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Schlagwort: Südkorea

Live-Blog zur Gruppen-Auslosung der WM 2018 im Kreml

Gruppe A

A1 Sbornaja
A2 As-suqur al-hadra (Grüne Falken)
A3 Fara‘ina (Die Pharaonen)
A4 La Celeste

Gruppe B

B1 Seleção das Quinas
B2 La Furia Roja
B3 Lions de l‘Atlas
B4 Team Melli

Gruppe C

C1 Les Bleus
C2 Socceroos
C3 La Blanquirroja
C4 Danish Dynamite

Gruppe D

D1 Albiceleste
D2 Strákarnir okkar
D3 Vatreni
D4 Super Eagles

Gruppe E

E1 Seleção
E2 Nati
E3 Los Ticos
E4 Beli Orlovi

Gruppe F

F1 Mannschaft ohne Spitznamen
F2 El Tri
F3 Tre Kronor
F4 Taeguk Warriors

Gruppe G

G1 Rode Duivels/Diables Rouges
G2 Los Canaleros
G3 Les Aigles de Carthage
G4 Three Lions

Gruppe H

H1 Bialo-Czerwoni
H2 Les Lions de la Teranga
H3 Los Cafeteros
H4 Samurai Blue

[16.58] Das häufig vorhandene Losglück hat die Deutschen diesmal verlassen. Mexiko und Schweden sind schon eine Konstellation, an der man auch gut scheitern kann. Insofern stimmt das nicht, was unten steht: dass man ohnehin durchkommt. Aber mit Schweden und Mexiko konnte man ja nicht unbedingt rechnen (jedenfalls nicht in den ca. 57 durchgeführten Probeauslosungen). Dazu mit Südkorea ein Team, das immer mal für eine Abnutzungsschlacht gut ist – soweit jedenfalls das Klischee. Es hätte wirklich deutlich einfacher kommen können, zum Beispiel mit der Prognose Peru, Ägypten und eben Südkorea. Immerhin einen Treffer bei diesem Glücksspiel, würde man jetzt aber doch lieber gerne gegen Saudi-Arabien oder Iran tauschen. Geht aber nicht mehr. Die „deutsche“ Gruppe steht fest und könnte schon ein echtes Zähneausbeißen werden, zumal man zuerst gegen Mexiko und dann gegen Schweden spielt. Da könnte man auch gut und gerne bei nur 2 oder 3 Punkten stehen und hätte den Druck, gegen vielleicht noch weiterkommen könnende Südkoreaner (sofern bis dahin noch existent) gewinnen zu müssen. Natürlich sind ebenso 9 Punkte aus diesen drei Gruppenspielen möglich. Dennoch darf man vor allem eins nicht tun: diese Gegner unterschätzen, nur weil Mexiko ja „noch nie weit gekommen“ (Bela, meinte aber das Viertelfinale) ist oder Schweden sich gegen Italien 90 Minuten nur eingeigelt hat. Aber hier nimmt man es sportlich: besser so als eine Gruppe, bei der man schon vorher einschläft, weil es nur um die Höhe des Sieges geht. Spannend wird aber in jedem Fall, wer neben den Deutschen weiterkommt, sofern diese es doch schaffen, ihrer Favoritenrolle in 2,5 Spielen gerecht zu werden. Tippe da am ehesten auf Schweden, aber da spielt wohl vielleicht auch zu viel Sympathie mit rein.

[16.32] Das Prozedere wird erklärt. Dürfte dem hiesigen Publikum allseits bekannt sein. „The explanation is over“. Gut. Los geht’s schon. Jetzt kommt dann das Tableau nach oben.

[16.30] Jetzt kommt endlich Gary Lineker. Die 15 Minuten bislang waren zumindest alles andere als zäh. Das war früher schon mal schlimmer.

[16.26] Pelé erscheint doch nicht. Erster Lospate ist der Engländer Gordon Banks. Russland hat auch einen Lospaten, obwohl noch nie Weltmeister. 91 Jahre alt. Name nicht verstanden. Shame on me. Für Uruguay ist es Diego Forlan, für Argentinien Diego Maradona. „Sah auch schon mal frischer aus“, ätzt Bela. Dabei sieht Maradona eigentlich ganz gut aus. Für Frankreich kommt Laurent Blanc. Cafu für Brasilien. Carlos Puyol, immer noch ohne Frisur, erfrischend, für Spanien. Fabio Cannavaro, der einzige Italiener, der an der WM – in dieser Form als Lospate – teilnimmt.

[16.23] Bela erwähnt die PK heute morgen, bei der die Dopingvorwürfe zur Sprache kamen. Bela nennt den für das Doping verantwortlich gewesen seienden Witali Mutko zunächst Witali Klitschko. Das ist dieses Phänomen, dass Nachrichtensprecher auch Jahre nach dessen Demission immer noch von Bundeskanzler Kohl, äh Schröder sprachen. Einschlägige Berichterstattung zum Verlauf dieser PK gibt es bei Twitter.

Jetzt ein paar nette Jubilbilder von vorigen WM. Am Ende jubelt die deutsche Mannschaft.

Der Kommentator ist aber immer noch nicht Lineker, sondern ein anderen Mann. Begleitet von einer einigermaßen züchtig gekleideten Frau.

[16.21] Die acht Lospaten werden vorgestellt. Der erste ist Pele. Nicht Wollitz, der aus Brasilien. Die Musik wird melancholischer, aber wohl nicht wegen Pelé. Eher nimmt man wohl schon das Scheitern der Russen bei der WM vorweg. Jetzt geht es doch noch rund. Hat man vielleicht noch schnell was eingeworfen.

[16.19] Okay, jetzt wird doch noch ein bisschen Show gemacht. Russischer Volkstanz. Oder so. Jedenfalls immer noch besser als der Schuhplattler bei der Eröffnung der WM 2006. Was aber auch nicht schwierig ist. „Darf ich mal?“, fragt Bela, als er wohl glaubt, sein Mikro ausgeschaltet zu haben. Was will er wohl gedurft haben wollen?

