Geliebter moderner Fußball

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Es gibt natürlich auch eine Reihe Gründe, warum man den modernen Fußball vielleicht nicht ganz so liebt. Doch ebenso selbstverständlich, wie nun mal jede Medaille ihre zwei Seiten hat, Yin-Yang, Tag-Nacht, Werden-Vergehen etc., hat auch der moderne Fußball seine ausgemacht tollen Seiten.

Ich würde gerne von Euch wissen, welche das sind. Welche Veränderung am modernen Fußball empfindet Ihr als begrüßenswert, wenn auch vielleicht erst nach längerem Nachdenken?

Allzu viel kann ich nicht vorweg nehmen, werfe aber meinen geliebten Aspekt am geliebten modernen Fußball in die Runde, dass im modernen Fußball überall Bälle neben dem Platz liegen und ein auf oder gar über die Tribüne geschossener Ball das Spiel nicht mehr zwangsläufig für mehrere Minuten beendet und den Schiedsrichter und ein paar wenige treue Helfer auf die ungewisse Reise nach dem Aufenthaltsort des Balles schickt. Die Pausen zwischen schlecht platziertem Torschuss und darauf folgendem Abstoss sind angenehm kurz geworden.

Was ist da noch an Erfreulichem in den letzten Jahren hinzugekommen?

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  1. Wenn die „letzten Jahre“ auf etwa 20 ausgedehnt werden dürfen, dann die Rückpassregel.

  2. Ich habe mit 26 ja quasi nur modernen Fußball erlebt. Ich muss aber sagen, dass es jetzt in HD einfach besser aussieht.

  3. Die Spieler erkennt man sehr gut durch die Fußi-Schuhe.
    Letztens hatte ich Probleme Silva und Nasri auseinander zu halten, da ich nicht wusste, wer zentral, wer links spielt. Dank Silvas leuchtend gelben Tretern wusste ich dann immer, wer gerade den Ball führt.

  4. Wollt ihr mich verkohlen? Das beste am modernen Fußball ist der Fußball! Da brauch ich kein HD, das sieht auf den ersten Blick nach mehr Sport aus, wie die Jungs mittlerweile umherflitzen in den Profiligen dieses Jahrtausends. Zwar sind die dann halt bis in die Haarspitzen gedopt, wie früher nur ein Trainer, es fehlen „Typen“ und außerdem kann sich niemand mehr die Ticketpreise leisten. Mimimimimimi. Dafür würde das heurige Hoffenheim jede Traditionself der 70er vom Platz schießen. Weil moderner Fußball halt besserer Fußball ist.

  5. Die Art, wie Fussball gespielt wird. Für jemanden, der hauptsächlich mit Eishockey sozialisiert wurde, ist die Sportart, welche die Brehmes, Buchwalds und Hässlers ausübten, schwer zu ertragen (über alles davor kann ich mir keine ernsthafte Meinung erlauben).

    Und dann natürlich noch das offensichtlichste: das Internet. Die Sportblogs, Fanzines und (ausgesuchten) Foren. Man kann sich tagelang über Fussball unterhalten, ohne auf einen einzigen Volldeppen oder Protofaschisten zu stoßen.

    Und, auch wenn wir uns immer alle aufregen, dass heutzutage von Montag bis Sonntag Fussball läuft und jeder Mist übertragen wird, das gefällt uns – wenn wir ehrlich sind – doch eigentlich ganz gut, oder?

  6. ich bin froh, dass im mofu so viele metrosexuelle mitmachen (und natürlich die fehlenden protofaschisten, ist ja klar).

  7. Wurde alles schon genannt:

    - Rückpassregel
    - das Spiel selbst (bewegte Bilder aus den 70ern lassen mich schaudern)
    - Medienvielfalt; dass sich jetzt auch taz und Zeit mit Fußball beschäftigen ist super, Blogs sind es sowieso

  8. Ich ergänze dann noch mal die Abseitsregel. Ohne die Regeländerungen würden die Topspiele heute noch weitgehend so aussehen, wie das WM-Finale 1994.

