Zum Inhalt springen

Schlagwort: Nationalmannschaft

Die Münchner Zuschauer

Der Dummschwätzer droht Clinsfornia, dass dieser sich nicht für Jens Lehmann entscheiden solle, weil sonst die Münchner Zuschauer beim WM-Eröffnungsspiel gegen die deutsche Mannschaft sein könnten.

Das ist ehrenwert von den Münchner Zuschauern, dass sie ihren eigenen Verein über die deutsche Nationalmannschaft stellen, und das sogar bei einem WM-Turnier.

Nur fürchte ich, dass das kaum Auswirkungen haben wird auf die Atmosphäre beim Spiel in München. Durch die Vorgehensweise bei der Ticketvergabe wird doch eh kaum jemand aus München in dem Stadion sitzen. Der Zufall hat doch entschieden, welche Spiele man bekommt, somit müssten die Zuschauer aus ganz Deutschland stammen. Ob die dann alle so FC-Bayern-verbunden sind, dass sie die deutsche Nationalmannschaft auspfeifen, wage ich mal zu bezweifeln.

3 Kommentare

Die Schmeißfliege Lehmann

Im Interview mit dem Herrn kicker sagt Oliver Kahn u. a. dies hier:

„Ich bin nicht der Bundestrainer. Im Großen und Ganzen bin ich aber von unserer Defensive überzeugt. Vor dem Spiel in Frankreich herrschten auch Diskussionen wegen der Abwehr, und dann ließen die Jungs dort nur eine echte Chance zu, als Thierry Henry den Ball freistehend am Tor vorbeischoss. Ansonsten war da nichts. Im Gegenteil: Wir hätten das Spiel sogar gewinnen können.“

Ich habe das mal für Euch ins Deutsche übersetzt:

„Jens Lehmann hatte nichts, aber auch gar nichts zu tun in diesem Spiel. Also konnte er sich auch nicht, wie Ihr, die Medien behauptet, besser positionieren im Kampf um die Nummer eins im Tor. Die einzige echte Chance wurde neben das Tor geschossen. Jens Lehmann hat nicht einmal entscheidend ins Spiel eingegriffen und war eigentlich überflüssig. So wie er überhaupt überflüssig ist wie eine Schmeißfliege. Sagen kann ich das aber nicht, weil Klinsmann dann endlich einen Vorwand hat, mich rauszuschmeißen.“

9 Kommentare

Ausländer rein!

Dass speziell die französische und die holländische Nationalmannschaft meist zu weniger als 50% aus im eigenen Land geborenen Spielern bestehen, ist nix Neues mehr. In Deutschland, in dem als einzigem Land der Welt das Recht des Blutes und nicht das Recht des Bodens gilt (klingt ziemlich martialisch, ist aber so), tun wir uns ziemlich schwer mit dem Einbürgern. Viele meiner Leser empfinden ja nicht mal Klose als Deutschen, geschweige denn Oliver Neuville.

Und so ist die Liste der Spieler, die eingebürgert wurden und anschließend für die deutsche Nationalmannschaft spielten, ziemlich kurz. Insgesamt umfasst sie nur 14 Spieler.

Und für mich äußerst überraschend auch auf dieser Liste enthalten: Martin Max!

Da staunt der Laie und der Experte wundert sich. Wer hätte gedacht, dass Martin Max eigentlich aus Polen stammt — bei den Namen?

10 Kommentare

Knüppel aus dem Sack Sammer

Matthias Sammer, der rothaarige Griesgram, hat sich einen Personal Trainer genommen, wie ich selbst einer bin. Das hat offenbar gefruchtet, denn selbst die Glattheit und Verbindlichkeit in Person, Oliver Bierhoff, zeigte sich erstaunt über Sammers Auftritt beim DFB. Er kenne Sammer wesentlich introvertierter als dieser sich in Frankfurt zeigte.