[16.15] Immerhin verschont uns das ZDF mit dem Showteil. Geht direkt los mit „Miroslava Klose“, wie er auf Russisch von der Moderatorin genannt wird. Gefragt, „how did you like the show?“, antwortet Klose auf Deutsch. Hm. Okay, hat ja auch nie in England gespielt. Klose erwähnt auch das dreimalige Scheitern, 2002, 2006, 2010, was er ja als einziger (?) so erlebt hat, mit der Krönung 2014. Lahm kam doch erst später dazu, nicht wahr?

Außerdem gibt er zu, dass ihm auch sein Torrekord bei der WM tatsächlich etwas bedeutet. Leichten Einschlag ins Pfälzerische. Nach knapp einer Minute ist sein Auftritt aber schon wieder vorbei. Zu Kloses großer Erleichterung offenbar.

[Präludium] Auch wenn „Wetten, dass..?“ nicht mehr existiert: Es gibt sie noch, die Lagerfeuer-Momente in deutschen Landen. Natürlich dann, wenn WM oder EM ist und die Nationalmannschaft spielt – oder die Gruppen für ein solches Turnier ausgelost werden. Heute steht wieder die ganze Nation hinter den Live-Streams und wird den ersten schmerzhaften Moment schon vor Beginn der Auslosung hinnehmen müssen. Miroslav Klose, zur Zeit Trainerhospitant ohne Geschäftsfeld bei der DFB-Elf, wird in seiner Eigenschaft als Weltmeister von 2014 den WM-Pokal an den Ausrichter Russland übergeben. Weltmeister bleibt die deutsche Mannschaft zwar bis zum Abpfiff des Finals der WM 2018 im Olympiastadion Luschniki in Moskau. Den Pokal ist man aber schon mal los. (Wobei man den originalen ohnehin nie länger als ein paar Stunden besaß. Den kassiert die FIFA nach der Verleihung nämlich direkt wieder ein, der Sieger geht mit einem Duplikat nach Hause und foppt auf der Reise durch seine Dörfer und Landstriche mit Menschen darin diese und lässt sie im Glauben, sie sähen das Original.)

Moderieren wird der wohl schlagfertigste Ex-Profi am Twitter, Gary Lineker, dessen Bonmot von den 22 Männern und den 90 Minuten schon 1990 von dieser Schlagfertigkeit kündete. Etwas erstaunt sein darf man dennoch, dass dieser ansonsten kein Blatt vor den Mund nehmende kritische Geist sich vom russischen Fußball vereinnehmen lässt. Steht Russland doch in allen erdenklichen Sportarten unter scharfem Dopingverdacht, so auch im Fußball, wie man sich explizit hier noch mal vor Augen führen kann und auch sollte. Der Thread beginnt schon mit den Worten:

„Absurd, dass Gastgeber Russland dabei ist. Denn noch nie waren die Dopingindizien stärker gegen eine aktive Fußballmannschaft.“

Lineker, eingeladen als Torschützenkönig der WM 1986 und eben jener gewandte Moderator, der er inzwischen ist, wird es sich gut bezahlen lassen, und doch wirft seine Teilnahme einen Schatten auf diese Lichtgestalt der Fußballberichterstattung.

Apropos Schatten: Nichts anderes als das, schwarz nämlich, würden die TV-Zuschauer im Iran zu sehen bekommen, sollte Linekers russische Kollegin Maria Komandnaja aus Sicht der Zensoren des Staatsfernsehen im Iran zu unzüchtig gekleidet sein. Dann würde die Übertragung ausgesetzt, der Bildschirm schwarz. Wäre dies weltweit so, hätte man in Moskau genug Gelegenheit, dem trotz des vermeintlichen Dopings der Nationalmannschaft schwächelnden Team der Russen eine möglichst einfache Gruppe zuzuschanzen. Schließlich soll Russlands Nationalmannschaft nicht wie erstmals 2010 Südafrika als Gastgeber schon in der Vorrunde scheitern. Nicht zuletzt, da man im Eishockey-Land Russland ohnehin mangelnde WM-Begeisterung fürchtet. Im Land allgemein und auf den Rängen, die da doch recht leer bleiben könnten, wenn irgendwo in den Weiten Russlands kurz vor den Toren Sibiriens Neuling Panama gegen den Senegal antritt. Da eine solche Ausblendung des TV-Bildes aber nicht kommen wird, muss man zunächst mal annehmen, dass zumindest bei der Auslosung im Kreml alles mit rechten Dingen zugehen wird. Oder wie die SZ schrieb:

„Noch nie wird eine Entscheidung im Kreml so transparent gefallen sein wie diese WM-Auslosung.“

Hier wird diese Auslosung live begleitet, mit dem kleinen Extra-Service, das bei der Auflistung der insgesamt 8 Gruppen von A bis H direkt die Spitznamen der Nationalmannschaften eingetragen werden. Inzwischen ist so etwas ja eine Aufstellung, an der keine Zeitung online mehr vorbeikommt, die Spitznamen aller WM-Teilnehmer in einem eigenen Beitrag aufzulisten.

Hier schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und präsentiert die Auslosung live und liefert dazu gleich die jeweiligen Spitznamen der 31 Nationalmannschaften, die teilnehmen plus jene eine Mannschaft, welche keinen Spitznamen besitzt, die zufällig amtierender Weltmeister ist. Beim DFB mag man das anders sehen (und im Ausland leider auch), doch hier kann man auf derlei fromme Wünsche keine Rücksicht nehmen und bleibt bei der Realität.

