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Schlagwort: Kinder

#namethegame – Wie heißt dieses Dings-Spiel in welcher Region?

Mal wieder bei Twitter kam gerade die Frage danach auf, was denn eigentlich „Fünferle“ sei, nachdem ich twitterte, dass Schachtjar Donzek das gerade in Schalkes Fünfmeterraum spiele.

Fünferle heißt jenes Spiel, in dem alle Beteiligten auf ein Tor spielen, also ohne Verteidiger, Tore aber nur zählen, wenn sie volley erzielt werden. Jeder hat 10 Punkte, bei einem erhaltenen Tor als Torwart bekommt man einen Punkt abgezogen. Bei einem Fehlschuss neben das Tor (oder auch bei einem gehaltenen Ball) muss der Fehlschütze ins Tor, kann also nur dort Punkte verlieren, sich durch einen gehaltenen Ball aber auch wieder daraus entfernen. Plus wahrscheinlich viele weitere Variationen, nehm ich an, das ist so das Grundgerüst.

Dort, wo ich aufwuchs, am Niederrhein am westlichen Rande des Ruhrgebiets, nannte man das Spiel „Fünferle“. Womöglich, weil man nur innerhalb des Fünfmeterraums überhaupt köpfen/volley schießen durfte, das weiß ich nicht mehr exakt.

Die Frage ist nun: Wie hieß dieses Spiel dort, wo Du es gespielt hast – und wo war das?

PS: Wir hatten dieses Thema übrigens schon mal, wie aus diesem Beitrag zu regionalen Varianten der Bezeichnung für bolzen/pöhlen/tschutten hervorgeht. Leider ist der Link zur damaligen Auflistung zum Thema „Fünferle“ und seine regionalen Varianten beim Blog „Bolzplatz“ tot, weil dieses Blog tot ist.

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In Norwegen ist draußen drinnen

Abgesehen von der merkwürdigen Angewohnheit, in Interviews mit Fußballern (fast) immer nur Nichtchristen nach dem Ausleben ihrer Religion zu befragen, niemals aber z. B. Atheisten zu ihrem Atheismus zu befragen, verwundert eine Antwort des Norwegers bei Hannover 96, Mohammed Abdellaoue, auf eine Frage in einem Interview mit der FAZ, welches mit der an Banalität kaum zu überbietenden Aussage „Ich versuche, ein guter Muslim zu sein“ betitelt ist:

Waren Sie so ein Kind, dass immer draußen gespielt hat, wie man das in Norwegen überall sieht?

Nein. Ich bin eher nicht der Junge gewesen, der das tat. Ich war mehr ein Kind der Stadt. Und bei mir galt: Fußball, Fußball, Fußball. Nicht so sehr Ski fahren, in die Berge gehen, fischen. In der Schule und auf der Universität hatten wir immer Trips in die Natur. Aber es war nichts, was mir besonders gefiel. Ich habe immer am liebsten Fußball gespielt. Insofern war ich kein typisches Draußen-Kind.

Wer in Deutschland immer nur Fußball, Fußball, Fußball kennt, der wäre genau ein solches „Draußenkind“.

In Norwegen hingegen ist es wohl tatsächlich so, dass man angesichts der Witterungsverhältnisse Fußball häufiger drinnen spielt als draußen. Was meines ungeprüften Wissens zufolge allerdings nicht in kleinen Turnhallen mit Handballtoren geschieht, sondern in riesigen Bauten, die oft die komplette Größe eines normalen Fußballfeldes umfassen.

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