  9. Das Beste am modernen Fußball ist doch, dass man immer so schön jammern kann, wie toll doch alles früher war!

  10. Rasenheitzungen vermeiden Ärgernisse.

  11. Rückpassregel. Definitiv.

    Die Geschwindigkeit. Der Standfußball aus den 80ern war doch richtig öde. Immer noch Fußball aber doch alles gefühlt in Zeitlupe.

  12. Passt nur so halb, aber: Die Verfügbarkeit. Immer auch irgendwie Spanien- oder England-Streams gucken zu können, und es wird auch darüber berichtet.

  13. Modern wird/wurde mein Fußballspielen dadurch, daß ich meine fußballspielenden Freunde in den Medien der Massengesellschaft bzw. in den Massenmedien der Bildschirmgesellschaft – Pressekondolenz – als Fremde begucken kann/konnte.
    Modern ist Arena, welche Marke auch immer die kapitale Allianz des Doofen hergibt; Bolzen und selbst Oberliga ist Old School. – Ich sage immer noch Waldstadion und natürlich Bremer Brücke.
    Und bin – eher im utopischen Sinne – für/für die Moderne. Die betreffenden Verbände sollten aber mal nachdenken, an welchem vollmodernen Grab sie schaufeln, das sie erst groß hat werden lassen.
    Meine Metapher dafür: Omas Garten. (Einfach googlen.)
    In Elterns Garten konnte ich Fußball spielen, mit Straßenfreunden.

  14. Definitiv das Abschaffenn der Rückpassregel! So wurde grausames hin-und herkicken zwischen Torwart und Abwehrspieler verhindert.

    Das Aussterben von Libero und Manndecker! Nun dürfen alle Spieler am Spiel teilnehmen und müssen nicht nur ihrem Gegenspieler hinterherlaufen.

    Das Einführen des passiven Abseits! Ja genau! Durch das passive Abseits muss ich als Stürmer nicht immer so viel laufen :D Außerdem hätten wir dann nichts mehr zu diskutieren und der Doppelpass würde nur noch über Bayern reden

  15. In der Winterpause wird man ja so schön mit allen möglichen „Classics“ versorgt. Und wenn man dann im DFB-Pokalfinale von schlagmichtot eine gemeingefährliche Grätsche nach der anderen sieht, freut man sich ob des modernen Fußballs und seiner konsequenten Ahndung Absicht, Grätschen von hinten und gerne auch der Seite konsequent und rigoros zu ahnden. Ein Segen ist meines Erachtens zudem die 1991 eingeführte gelb-rote Karte.

  16. Definitiv: Nein!

  17. Dass sich heutzutage so viele Frauen für Fußball interessieren finde ich gut.

    Fusi war doch in den 70ern und 80ern eine reine Männerveranstaltung.

    Ob das was mit modernem Fußball zu tun hat? Keine Ahnung.

  18. Ingo, stimmt. – Wenn ich das nachhalte, sind heute viel mehr Freundinnen interessiert, am Event Fußball, am vorher, am Live-und-Kneipen-Viewing, am nachher. Jaja, und bei allem modernen Geschwätz: ich find´s gut. Ich & mein Ball.

  19. Das gute am modernen Fußball, ist für mich die tief emotional empfundene Sehnsucht nach dem altmodischen Fußball.

    Anderseits sind immer genau JETZT die Zeiten, nach denen wir uns später zurücksehnen.

    Und so verwischen Grenzen …

  20. Positiv: Die Stadien. Also zumindest die, die nun nicht mehr als weit geöffnete Windeinfallschneisenschüsseln ohne Dach und dafür mit Laufbahn (Volkspark, Parkstadion, Rheinstadion, Müngersdorf, Neckarstadion, Olympiastadion/München) daherkommen.

    Das Yang dazu: Die Stadionnamen, die diese Sportart zumindest in die Nähe der diversen Tiernamenligen (O-Ton Sternburg) bringt, die leider mit dem Stadionumbau unweigerlich einhergehende Business-Logen-Erschließung sowie die komplett gehirn- und gehörfeindliche Beschallung dieser Sportstätten durch drittklassige Radio-DJs solange bzw. sobald der Ball nicht rollt.

