Frage an Radio Eriwan

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Beeinflusst die Tiefe der Netze die Ästhetik eines erzielten Tores?

16 Kommentare

  1. Im Prinzip nein, kommt aber auf den Einzelfall an.

  2. Im Prinzip nein.

    Sollte es sich beim Tor jedoch um einen ugs. sog. „Strich“ handeln, also ein mit überdurchschnittlicher Geschwindigkeit geschossener Ball ohne Effet (siehe auch „Tor des Jahres“), der im Bereich des oberen Winkels einschlägt (oder gar genau in den Winkel), kann man die Ästhetik durch die längere Flugbahn des Balles im Tor als noch ansprechender empfinden.

  3. Mit Blick auf die Zeitlupe ist ein Tornetz, das beim Tor ordentlich ausbeult natürlich ein Traum.

    Andererseits wird der Einschlag nur selten explizit eingefangen (außer beim Vorspann der Sportschau), viel wichtiger sind leider die Emotionen des Schützen, des Vereinspräsidenten, der Ersatzspieler, der Frau des Schützen, der Fans etc. pp.

    Man könnte also fragen: warum ist die Ästhetik des Tores nicht mehr so wichtig wie die Eruption drumherum? Warum denkt keiner – außer dem Trainer – über Tornetze nach?

  4. Pingback: Eine Choreoabsage, schottische Amateure und ein Kind namens Santana | Fokus Fussball

  5. So ein richtig tiefes Netz hat was. Doch man sollte schon Live dabei sein. Den Ball mit eigenen Augen ohne Fernsehkamera im Netz zappeln sehen. Dabei ist Tiefe die eine Komponente. Ist das Netz sehr straff gespannt oder hängt es mehr.

    Als ich einst vor 11 Jahren noch regelmäßig in eine rStraßenmannschaft 1 x die Woche Mittwochs bolzte, spielten wir auf dem Ascheplatz auf Handballtore ohne Netz. Bei den Toren fehlte mir immer das zappeln des Balles im Netz.

  6. Ja! Die vorallem in Südamerika üblichen, schon kurz hinter der Latte diagonal nach unten geführten Netze haben selten die selbe Spannung wie die in Mitteleuropa üblichen kastenförmigen Netzen. Dadurch luscht selbst ein harter Schuss nur ins Netz.

  7. Hm, interessante Frage, wie tief sollte das Tornetz sein? Gibt es da einen goldenen Schnitt? Ich persönlich mag es, wenn die Netze hart gespannt sind, so dass ein harter Schuss ins Netz wieder aus dem Tor herausspringt.

  8. Definitiv ja! Beim selber spielen sogar noch mehr als beim zusehen. Ebenso wichtig ist für mich die Farbe des Netzes: alles außer weiß kannste knicken.

  9. Team „Hart gespannte Netze“!
    Gar nicht geht ja, wenn die Netze nach hinten stark ausbeulen, am besten nach in spitzem Winkel auf den Boden treffen oder fast aufliegen. It’s just not right! Dann merkt man bei Aufprall des Balles ja gar nicht so recht seine Kraft.

  10. Die Frage hat stark an Resonanz verloren, seit der Ästhet Netzer aus der Tiefe des Raumes kam und die Untiefen des Netzes austestete.
    Will sagen:
    http://www.youtube.com/watch?v=yDsdjM527WI
    Schönes Tor, das.

  11. Ein Strahl von einem Schuss! Das Netz beulte sich, spannte und riss schließlich. In unseren kindlichen Träumen bauen wir dieses Szenario immer und immer wieder auf: der ultimative Mega-Schuss aus roher Gewalt und gewaltiger Rohheit! Vollspann aufs Tor, etwa 150 Stundenkilometer … abgefeuert von einem Fuß aus Stahl.
    Ins Tor gerammt, gedroschen, genietet.
    Der Körper ganz leicht „vorn über“, circa 25 Meter Anlauf, hasserfüllter Blick, zuckende Muskeln … jaaah, faaaarz, peeeng, doooosch, fluuusch, zischschsch … das Loch im Netz etwa ein Meter mal ein Meter groß und der Tormann mit einem ballgroßem Loch im Bauch! Und der Grass Günther arbeitet an seinem neuem Buch „Beim Beulen des Netzes“!

  12. Es kommt darauf an, wie hoch eingenetzt wird. – Einfach mal hingucken …

  13. Tor ist Tor!
    Ästhetik wird sowieso zu oft überbewertet.

  14. Tatsächlich, das ist mir gar nicht bewusst gewesen. Es macht wirklich einen Unterschied, ob man selbst spielt oder zuschaut. Beim Selberspielen bevorzuge ich auch straff gespannte Netze, so dass der Ball fast schon wieder rausspringt. Beim Zuschauen finde ich schlaffere Netze schöner, so dass sich die Eleganz (oder auch nicht) eines schönen Schusses noch „im Netz verfängt“.

    Was Lateinamerika angeht, ist es in meiner Wahrnehmung aber anders als David es beschreibt.

    Tor in Mexiko (das erste reicht).

    Tor in England (das erste reicht).

    Ich mag irgendwie Beides, so lange es den Erwartungen bezüglich des Ortes entspricht.

    Und bei der Farbe der Netze finde ich, dass alles andere als weiß oder grün total schick ist, wenn man es mit Mustern und Farben nicht übertreibt. Gelbe (!) Netze wie im ersten Video – herrlich!

    Bei der Frage weiß oder grün wäre ich aber ganz klar bei weiß und lande dann wiederum bei dem Gedanken, dass früher im Amateurfußball die Netze fast immer grün waren und sie bei den Profis jetzt immer weiß sind. Kennt jemand einen Grund dafür?

    Wie auch immer, Danke sehr für Eure Ansichten, interessant wie unterschiedlich die Präferenzen sind.

    PS: Manfred, da hätte ein Link hierhin gereicht …



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