Man darf natürlich gespannt sein, wie die Gruppen nun schließlich aussehen werden. Ohne einen Tipp für die Gruppe der Mannschaft ohne Spitznamen geht es natürlich auch hier nicht. Es wird nicht Gruppe H, welche die einzige wäre, welche eine Partie im ehemaligen Stalingrad nötig oder je nach Sichtweise möglich machte, sondern Gruppe D. Eine Partie im nur 500km von Berlin entfernten Kaliningrad ist übrigens schon vor der Auslosung ausgeschlossen, da die Mannschaft von Jogi Löw als Gruppenkopf gesetzt ist, in Kaliningrad aber keine Partie eines Gruppenkopfes vorgesehen ist.

Gegner in dieser, wie man ganz teutonozentristisch gerne formuliert, „deutschen“ Gruppe werden sein: Peru, Ägypten und Südkorea.

Das klänge immerhin doch ziemlich nach einer _Welt_meisterschaft. Sportlich stellt sich die Frage ohnehin nicht, ob die DFB-Elf die Vorrunde übersteht, selbst für den Fall, dass die „Furia Roja“ in ihre Gruppe gelost würde.

Wer selbst noch seinen Tipp abgeben will, kann das gerne noch in den Kommentaren tun, auch wenn anzunehmen ist, dass das alles längst bei Twitter geschehen ist.

(Anders als früher bei Live-Blogs üblich werden die weiteren Beiträge jetzt nicht oben angefügt werden, sondern hierunter.) Nee, doch oben. Während der Auslosung rutscht dann auch diese Auflistung hier nach oben:

Stand der Dinge bei der WM-Auslosung 2018

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Alle südkoreanischen Pokalsieger

In Südkorea wird ein nationaler Pokalwettbewerb im Fußball erst seit dem Jahr 1996 ausgetragen. Veranstalter ist die Korea Football Association (KFA), wie der landesweite Verband im Fußball vor Ort heißt.

Der Modus ist dabei der in Pokalwettbewerben weit verbreitete, dass es nur ein Spiel gibt, welches im Fall der Fälle per Verlängerung oder Elfmeterschießen entschieden wird. Die Einrichtung eines Wiederholungsspiels gibt es im Pokal in Südkorea nicht.

Einzig beim Finale ist man zuletzt wieder dazu übergegangen, wie schon bis ins Jahr 2007, es in Hin- und Rückspiel entscheiden zu lassen. Das hat dann auch gleich mal dazu geführt, dass die letzte Entscheidung um den Gewinner des Pokals in Südkorea im Elfmeterschießen gefällt wurde.

Hier nun die komplette Liste der Sieger seit Einführung dieses Wettbewerbs im Jahr 1996.

Alle Sieger im Pokal im Fußball in Südkorea

Jahr Meister
1996 Pohang Steelers
1997 Jeonnam Dragons
1998 FC Seoul
1999 Seongnam FC
2000 Jeonbuk Hyundai Motors
2001 Daejeon Citizen
2002 Suwon Samsung Bluewings
2003 Jeonbuk Hyundai Motors
2004 Busan IPark
2005 Jeonbuk Hyundai Motors
2006 Jeonnam Dragons
2007 Jeonnam Dragons
2008 Pohang Steelers
2009 Suwon Samsung Bluenotes
2010 Suwon Samsung Bluenotes
2011 Seongnam FC
2012 Pohang Steelers
2013 Pohang Steelers
2014 Seongnam FC
2015 FC Seoul
2016 Suwon Samsung Bluenotes
2017 -

Gleich zwei Clubs gewannen diesen Wettbewerb bislang 4x, nämlich die Pohang Steelers (zuletzt 2013) und die Suwon Samsung Bluenotes (zuletzt 2016 in jenem oben erwähnten Elfmeterschießen).

Der südkoreanische Pokalwettbewerb im Fußball hat zwar nur selten echte Sensationen produziert. Obwohl aktuell 79 Teams in diesen Wettbewerb einsteigen, darunter auch viele Amateurteams, hat noch nie ein unterklassigen Wettbewerb den „Korean FA Cup“ gewonnen, wie er sich selbst eigentlich nennt. Allerdings haben immer wieder Sponsoren den Namen des Pokalwettbewerbs in Korea gekauft. Aktuell firmiert er unter der Bezeichnung „KEB Hana Bank Cup“, allerdings benutzt man diesen Namen kaum.

Zuvor hatte er so geheißen:

  • 1998: Sambo Change-up FA Cup
  • 1999: Sambo Computer FA Cup
  • 2000 – 2002: Seoul Bank FA Cup
  • 2003 – 2015: Hana Bank FA Cup
  • seit 2015: KEB Hana Bank FA Cup

Das ist hierzulande alles kaum bekannt, was nicht bedeutet, dass sich nicht gerade dieser Wettbewerb für eine Beschäftigung mit seinem Verlauf anbietet. Anders als in China gibt es im (süd-) koreanischen seltenst Probleme mit Wettmanipuliationen der Spiele. Man kann sich also darauf verlassen, dass das, was in diesem Korean FA Cup auf dem Platz passiert, real ist und keine abgesprochene Angelegenheit. Insofern lohnt sich dann auch ein Blick auf die verschiedenen Anbieter von Spielangeboten zu diesem Them, wie zum Beispiel unter casino bet 365 zu finden. Davon abgesehen ist der südkoreanische Fußball meist auch sehenswert, einer der besten in ganz Asien. Dies betrifft sowohl die Physis der Spieler, die gerade zu legendär ist, aber auch das technische Vermögen der Akteure.

Die Liste der Rekordsieger des Wettbewerbs sieht dann auch wie folgt aus, also ohne echte Amateure in der Siegerliste in Südkorea:

Club Titel
Pohang Steelers 4
Suwon Samsung Bluenotes 4
Seongnam FC 3
Jeonbuk Hyundai Motors 3
Jeonnam Dragons 3
FC Seoul 2
Busan IPark 1
Daejeon Citizen 1

Klare Angelegenheit im Pokal in Südkora: Echte Siegeschancen haben nur die Topteams der 1. Liga. Gleichwohl sind hier die Gewinner gut verteilt – 8 verschiedene Siegerclubs in 21 Austragungen ist ein deutlich besserer, variablerer Wert als in den meisten Pokalwettbewerben in Europa, wo sich sehr häufig die ganz großen Clubs eines Landes durchsetzen.