  21. Deutlich einfacher ist auch die Beschaffung von Tickets geworden. Ich erinnere mich an meine ersten Reisen nach England irgendwann in den 80ern, von Internet keine Rede. Alleine, bis man einer englischen Sekretärin erklärt hatte, daß man aus dem Ausland ist und eine Karte will, wie man die bezahlt und geschickt haben möchte – da verging genug Zeit, um den Telekomkonzern eines mittelgroßen Landes glücklich zu machen. Heute hat (zumindest in den größeren Ländern) fast schon jeder Viertligisteinen Ticketshop. Gut so. Daß auch noch Zug-/Bus-/Flug-/Spielpläne online sind ist so ein nettes Abfallprodukt, das sehr hilft.

  22. Ich würde ganz allgemein erstmal die Form der Berichterstattung als eine positive Entwicklung sehen.
    Nicht nur, dass mir als passioniertem Kneipengänger durch die diversen Konferenzen die Zeit bis zum Zerreißen meines Tippscheins enorm verkürzt wird, auch hat die Berichterstattung mittlerweile ein intellektuelles Level erreicht, dass ‚früher‘ mit Sicherheit nicht vorhanden war.
    Das Ganze ist natürlich extrem begünstigt durch eine fortschreitende Globalisierung und bringt mich zu der Frage wtf is moderner Fußball und kann ich das losgelöst von dem Genannten betrachten?
    Da fällt mir ein, was ich noch schön finde: Die anachronistische Entscheidung von Neymar in Brasilien zu bleiben.

  23. Ich kann mit dem Begriff „moderner Fußball“ nichts anfangen, daher will mir weder etwas Positives noch Negatives dazu einfallen.

  24. Runde Pfosten – bessere vielleicht unberechenbarere Bälle

  25. Ich finde am modernen Fußball ganz chauvinistisch vor allem die Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft gut. Was war das für ein Scheiß, beginnend mit den späten siebziger Jahren, dem Gijon-Geschiebe, den Brehme-Elfern und Matthäus-Freistößen. Ist nun alles gut verdrängt und vergeben, weil sich ein paar kluge Leute einer gezielten Nachwuchsarbeit angenommen haben, die relativ schnell wirklich spektakuläre Resultate gebracht hat. Schaut euch mal die Nachnamen der Spieler an. Sinnbilder für die Umsetzung einer tollen Idee: Dass man junge Athleten in diesem Land in jedem sozialen Umfeld finden kann, egal welche Hautfarbe, Religion, nationale Herkunft. Für eine solche Mannschaft mit solchen Charakteren (und Charakteristika) kann ich mich begeistern. So wie früher (ganz früher) für die Ära 1966 bis 1974.

  26. Früher war mehr Lametta…

    Was ich am „modernen Fußball“ teilweise schätze, ist bereits genannt worden: Änderung der Rückpassregel, schnellerer Fußball. Auch die modernen Stadien/Arenen sagen mir zu. Ich bin zwar in einer der tristesten aller Windeinfallschüsseln sozialisiert, im Rheinstadion, sodass mich heutzutage auch schon mal ein wenig Nostalgie ankommt, wenn ich in der Arena tatsächlich mal nen Luftzug oder gar einen Regentropfen abbekomme; aber ich werd schließlich nicht jünger, sondern älter und weinerlicher, insoweit sind die neuen Arenen natürlich okay :-)

    Für den Rest hab ich nicht allzu viel übrig. Natürlich sind Ticketbeschaffung und Anreiseplanung heutzutage ein Klacks. Ich würde allerdings gerne das alte „Chaos“ in diesem Bereich wieder nehmen, wenn ich dafür auch die alten Preise hätte. Und an die Anstoßzeiten werd ich mich nie gewöhnen, obwohl sie ja eigentlich ein schöner Trip in die Kindheit sind, schließlich hab ich in der D-Jugend auch gerne mal samstags um 13 Uhr gespielt…

    Vielleicht war es früher langweiliger, aber wir fandens halt toll, weil es nix Besseres gab. Auf dem Level hätte ich durchaus verweilen können :-)

  27. Ich mag, dass nun auch die Mannschaften schwarze Trikots tragen können. Allerdings gefallen mir Schiedsrichter in blau, grün oder rot überhaupt nicht. Einzig gelb finde ich erträglich. Eigentlich wäre es schöner, sie wären bei schwarz geblieben und würden nur dann, wenn eine der beiden Mannschaften schwarze Trikots trägt, auf gelb ausweichen.

