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Schlagwort: Flitzer

WM-Schnellgericht

Was vielleicht Assoziationen zu einem Hamburger oder einer Pizza aus der handelsüblichen nahegelegenen Pizzeria hervorruft, hat tatsächlich einen böseren Hintergrund. Der Flitzer, der beim Halbfinale Deutschland gegen Spanien aufs Spiel flitzte, anständigerweise angezogen und ohne wackelnden Pimmel übers Feld laufend, von einem Rollstuhlfahrerplatz aus, muss sich nun vor einem solchen wie im Titel genannt verantworten.

Richtig gelesen:

Ein WM-Schnellgericht.

Es verwundert kaum, dass ausgerechnet eine Veranstaltung der FIFA die Wieder-Einführung von Begriffen und Institutionen nötig macht, die man eigentlich nur aus Kriegszeiten kennt. Ein Schnellgericht, das möglichst schnell aburteilen soll, kann und darf, ist wohl nicht das, wofür Nelson Mandela 27 Jahre lang auf Robben Island, bei dessen Besuch Sepp Blatter noch die Tränen kamen, im Gefängnis saß und danach trotzdem noch seine Nation in irgendwie sowas wie Freiheit (so lange die FIFA noch nicht da war) geführt hat.

Ein WM-Schnellgericht für den Herrn Flitzer. Wohl bekomm’s.

8 Kommentare

Zeigt her Eure Brüste

Bei der WM gab es nur zwei oder drei davon zu bewundern, obwohl doch Sepp Blatter diese Leute zu einer der Hauptgefahren bei der Austragung des Turniers hochsterilisiert hatte: Flitzer. Wir haben uns kurz gefreut, dass es auch bei dieser WM wieder geklappt hat. Trotzdem waren wir ein bißchen enttäuscht, dass die meisten ihre Fantrikots noch anhatten, während sie auf den Platz stürmten. Was ein richtiger Streaker ist, der macht seinen Job natürlich nackt. Und das bringt uns ganz schnell zu der Frage, wer denn eigentlich die Top Ten der weiblichen Flitzer sind. Und natürlich auch zur Antwort.

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Olympiastadion doch nicht sicher

Der Spiegel schreibt, was hier aus bekannten Gründen nicht verlinkt wird, über das Ende von Ronaldos gestrigem Diensttag:

„Durch einen Geheimgang in den Katakomben des Olympiastadions entkam er den Medien.“

Ja, es ist bitter, aber die Stiftungwarentest hatte doch recht. Wenn es einen Geheimgang in dem Stadion gibt, über den man ungesehen entkommen kann, ja, dann kann man über diesen Geheimgang auch ungesehen ins Stadion kommen. Wahrscheinlich nutzte der Flitzer der Partie Brasilien — Kroatien genau diesen.

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Ernie, nicht Bert

Ernie, ein Flitzer, wie Sepp Blatter sie so liebt, ist zumindest regional eine bekannte Größe. Gestern erreichten mich Zuschriften, die darauf hinwiesen, dass Ernie sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag habe. Ich kannte Ernie zuvor nicht.

Bei Wikipedia erfährt man aber Einiges über den Flitzer, der seit den 80er Jahren sein Unwesen in deutschen Landen treibt. Und mir ist sogar eine Dame bekannt, die bei seiner Entblätterungsaktion auf dem Schulhof anwesend war.

Erstaunlich finde ich vor allem den letzen Abschnitt des Wiki-Eintrags:

„Daneben hat Ernie auch in anderen Bereichen sich bereits einen Namen gemacht. So umfasst beispielsweise das PC-Spiel ‚Anstoss 2005 – Der Fußballmanager‘ ein Spielereignis, bei dem ein Flitzer namens Ernie über das virtuelle Spielfeld rennt und so zu einer Spielverzögerung führt.“

Man muss eben wissen, wie man für sich Werbung macht.

Wer sich mal ein genaueres Bild von ihm machen will, soll auch das tun.