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Alle Fußballer des Jahres in Asien

Trotz des Umstands, dass sogar eine in der Bundesliga tätige Spieler die Auszeichnung zum „Fußballer des Jahres in Asien“ erhielten, fand diese bislang hierzulande kaum Beachtung. Selbst über die Wahl zu „Afrikas Fußballer des Jahres“ erfährt man im deutschsprachigen Raum mit größerer Wahrscheinlichkeit als von jener Wahl in Asien, und das nicht erst, seit Pierre-Emerick Aubameyang diese gewann.

In Asien gab es – übrigens wie bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres ebenfalls – zunächst eine inoffizielle Version dieser Ehrung. Erst seit 1994 wird sie ganz offiziell von der asiatischen Konföderation AFC durchgeführt, was auch erklärt, wieso 1992 keine Vergabe dieses Titels stattfand.

Eine interessante Liste mit teils sehr bekannten und teils völlig unbekannten Namen hat die Zeit seitdem erbracht. Dabei durften bis 2012 auch asiatische Spieler ausgezeichnet werden, die nicht im Gebiet der asiatischen Konföderation spielten. Seit 2012 ist die Auswahl auf jene Spieler begrenzt, die diese Voraussetzung erfüllen.

Liste von Asiens Fußballern des Jahres

Jahr Sieger Land Club
1988 (inoffiziell) Ahmed Radhi Irak Al-Rasheed (Irak)
1989 (inoffiziell) Kim Joo-sung Südkorea Daewoo Royals (Südkorea)
1990 (inoffiziell) Kim Joo-sung Südkorea Daewoo Royals (Südkorea)
1991 (inoffiziell) Kim Joo-sung Südkorea Daewoo Royals (Südkorea)
1992 nicht vergeben
1993 (inoffiziell) Kazuyoshi Miura Japan Verdy Kawasaki (Japan)
1994 Said al-Uwairan Saudi-Arabien Al-Shabab (Saudi-Arabien)
1995 Masami Ihara Japan Yokohama Marinos (Japan)
1996 Khodadad Azizi Iran Pirouzi Teheran (Iran)
1997 Hidetoshi Nakata Japan Bellmare Hiratsuka (Japan)
1998 Hidetoshi Nakata Japan AC Perugia (Italien)
1999 Ali Daei Iran Hertha BSC (Deutschland)
2000 Nawaf Al-Temyat Saudi-Arabien Al-Hilal (Saudi-Arabien)
2001 Fan Zhiyi China Dundee United (Schottland)
2002 Shinji Ono Japan Feyenoord Rotterdam (Niederlande)
2003 Mehdi Mahdavikia Iran Hamburger SV (Deutschland)
2004 Ali Karimi Iran Al-Ahli (Vereinigte Arabische Emirate)
2005 Hamad Al-Montashari Saudi-Arabien Al-Ittihad (Saudi-Arabien)
2006 Khalfan Ibrahim Katar Al-Sadd (Katar)
2007 Yassir al-Qahtani Saudi-Arabien Al-Hilal (Saudi-Arabien)
2008 Server Djeparov Usbekistan Bunyodkor Taschkent (Usbekistan)
2009 Yasuhito Endo Japan Gamba Osaka (Japan)
2010 Sasa Ognenovski Australien Seongnam Ilhwa (Südkorea)
2011 Server Djeparov Usbekistan Al-Shabab (Saudi-Arabien)
2012 Lee Keun-ho Südkorea Gamba Osaka (Japan)
2013 Zheng Zhi China Guangzhou Evergrande (Volksrepublik China)
2014 Nasser Al-Shamrani Saudi-Arabien Al-Hilal (Saudi-Arabien)
2015 Ahmed Khalil VAE Al Ahli (VAE)

Dass Asiens Fußball nicht so im Fokus der europäischen Fußballöffentlichkeit steht, hat sich allerdings in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Waren früher Yasuhiko Okudera (1. FC Köln, Werder Bremen) oder Kazuo Ozaki (Arminia Bielfeld) noch echte Exoten in den Kadern der Bundesligisten, hat heute fast jeder Erstligist Spieler aus Japan und somit Fernost in seinen Reihen. Dass Spieler aus Nahost schon viel länger zum Inventar der Bundesliga zählen, sieht man an den vielen Iranern in der Siegerliste, von denen die meisten schon vor Jahren in der Bundesliga aktiv waren.

Doch in die andere Richtung geht der Blick immer noch selten, hinzu Asiens Fußball. Dabei bietet der Fußball in Asien nicht nur für Freunde von Glücksspielen, mehr dazu hier, wie Sportwetten bzw. Fußballwetten einen reizvollen Zeitvertreib. Die vielen unterschiedlichen Spielstile von Jordanien bis Japan, von China bis Australien, lohnen auch einen Blick auf die nationalen Meisterschaften wie A-League oder J-League und natürlich die asiatische Champions League, die immer mehr an Niveau gewinnt. Das zeigt auch der Ausgang der letzten Klub-WM, bei denen der asiatische Vertreter jeweils recht weit kam.

Interessant ist an der Wahl zu Asiens Fußballer des Jahres aber auch, dass es seit Einführung der offiziellen Wahl nur zwei Spieler gab, die die Auszeichnung überhaupt mehr als einmal – in diesem Falle beide zwei Mal – erhielten. Während die Wahl zu Europas Fußballer des Jahres und zum Weltfußballer des Jahres in den letzten Jahren fast immer und davor auch schon häufig mehrfach an denselben Spieler ging, bleiben in Asien nur diese zwei Spieler, die diese Ehrung zwei Mal erhielten: Hidetoshi Nakata und Server Djeparov.

