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Schlagwort: Bernd Krauss

Alle Trainer von DFB-Pokal-Siegern

Jahr Verein Trainer
1953 Rot-Weiss Essen Karl Hohmann
1954 VfB Stuttgart Georg Wurzer
1955 Karlsruher SC Adolf Patek
1956 Karlsruher SC Ludwig Janda
1957 FC Bayern München Willibald Hahn
1958 VfB Stuttgart Georg Wurzer
1959 Schwarz-Weiß Essen Hans Wendlandt
1960 Borussia Mönchengladbach Bernd Oles
1961 Werder Bremen Georg Knöpfle
1962 1. FC Nürnberg Herbert Widmayer
1963 Hamburger SV Martin Wilke
1964 TSV 1860 München Max Merkel
1965 Borussia Dortmund Hermann Eppenhoff
1966 FC Bayern München Zlatko Cajkovski
1967 FC Bayern München Zlatko Cajkovski
1968 1. FC Köln Willi Multhaup
1969 FC Bayern München Branko Zebec
1970 Kickers Offenbach Alfred Schmidt
1971 FC Bayern München Udo Lattek
1972 FC Schalke 04 Ivica Horvat
1973 Borussia Mönchengladbach Hennes Weisweiler
1974 Eintracht Frankfurt Dietrich Weise
1975 Eintracht Frankfurt Dietrich Weise
1976 Hamburger SV Kuno Klötzer
1977 1. FC Köln Hennes Weisweiler
1978 1. FC Köln Hennes Weisweiler
1979 Fortuna Düsseldorf Hans-Dieter Tippenhauer
1980 Fortuna Düsseldorf Otto Rehhagel
1981 Eintracht Frankfurt Lothar Buchmann
1982 FC Bayern München Pal Csernai
1983 1. FC Köln Rinus Michels
1984 FC Bayern München Udo Lattek
1985 Bayer Uerdingen Karl-Heinz Feldkamp
1986 FC Bayern München Udo Lattek
1987 Hamburger SV Ernst Happel
1988 Eintracht Frankfurt Karl-Heinz Feldkamp
1989 Borussia Dortmund Horst Köppel
1990 1. FC Kaiserslautern Karl-Heinz Feldkamp
1991 Werder Bremen Otto Rehhagel
1992 Hannover 96 Jürgen Gelsdorf
1993 Bayer Leverkusen Dragoslav Stepanovic
1994 Werder Bremen Otto Rehhagel
1995 Borussia Mönchengladbach Bernd Krauss
1996 1. FC Kaiserslautern Eckhard Krautzun
1997 VfB Stuttgart Jogi Löw
1998 FC Bayern München Giovanni Trapattoni
1999 Werder Bremen Thomas Schaaf
2000 FC Bayern München Ottmar Hitzfeld
2001 FC Schalke 04 Huub Stevens
2002 FC Schalke 04 Huub Stevens
2003 FC Bayern München Ottmar Hitzfeld
2004 Werder Bremen Thomas Schaaf
2005 FC Bayern München Felix Magath
2006 FC Bayern München Felix Magath
2007 1. FC Nürnberg Hans Meyer
2008 FC Bayern München Ottmar Hitzfeld
2009 Werder Bremen Thomas Schaaf
2010 FC Bayern München Louis van Gaal
2011 FC Schalke 04 Ralf Rangnick
2012 Borussia Dortmund Jürgen Klopp
2013 FC Bayern München Jupp Heynckes
2014 FC Bayern München Pep Guardiola
2015 VfL Wolfsburg Dieter Hecking
2016 FC Bayern München Pep Guardiola
2017 Borussia Dortmund Thomas Tuchel
2018 Eintracht Frankfurt Niko Kovac
2019 FC Bayern München Niko Kovac
2020 FC Bayern München Hans-Dieter Flick

Falls sich jemand fragen sollte, was mit den Pokalsiegen vor und während des Zweiten Weltkriegs ist, bzw. wieso diese hier fehlen: Bis 1945 hieß der Wettbewerb Tschammer-Pokal, erst ab 1953 wurde er als DFB-Pokal geführt, was ja wiederum in der Titelzeile so als Inhalt für diese Seite angekündigt ist.

