„Horizont“ widerruft

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1999 wurde Uli Hoeneß von der Marketing-Zeitschrift „Horizont“ zum „Unternehmer des Jahres“ gewählt (und nicht zum „Manager des Jahres“, wie an vielen Stellen fälschlich behauptet). Diese Zeitschrift hat sich nun dergestalt geäußert, dass diesem Urteil eine große Verwechslung zugrunde gelegen habe und widerruft deshalb ihre Auszeichnung von 1999.

Man habe offensichtlich den Falschen gewählt, denn ein Unternehmensführer, der sein Führungspersonal einzig nach einem nicht näher zu begründenden Bauchgefühl auswähle, beweise auf diese Art weder besondere Weitsicht noch überhaupt unternehmerische Fähigkeiten. Man gebe zu, dass es durchaus Manager gebe, die auf solche Weise keinen geringen Erfolg produzierten. Im Falle Hoeneß käme aber hinzu, dass dieser seine per Bauchgefühl ausgewählten Führungskräfte im Anschluss stets dann systematisch demontiere, sobald sie kleinste Abweichungen vom Soll in einem naturgemäß starken Schwankungen im Ergebnis unterworfenen Metier zeigten.

Hoeneß‘ stete Ungeduld, unanständige Eitelkeit und vor allem die von ihm gewählten Wege der Kommentierung — über Kameras oder Printprodukte und nicht im direkten Kontakt — ließen zudem berechtigte Zweifel an seinem generellen Stil des Umgangs mit Menschen erkennen.

Diese ausgeprägte Form von Ziel-, Rückgrat- und Visionslosigkeit könne nicht einhergehen mit der von der Zeitschrift vergebenen Ehrung, weshalb sie diese zurückziehe.

Gerüchte, dass man stattdessen rückwirkend Michael Meier für seine weitsichtigen Meisterschaftsvorbereitungsgeldvernichtungsaktionen in den Jahren 1989 bis 2005 auszeichnen wolle, bleiben in diesem Zusammenhang Gerüchte. Zuverlässige Quellen berichten vielmehr davon, dass „Horizont“ davon absehen wolle, überhaupt noch jemals wieder irgendjemanden aus dem Bereich „Fußball“ auch nur in die Liste der Kandidaten aufzunehmen.

13 Kommentare

  1. wurde der damals nicht für seine Wurstfabrik geehrt?

  2. Das allerdings wäre … sagen wir … jetzt ein Problem für diesen Beitrag. Örx. Ist aber nicht so:

    Der Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, erhält den Horizont-Award 1999. Hoeneß gebühre die „besondere unternehmerische Leistung, einen Fußballverein zum Sportunternehmen von Weltformat zu entwickeln“, begründete der Deutsche Fachverlag die Auswahl. Der zum 17. Mal vergebene Preis wird am 27. Januar 2000 in Frankfurt verliehen.

  3. Sehr schön, und von Fußball versteht der auch nicht viel.

    Aber was meint der Autor mit „diesem Zusammenhang“ im letzten Absatz? Gibt es denn noch andere Zusammenhänge? Worauf wird hier angespielt?

  4. Oh, nein, keine weitere Bewandtnis. In diesem Zusammenhang Gerücht und in jedem anderen Zusammenhang auch.

  5. Ah, Redundanz. Absicht?

  6. Nein, Tonfallimitationsunfall.

  7. Sei’s drum, schön geschrieben, trotz des Lapsus.

  8. ich finde ja, viel schlimmer ist sein Bruder. Wo der hinkommt lässt er sofort alle positive Energie ab, und führt die GmbH (bei Hertha war es noch ein Verein) schnurstracks an den Abgrund.

    Wenn er mit Wolfsburg fertig ist, sollte er sich 1899 Hoffenheim vornehmen, das wär toll.

  9. @trainer: kann man das online irgendwo lesen, gibt’s da einen link?
    Wahrscheinlich wohl nicht, sonst wäre er sicher hier.

    Aber fragen kostet ja nichts.

    Würde überaus gerne eine solchen link in – z.B. – Bayern-Foren einstellen.

  10. Ich bin sicher, es liegt an der Wurstfabrik. Wurstfabrikanten knallen früher oder später einfach durch. Ist wohl Berufsrisiko.

  11. Was möchtest Du online lesen, tafelrunde? Im 2. Kommentar ist ein Link im ersten Wort des Zitats untergebracht, falls dieser Text/Link gewünscht war.

    Falls ein anderer gesucht ist, helf ich gerne, wenn ich kann.

  12. @trainer: Nun, den Wiederuf von Horizont.

    Es gibt noch einen Funken Resthoffnung, dass dies in realiter passiert ist. Oder ist das „nur“ Satire vom trainer? Und dann bin hoffentlich nicht nur ich drauf reingefallen. Schäm…

  13. Ich fürchte, ich hätte da eine schlechte Nachricht für Dich, tafelrunde.



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