Zum Inhalt springen

Schlagwort: Dynamo Kiew

Trainer mit mindestens zwei Titeln im Europapokal

Als Spieler schrammte Hans-Dieter Flick knapp am Gewinn des EC 1 vorbei, als er 1987 mit dem FC Bayern München im Finale von Wien gegen den FC Porto unterlag. Aber vielleicht holt er ja jetzt als Trainer nach, was er damals knapp verpasste. Einzug in diese Liste würde er mit seinem ersten Titel im Europapokal als Trainer aber noch nicht finden. Denn hier in dieser Liste sind alle Trainer aufgezählt, die es seit Einführung des Europapokals schafften, mindestens zwei Titel zu gewinnen. Dies unabhängig vom Wettbewerb, von denen es früher drei verschiedene gab, heute noch nur noch zwei. Was die Angelegenheit, mindestens zwei Titel zu gewinnen natürlich etwas schwieriger macht, zumal der EC 2, also der Europapokal der Pokalsieger, lange als der am einfachsten zu gewinnende galt.

Wie dem auch sei, gleich über 30 Trainern gelang dieses Kunststück, mindestens zwei Titel im Europapokal als Coach zu holen. Absoluter und alleiniger Führender ist dabei ein auch aus dem deutschen Fußball bekannter Trainer, der mit einem seiner Sprüche sogar Eingang in die deutsche Alltagssprache gefunden hat.

Liste Trainer mit mindestens zwei Titeln im Europapokal

Zur Erläuterung: der EC 1 ist der Europapokal der Landesmeister bis 1992 und ab 1993 die Champions League. Der Europoapokal der Pokalsieger firmiert hier als EC 2, welcher bis 1999 Bestand hatte. Und der frühere UEFA-Pokal und die heutige Europa League gelten hier als EC 3, wobei dessen Vorläufer wiederum, der Messe-Pokal, keinen Eingang in die Wertung gefunden hat.

Titel Trainer EC 1 EC 2 EC 3
5 Giovanni Trapattoni 1985, Juventus Turin 1984, Juventus Turin 1977, 1993, Juventus Turin
1991, Inter Mailand
4 Bob Paisley 1977, 1978, 1981, FC Liverpool
4 Alex Ferguson 1999, 2008, Manchester United 1983, FC Aberdeen
1991, Manchester United
4 Nereo Rocco 1963, 1969, AC Mailand 1968, 1973, AC Mailand
4 Jose Mourinho 2004, FC Porto
2014, Real Madrid
2003, FC Porto
2017, Manchester United
3 Carlo Ancelotti 2003, 2007, AC Mailand
2014, Real Madrid
3 Zinedine Zidane 2016, 2017, 2018, Real Madrid
3 Jose Llorente 1956, 1957, Real Madrid 1962, Atletico Madrid
3 Johan Cruyff 1992, FC Barcelona 1987, Ajax Amsterdam
1989, FC Barcelona
3 Udo Lattek 1974, FC Bayern München 1982, FC Barcelona 1979, Borussia M‘gladbach
3 Rafael Benitez 2005, FC Liverpool 2004, FC Valencia
FC Chelsea
3 Unai Emery 2014, 2015, 2016, FC Sevilla
2 Vicente del Bosque 2002, 2002, Real Madrid
2 Ernst Happel 1970, Feyenoord Rotterdam
1983, Hamburger SV
2 Luis Carniglia 1958, 1959, Real Madrid
2 Brian Clough 1979, 1980, Nottingham Forest
2 Dettmar Cramer 1975, 1976, FC Bayern München
2 Pep Guardiola 2009, 2011, FC Barcelona
2 Bela Guttmann 1961,1962, Benfica Lissabon
2 Helenio Herrera 1964, 1965, Inter Mailand
2 Jupp Heynckes 1998, Real Madrid
2013, FC Bayern München
2 Ottmar Hitzfeld 1997, Borussia Dortmund
2001, FC Bayer München
2 Stefan Kovacs 1972, 1973, Ajax Amsterdam
2 Miguel Munoz 1960, 1966, Real Madrid
2 Arrigo Sacchi 1989, 1990, AC Mailand
2 Raymond Goethals 1993, Olympique Marseille 1978, RSC Anderlecht
2 Louis van Gaal 1995, Ajax Amsterdam 1992, Ajax Amsterdam
2 Walerij Lobanowski 1975, 1986, Dynamo Kiew
2 Sven-Göran Eriksson 1999, Lazio Rom 1982, IFK Göteborg
2 Bill Nicholson 1963, Tottenham Hotspur 1972, Tottenham Hotspur
2 Bobby Robson 1997, FC Barcelona 1981, Ipswich Town
2 Nevio Scala 1993, AC Parma 1995, AC Parma
2 Luis Molowny 1985, 1986, Real Madrid
2 Juande Ramos 2006, 2007, FC Sevilla
2 Diego Simeone 2012, 2018, Atletico Madrid