Wie immer bleibt der DFB-Pokal eine der interessantesten Veranstaltungen für alle an Sportwetten interessierten. Sie werden zwar gefühlt weniger, doch ist gerade der Pokal immer für Überraschungen gut. Und sollte es mal zu einer solchen kommen, ist die Quote mit einem unterklassigen Sieger gleich geeignet, ein ganzes Wochenende zu versilbern. Einige Anbieter von Sportwetten findet man hier, mit einigen zusätzlichen Informationen. Ausgelost wurde die 1. Runde des DFB-Pokals ja schon, auch hier warten trotz — oder gerade wegen — des Vorgangs, in der 1. Runde die höherklassigen Teams noch zu setzen und somit auf jeden Fall gegen ein unterklassiges Team antreten zu lassen, sicher wieder viele Überraschungen.

Schließlich gibt es nicht erst einen ehemaligen DFB-Pokalsieger, siehe oben, der es schon mal geschafft hat, in der 1. Runde gegen Amateure auszuscheiden.

Was die Trainer angeht, die den DFB-Pokal bislang gewannen, so hat es noch niemand häufiger als 3x geschafft, wie die unten stehende Tabelle zeigt, in der alle Trainer aufgelistet sind, die es mehr als 1x geschafft haben.

Jahr Verein/e Titel
Karl-Heinz Feldkamp Bayer Uerdingen, Eintracht Frankfurt, 1. FC Kaiserslautern 3x
Ottmar Hitzfeld FC Bayern München 3x
Thomas Schaaf Werder Bremen 3x
Udo Lattek FC Bayern München 3x
Otto Rehhagel Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf 3x
Hennes Weisweiler Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln 3x
Georg Wurzer VfB Stuttgart 2x
Zlatko Cajkovski FC Bayern München 2x
Huub Stevens FC Schalke 04 2x
Dietrich Weise Eintracht Frankfurt 2x
Felix Magath FC Bayern München 2x
Dietrich Weise Eintracht Frankfurt 2x
Niko Kovac Eintracht Frankfurt
FC Bayern München 2x Kommentare geschlossen

Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen

Diesem schlimmen Brasilianer, Russen, Scheichs, jedenfalls dieses ganze Kröppzeugs, was total windig ist und sich Staatsangehörigkeiten kauft, nur weil es das kann. Womit eine solche aber total entwertet wird, etwas, was man in Deutschland niemals zulassen würde, eine Idee, auf die ein Deutscher auch niemals kommen würde. Na gut, heutzutage ist das vielleicht ein bisschen aufgeweicht wegen der vielen Einwanderer und deren zweistaatlichen Kindern. Aber vor 30 Jahren hätte doch in Deutschland niemand einfach so seine Staatsangehörigkeit wie alte Unterhosen gewechselt, nur weil er davon einen Vorteil in seinem Berufsleben gehabt hätte. Denn früher war nicht nur alles anders, sondern die Menschen waren auch besser.

Bernd Krauss (grinst) […] Ich habe damals einen österreichischen Pass beantragt, weil ich mich als Nationalspieler für die Bundesliga interessant machen wollte. Ich war 1977 von Borussia Dortmund zu Rapid Wien gewechselt, weil ich beim BVB keine Perspektive mehr sah. Ich habe dann für Österreich gespielt – und 1983 kam der Anruf von Jupp Heynckes, der mich nach Gladbach holte. Später habe ich dann wieder die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen, weil wir bei Borussia zu viele Ausländer im Kader hatten.