    Aber dass Trikots wie die von Gladbach oder Schottland in schwarz möglich sind, finde ich außerordentlich schön.

    Der vierte Schiedsrichter hingegen ist völlig überflüssig. Abschaffen! Reine Alibi-Funktion, die kein einziges Problemen löst.

  28. Den Positivismus von Jürgen Kalwa würde ich gerne mögen, wenn er überhaupt irgendwo stimmte.
    Auf dem Platz ist der Fußball inzwischen so modern wie austauschbar, weil alle Vereine in jeder Abteilung dem gleichen Trend nachhinken. Witzelnschaftlich.
    Schwarze Trikots, genau: finde ich auch toll. Es sümpoldisiert aber, daß eine bewertende Instanz inzwischen fehlt, auf dem Platz wie verbandlich, und daß die notwendig zu jeder Saison ausgetauschten Trikots auf den Gesamtkapitalisten Profifußball gehen, der auch über die Neu-Benennung altehrwürdiger Stadien verfügt.
    Man muß halt mit den Würschtln kochen …
    Aber modern isses schon.

  29. @netzberg: Was heißt austauschbar? Die jungen deutschen Spieler sind doch nicht einer PlayStation entsprungen und von einem Programmierer entwickelt. Trotzdem könnte der DFB derzeit zwei Mannschaften an der EM teilnehmen lassen und beide würden mindestens die Vorrunde überstehen. Resultat einer Umorientierung im deutschen Nachwuchsfußball hin auf ein modernes Verständnis vom Spiel (und nicht nur das Ergebnis einer Verfeinerung der Auswahl- und Fördermechanismen). Ich sagte ja, meine Haltung ist chauvinistisch eingefärbt. Auch weil ich mitkriege, wie neidisch und ratlos man in anderen Ländern auf so etwas schaut. Dort weiß man: Wenn es so einfach wäre, derartige Mannschaften aufzubauen, würde das jeder machen.

  30. Jürgen, ich gebe Dir völlig mein Notizheft aus der Hand, besonders bei Deiner letzten Beschreibung. Latürnich hat sich das Spiel verbessert und auch verdoppelt. | Die modernen Umstände drumrum sehe ich allerdings als retro. – Kick & Rum gibt´s ja eigentlich auch nicht mehr, wie überhaupt sich jede Mannschaftscharakteristik ganz modern sich verflogen hat ins eine einzige Allgegenwärtige: daß sogar Dorfvereine via bezahlt gemachten Transfermarkt oben mitmachen können. Ich werde in Zukunft für Phantasienamen plädieren, auf daß etwa ein FC Moderndorf Deutscher Meister werde. – Hölle ist machbar geworden im modernen Fußball!

  31. Mir fiel spontan auch das einfache Ticketing ein – wobei das ob ebay & Co. auch seine Schattenseiten hat. Trockene Blöcke will ich auch nicht missen.

    Dazu finde ich es super, dass ich mir jedes DFB-Pokalspiel angucken oder hören kann. Früher wäre ein Kick von Hannover 96 gegen Anker Wismar in Lübeck nur eine Meldung im Videotext gewesen. Dazu mag ich die Viererkette und Fußballmanagerspiele bei kicker und comunio. Auch nicht zu verachten, dass man das Tippspiel vom Wochenende nicht mehr manuell auswerten muss und nach wenigen Klicks weiß in welchem Spiel in welcher Minute für wen unter welchem Trainer Alexander Baumjohann für welches Team gegen welches Team in welchem Stadion sein Bundesligadebüt gefeiert hat. (Fast so wichtig wie die ewige Eigentorschützenliste der Bundesliga – die hier dringend mal aktualisiert werden müsste…)

  32. 1. Dass die Namen der Spieler hinten auf den Trikots stehen.