Immerhin – oder soll man sagen nur? – vier deutsche Trainer finden sich in dieser Liste: Dettmar Cramer, Udo Lattek, Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld.

Tipps, welcher Trainer als nächster folgt

Wer nicht gerade im online Casino Echtgeld verspielen will, wäre gut beraten, darauf zu wetten, welcher deutsche Trainer der nächste sein könnte. Jürgen Klopp gewann in der letzten Saison die Champions League. In dieser Saison stehen die Chancen äußerst gut, dass ein weiterer Trainer hinzukommt. Mit den Trainer Hans-Dieter Flick (FC Bayern München), Julian Nagelsmann (Rasenballsport Leipzig) und Thomas Tuchel (Paris St. Germain) stehen gleich drei deutsche Trainer im Halbfinale der Champions League. Derweil die Europa League definitiv wieder ohne deutschen Club und auch ohne deutschen Trainer ihr Endspiel bestreiten wird.

Wer also von den drei Trainern in dieser Saison die Champions League erstmals gewinnt, hat gute Chancen, schon bald in dieser Liste aufzutauchen. Alle sind noch recht jung, was für Julian Nagelsmann besonders gilt.

Kommentare geschlossen

Alle sowjetischen Meister

Jahr Meister
1936 Frühling: Dynamo Moskau
Herbst: Spartak Moskau
1937 Dynamo Moskau
1938 Spartak Moskau
1939 Spartak Moskau
1940 Dynamo Moskau
1941 -
1942 -
1943 -
1944 -
1945 Dynamo Moskau
1946 ZDKA Moskau
1947 ZDKA Moskau
1948 ZDKA Moskau
1949 Dynamo Moskau
1950 ZDKA Moskau
1951 ZDSA Moskau
1952 Spartak Moskau
1953 Spartak Moskau
1954 Dynamo Moskau
1955 Dynamo Moskau
1956 Spartak Moskau
1957 Dynamo Moskau
1958 Spartak Moskau
1959 Dynamo Moskau
1960 Torpedo Moskau
1961 Dynamo Kiew
1962 Spartak Moskau
1963 Dynamo Moskau
1964 Dinamo Tiflis
1965 Torpedo Moskau
1966 Dynamo Kiew
1967 Dynamo Kiew
1968 Dynamo Kiew
1969 Spartak Moskau
1970 ZSKA Moskau
1971 Dynamo Kiew
1972 Sarja Woroschilowgrad
1973 Ararat Jerewan
1974 Dynamo Kiew
1975 Dynamo Kiew
1976 Frühling: Dynamo Moskau
Herbst: Torpedo Moskau
1977 Dynamo Kiew
1978 Dinamo Tiflis
1979 Spartak Moskau
1980 Dynamo Kiew
1981 Dynamo Kiew
1982 Dinamo Minsk
1983 Dnjepr Dnjepropetrowsk
1984 Zenit Leningrad
1985 Dynamo Kiew
1986 Dynamo Kiew
1987 Spartak Moskau
1988 Dnjepr Dnjepropetrowsk
1989 Sparkak Moskau
1990 Dynamo Kiew
1991 ZSKA Moskau
Kommentare geschlossen

Alle sowjetischen Pokalsieger

Von 1936 bis zu ihrem Zerfall spielte der sowjetische Fußballverband seinen sowjetischen Fußballpokal aus.

Rekordsieger des Wettbewerbs wurde Spartak Moskau mit 10 Titeln vor Dynamo Kiew mit 9 Titeln. Es folgen Torpedo und Dynamo Moskau mit je 6 Titelgewinnen im auf russisch „Kubok SSSR“ genannten Pokalwettbewerb.

