Janus: Stand wohl nicht im Businessplan

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Wenn man „janus“ sagt, gibt es keine Zweifel, welche Fortuna gemeint ist. Und über genau jene Fortuna, bei der alles wie immer ist, hat janus seinen mittlerweile 120. Bericht verfasst, der alles Bloggige an Länge um Längen und an Qualität sowieso schlägt. Heute geht es in einem kleinen Ausflug auch um ein Nicht-Fortuna-spezifisches Ereignis, aber auch der Rest ist alles wie immer eine Gemützuführung wert:

„Erwähnenswert auch noch eine Plakataktion gegen Dietmar Hopp, der in der Woche zuvor ein wenig gejammert hatte, dass es in einem Fußballstadion nicht nett genug zugehen würde, was den willfährigen DFB dazu veranlasste, einen Punktabzug für Mannschaften in Aussicht zu stellen, deren Fans sich nicht stilvoller Diplomatie verschrieben haben. Um das klar zu stellen, ich persönlich habe nichts gegen Hopp, die TSG Hoffenheim ist mir vollständig egal und ja, auch ich denke, dass dieser Dortmunder Honk, der ein Plakat mit dem Konterfei von Hopp in einem Fadenkreuz hoch hielt, nebst Unterschrift „Hasta la vista, Hopp!“, was zumindest von jedem Jugendlichen sofort als Zitat aus dem „Terminator“ erkannt werden dürfte (nebst der Aktion, die in den Filmen dann meist folgt, wenn der Gouverneur von Kalifornien diesen Satz spricht), also dass man diesem Typ, der angeblich 19 Jahre alt sein soll, mal ein bisschen Ärger ans Bein hängt, damit er versteht, wo nach allgemeinen Maßstäben die Grenzen des guten Geschmacks, der freien Meinungsäußerung und einer gewissen Wahrung der Menschenwürde liegen. Aber dass man diese eine Entgleisung zum Anlass nimmt, ernsthaft darüber nachzudenken, Vereinen dafür Punkte im Rahmen einer Fußballmeisterschaft abzuziehen, das ist schon stark. Relativ kurzfristig wurde daher deutschlandweit von den aktiven Fans eine Plakataktion organisiert, was übrigens zur Folge hatte, dass einige der Plakate in Hamburg und Bremen vor dem Spiel kurzerhand verboten wurden. Auch unsere Ultras hatten da mal etwas vorbereitet, das einzige Plakat, das ich von meinem Platz aus lesen konnte, fand ich gut: „Dass dich keiner leider kann, stand wohl nicht im Businessplan!“ Mir sind sowohl der Typ als auch sein Verein völlig egal, natürlich ist auch sehr viel Neid in der Diskussion, aber wenn sein Spezl Zwanziger jetzt schon Vereinen Punkte abziehen will, weil deren Fans nicht nett genug reagieren, dann geht es zu weit. Solch intelligente Häme ist in meinen Augen dagegen genau das Richtige.“

Janus. Von nun an hier in der Bar an der Ecke direkt anklickbar.

Wo er die seherischen Fähigkeiten herhat, einen so trefflichen Bericht mit allen korrekten Torschützen, Zuschauerzahlen und Zugausfällen schon 2003 verfassen zu können, wird er uns noch verraten. Ebenso die Ergebnisse des kommenden Spieltags, worauf wir nach einem kleinen Abstecher zu Oddset nie wieder werden arbeiten müssen.

Ein Kommentar

  1. Fußball lebt von den -70 IQlern, die sollte man gewähren lassen. Sie treiben sich im Stadion rum und sind deshalb kontrollierbar. In den USA sind Hool-Stadtteile exterritoriale Gebiete. Herr Hopp darf sich so als Märtyrer sehen, ist doch auch was.



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