Dass der Personal Trainer aber leider nichts an den Grundeinstellungen im Gehirn von Matthias Sammer ändern kann, wird uns deutlich, wenn wir seine wegweisende Äußerung zum Systemfußball an sich betrachten:

‚Wir müssen uns daran erinnern, dass wir früher alle niedergeknüppelt haben – und zwar ohne System.“

Müssen wir das? Ich erinnere mich immer noch mit Grausen an das 0:0 auf Island. Nicht wegen des Ergebnisses, auch nicht wegen Rudis Wutausbruch, sondern einfach wegen der gnadenlos schlechten Spielweise, bei der ich 90 Minuten lang dachte, dass das nicht wahr sein kann, dass das nun Deutschlands Nationalmannschaft ist. Wenn Matthias Sammer lieber ohne System spielt — warum hat man ihn dann als Sportdirektor geholt?

Eine ausführliche Diskussion dieser Entscheidung und ihrer Entstehung folgt hier in Kürze, zunächst mal aber sind wir geschockt, was im Kopf jenes Herren vorgeht, den der DFB für fähig erachtet, eine Menge junger, guter Nationalspieler hervorzubringen.

7 Kommentare

Flatulenzen beim DFB

Uli Hoeneß spricht im Interview mit dem Tagesspiegel deutliche Worte bezüglich der Besetzung des Sportdirektorpostens beim DFB. Auf die Frage, was er von Matthias Sammer für diesen Job halte, antwortet er:

„Wer auf diese Furzidee gekommen ist, einen Bundestrainer in petto haben zu müssen, nur weil sie damals beim DFB nach Rudi Völlers Rücktritt ein katastrophales Bild abgegeben haben, der ist weltfremd. Das ist doch lächerlich.“

Und wir widersprechen nicht. Höchstens der Wortwahl.

4 Kommentare

Totgesagte leben länger

Sport1 berichtet:

„Zu Klinsmanns Überraschung wird auch die DFB-Auswahl „nur eine sehr, sehr begrenzte Zahl an Karten bekommen. Das ist auch für mich neu, denn bei früheren Weltmeisterschaften war das nie ein Problem“.

Beim Bundestrainer reichen die Tickets, allesamt Kaufkarten, nur für die Familie. „Das hat aber auch Vorteile“, so Klinsmann. „Denn bei einer WM im eigenen Land werden die Schulkameraden aus der vierten Klasse plötzlich wieder lebendig.“

Sind die alle schon tot? Klinsmann scheint für seinen Erfolg über Leichen zu gehen. Das lässt hoffen für die WM.

7 Kommentare

Mein Gesicht im Fernsehen

Die Nationalmannschaft dreht gerade Werbespots und macht Fotos für die Sponsoren. Dabei sind 28 26 (Jens Lehmann und Robert Huth bleiben in England) Spieler, auch der verletzte Miroslav Klose und der blutende Christoph Metzelder nach Düsseldorf, wo sich die Mannschaft trifft, angereist.

28 Spieler stehen zur Auswahl. 23 Spieler dürfen nur mit zur WM.

Das bedeutet also, dass wir, gesetzt den Fall, dass die Mannschaftsfotos und die Werbespots mit allen 28 Spielern gedreht werden, 5 Spieler in den Spots sehen werden, die dann, kurz vor der WM, vom Trainer aussortiert werden werden.

Ich frage mich gerade, wie man sich fühlt, wenn man kurz vor einer Teilnahme an der WM stand, und dann, wenn sie ohne einen stattfindet, sich selbst ständig im Fernsehen in den Werbespots der Nationalmannschaft im Nationaltrikot sehen muss. Zu Hause. Vom Sofa aus.

3 Kommentare

Wie schwul ist der deutsche Fußball?

Die FOTO-Zeitung, die hauptsächlich aus Fotos und Fußball besteht, fragt in ihrem Online-Angebot „Wie schwul ist der deutsche Fußball?“ [ehemaliger Link ist leider auf Seiten der FOTO-Zeitung deaktiviert] und sticht damit ein Faß an, das ja immer noch ein heißes Eisen ist, um bei den gelungen Bildern zu bleiben.