Jahr Pokalsieger
1936 Lokomotive Moskau
1937 Dynamo Moskau
1938 Spartak Moskau
1939 Spartak Moskau
1940 -
1941 -
1942 -
1943 -
1944 Zenit Leningrad
1945 ZDKA Moskau
(ZSKA Moskau)
1946 Spartak Moskau
1947 Spartak Moskau
1948 ZDKA Moskau
(ZSKA Moskau)
1949 Torpedo Moskau
1950 Spartak Moskau
1951 ZDSA Moskau
(ZSKA Moskau)
1952 Torpedo Moskau
1953 Dynamo Moskau
1954 Dynamo Kiew
1955 ZDSA Moskau
(ZSKA Moskau)
1957 Lokomotive Moskau
1958 Spartak Moskau
1959/60 Torpedo Moskau
1961 Schachtar Stalino
(Schachtar Donezk)
1962 Schachtar Stalino
(Schachtar Donezk)
1963 Spartak Moskau
1964 Dynamo Kiew
1965 Spartak Moskau
1965/66 Dynamo Kiew
1966/67 Dynamo Moskau
1967/68 Torpedo Moskau
1969 Karpaty Lwiw
1970 Dynamo Moskau
1971 Spartak Moskau
1972 Torpedo Moskau
1973 Ararat Jerewan
1974 Dynamo Kiew
1975 Ararat Jerewan
1976 Dinamo Tiflis
1977 Dynamo Moskau
1978 Dynamo Kiew
1979 Dinamo Tiflis
1980 Schachtar Donezk
1981 SKA Rostow
1982 Dynamo Kiew
1983 Schachtar Donezk
1984 Dynamo Moskau
1984/85 Dynamo Kiew
1985/86 Torpedo Moskau
1986/87 Dynamo Kiew
1987/88 Metalist Charkiw
1988/89 Dnipro Dnipropetrowsk
1989/90 Dynamo Kiew
1990/91 ZSKA Moskau
1991/92 Spartak Moskau
Kommentare geschlossen

Alle Halbfinals im UEFA-Pokal/Europa League/Messe-Pokal mit mehr als einem Teilnehmer aus dem selben Land

Inzwischen ist die Genese eines Blogeintrags häufiger so, dass angesichts irgendwelcher äußeren Ereignisse ein Gedanke durch das huscht, was man gerne als sein Bewusstsein empfindet, welcher oft aus einer Fragestellung besteht. Diese wird schnell bei Twitter wahlweise hineingetutet oder herausposaunt, woraufhin sich die Bewusstseine anderer Menschen ebenfalls mit dieser Frage beschäftigen, und ihre Erkenntnisse oder Vermutungen in ihren eigenen Twitterkanal schreiben.

Früher liefen all diese Schritte nur im Kopf respektive Haus des Autors ab, möglicherweise noch gewürzt durch Kommunikation mit anderen Mit-Fußball-im-TV-Schauern, heute eben auf diese Weise. Weshalb sich die Fälle häufen, dass aus einem Tweet ein Blogbeitrag wird.

Der gestrige Anlass war das Halbfinale des UEFA-, ärghs, der Europa League. Es führte zur Frage, ob es neben dem bekannten rein deutschen Halbfinale aus der Saison 1979/1980 je ein anderes mit Teams allein aus einer Nation besetztes Halbfinale im UEFA-Pokal oder der Europa League gegeben habe. Wobei es neben England, Spanien, Deutschland und Italien schon schwierig wäre, ernsthafte Kandidaten für diesen Umstand zu finden. Allerdings fand sich ein solch weiterer ernsthafter Kandidat dann doch, da muss man nicht lang zurückblicken, das war im letzten Jahr Portugal mit drei Teilnehmern.

In der Phantasie hätte ein rein schwedisches oder rein ungarisches Halbfinale natürlich extremen Charme, in der Realität konnten seit Einführung dieses Wettbewerbs wie erwähnt nur deutsche Teams 1979/1980 dieses Kunststück vollbringen, alle vier Teilnehmer des Halbfinales zu stellen.

Mit Hilfe der Herren breitnigge, bunkinho, KBauer11, Tasmane1985, Mahqz sowie der Dame KatarinaWerderf machte ich mich also hinab in die gar nicht mal so tiefen Tiefen der Fußballhistorie des UEFA-Pokals. Dieser Wettbewerb existiert schließlich erst seit 1955, mit regelmäßiger Durchführung sogar erst seit 1960. Der englische Pokal zum Beispiel wird seit 1871 ausgespielt.