    2. Dass ich mich schnell über die Nationalmannschaft eines x-beliebigen Landes erkundigen kann (größte Erfolge, Teilnahmen an großen Turnieren) sowie vergangene EMs und WMs.

  33. Irgendwann sah ich per Zufall ein Spiel zweier europäischer Topvereine, ich glaube AC Mailand gegen Barcelona oder Real. Ruud Gullit und Marco van Basten waren jedenfalls auf dem Platz. Ich war überrascht, mit welcher Geschwindigkeit Bälle angenommen und weitergegeben wurden. Auch mir als jemandem ohne taktisches Verständnis fiel auf, daß deutscher Fußball anders aussah. Wenn ich mittlerweile Bundesliga oder die Nationalmannschaft sehe, dann wird auf engem Raum hin- und hergespielt und der Ball kontrolliert, wie ich es von früher nicht kannte. Das sehe ich als Fortschritt an, auch wenn dabei vielleicht nicht jedesmal schönerer Fußball herauskommt.

    An modernem Fußball mag ich auch z.T. die Berichterstattung. Fußball wird mehr erklärt, durch Experten (Klopp für mich als gutes Beispiel) und durch Technik (Einblendungen im Bild, mehr Perspektiven). Leider muß man dann aber auch einen Oliver Kahn ertragen, und rasante Schnitte mit teilweise nichtssagenden Bildausschnitten. Das nervt.

    Besser ist es auch, mit gegnerischen Fans friedlich ins Gespräch kommen zu können, die im gleichen Block sitzen. In den 80er Jahren war ich dreimal auf dem Bökelberg, und im Nachhinein kam mir die ganze Atmosphäre angespannter vor. Heute scheint sie mir im allgemeinen entspannter zu sein, wobei ich natürlich auch darauf achte, die vielleicht gefährlichen Bereiche weiträumig zu meiden.

    Was bei EM und WM natürlich nervt ist der totalitäre Anspruch der FIFA, alles so zu organisieren, wie sie es für richtig hält und sie Geld verdienen kann. Nichts gegen Geldverdienen, ich will nicht naiv sein, aber dieser Allmachtsanspruch geht zu weit. Der DFB und Theo Zwanziger haben da auch ein paar unangenehme Dinge getan (Klage gegen Jens Weinreich, Hartplatzhelden, Hochjubeln der Fraun-WM).

    Dieter

  34. Die modernen Arenen werden zwar nicht vollkommen zu Recht viel gescholten, aber auch der letzte Romantiker wird wohl kaum die Laufbahnen vermissen.

  35. Was ist da noch an Erfreulichem
    in den letzten Jahren hinzugekommen?

    … das Ouzo Lattek in Rente gegangen ist!

  36. Obwohl ich nicht unbedingt ein Freund der modernen Arenen bin, hat es aber schon etwas für sich, nicht mehr 90 Minuten im Regen zu stehen, so wie ich es z.B. im alten Parkstadion erlebt habe. Die Professionalisierung des Schiedsrichterwesens begrüße ich auch sehr. Wenn man sich nochmal anschaut, was sich die Kollegen noch bei der WM 90 zurechtgepfiffen haben, ist da schon ein deutlicher Fortschritt zu erkennen. Insbesondere die Tatsache, dass es feste Gespanne gibt und die Schiedsrichter nicht ab und an als Assistenten aushelfen müssen.
    Ich habe übrigens einmal ein Spiel in Duisburg miterlebt (1997 gegen Werder), bei dem der MSV beim Stand von 2:1 ungefähr 10 Minuten vor Schluss die Balljungen abgezogen hat. Ich wäre am liebsten über den Zaun geklettert und hätte die Bälle persönlich zurück ins Spiel geworfen, Oli Reck musste nach dem Kick vermutlich ins Sauerstoffzelt und Willi Lemke zürnte Montags im damals noch einigermaßen biederen Kicker. Da ist das heute schon schöner.

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