Eine Mär weniger

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„Neu war für mich auch, daß immer alle 90 Minuten lang marschieren. Wenn du in Deutschland zehn Minuten vor Schluß 0:2 hinten liegst, schenkst du das Spiel ab. Hier mußt du bis zur letzten Sekunde rennen, egal ob es 0:4 steht.“

Das sagt Arsenals Аляксандр Глеб, den man in Deutschland auch unter dem Namen Aljaksandr Hleb kennt. Vor dieser Saison ist er von der Saure-Gurken-Truppe-Nr. 1, dem VfB Stuttgart, zu des Lehmanns toller Truppe gewechselt. Dabei sagt das Klischee doch, dass man gegen deutsche Mannschaften sich eines Sieges nie sicher sein darf, egal, wie hoch man führt. Denn angeblich geben deutsche Mannschaften nie auf.

„Die deutschen Spieler hören erst dann auf zu kämpfen, wenn sie im Bus sitzen.“

sagt zum Beispiel Ronald Koeman.

Was Gary Lineker einst sagte, brauche ich nicht zu zitieren, es steht im ja hier im Banner zum WM-Special.

Laut Hleb scheint das aber nicht zu stimmen. Schlechte Aussichten also für die WM?

5 Kommentare

  1. Nein, Trainer, was du schreibst, ist nicht zwingend richtig und logisch.

    Koeman bezieht sich auf deutsche _Spieler_, Lineker bezog sich auf die deutsche _Nationalmannschaft_. Herr Hleb hingegen bezieht sich auf deutsche _Vereine_, bei denen ja bekanntlich und reichlich oft bemängelt kaum noch deutsche Spieler spielen. Vielleicht kämpfen ja die deutschen _Spieler_ in den deutschen _Vereinen_ durchaus bis zur 90. Minute, während die ausländischen Legionäre in den deutschen _Vereinen_ schon beim Stande von 0:2 abschenken. Davon sagt Herr Hleb jedenfalls nichts. Vielleicht muss man in England gar deshalb bis zur 90. Minute kämpfen, weil Jens Lehmann, Robert Huth und Moritz Volz immer marschieren, egal wie es steht.

    Vielleicht wurde Herrn Hleb aber einfach eine Frage zu viel gestellt. The one-and-only Paul Stalteri, der ebenfalls mal mit dem nicht totzukriegenden Vergleich zwischen dem englischen und deutschen Fußball konfrontiert wurde, kam jedenfalls zu einer anderen Diagnose als sein weissrussischer Berufskollege: „Ganz ehrlich: Ich fühle mich genauso wie in Bremen.“ Das Interview, allemal lesenswert, kann man bei kicker.de über die Suchfunktion finden, es hat die Überschrift „England war immer mein Traum“.

  2. Warum schreibst der Trainer Hleb in kyrillischen Lettern?

  3. Man sollte nie nachträglich von ‚Du‘ nach ‚der Trainer‘ umtexten, dann stimmen die Verbformen meist nicht mehr. Also neu:

    Warum schreibt der Trainer Hleb in kyrillischen Lettern?

  4. Der Trainer schreibt Hleb in kyrillischen Lettern, weil er weiß, wie das funktioniert. Er kann es einfach, darum tut er es. Das bereitet ihm wahrscheinlich sogar Freude.

  5. Ich glaube Ben hat Recht, der Trainer ist einfach ein ganz fürchterlicher Poser.



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