Dafür sind sehr häufig Spieler aus denselben Nationen als Sieger vertreten.

Herkunft der geehrten Spieler

Nation Häufigkeit Sieger
Japan 6x
Saudi-Arabien 5x
Iran 4x
China 2x
Usbekistan 2x
Australien 1x
Katar 1x
VAE 1x

Bemerkenswert ist hierbei wiederum, dass nur 2 Nationen mit Spielern diese Wahl gewinnen konnten, die noch nie an einer WM teilnahmen: Usbekistan und Katar (wobei sich das bei Letzterem spätestens 2022 natürlich ändern wird).

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Die lauffleißigsten Spieler der WM 2014

Anders als gemeinhin kolportiert wurde, waren es gar nicht die deutschen Spieler, die viele Platzierungen in der Top10 der Spieler der WM 2014 in Brasilien mit der größten Laufleistung belegten. Das heißt, absolut gesehen schon, allerdings absolvierten ja auch nur 4 Teams von den 32 überhaupt 7 Partien und dann ging auch noch ausgerechnet das Finale in die Verlängerung. Mehr als genug Zeit also, ordentlich Kilometer zu sammeln, mehr als die Spieler der anderen Team, was viele deutsche Spieler dann auch taten.

Ergo finden sich in der Top10 der Laufleistungen der Spieler unter den oberen 5 Plätzen gleich 4 deutsche Spieler (Thomas Müller, Toni Kroos, Philipp Lahm und Benedikt Höwedes; in dieser Reihenfolge) sowie natürlich ein Argentinier (Javier Mascherano dazwischen auf Platz 3). Auch alle weiteren Plätze werden ausschließlich von Spielern aus Nationen belegt, welche 7 Spieler bei der WM absolvierten (3x Niederlande, 2x Argentinien). Nun gut, sicher bemerkenswert, wenn auch eher am Rande.

Setzt man aber die Laufleistung in Relation zu den jeweils vom Spieler auch auf dem Feld befindlichen Minuten, sieht es plötzlich völlig anders aus. In dem Fall ist nur noch ein einziger Deutscher in der Liste der Top10 enthalten. Dies zeigt die folgende Liste, die zudem einen völlig anderen Mix der Nationalitäten zu Tage bringt.

Name Nation Minuten Kilometer km/90 min
Felipe Gutierrez Chile 165 25,2 13,75
Matt McKay Australien 180 26,0 13,00
Rodrigo Palacio Argentinien 160 23,1 12,99
Lee Keunho Südkorea 104 15,0 12,98
Nicolas Lodeiro Uruguay 143 20,4 12,84
Koke Spanien 134 19,0 12,76
Mario Götze Deutschland 258 36,3 12,66
Michael Bradley USA 390 54,7 12,62
Jose Cubero Costa Rica 115 16,0 12,52
Oliver Bozanic Australien 111 15,4 12,49

Die Messung der Laufdaten aller Spieler, der Passquoten, der Torschüsse, der Sprints – all das ist im Fußball ja nichts Neues mehr und schon längst dort angekommen und etabliert.

Inzwischen kann man aber sogar als Hobbyfußballer einige seiner Laufdaten erfassen. Dazu bietet zum Beispiel die Verwendung entsprechender Lauf-Software mit GPS-Ortung die Möglichkeit. So weiß man auch nach einem Fußballspiel, wie die eigene Höchstgeschwindigkeit war, die Durchschnittsgeschwindigkeit und auch die Herzfrequenz und weitere Belastungsdaten lassen sich so erfassen. Um das Ganze auch bei einem Fußballspiel und nicht nur beim Joggen durchführen zu können, ist ein Brustgurt fürs Smartphone empfehlenswert, der gewöhnliche Belastungen beim Fußball aushält, bzw. dafür sorgt, dass das Smartphone diese aushält. Direkter Kontakt mit Freistößen der Marke Roberto Carlos ist zwar dennoch nicht zu empfehlen, ein übliches Fußballspiel sollte man hiermit aber überstehen können.

Die Profis vertrauen dabei übrigens schon länger auf unterschiedliche Anbieter für elektronische Datenerfassung im Sport. Einer hat sich dabei besonders hervorgetan, der weitere Pläne im Bereich Datenerfassung im Fußball hegt. Für Freizeitsportler oder Amateurfußballer bemüht sich seit einiger Zeit SAP eine neue Zielgruppe mit finanzierbaren Produkten und Services zu erschließen.

So kommt der Daten-Wahnsinn bald auch in der Kreisliga an. Ob die Spieler aber überhaupt unbedingt wissen wollen, wie wenig sie im Vergleich zu den Profis gelaufen sind, steht auf einem anderen Blatt. Und ob überhaupt ein Trainer vorhanden ist, der diese Daten sinnvoll auswerten kann. Wie dem auch sei, seit bereits in der Kreisliga Gelder für die Spieler bezahlt werden, dürfte sicher sein, dass auch dieser Trend bald ganz unten im Amateurfußball ankommt. Dann wird man wissen, wer der Felipe Gutierrez der Kreisliga ist. Und wer der Mario Basler.

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Alle Sieger des Confed-Cups

Der Confed-Cup begann 1992 und auch 1995 noch als König-Fahd-Pokal. Seit 1997 heißt das Turnier nun offiziell „FIFA-Konföderationenpokal“, gerne abgekürzt als Confed-Cup.

Qualifiziert sind die jeweiligen Meister der Kontinentalturniere plus der amtierende Weltmeister sowie der Ausrichter der kommenden Weltmeisterschaft. Sollte eine Nation mehrere dieser Kriterien erfüllen, rückt jeweils der unterlegene Finalist aus dem Kontinentalturnier nach.