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9:2 – eins zu wenig für die neue Anzeigetafel

Hohe Siege im DFB-Pokal sind leider selten geworden, denn die Kluft zu den Amateuren ist zumindest bei den physischen Voraussetzungen geschrumpft, anders als man eigentlich vermuten würde. Hohe Siege im DFB-Pokal gegen Teams aus der eigenen Liga sind noch viel seltener. Diese Angelegenheit mit den angeblich eigenen Gesetzen führt nicht mehr dazu, dass Pokalspiele im Rausch nach großem Rückstand noch umgedreht werden, sondern eher, dass überhaupt keine derartigen Rückstände mehr entstehen. Vielmehr spielt man auch im Pokal so, wie man es im Übrigen auch pflegt, diszipliniert, mit der nötigen Ernsthaftigkeit und wenn dann doch mal ein Unterhund gegen einen Großen gewinnt, ist es selten mehr als der im Fußball jederzeit statistisch mögliche Ausreißer.

Das war früher tatsächlich anders, und das 9:2 von Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokalviertelfinale am 7. März 1987 gegen Mit-Erstligisten Bayer Uerdingen verdient trotzdem besondere Würdigung an dieser Stelle, weil es anders als viele andere hohe Pokalsiege vergessen ist. Oder nie bekannt war. In Gladbach selbst findet man es jedenfalls nicht bei den großen erinnerungswürdigen Siegen aufgelistet, möglicherweise weil schon wenige Tage nach dieser Partie das folgende Halbfinale ausgelost wurde und für die Borussia die wie sich zeigte zu schwierige Aufgabe eines Auswärtsspiels beim HSV erbrachte. Welcher im Finale gegen die Stuttgarter Kickers seinen bis heute letzten Titel errang, was, wie man unschwer erkennt, nur über das Ausschalten der Borussia möglich war.

Gleichzeitig erkennt man daran, wie lange dieser Titel des HSV tatsächlich schon her ist: Auf dem Bökelberg hatte man zwei Jahre zuvor eine neue Anzeigetafel installiert, deren besonderes Merkmal war, dass sie — man höre und staune — auch zweistellige Spielstände darstellen konnte. Weder Farbe noch Video noch tolle Feuerwerke waren darauf möglich, einzig zweistellige Spielstände. Und das war eine Nachricht wert zu jener Zeit bzw. eine Notiz in den Spielberichten.

Denn um diese Neuerung der nun möglichen zweistelligen Spielstände auch darzustellen, hätte Borussia Mönchengladbach an jenem Tag noch ein Tor mehr erzielen müssen. 9 Stück für eine Seite sind zwar eine enorme Hausnummer, sowas hätte aber auch die alte Anzeigetafel noch gepackt. Wieso die Uerdinger an jenem Tag, die immerhin mit 1:0 in Führung gegangen waren, derart auseinanderfielen, ihr Abstieg war schließlich noch einige Jährchen (1990/1991) entfernt, wussten sie selbst nicht zu beantworten.

Einen Sündenbock glaubte man im in dieser Partie schwachen Mathias Herget gefunden zu haben, allerdings wird Fußball von 11 Leuten gespielt. Früher hatten Liberos zwar etwas mehr Verantwortung für sich alleine als heute ein Innenverteidiger, aber einzig an Herget wird es nun mal nicht gelegen haben. Trainer Karl-Heinz Feldkamp bat die Mannschaft im Anschluss zur Aussprache, wobei nicht überliefert ist, was es bei einem 2:9 noch groß auszusprechen gibt. An solch einem Tag muss schließlich einfach alles Scheiße gewesen sein. Wirksam hin oder her, am Ende der Saison wurde Bayer Uerdingen noch guter Achter der Bundesligatabelle.

Auch auf Gladbacher Seite gab es nur ein kurzes Jubelfest. Zum Einen lag Übungsleiter Jupp Heynckes wegen seiner — vermeintlich — anstehenden Vertragsverlängerung im Clinch mit Manager Helmut Grashoff. Womöglich stand Jupp damals schon längst bei Uli im Wort, zu dem er am Ende der Saison, also knapp drei Monate später, an die Isar wechseln würde. In Gladbach konnte man sich derlei von einem Ur-Gladbacher wohl noch nicht vorstellen, der zuvor entfleuchte Matthäus war ja kein Ur-Gladbacher gewesen, womit man sich aber gründlich irrte, in Bezug auf Heynckes, nicht auf Matthäus.