Langer Rede, kurzer Sinn:

17 Kommentare

Weiße Elefanten am russischen Horizont

Ganz groß zwischen Kimme und Korn ist ja zur Zeit Katar, wo man 6 Stadien in eine einzige Stadt bauen möchte, in welcher schon zu Länderspielen zwischen der am meisten gehypten Nationalmannschaft des bekannten Teil des Universums, Brasilien, und dessen Testspielgegnern gerade mal schlappe 6.000 Zuschauer erscheinen.

Der große Vorteil Russlands ist wohl, dass im Schatten dieser skandalösen WM-Ausrichter-Auswahl die Entscheidung für Russland beinahe fußballaffin wirkt. Erste Europapokalgewinner aus diesem Land, die nicht Dynamo Kiew heißen, gibt es bereits seit einigen Jahren und der russische Fußball macht den Eindruck, als wachse die Begeisterung und erlange er wie auch in Mitteleuropa immer besseren Zugang zur Mitte der Gesellschaft (nicht dass das per se wünschenswert wäre).

Dass der Hooliganismus in den Regionen, die jenseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs liegen, genau jene 20 Jahre nachholen möchte, die er unter der Knute stand und sich nicht rühren konnte und deshalb noch in einer (was man so liest) viel dramatischeren Form vorliegt, als er hier je existierte, ändert nichts daran, dass man dort über das Geld verfügt, Stadien zu bauen so schön wie russische Prinzessinnen.

Weshalb man das auch unbedingt tun möchte, ganz gleich, wie sinnlos verprasst diese Gelder sind, die für — man muss sich das immer wieder vergegenwärtigen — eine effektive Nutzungsdauer von 360 Minuten gebaut werden. Also ungefähr 1 Million Euro Baukosten pro Minute Nutzungszeit. Zählt man An- und Abfahrt und derlei Brimborium am Spieltag hinzu, sind es immer noch nur 4 ganze Tage.

4 mickrige, einzelne Gelegenheiten.

Da ist die Frage nach den Schulen, Kindergärten, Teddybären und Schulbüchern doch viel weniger polemisch als sie beim ersten Gong noch klang.

Weil man es (sich leisten) kann, baut man nun also laut dieser Aufstellung bei SPON zur WM 2018 in Russland nicht weniger als 13 der als Ausrichtungsort vorgesehenen 16 Stadien neu. Von welchen 9 wiederum an Orten entstehen sollen, an denen man zur Zeit nur über Zweitligaklubs verfügt. Zwar sind es bis 2018 noch Glückszahl Jahre hin, da kann natürlich der eine oder andere Klub, insbesondere wenn man das möchte, auch noch aufsteigen — nur darauf bauen kann man nicht.

Was aber wäre so schlimm daran, einigen Zweitligisten ein schickes Stadion zu bauen? Immerhin würden diese dann anders als in Korea oder Südafrika überhaupt genutzt. — Ganz einfach: Es mag für die Zweite Bundesliga sinnvoll sein, über solche Riesen zu verfügen. Die Zweite Bundesliga, in der man in Frankfurt in einem WM-Stadion spielt, in Berlin bis vor wenigen Monaten dasselbe tat, und die Ränge trotzdem entsprechend ihres Umfangs gefüllt werden.

Die russische 2. Liga hingegen besuchen im Schnitt 5.243 Zuschauer pro Partie, wobei der bestbesuchte Verein knapp über 14.000 Zuschauern erreicht. Die zwei letzten der Zuschauertabelle schaffen es nicht mal auf durchschnittlich 2.000 Besucher.

Offensichtlich benötigen nicht gerade diese russischen Zweitliga-Städte 9 Stadien mit einer Kapazität von über 40.000 Zuschauern, aber die Frage der Nachnutzung zählt bei diesen Projekten nun mal nicht. Und wenn, dann nur auf dem Papier in einer schöngerechneten (der Gedanke als Sohn des Wunsches) Version im Vorhinein.

