WM-Schnellgericht

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Was vielleicht Assoziationen zu einem Hamburger oder einer Pizza aus der handelsüblichen nahegelegenen Pizzeria hervorruft, hat tatsächlich einen böseren Hintergrund. Der Flitzer, der beim Halbfinale Deutschland gegen Spanien aufs Spiel flitzte, anständigerweise angezogen und ohne wackelnden Pimmel übers Feld laufend, von einem Rollstuhlfahrerplatz aus, muss sich nun vor einem solchen wie im Titel genannt verantworten.

Richtig gelesen:

Ein WM-Schnellgericht.

Es verwundert kaum, dass ausgerechnet eine Veranstaltung der FIFA die Wieder-Einführung von Begriffen und Institutionen nötig macht, die man eigentlich nur aus Kriegszeiten kennt. Ein Schnellgericht, das möglichst schnell aburteilen soll, kann und darf, ist wohl nicht das, wofür Nelson Mandela 27 Jahre lang auf Robben Island, bei dessen Besuch Sepp Blatter noch die Tränen kamen, im Gefängnis saß und danach trotzdem noch seine Nation in irgendwie sowas wie Freiheit (so lange die FIFA noch nicht da war) geführt hat.

Ein WM-Schnellgericht für den Herrn Flitzer. Wohl bekomm’s.

8 Kommentare

  1. „Freiheit (so lange die FIFA noch nicht da war)“

    Herrlich! Bringt es auf den Punkt. Unterdrückung der Moderne.

  2. Guten Appetit, beim á la cartè Menü der Fifa. Schnellgerichte sind noch doofer als schweizer Schnellrestaurants.

  3. Aach, ich dachte bei Netto und Lidl gibts wirklich was neues für die Micro.:)

  4. *Hust*.. ähem.

  5. Wenn man so etwas liest, kann man die leckeren Rösti gar nicht so schnell wieder rausk….n, wie man sie gegesssen hat. Das schmeckt so übel wie das Kesselfleisch „Münchner Art“

  6. Was? Für so ein popeliges Geflitze ist Mandela damals zu 27 Jahren verknackt worden? Und dann auch noch auf Schiermonnikoog („Robben Island“).

  7. Pingback: WM-Schnellgericht - Fanlager



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