Ein wütender eitler Pfau

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Je mehr man von derartigen Episoden extrem gesteigerter Eitelkeit zu lesen bekommt, desto besser fühlt es sich an, dass er ab sofort kein Unheil mehr anrichten kann. Ich weiß nicht, wie man das Folgende in derartigen Kreisen sieht und bewertet. Für mein Empfinden stellt es schlicht den Versuch einer — noch dazu schlecht umgesetzten — Lüge dar. Es geht um die Nachwehen des Fotos der Kanzlerin mit dem halbnackten Mesut Özil in der Kabine der Nationalmannschaft.

Als er aber in der Kabine auftauchte, war Frau Merkel schon im Aufbruch. Ein wütender Präsident ließ später über seine bestens gepflegten Kontakte zum Haus Axel Springer streuen, die Kanzlerin habe sich persönlich bei ihm entschuldigt, und natürlich habe er diese Entschuldigung angenommen. Worauf Frau Merkel über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert in der Bundespressekonferenz ausrichten ließ, es gebe „nichts, wofür sie sich hätte entschuldigen müssen“.

Und da, wo er hätte (not-)lügen oder einfach schweigen sollen, da sprach er ungeschickterweise die Wahrheit:

Richtig ist, dass er in der Badewanne lag und es natürlich auch viel Blut zu sehen gab.

Gut, dass er geht.

Dass es nach ihm besser wird, ist allerdings nur in Bezug auf die Außendarstellung sicher, inhaltlich leider nicht.

5 Kommentare

  1. „Gut, daß er geht.“
    Naja, das mit dem geht stimmt ja nur bedingt. Er wird uns bestimmt regelmaßig erklären, wie er persönlich die Fifa rettet und dort aufräumt.
    Bauchpinselnde Journalistendarsteller in Latteks Knallchargenshow werden ihm bestimmt gerne seine Wichtigkeit bestätigen. Der andere große Gin-Fan konnte da auch nur schwer widerstehen.

  2. Stimmt, das übersieht man (hier: ich) gerne. Er hat ja weiterhin Einfluss. Nur steht er nicht mehr in vorderster Front dabei, zu entscheiden, was rund um den deutschen Fußball passiert. Dass er das jetzt mit noch größerer Reichweite tut, allerdings mit geringerem Einfluss, ist nicht unbedingt begrüßenswert, ja.

  3. Bis ich kapiert habe, um wen es eigentlich geht…..

  4. @bjui .. theo zwanziger

  5. Ich würde 20er für die anstehenden Nachfolgen in der FIFA/UEFA noch nicht abschreiben. Wenn er seine freigewordenen Zeitbudgets in afrikan./asiat. Netzwerke investiert, sieht er vielleicht Chancen.



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