Im Einzelnen sind dies folgende für die WM 2018 als Ausrichtungsort eingeplanten Städte Russlands:

  • Kaliningrad mit dem FC Balitka Kaliningrad
  • Jaroslawl mit dem FC Schinnik
  • Nischni Nowgorod mit dem FC Wolga und dem FC Nischni
  • Saransk mit dem FC Mordowia
  • Samara mit dem FC Krylja Sowetow Samara
  • Jekaterinburg mit dem FC Ural Swerdlowsk
  • Wolgograd mit dem SC Rotor Wolgograd, der zur Zeit wegen Finanzproblemen nirgendwo spielt
  • Krasnodar mit dem FC Kuban und dem FC Krasnodar
  • Sotschi mit zur Zeit keinem Verein von Belang

Das alles ist ein eher kleiner Skandal im Skandal-Feuerwerk der wohl korrupten Vergabe beider kommender Weltmeisterschaften, deshalb aber nicht weniger erwähnenswert.

Ähnlich lief es zwar bereits 2002 ab. Damals allerdings aus einer ganz anders aufgestellten Volkswirtschaft heraus. Was man als ordentlicher Blogger jetzt nachprüfen müsste. Wenn man es hier einfach behauptet, hat wenigstens jemand Grund, zu widersprechen.

Dem ansonsten völlig unsinnigen Bau von 9 Stadien mit einer Kapazität von über 40.000 Zuschauern für eine Liga mit einem Zuschauerschnitt von 5.000, in einem Land, das trotz aller wirtschaftlichen Fortschritte beim Pro-Kopf-Einkommen auf Platz 71 der Welt liegt (und bei der Jugendarbeitslosigkeit auf Platz 174), kann ja wohl keiner bei Trost widersprechen.

For the swank, for the pomp.

10 Kommentare

Alle ukrainischen Pokalsieger

Jahr Pokalsieger
1992 Tschernomorez Odessa
1992/1993 Dynamo Kiew
1993/1994 Tschernomorez Odessa
1994/1995 Schachtar Donezk
1995/1996 Dynamo Kiew
1996/1997 Schachtar Donezk
1997/1998 Dynamo Kiew
1998/1999 Dynamo Kiew
1999/2000 Dynamo Kiew
2000/2001 Schachtar Donezk
2001/2002 Schachtar Donezk
2002/2003 Dynamo Kiew
2003/2004 Schachtar Donezk
2004/2005 Dynamo Kiew
2005/2006 Dynamo Kiew
2006/2007 Dynamo Kiew
2007/2008 Schachtar Donezk
2008/2009 Worskla Poltowa
2009/2010 Tawrija Simferopol
2010/2011 Schachtar Donezk
2011/2012 Schachtar Donezk
2012/2013 Schachtar Donezk
2013/2014 Dynamo Kiew
2014/2015 Dynamo Kiew
2015/2016 -
Kommentare geschlossen

Alle ukrainischen Meister

Jahr Meister
1992 Tawrija Simferopol
1992/1993 Dynamo Kiew
1993/1994 Dynamo Kiew
1994/1995 Dynamo Kiew
1995/1996 Dynamo Kiew
1996/1997 Dynamo Kiew
1997/1998 Dynamo Kiew
1998/1999 Dynamo Kiew
1999/2000 Dynamo Kiew
2000/2001 Dynamo Kiew
2001/2002 Schachtar Donezk
2002/2003 Dynamo Kiew
2003/2004 Dynamo Kiew
2004/2005 Schachtar Donezk
2005/2006 Schachtar Donezk
2006/2007 Dynamo Kiew
2007/2008 Schachtar Donezk
2008/2009 Dynamo Kiew
2009/2010 Schachtar Donezk
2010/2011 Schachtar Donezk
2011/2012 Schachtar Donezk
2012/2013 Schachtar Donezk
2013/2014 Schachtar Donezk
2014/2015 Dynamo Kiew
2015/2016 Dynamo Kiew
2016/2017 Schachtar Donezk
2017/2018 -
Kommentare geschlossen

Das Kollektiv oder Dynamo Kiew

Nachdem ich letztens (warum hatte mich niemand gewarnt?) in dem wirklich schwuppigen, nah an der totalen Banalität strauchelnden DDR-Museum war, muss ich doch mal, trotz des Wissens darum, dass Einzeldisziplinen mit viel größerer Wahrscheinlichkeit Medaillen versprachen (als wenn Medaillen bei Olympischen Spielen auch nur annähernd den Wert eines Weltmeistertitels im Fußball hätten (nein, selbst damals nicht)) fragen dürfen, die Älteren unter den Lesern:

Wie war das damals mit Dynamo Kiew?