Jahr Gastgeber Erster Zweiter Dritter Vierter
1992 Saudi-Arabien Argentinien Saudi-Arabien USA Elf‘küste
1995 Saudi-Arabien Dänemark Argentinien Mexiko Nigeria
1997 Saudi-Arabien Brasilien Australien Tschechien Uruguay
1999 Mexiko Mexiko Brasilien USA Saudi-Arabien
2001 Südkorea/Japan Frankreich Japan Australien Brasilien
2003 Frankreich Frankreich Kamerun Türkei Kolumbien
2005 D‘land Brasilien Argentinien Deutschland Mexiko
2009 Südafrika Brasilien USA Spanien Südafrika
2013 Brasilien Brasilien Spanien Italien Uruguay
2017 Russland Deutschland Chile Portugal Mexiko
Land Zahl der Siege
Brasilien 3
Frankreich 2
Mexiko 1
Dänemark 1
Argentinien 1
Deutschland 1
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Italien! Kamerun! Endlich neue Bestechungsvorwürfe!

Man nimmt gerne an, man habe schon alle Gerüchte rund um die diversen, immer noch in überschaubarer Zahl stattgefunden habenden WM-Turniere gehört. Dass das deutsche 1:0 bei der Schande von Gijon aus einem Nichtangriffspakt resultierte, bestritt ja nicht mal jemand.

Die Gerüchte über umfangreiche Getreide-Lieferungen aus Argentinien nach Peru, welche 1978 im Anschluss an den 6:0-Sieg der Argentinier über Peru stattgefunden haben sollen, sind wohlbekannt. Jenem 6:0, mit welchem Argentinien in seiner Gruppe weiterkam und Brasilien wegen der schlechteren Tordifferenz (+8 zu +5) ausschied.

Gerüchte um Doping bei den Deutschen bei der WM 1954 sind ein ebenso alter Hut wie jene von der WM 1966. Die unglaublichen Schiedsrichterleistungen bei der WM 1934 zugunsten des Gastgebers Italien Allgemeingut, sofern man sich für die Geschichte der Weltmeisterschaften interessiert. Auch das Vordringen Südkoreas ins Halbfinale 2002 umwehen nicht die angenehmsten Düfte. Als eifriger Leser von Harry Valériens WM-Büchern heutigen Medien sind diese Geschichten jedenfalls alle bekannt. Womit man annahm, umfassend über derlei Anwürfe informiert zu sein.

Weit gefehlt! — purzelt da doch plötzlich bei einer der vielen Internet-Safaris immer noch etwas Neues aus dem Monitor:

Italien soll bei der WM 1982 das 1:1 im letzten Spiel der Vorrundengruppe A gegen Kamerun gekauft haben. Das könnte insofern Sinn ergeben, als Italien damit sicher in der 2. Runde war, während ein solches Ergebnis Kamerun ein ehrenhaftes, da ungeschlagenes Ausscheiden von der WM ermöglichte — zu einer Zeit, da Kamerun noch ein echter Zwerg im Weltfußball war, klingt das wie ein nachvollziehbarer Gegenwert.

Neben dem eigentlichen Preis dafür, diese Partie seitens der Italiener zu kaufen, selbstredend.

200.000 Dollar sollen an die Spieler Kameruns geflossen sein, von denen einige zumindest einen Kontakt mit italienischen Spielern im Vorfeld der Partie in Vigo nicht einmal bestreiten. Kameruns Trainer soll trotz der Chance auf ein Weiterkommen — ein Tor mehr als Italien, das bis dahin 0:0 und 1:1 gespielt hatte, und Kamerun wäre in der 2. Runde gewesen — extrem defensiv spielen lassen haben. Als Underdog gegen Italien vielleicht nicht erstaunlich. Wohl aber, dass der Trainer nach Ende der Partie für Medien auf Jahres hinaus nicht mehr zu sprechen war.

Wenig überraschend hingegen, auf welche Weise die FIFA die Vorwürfe damals untersuchte: In Zusammenarbeit mit italienischen (!) und kameruner (!) Funktionären, welche natürlich ein höchstes Interesse daran gehabt haben werden, eine eventuelle Bestechung und Manipulation aufzuklären, wenn sie doch die Initiatoren dieser Vorgehensweise gewesen sein sollen.

Nun, bewiesen wurde nie etwas, auch weil ein Buch, dass die in dieser Richtung recherchierenden Reporter in Italien herausbringen wollten, nie veröffentlicht wurde. Wieso man heute dann trotzdem davon erfährt? Weil es das Archiv des Print-Spiegels gibt, und der Spiegel damals berichtete. Eingang in die herkömmliche Sportberichterstattung fand diese Vermutung offenbar nie, sonst hätte man nicht im Jahr 2013 zum ersten Mal davon gelesen.

Das ganze Stück über ein hierzulande weitgehend unbekanntes Kapitel dubioser Machenschaften bei großen Turnieren findet sich unter dem Titel „Alle zufrieden“.

Dass die Partie nicht wie vereinbart 0:0 ausging, soll übrigens daran gelegen haben, dass Kameruns Torwart Thomas N‘Kono beim Gegentreffer zum 0:1 versehentlich ausrutschte. Woraufhin die Italiener im direkten Gegenzug ohne viel Gegenwehr den Ausgleich zugelassen haben … ähm, sollen.

Da möge sich jeder selbst seine Meinung bilden:



(Längere, aussagekräftigere Highlights.)

Angesichts des Umstands, wie Paolo Rossi vor einem schon leeren Tor und einem sich niedergeworfen habenden Torwart den Ball aus 6 Metern neben das Tor kickt, des Umstands, wie oft an einem ebenfalls leeren Tor vorbeigeköpft wird, kommen schon Zweifel, ob dieses Versagen allein dem Fußballgott zuzuschreiben ist.

Manipulation lässt sich im „Fehlerspiel“ Fußball auf diesem Weg allerdings nie beweisen.

Und andere, am Ende stichhaltige Beweise gibt es keine, nicht zuletzt, weil weder Veranstalter noch (vermeintlich) Betroffene ihr Nest beschmutzen wollten. Und ob all das nun nur eine schlechte Verschwörungstheorie ist oder die Wahrheit, wird man wohl wie bei all den anderen eingangs erwähnten Vorfällen bedauerlicherweise nie erfahren.