Das ganze Interview mit Corny Littmann, dem schwulen Präsidenten des FC St. Pauli, aus dem FOTO wohl zitiert, war in der Welt [Link leider tot] nachzulesen. Darin prophezeit Littmann, dass das Tabu, sich als Fußballprofi als schwul zu outen, „in den nächsten zehn Jahren“ fallen wird. Außerdem nimmt er an, dass es nicht nur in den Bundesliga-Kadern, sondern auch in der Nationalmannschaft den einen oder anderen Schwulen gibt.

Das lässt natürlich Raum zu Spekulationen, und damit ich gar nicht erst in irgendeinen Verdacht komme, schicke ich meinen folgenden Spekulationen voraus, dass ich mich Klaus Wowereit („…und das ist auch gut so.“) anschlösse, sollte sich ein schwuler Fußballprofi outen.

Hier mal der mehr oder weniger aktuelle Kader der Nationalmannschaft:

Timo Hildebrand
Jens Lehmann
Arne Friedrich
Robert Huth
Marcell Jansen
Per Mertesacker
Patrick Owomoyela
Lukas Sinkiewicz
Michael Ballack
Tim Borowski
Sebastian Deisler
Fabian Ernst
Torsten Frings
Thomas Hitzlsperger
Bernd Schneider
Bastian Schweinsteiger
Miroslav Klose
Kevin Kuranyi
Oliver Neuville
Lukas Podolski
Gerald Asamoah

Ob jemand verheiratet ist oder Kinder hat, ist irrelevant, denn dies könnte immer auch nur Tarnung sein. Ich blicke kurz auf die Liste und nach nur wenigen Sekunden dämmert es mir: Timo Hildebrand. Er ist schwul. Hm. Da fällt mir jetzt nicht viel zu ein, außer dass ich Timo Hildebrand sympathisch finde. Was ja, wie man weiß, nicht für Kevin Kuranyi gilt, der der nächste heiße Kandidat für den Job des Schwulen bei der Nationalmannschaft wäre. Welche Hete läuft mit so einem Bart durch die Gegend? Okay, heutzutage machen die Nulpen der halb-Bolloszene so etwas vielleicht auch dann, wenn sie nicht schwul sind. Ich finde den Bart aber trotzdem schwul. Und auch, wie Kuranyi sich bewegt, das hat schon irgendwie etwas von einer Tunte. Ich weiß, ich weiß, es liegt an seiner mangelnden Technik, weil er erst im letzten Moment überhaupt weiß, wie er den ankommenden Ball weiterverarbeiten soll. Aber wüsste so etwas eine Hete nicht schon viel eher? Nun gut, das ist Spekulation.

Glaubt man der These, dass sich nicht-outende Schwule meist besonders heterosexuell wirken oder wirken wollen, wäre der heißeste Kandidat wohl Oliver Kahn. Das würde auch erklären, warum er wegen der Torwartrotation so rumjammert. Wobei ich gerade merke, dass ich hier mit einem Klischee spiele, das nicht wahr ist: dass Schwulsein Weichsein bedeutet. Das ist natürlich Quatsch.

Oliver Kahn schwul? Ich fände es zumindest interessant.

In der Redaktion tippen viele auf Christian Wörns, auch das klingt plausibel, nimmt man das Klischee zur Hand. Er spricht wirklich sehr tuntig und jammert auch noch nach Nicht-Berücksichtigung für Klinsmanns Kader öffentlich rum, anstatt es „mannhaft“ zu ertragen. Da Schwule aber auch Männer sind, bleibe ich da skeptisch. Wörns ist nicht schwul, sondern ein Weichei.

Mein letzter Tipp ist Arne Friedrich. Er verkörpert für mich so etwas wie den Typ des unauffälligen Schwulen. Zwar immer nett gekleidet, nett frisiert, auch nett im Umgang, aber eben kein Stück tuntig. Das vergißt man ja auch zu leicht: weder Ole von Beust noch Klaus Wowereit noch Guido Westerwelle noch Corny Littmann kommen irgendwie tuntig rüber, aber trotzdem sind sie schwul.