Zum Anderen war man damals hohe Siege wohl noch etwas gewöhnter, zumindest im Pokal, zumindest in Gladbach, die schließlich schon vier Mal zweistellig in der Bundesliga gewonnen hatten: 12:0, 11:0, 10:0, 10:0. Da ist ein 9:2 fast schon mickrig, im Vergleich. Vielleicht aber auch, weil man schon in der 2. Runde mit 6:1 über Borussia Dortmund triumphiert hatte, nachdem in Runde 1 ein 7:0 beim FC Amberg herausgesprungen war. Torfabrik Borussia, eben, damals.

Die Lose fürs Halbfinale zogen Monika Koch-Emsermann und Jürgen Werner. Die eine Pionierin des Frauenfußballs, der andere DFB-Pokalsieger 1963 mit dem HSV, der hernach seine Karriere beendete, weil er das Berufsspielertum ablehnte (!). Dem DFB blieb er allerdings erhalten und trat immer wieder bei Auslosungen des DFB-Pokals auf, wohl auch im TV.

Wie die 28.000 Zuschauer am Bökelberg die Partie und die 9 Tore ihres Teams aufnahmen, ist mangels (mit Bordmitteln erhältlicher) Videoaufzeichnung nicht bekannt. Die Tore für Uerdingen an jenem für sie grauenhaften Samstag erzielten zwei spätere Nationalspieler: Stefan Kuntz und Marcel Witeczek.

0:1 Stefan Kuntz 17.
1:1 Hans-Jörg Criens 18.
2:1 Hans-Jörg Criens 25.
3:1 Hans-Georg Dreßen 45.
4:1 Uwe Rahn 49.
5:1 Hans-Günter Bruns 50.
6:1 Bernd Krauss 61.
6:2 Marcel Witeczek 68.
7:2 Hans-Georg Dreßen 76.
8:2 Christian Hochstätter 88.
9:2 Uwe Rahn 90.

Schiedsrichter: Wiesel (Ottbergen)

Der zur Pause eingewechselte Oliver Bierhoff konnte Bayer Uerdingen übrigens auch nicht mehr retten.

Einziger Trost für Uerdinger Spieler und Fans: Der Rückweg mit dieser steinernschweren Niederlage im Gepäck war denkbar kurz. Vom Bökelberg zur Grotenburg sind es nur 18 Kilometer. Und was würde man heute in Uerdingen dafür geben, überhaupt im DFB-Pokal mitspielen zu dürfen.

Ob der fanmäßige Wandervogel Torsten Wieland, in jener Zeit Bayer 05 Uerdingen-Sympathisant, Erinnerungen an die Partie hat, ist ebenso unbekannt.

Ermöglicht hat diesen Bericht die Webseite Strysio.de, auf der ein Sammler wirklich alles rund um Borussia zusammengetragen und in so großen Dosen online gestellt hat, dass einem schwindlig wird. Vor Details, in denen man baden kann, versteht sich. Danke an den dortigen Hausherrn. Er ist übrigens Mitglied in der „Deutsche Programmsammler-Vereinigung 1985 e.V.“.

Heute ist Borussia Mönchengladbach dann also schon einen Schritt weiter als während des 9:2 gegen Uerdingen, im Halbfinale nämlich, und wenn sie die erste zweite Mannschaft wird, die den FC Bayern drei Mal in einer Saison in Pflichtspielen bezwingt, kommt sie auch weiter als 1987 gegen den HSV — ins Finale des DFB-Pokals. Die aktuelle Anzeigetafel wird aber auf keinen Fall Probleme mit dem Ergebnis bekommen, egal, wie hoch das Ergebnis in einem eventuellen Elfmeterschießen geschraubt werden wird.

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