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Die Plakate der Gastgeberstädte der WM

Ohne besonderen Anlass wandert der Blick hier auf die WM-Plakate der Austragungsstädte der vergangenen Weltmeisterschaften. Warum es diese Einrichtung manchmal gab und manchmal nicht, ist bislang nicht eruiert. Eine Quelle spricht davon, dass es diese erst seit 1998 gibt, dem widerspricht aber die Existenz der Plakate der WM-Städte von 1982. Und Gründe sind auch keine bekannt.

Jene der WM 2010 — obwohl vorhanden — sind völlig an mir vorbei gegangen. Bei jenen von 1982 kannte ich nur das Plakat von Gijon (Gijon!) und Oviedo, in jenes von Bilbao hab ich mich spontan verliebt, bin aber zu sehr Banause, um möglicherweise enthaltene Assoziationen entdecken zu können.

WM 1950 in Brasilien
WM 1954 in der Schweiz
WM 1958 in Schweden
WM 1962 in Chile
WM 1966 in England
WM 1970 in Mexiko
WM 1974 in Deutschland
WM 1978 in Argentinien
WM 1982 in Spanien
WM 1986 in Mexiko
WM 1990 in Italien
WM 1994 in den USA
WM 1998 in Frankreich (leider nur 5 von allen)
WM 2002 in Japan und Südkorea
WM 2006 in Deutschland
WM 2010 in Südafrika

Falls jemand Links zu den Plakaten der Austragungsorte der fehlenden WM findet, würde ich mich sehr freuen, dies in den Kommentaren zu erfahren.

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Alle Gewinner des Goldenen Balls bei Weltmeisterschaften

Der „Goldene Ball“ wird seit 1982 nach jeder Weltmeisterschaft an den besten Spieler des Turniers vergeben, wie auch der Silberne Ball und der Bronzene Ball an den zweit- und drittbesten Spieler. Das Prozedere läuft so ab, dass die FIFA 10 Spieler des Turniers zur Auswahl stellt, und „Medienvertreter“ dann abstimmen, wer diese Auszeichnung erhalten soll.

WM Goldener Ball Silberner Ball Bronzener Ball
WM 1982 Paolo Rossi Falcao Karl-Heinz Rummenigge
WM 1986 Diego Maradona Harald Schumacher Preben Elkjær Larsen
WM 1990 Salvatore Schilacci Lothar Matthäus Diego Maradona
WM 1994 Romario Roberto Baggio Christo Stoitschkow
WM 1998 Ronaldo Davor Suker Lilian Thuram
WM 2002 Oliver Kahn Ronaldo Hong Myung-Bo
WM 2006 Zinedine Zidane Fabio Cannavaro Andrea Pirlo
WM 2010 Diego Forlan Wesley Sneijder David Villa
WM 2014 Lionel Messi Thomas Müller Arjen Robben
WM 2010 - - -

Ehrungen von Einzelspielern in einem Mannschaftssport sind immer fragwürdig und abgesehen von Faktivem wie Torschützen abzulehnen. Aus Gründen der Vollständigkeit ist diese Auflistung hier dennoch enthalten.

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WM-Spielplan 2014 zum Ausdrucken und Eintragen — mit der Extraportion Samba-Geschmack

Sobald der Spielplan für die WM 2014 feststeht, wird er hier veröffentlicht, so dass sich jeder diesen dann natürlich wunderbar gestalteten WM-Spielplan ausdrucken und die Ergebnisse selbst eintragen kann. Ein großer Spaß bei Jung und Alt, immer noch, wie eh und je.

Eröffnet wird das Turnier in jedem Fall am 12. Juni 2014 in Sao Paulo mit einer Partie unter Beteiligung des Gastgebers Brasilien, das Finale und somit das Ende der Weltmeisterschaft wird am 13. Juli 2014 in Rio de Janeiro im renovierten Maracana-Stadion über die Bühne gehen.

Die Termine stehen fest, die Austragungsorte ebenfalls, die Uhrzeiten werden nachgereicht.