Eigentlich, muss ich sagen, ist mir auch egal, wer jetzt von denen schwul ist. Sollen sie die WM gewinnen, und gut ist. Ich bin auch nicht der Gralswächter der Moral, und ob einer nun schwul ist oder nicht, ist mir auch ansonsten grundsätzlich wurscht. Ein Klima, in dem sich ein Schwuler als solcher darstellen und sein Leben so leben kann, ist aber im Profifußball nicht nur begrüßenswert, sondern längst überfällig.

486 Kommentare

Rekordhalter Bobitsch nach Hrvatska

Ich kann endlich wieder beruhigt schlafen. Zumindest, was diese Personalie angeht: der prollige (na, okay, welcher Fußballer ist das nicht?) Fredi Bobitsch geht in ein Land, dessen Liga man nicht mal zweitklassig nennen darf. Somit ist auch klar, dass er nicht von der FOTO-Zeitung noch in die Nationalmannschaft geschrieben werden kann. Fredi Bobitsch ist schließlich Mitglied der totalen Rumpelfraktion bei der EM2004 gewesen und man muss wirklich dankbar sein, dass Rijeka ihn noch aufgenommen hat. Die Alternative wäre nämlich gewesen, dass er eventuell als „Experte“ oder „Co-Kommentator“ bei der WM im Fernsehen aufgetaucht wäre. Puh, noch mal Glück gehabt.

Wo er jetzt eigentlich hin ist? Na, endlich in ein Land, dessen Sprache er beherrscht, wie er hier behauptet. Das kann man nur bestätigen. Deutsch beherrscht er nämlich nicht, sieht man sich mal so die von ihm verfassten Einträge auf seiner Webseite an. Leider haben das wohl auch die Betreiber gemerkt — und korrigieren Fredis Einträge seit Neuestem immer.

Fredi Bobitsch ist übrigens Rekordhalter. Glaubt man kaum, aber diese fußkranke Hupe hält den Rekord an Nicht-Toren. So wie ich sein Rumgegurke vor dem Tor, sein Ersatzspieler-Sein in den letzten Jahren einschätze, wird er diesen Rekord auf Jahre hinaus halten. Es sei denn, Kevin Kuranyi spielt noch länger Bundesliga als er es eigentlich verdient hat.

17 Kommentare

„Mist, Käse und Scheißdreck“

Von meinen Bruder bekomme ich immer mahnende Emails, wenn ich mich so derbe ausdrücke. Ihr wißt aber, dass die Kraftausdrücke im Titel gar nicht von mir stammen, sondern von Tante Käthe. Einfach so aus Spaß gibt’s hier noch mal das ganze Interview zum Angucken.

Übrigens war ich so „glücklich“, das wirklich grottige Spiel gegen Island damals in einem Irish Pub zu gucken, wo natürlich sofort nach Schlusspfiff der Ton abgedreht wurde. Einen der großartigsten Auftritte bei Interviews im Fußball der letzten Jahre habe ich also erst mitbekommen, als ich per SMS von Freunden darüber informiert wurde, dass Rudi gerade ausgetickt ist.

Immerhin hat die ARD das ja alles fein konserviert, so dass ich dann doch nicht auf ewig ahnungslos bleiben musste.

5 Kommentare

Wenn ein Dummschwätzer eine Reise tut (I)

„In der Öffentlichkeit wird er es wohl nicht tragen.“

sagte der Dummschwätzer bei der Überreichung eines Trikots der deutschen Nationalmannschaft an den Kronprinzen der Niederlande.

Der Dummschwätzer ist zu seinen Reisen gestartet, bei denen er alle 31 WM-Teilnehmer besuchen will. Haben wir also erst mal Ruhe vor ihm?

Einen Kommentar hinterlassen