Im DDR-Museum las ich, dass die Parteiführung gerne wünschte (ob das stimmt, weiß ich angesichts dieses geradezu lächerlichen Non-Tiefgangs dieses Museums mit der ostdeutschen Geschichte, nicht), dass die Baubrigaden auch ihre Freizeit miteinander verbringen sollten. (Wie verrückt ist dieser Wunsch? Worin begründet er sich? Der Begriff vom Lagerkoller muss doch auch damals schon existiert haben?! Ein derart unrealistisches Menschenbild kann man sich heutzutage kaum noch vorstellen, es muss aber geherrscht haben, dass überall Friede, Brigade und abends zusammen Saufen herrschen sollte. Merkwürdig.)

Wenn aber ein solches Menschenbild tatsächlich im zumindest propagierten Kommunismus, der er ja nie war, vorherrschte, wie wirkte sich das dann auf den Fußball, der dort gespielt wurde, aus?

Im ersten Moment der Kenntnis einer solchen Einstellung würde man doch annehmen, dass das dem Gesamterfolg eher zuträglich sei, selbst wenn man das Phänomen der Verantwortungsdiffusion kennt (und Günter Netzers elendige Vorwürfe an Ballack bezüglich dessen Ost-Sozialisierung erst Recht außer Acht lässt).

Ein jeder solle alles fürs Kollektiv geben, niemand solle sich besonders herausstellen. Muss fantastisch gewesen sein für jeden Fußballtrainer im Ostblock. Wie kam es also, dass nur Dynamo Kiew diese sozialistisch geprägte Spielweise mit einem internationalen Titel krönen konnte. Und wie spielten sie, damals, liebe Leser? Ich bin zu jung, um das zu beurteilen. Und dies wäre natürlich einer der Fälle, in denen es nicht reichte, einfach youtube-Videos von damals zu schauen, wenn man die Hintergründe nicht kennt.

Ich hab es damals zwar erlebt, aber keinen Begriff vom Kommunismus oder Sozialismus gehabt. Während mit zunehmendem Lebensalter selbst die schon längst vergangenen Realitäten immer plastischer werden. Aber nicht so plastisch wie von Augen- oder zumindest Fernsehzeugen geschildert.

Spielte Dynamo Kiew damals gänzlich anders Fußball als man es im Westen tat?

15 Kommentare

Alle Sieger des europäischen Supercups

Jahr Sieger
1973 Ajax Amsterdam
1974 kein Gewinner
1975 Dynamo Kiew
1976 RSC Anderlecht
1977 FC Liverpool
1978 RSC Anderlecht
1979 Nottingham Forest
1980 FC Valencia
1981 kein Gewinner
1982 Aston Villa
1983 FC Aberdeen
1984 Juventus
1985 kein Gewinner
1986 Steaua Bukarest
1987 FC Porto
1988 KV Mechelen
1989 AC Mailand
1990 AC Mailand
1991 Manchester United
1992 FC Barcelona
1993 AC Parma
1994 AC Mailand
1995 Ajax Amsterdam
1996 Juventus
1997 FC Barcelona
1998 FC Chelsea
1999 Lazio Rom
2000 Galatasaray Istanbul
2001 FC Liverpool
2002 Real Madrid
2003 AC Mailand
2004 FC Valencia
2005 FC Liverpool
2006 FC Sevilla
2007 AC Mailand
2008 Zenit St. Petersburg
2009 FC Barcelona
2010 Inter Mailand
2011 FC Barcelona
2012 Atletico Madrid
2013 FC Bayern München
2014 Real Madrid
2015 FC Barcelona
2016 Real Madrid
2017 Real Madrid
2018 Atletico Madrid
2019 FC Liverpool
2020 -
Kommentare geschlossen