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Darüber muss man nachdenken

Sepp Blatter äußerst sich zu den Flitzern beim Confed-Cup folgendermaßen:

„Insgesamt waren über 600.000 Zuschauer in den Stadien, davon sind vier aufs Feld gerannt, also alles halb so schlimm. Allerdings waren zwei von den Läufen organisiert, das Publikum wurde für Werbezwecke missbraucht. Darüber muss man nachdenken.“

Ah ja. Wir müssen Sepp ausnahmsweise mal zustimmen. Nachdenken müssen wir aber auch darüber,

  • dass uns sogar per Audiowerbung im Stadion erzählt wird, welcher Sponsor die Balljungen ausgewählt hat
  • darüber, ob es wirklich nötig ist, dass der Herstellername der Türschlösser in den Stadien überklebt wird, damit dieser keine kostenlose Werbung bekommt
  • ob es nötig ist, dass die Namen der Besitzer der Geldautomaten im Umfeld des Stadions überklebt werden
  • dass niemand ein Produkt mit dem Titel „WM2006″ verkaufen darf, wenn er nicht Lizenzgebühr an die FIFA bezahlen will
  • dass Museen im Umfeld eines WM-Stadions ihren eigentlichen Namen nicht mehr benutzen dürfen
  • darüber, dass im Hamburger WM-Stadion eine Ausstellung nicht für die WM-Zuschauer nicht geöffnet sein darf, weil da eventuell Werbung für andere Firmen als die Hauptsponsoren drin sein könnte
  • nachdenken müssen wir auch darüber, ob Goleo, dieses lächerliche Maskottchen, vielleicht nur zu Werbezwecken dient
  • nachdenken darüber, ob es vielleicht sein könnte, dass die FIFA eigentlich das ganze Turnier nur zu Werbezwecken abhält und es darum geht, möglichst viel Reibach rauszuschlagen
  • wir müssen uns auch fragen, ob es sein kann, dass der WM-Spielball, den die Zuschauer bei der WM sehen, vielleicht deshalb nur von adidas sein darf, weil die Zuschauer zu Werbezwecken mißbraucht werden sollen
  • ob die Zuschauer vielleicht genau aus diesem Grund nicht mal ein Trikot einer Mannschaft tragen dürfen, auf dem ein direkter Konkurrent einer der Hauptsponsoren Werbung macht
  • ob es sein kann, dass Zeitungen dazu genötigt werden, von der WM nur als der „FIFA-WM Deutschland 2006″ zu schreiben
  • warum der kicker auf seinem WM-Sonderheft nicht mehr wie früher den WM-Pokal in groß zeigen darf

und zu guter Letzt müssen wir uns fragen, wo eigentlich Sepp Blatter das Geld herhat, mit dem er bei seiner Wiederwahl zum Präsidenten die Wählenden geschmiert hat.

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Barbusig ins Netz gegangen

Es gibt Tore, die sind nur Abstauber. Reingelogen. Torwart schon ausgespielt, nur noch einschieben. Es gibt Tore, die fallen nach einem Sololauf eines Spielers. Schön in der Vorbereitung, der Abschluss ist dann aber eigentlich nicht mehr so interessant.

Es gibt Tore, die fallen nur aus dem Getümmel heraus, Tore, die Spiele entscheiden, die aber keinen sittlichen Nährwert besitzen. Bestes Beispiel ist das erste Tor von Ronaldo im WM-Finale 2002. Klar, diese Tore zählen auch. Und sie machen sogar den Löwenanteil der Tore im Fußball aus.

Heimlich sitzen wir aber alle vor dem Fernseher/im Stadion und hoffen auf grandiose Knallertore, auf Tore, von denen wir noch unseren Enkeln erzählen können, Tore, die es in die Auswahl zum Tor des Montas schaffen: Freistöße aus 30 Metern, Flugkopfbälle, Hackentricks, Fallrückzieher.

Einfach ein Tor des Monats [Link leider tot] eben.

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Nicht ganz jugendfrei

…und auch schon etwas älter ist dieses schöne Fun-Video. Wo die Liebe zum Ball größer ist als zur Frau, da muss man sich nicht wundern, wenn Ärger vorprogrammiert ist. Und auch wenn Fun-Videos so ziemlich das Letzte sind, was ich in meiner Mailbox finden will: Als URL ist es ja noch erträglich.

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