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Schlagwort: Olaf Marschall

Update! „Tor des Jahres“ — alle auf einen Klick-Blick

[Update Nr xy] Marcel Risse 2016 mit einem überaus sehenswerten Freistoßtor, Lukas Podolski 2017. Nils Petersen mit schönem Weitschuss 2018.

[Update Januar 2016] Das Tor des Jahres 2015 erzielte Carsten Kammlott. Das wird hier extra noch mal erwähnt, weil man sich den dazugehörigen Beitrag der Sportschau ruhig geben sollte, sofern man sehen möchte, wie ein Profi der 3. Liga so lebt. Jeden Sonntag bei den Eltern zum Essen (wobei das der eine oder andere Weltmeister ja ebenso pflegen soll) und derlei mehr. Nicht prickelnd, aber erhellend. Und das Tor an sich natürlich: hier der Beitrag (der obere), sicher nicht lange online. (Außerdem erfährt man so, dass Reinhold Beckmann immer noch die Sportschau macht. Dachte, der spielt jetzt Gitarre.) Und für die Jüngeren vielleicht interessant, dass dieses Tor einen weltbekannten Vorfahren hatte. Das Tor, nicht Kammlott.

[Update April 2013] Dass ein Schwede mit bosnischen Wurzeln in einem Freundschaftsspiel in Schweden gegen England das Tor des Jahres in Deutschland erzielen kann, bleibt eines dieser Geheimnisse des professionellen Sportjournalismus. Ein fantastisches Tor erzielte Ibrahimovic mit seinem Fallrückzieher natürlich unbestritten, aber die Frage, was das bei den deutschen Toren des Jahres zu suchen hat, bleibt offen — vielleicht mal bei der Sportschau nachfragen.

[Update 29. Januar 2012] Heute gibt es dann den Neuzugang für 2012 2011: Señor Raúl. Ein schön anzusehender Lupfer beim hohen Sieg gegen den 1. FC Köln. Was der FC Schalke übrigens auch ohne Raúl schafft, wie gestern gesehen.

[Update 24. Januar 2011]

Ein Schuss aus 60 Metern. Kreativ. Gab es erst seit 2007 nicht mehr.

[Update 7. April 2009]

Ich hab dann mal eine nur wenig Voraussicht benötigende Änderung vorgenommen, siehe Ende der Liste. Sollte ich mich getäuscht haben, werde ich mich damit bestrafen, selbst so ein Tor wie das von Grafite erzielen zu müssen und es so lange zu versuchen, bis es klappt — allerdings ohne Gegenspieler. Schwer genug.

Aber ich werde mich ohnehin nicht täuschen.

Und wie profan Ballacks Tor von 2008 plötzlich wirkt …

Aus aktuellem Anlass, da Diego mit seinem Tor aus 60m Entfernung gegen Alemannia Aachen gerade Tor des Monats wurde, ein Überblick über die bisherigen Schützen des „Tor des Jahres“ seit der Einführung dieser Wahl im Jahr 1971.

1971 Ulrik Le Fevre
1972 Günter Netzer und Gerd Müller
1973 Günter Netzer
1974 Erwin Kostedde
1975 Klaus Fischer
1976 Gerd Müller
1977 Klaus Fischer
1978 Rainer Bonhof
1979 Harald Nickel
1980 Karl-Heinz Rummenigge
1981 Karl-Heinz Rummenigge
1982 Klaus Fischer
1983 Jürgen Wilhelm
1984 Daniel Simmes
1985 Pierre Littbarski
1986 Stefan Kohn
1987 Jürgen Klinsmann
1988 Jürgen Wegmann
1989 Klaus Augenthaler
1990 Lothar Matthäus
1991 Andreas Müller
1992 Lothar Matthäus
1993 Augustine „Jay-Jay“ Okocha
1994 Bernd Schuster
1995 Jean-Pierre Papin
1996 Oliver Bierhoff
1997 Lars Ricken
1998 Olaf Marschall
1999 Giovane Elber
2000 Alex Alves
2001 Kurt Meyer
2002 Benjamin Lauth
2003 Nia Künzer
2004 Klemen Lavric
2005 Kasper Bögelund
2006 Oliver Neuville
2007 Diego
2008 Michael Ballack
2009 Grafite
2010 Michael Stahl
2011 Raúl
2012 Zlatan Ibrahimovic
2013 Raúl und Julian Draxler
2014 Mario Götze
2015 Carsten Kammlott
2016 Marcel Risse
2017 Lukas Podolski
2018 Nils Petersen
2019 Marcel Hartel

Mit Nia Künzer immerhin schon eine Frau als Gewinnerin dabei, sowie mit Jürgen Wilhelm und dem damals 80-jährigen Kurt Meyer auch zwei Amateure. Rekordsieger bleibt Klaus Fischer mit 3 Toren, vor Günter Netzer, Gerd Müller, Lothar Matthäus und Karl-Heinz Rummenigge mit je 2 Toren des Jahres.