Alle Sieger des Europapokals der Pokalsieger

Jahr Team Nation
1960/61 AC Florenz Italien
1961/62 Atlético Madrid Spanien
1962/63 Tottenham Hotspur England
1963/64 Sporting Lissabon Portugal
1964/65 West Ham United England
1965/66 Borussia Dortmund Deutschland
1966/67 FC Bayern München Deutschland
1967/68 AC Mailand Italien
1968/69 Slovan Bratislava CSSR
1969/70 Manchester City England
1970/71 FC Chelsea England
1971/72 Glasgow Rangers Schottland
1972/73 AC Mailand Italien
1973/74 1. FC Magdeburg DDR
1974/75 Dynamo Kiew UdSSR
1975/76 RSC Anderlecht Belgien
1976/77 Hamburger SV Deutschland
1977/78 RSC Anderlecht Belgien
1978/79 FC Barcelona Spanien
1979/80 FC Valencia Spanien
1980/81 Dinamo Tiflis UdSSR
1981/82 FC Barcelona Spanien
1982/83 FC Aberdeen Schottland
1983/84 Juventus Italien
1984/85 FC Everton England
1985/86 Dynamo Kiew UdSSR
1986/87 Ajax Amsterdam Niederlande
1987/88 KV Mechelen Belgien
1988/89 FC Barcelona Spanien
1989/90 Sampdoria Genua Italien
1990/91 Manchester United England
1991/92 Werder Bremen Deutschland
1992/93 AC Parma Italien
1993/94 FC Arsenal England
1994/95 Real Saragossa Spanien
1995/96 Paris Saint-Germain Frankreich
1996/97 FC Barcelona Spanien
1997/98 FC Chelsea England
1998/99 Lazio Rom Italien
1 Kommentar

Fußball ist ein Spiel der Spieler (nicht der Trainer)

Na, da kann ich ja einpacken hier.

Während alle Welt nach Green Bay blickte, um die Packers dort unformidabel ausscheiden zu sehen, während allesaussersport dann später doch weg von Cover-It-Live (oder so) wieder auf Handbetrieb umstellte, klärt uns Jürgen Klinsmann im Interview bei der ZEIT darüber auf, warum Fußball in den USA noch nicht wirklich angekommen ist:

Bei Basketball, American Football und Baseball handelt es sich, wie die Amerikaner sagen, um coaches games, um Mannschaftsspiele, die wesentlich durch das Eingreifen des Trainers von außen bestimmt werden. Fußball hingegen ist ein klassisches players game, ein Spiel, das von den Spielern bestimmt wird. Die Amerikaner versuchen immer noch, Fußball zu spielen, als sei es ein coaches game. Dadurch entsteht eine irrsinnige Hektik, weil permanent alle Trainer von außen auf die Spieler einreden. Das ist einer der Gründe, warum der Fußball, so wie wir ihn kennen, in Amerika eigentlich noch gar nicht angekommen ist.

Soso, ein Spielers Spiel ist Fußball also. Und die Trainer haben — während des Spiels — nicht so viel zu melden. Das könnte man durchaus ändern, wenn man denn wollte, dafür müsste man aber a) mehr trainieren und b) intelligentere (im Sinne des Spiels) Spieler zur Verfügung haben. Das wird es in Deutschland so lange nicht geben, wie beim Einkauf eines Spielers immer noch auf die bei Arsenal und Manchester United längst gang und gäbe seienden Intelligenz- und sonstigen Persönlichkeitstests verzichtet wird.

Andererseits ist auch Walerij Lobanowksyi mit Dynamo Kiew und der sowjetischen Nationalmannschaft nicht gänzlich erfolglos gewesen, sich bewegt oder gar gesprochen hat er während eines Spiels aber nie, weshalb auch erst drei Wochen nach seinem Tod auffiel, dass er gar nicht mehr lebt.

Die meisten der Fußballliebhaber sind sich einer solchen Unterscheidung überhaupt nicht bewusst, im Zweifelsfalle, hätten sie die Wahl, votierten sie wohl ohnehin dafür, Fußball ein Spielers Spiel sein zu lassen. Ich als Trainer muss und möchte dem widersprechen: Würde nur endlich eine verdammte originelle Freistoß- oder Eckstoßvariante dauerhaft zu Erfolg führen, sofort wären alle der Meinung, dass ein Trainers Spiel irgendwie doch schöner ist, denn Erfolg, darum geht es ja letztlich allen, die zuschauen und sich identifizieren, macht sexy.

Sobald sie dann wieder selbst spielen, möchten sie natürlich gerne zurück zum Spielers Spiel, damit sie ihren Spieltrieb ausleben können und auf keinen Fall in so etwas wie vorgefertigte Spielzüge gepresst werden.

U. a. deshalb bin ich auch Trainer und viel weniger Spieler: Weil ich diese infantile Verspieltheit innerhalb eines Systems, in dem man durch festgelegte Muster mit viel größerer Wahrscheinlichkeit zu Erfolg käme, hasse. Hass ist übrigens das andere Ende der Dimension „Liebe“. Das Gegenteil zu Liebe schimpft sich Gleichgültigkeit.

10 Kommentare