I had a dream

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So eine esoterische Traumdeuterei wie hier, das soll mir nicht noch mal unterkommen. Ich hoffe, kann es aber nicht versprechen, dass es das einzige Mal bleibt. Der Traum geht so:

Ich habe durch seltsame Umstände kurz vor dem Ende meiner aktiven Karriere den Weg in ein Bundesligateam gefunden. So etwas wird einem im Traum ja nicht erklärt, man wacht sozusagen im Traum in dieser Situation auf. Jedenfalls spielen wir in einem ziemlich steilen, reinen Fußballstadion, die Anzeigetafel hat aber noch diese nur gelben Lämpchen, mittels derer der Spielstand gelb auf Schwarz dargestellt wird.

Ich spiele wie immer auf der linken Seite, mit der eindeutigen Aufgabe, mich auch immer wieder vorne einzumischen. Das Spiel läuft und nicht nur weil ich mitspiele, sondern auch, weil mich mein Gehirn in meinem Traum in ein mehr als schlechtes Bundesligateam einsortiert hat, steht es zur Halbzeit schon 0:4 im offensichtlich heimischen Stadion.

Keine Ahnung, warum ich trotz meiner schlechten Leistungen und meiner offensichtlichen Nervosität in meinem ersten Bundesligaspiel nicht ausgewechselt werde, ich bleibe aber drin. Da ich nicht wirklich hinten spiele, bin ich auch am fünften Gegentor unschuldig. 0:5 steht es, von uns kommt nicht viel, jedenfalls kann ich mich kaum an Torszenen unsererseits erinnern.

Kurz vor Schluss, Träume halt und total unlogisch, macht der Gegner hinten komplett auf (ganz so unlogisch vielleicht doch nicht, bei solch einem Spielstand neigen ja viele Menschen in Fußballschuhen dazu, unbedingt noch selbst vorne ein Tor erzielen zu wollen) und wir spielen einen langen, langen Ball nach vorne. Ich renne ihm hinterher, er tupft über den Torwart hinweg, er ist noch in der Luft, tupft noch mal auf, ich renne weiter hinterher, das Tor ist leer.

Dank meiner nicht immer bundesligareifen Technik wurschtel ich irgendwie mit dem Ball rum, leider verrutscht er mir dabei ein bisschen und rollt an der Fünfmeterraummarke über die Torauslinie. Ich sehe mit eigenen Augen, wie der Ball im Aus ist, der Linienrichter anscheinend nicht, das Spiel läuft noch, in diesem Moment stoppe ich den Ball, ziehe ihn wieder ins Spiefeld und versenke den Ball aus spitzem Winkel im immer noch leeren Tor. Bevor ich mich umdrehe, blinkt auf der Anzeigetafel schon das 1:5 auf, ich habe mein erstes Bundesligator in meinem ersten und aller Voraussicht nach letzten Bundesligaspiel geschossen und sitze nun in der Zwickmühle.

Ich weiß, dass der Ball nicht mehr im Spiel war. Die Schiedsrichter offensichtlich nicht.

Wie handeln?

Im Traum habe ich mich gegen mein Gewissen entschieden, das schon immer forderte, vor allem von anderen, dass sie in solchen Situationen ehrlich sein müssen, dachte aber bis zu diesem Moment, dass das auch für mich gälte.

Traurige Sache, ich bin sehr enttäuscht von mir, aber mein Geifer, in die Bundesligannalen einzugehen, mit einem einzigen, kleinen Tor zum 1:5, war so groß, dass ich nicht widerstehen konnte. Wahrlich beschämend.

Ein Kommentar

  1. Dein Unterbewußtsein hat kein Über-Ich? Oha.



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