In den meisten Fällen braucht man nur auf die Jahreszahl und den Namen zu schauen, schon ist klar, welches Tor es gewesen sein muss. Beispiele:

Lothar Matthäus 1990
Nia Künzer 2003
Lars Ricken 1997
Klaus Fischer 1982
Oliver Bierhoff 1996

Was an dem wurschtigen, glücklich abgefälschten, kraftlosen, unplatzierten Torschuss Bierhoffs von 1996, der dem armen tschechischen Torhüter durch die plötzlich nur noch mit der Konsistenz unaufgeblasener Luftballons funktionierenden Hände glitt, Tor-des-Jahres-würdig gewesen sein soll (außer eben seiner Wirkung), wird sich uns nie erschließen. Klaus Fischers Tor von 1982 begeistert da schon eher, so wie alle seine Tore des Jahres es vermögen.

Ich persönlich hätte auch diesmal eher auf Christoph Preuß‘ Fallrückzieher gesetzt als auf diese dann doch irgendwie gar nicht so schwierigen Tore der Marke Augenthaler 1989, Alves 2000 oder eben Diego 2007, aber ich bin ja auch nicht die Masse.

47 Kommentare

Scorerliste der Bundesliga pro Saison

Jahr Spieler Punkte
1988/1989 Roland Wohlfarth 23
Uwe Bein 22
Thomas Allofs 21
Jürgen Klinsmann 21
Fritz Walter 21
1989/1990 Andreas Möller 24
Jörn Andersen 22
Uwe Bein 20
Stefan Kuntz 20
1990/1991 Roland Wohlfarth 28
Jan Furtok 26
Andreas Möller 24
1991/1992 Stephane Chapuisat 30
Marcus Marin 26
Fritz Walter 26
1992/1993 Andreas Thom 27
Anthony Yeboah 26
Ulf Kirsten 25
1993/1994 Stephane Chapuisat 26
Marek Lesniak 24
Anthony Yeboah 24
1994/1995 Mario Basler 32
Rudi Völler 29
Rodolfo Esteban Cardoso 28
1995/1996 Giovane Elber 26
Harald Spörl 22
Andreas Möller 21
1996/1997 Fredi Bobic 30
Giovane Elber 28
Dariusz Wosz 26
1997/1998 Ulf Kirsten 27
Krassimir Balakov 25
Thomas Häßler 24
Olaf Marschall 24
1998/1999 Michael Preetz 29
Carsten Jancker 22
Ulf Kirsten 21
Oliver Neuville 21
1999/2000 Martin Max 23
Ailton 22
Ulf Kirsten 20
Markus Weissenberger 20
2000/2001 Ebbe Sand 32
Sergej Barbarez 27
Claudio Pizarro 26
2001/2002 Marcio Amoroso 27
Michael Ballack 25
Martin Max 23
2002/2003 Giovane Elber 27
Ailton 26
Thomas Christiansen 25
Marcelinho 25
2003/2004 Ailton 37
Martin Max 28
Franca 27
Roy Makaay 27
2004/2005 Roy Makaay 36
Marcelinho 31
Marek Mintal 30
2005/2006 Miroslav Klose 39
Dimitar Berbatov 31
Marcelinho 24
2006/2007 Miroslav Klose 28
Diego 27
Kevin Kuranyi 26
2007/2008 Luca Toni 31
Diego 24
Markus Rosenberg 23
2008/2009 Grafite 39
Edin Dzeko 36
Mario Gomez 32
2009/2010 Edin Dzeko 32
Stefan Kießling 28
Kevin Kuranyi 26
2010/2011 Mario Gomez 33
Thomas Müller 25
Franck Ribery 24
2011/2012 Klaas Jan Huntelaar 42
Robert Lewandowski 32
Franck Ribéry 32
2012/2013 Stefan Kießling 35
Robert Lewandowski 31
Thomas Müller 25
2013/2014 Robert Lewandowski 31
Marco Reus 30
Roberto Firmino 27
2014/2015 Stefan Kießling 35
Robert Lewandowski 31
Thomas Müller 25
2014/2015 Kevin de Bruyne 31
Thomas Müller 28
Arjen Robben 25
2015/2016 Robert Lewandowski 34
Pierre-Emerick Aubameyang 31
Henrikh Mhkitaryan 31
2016/2017 Robert Lewandowski 38
Pierre-Emerick Aubameyang 33
Emil Forsberg 30
2017/2018 Robert Lewandowski 34
Thomas Müller 24
Mark Uth 23
Kommentare geschlossen

Lok Leipzat

Die taz schreibt über das Leipziger Zentralstadion und damit auch über Lok Leipzig. Leider schreibt sie Folgendes:

[photopress:taz_lokleipzig.jpg,full,centered]

Und damit begibt sie sich in die illustre Reihe der vielen Veröffentlichungen, in denen irgendwo ein unverzeihlicher Fehler steckt. Denn Lok Leipzig war nie im UEFA-Pokal-Finale. 1987 stand Lok Leipzig im Finale des Europapokals der Pokalsieger.

Achja, mit dabei damals war übrigens Olaf Marschall, der damals noch so aussah (obere Reihe, dritter Fußballer von links) [Link leider tot.]. Schöne Trikotwerbung auch bei Lok Leipzig im Jahre 1987. Erinnert mich fast an diesen Brauch, den eigenen Teamnamen auf dem Shirt, der Jacke, der Lederhose zu tragen.

Der taz allerdings sei verziehen, schließlich ließ sie einmal die FOTO-Zeitung ihre Titelseite montieren. Klar, dass dabei eine Menge Fehler zum Konzept gehört.

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