren Einkehr, warum man sich das überhaupt antut, wurden bereits genannt. Ich springe daher in eine bekannte Bresche, wenn ich die gesamte Vorrunde der EM 2004 in Portugal nominiere. Ich weiß nicht genau, was mich dabei am meisten angeödet hat: dieses schrumpelige 1:1 gegen Holland mit dem Glückstor vom Lutscher, dessen Freistoßflanke aus Versehen ins Tor segelte, was die Zeitung mit den vier großen Buchstaben dazu animierte, von einem großartigen Erfolg und einem „Ruck, der durch die Mannschaft geht“ zu sprechen; oder das völlig uninspirierte 0:0 gegen Lettland, bei dem die genannte Zeitung wiederum vorher forderte, man müsse „die Letten plätten“, was dann dazu führte, dass ein lettischer Abwehrspieler den Lutscher nach 30 Sekunden (!) weggrätschte, womit ein Großteil des restlichen Spiels schon vorgegeben war; oder das anschließende Ausscheiden beim 1:2 gegen die B-Elf der bereits für das Viertelfinale qualifizierten Tschechen, was die beleidigte Leberwurst Steffen Simon dazu veranlasste, nach einem Foul von Jens Nowotny an Marek Heinz zu mahnen: „Nicht provozieren lassen, die Aufstellung der Tschechen ist schon Provokation genug.“ Bezeichnend für dieses Spiel ist ein Satz aus einem Spielbericht: „Die Tschechen hielten sich zurück, kamen aber bereits nach vier Minuten gefährlich vors Tor.“ Mehr muss man dazu nicht sagen, außer dass es Rudi Völlers letztes Spiel als Trainer/Teamchef/whatever war.

    Da das erste Spiel wenigstens noch unentschieden endete und ich beim zweiten persönlich anwesend war, sodass wenigstens noch ein schöner Tag dabei raussprang, nominiere ich somit die Partie gegen Tschechien am 23.06.2004 feierlich zu meinem besten schlechtesten Spiel der DFB-Elf. Wahrscheinlich gleichberechtigt neben so einigen anderen, die mir einfallen würden und die hier zum Teil auch schon genannt wurden.

  24. Ich erinnere mich spontan – aber ungern – an das Match gegen Lettland bei der EM 2004 in Portugal (Endstand war ein quälendes 0-0). Wir sind zu viert den halben Tag durch Porto gelaufen, um Tickets zu einem halbwegs erträglichen Preis zu ergattern (erfoldreich), haben uns tierisch gefreut, um dann in einem zugigen und schattigen Eck des halbleeren deutschen Blocks zu frieren und auf ein schönes Fußballspiel zu hoffen (vergeblich). Der ohnehin schon miserable Kick wurde noch schlimmer, als wir im Nachgang auf dem Marktplatz in Porto bei einem Public Viewing das wunderbare 3-2 der Tschechen gegen Holland bewundern durften.
    Positiv in Erinnerung bleibt nur, dass ich den Anfang der Schweinsteiger- und Podolski-Karrieren damals live miterleben durfte.

  25. Lieber Trainer,

    zunächst mal vielen Dank für die Blumen – bin zur Zeit nicht so viel im Netz unterwegs und stieß erst über den Königsblog auf diesen Beitrag.

    Das Quiz-Buch wurde von meinem alten Englischlehrer verfasst, und die richtigen Antworten sollten für die Leser deines Blogs eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Allerdings hat sich bei den Fragen ein recht grober Fehler eingeschlichen, der uns allen durchgerutscht ist. Wer den findet, ist echt gut!

    Mein persönlicher Grottenkick der Nationalmannschaft war auch ein Portugalspiel, aber nicht das bereits zitierte, sondern das 0:1 in der WM-Qualifikation vor ziemlich genau 30 Jahren in Stuttgart. Es war das wohl schlechteste der vielen schlechten Spiele, die unter dem Teamchef Beckenbauer abgeliefert wurden (der WM-Sieg 1990 verbrämt anscheinend die Erinnerung). Die Fußballästheten Jakobs, Berthold, Brehme, Briegel, Gründel und wie sie alle hießen lieferten sich ein uninspiriertes Fehlpassfestival und verloren durch die einzige Chance der Portugiesen, die auch nicht gerade ihre goldene Generation auf dem Rasen hatten. Das reichte immerhin, um den Deutschen ihre erste Niederlage bei einer WM-Qualifikation überhaupt beizubringen. (Ich nehme an, dass es auch noch nasskalt war, ich danach den Zug verpasste und Toni Schumacher im Tor stand, den ist seit der WM 1982 hasste zählt nicht als sinnvolle Begründung?)

  26. Die Gewinner wurden gezogen und auf dieses Buch freuen können sich nun janus und Onkel Säge. Herzlichen Glückwunsch und allen anderen großen Dank fürs Mitmachen, hat mich gefreut.



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