Vorrunde Gruppe A-H

Do, 12. Juni 2014, 22h Sao Paulo Brasilien - Kroatien
Fr, 13. Juni 2014, 18h Natal Mexiko - Kamerun
Fr, 13. Juni 2014, 21h Salvador Spanien - Niederlande
Fr, 13. Juni 2014, 0h Cuiaba Chile - Australien
Sa, 14. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Kolumbien - Griechenland
Sa, 14. Juni 2014, 21h Fortaleza Uruguay - Costa Rica
Sa, 14. Juni 2014, 0h Manaus England - Italien
Sa, 14. Juni 2014, 3h Recife Elfenbeinküste - Japan
So, 15. Juni 2014, 18h Brasilia Schweiz - Ekuador
So, 15. Juni 2014, 21h Porto Alegre Frankreich - Honduras
So, 15. Juni 2014, 0h Rio de Janeiro Argentinien - Bosnien
Mo, 16. Juni 2014, 18h Salvador Deutschland - Portugal
Mo, 16. Juni 2014, 21h Curitiba Iran - Nigeria
Mo, 16. Juni 2014, 0h Natal Ghana - USA
Di, 17. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Belgien - Algerien
Di, 17. Juni 2014, 21h Fortaleza Brasilien - Mexiko
Di, 17. Juni 2014, 0h Cuiaba Russland - Südkorea
Mi, 18. Juni 2014, 18h Porto Alegre Niederlande - Australien
Mi, 18. Juni 2014, 21h Manaus Kroatien - Kamerun
Mi, 18. Juni 2014, 0h Rio de Janeiro Spanien - Chile
Do, 19. Juni 2014, 18h Brasilia Kolumbien - Elfenbeinküste
Do, 19. Juni 2014, 21h Sao Paulo Uruguay - England
Do, 19. Juni 2014, 0h Natal Japan - Griechenland
Fr, 20. Juni 2014, 18h Recife Italien - Costa Rica
Fr, 20. Juni 2014, 21h Salvador Schweiz - Frankreich
Fr, 20. Juni 2014, 0h Curitiba Honduras - Ecuador
Sa, 21. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Argentinien - Iran
Sa, 21. Juni 2014, 21h Fortaleza Deutschland - Ghana
Sa, 21. Juni 2014, 0h Cuiaba Nigeria - Bosnien
So, 22. Juni 2014, 18h Porto Alegre Südkorea - Algerien
So, 22. Juni 2014, 21h Manaus USA - Portugal
So, 22. Juni 2014, 0h Rio de Janeiro Belgien - Russland
Mo, 23. Juni 2014, 18h Curitiba Spanien - Australien
Mo, 23. Juni 2014, 18h Sao Paulo Niederlande - Chile
Mo, 23. Juni 2014, 22h Brasilia Brasilien - Kamerun
Mo, 23. Juni 2014, 22h Recife Kroatien - Mexiko
Di, 24. Juni 2014, 18h Natal Uruguay - Italien
Di, 24. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Costa Rica - England
Di, 24. Juni 2014, 22h Cuiaba Japan - Kolumbien
Di, 24. Juni 2014, 22h Fortaleza Griechenland - Elfenbeinküste
Mi, 25. Juni 2014, 18h Salvador Bosnien - Iran
Mi, 25. Juni 2014, 18h Porto Alegre Nigeria - Argentinien
Mi, 25. Juni 2014, 22h Manaus Honduras - Schweiz
Mi, 25. Juni 2014, 22h Rio de Janeiro Ecuador - Frankreich
Do, 26. Juni 2014, 18h Brasilia Portugal - Ghana
Do, 26. Juni 2014, 18h Recife Deutschland - USA
Do, 26. Juni 2014, 22h Curitiba Algerien - Russland
Do, 26. Juni 2014, 22h Sao Paulo Belgien - Südkorea

Achtelfinale

Sa, 28. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Brasilien - Chile
Sa, 28. Juni 2014, 22h Rio de Janeiro Kolumbien - Uruguay
So, 29. Juni 2014, 18h Fortaleza Mexiko - Niederlande
So, 29. Juni 2014, 22h Recife Costa Rica - Griechenland
Mo, 30. Juni 2014, 18h Brasilia Frankreich - Nigeria
Mo, 30. Juni 2014, 22h Porto Alegre Deutschland - Algerien
Di, 1. Juli 2014, 18h Sao Paulo Argentinien - Schweiz
Di, 1. Juli 2014, 22h Salvador Belgien - USA

Viertelfinale

Fr, 4. Juli 2014, 18h Rio de Janeiro Sieger Brasilia - Sieger Porto Alegre
Fr, 4. Juli 2014, 22h Fortaleza Brasilien - Kolumbien
Sa, 5. Juli 2014, 18h Brasilia Sieger Sao Paulo - Sieger Salvador
Sa, 5. Juli 2014, 22h Salvador Niederlande - Sieger Recife

Halbfinale

Di, 8. Juli 2014, 22h Belo Horizonte Sieger Fortaleza - Sieger Rio de Janeiro
Mi, 9. Juli 2014, 22h Rio de Janeiro Sieger Salvador - Sieger Brasilia

Spiel um Platz 3

Sa, 12. Juli 2014, 22h Brasilia Verlierer HF1 - Verlierer HF2

Finale

So, 13. Juli 2014, 21h Rio de Janeiro Sieger HF1 - Sieger HF2
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Video der Eröffnungsfeier

Allerdings nicht jene der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011, die müsste heute Abend auch irgendwann laufen, sondern der ostasiatischen Wettbewerbe 2007. Dabei handelt es sich nicht um Massenaufläufe im größten Stadien der Welt in Nordkorea. Es ist eine — hier darf man einmal die Vokabel aus Touri-Broschüren verwenden — atemberaubende Animation, durch Menschen produziert. Und nee, sowas hat man noch nicht gesehen. Keins dieser in rauen Mengen auftretenden Videos von Papptafeln hochhaltenden, auf der Tribüne sitzenden Menschen. Vielmehr eine nahezu perfekte Choreographie, die geneigt ist, unsere Klischees über ausdauernd auch unangenehme Wochen des Trainings erduldende Asiaten zu unterfüttern.

Nahezu fehlerfrei dargeboten.

Ja, gut äh, die Musik …

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Alle Gewinner des CONCACAF-Gold-Cups

Von 1963 bis 1989 hieß der von der CONCACAF ausgetragene Wettbewerb CONCACAF Nations Cup, seit 1991 heißt er CONCACAF Gold Cup, zudem werden seit dieser Zeit auch immer wieder Gastnationen aus anderen Kontinentalverbänden zur Teilnahme eingeladen.

Jahr Gastgeber Erster Zweiter Dritter Vierter
1963 El
Salvador
Costa Rica El Salvador Niederl. Antillen Honduras
1965 Guatemala Mexiko G‘mala Costa Rica El Salvador
1967 Honduras Guatemala Mexiko Honduras Trinidad und Tobago
1969 Costa
Rica
Costa Rica G‘mala Niederl. Antillen Mexiko
1971 Trinidad und Tobago Mexiko Haiti Costa Rica Kuba
1973 Haiti Haiti Trinidad und Tobago Mexiko Honduras
1977 Mexiko Mexiko Haiti El Salvador Kanada
1981 Honduras Honduras El Salvador Mexiko Kanada
1985 - Kanada Honduras Costa Rica -
1989 - Costa Rica USA Trinidad und Tobago Guatemala
1991 USA USA Honduras Mexiko Costa Rica
1993 USA/Mexiko Mexiko USA Jamaika* Costa Rica*
1996 USA Mexiko Brasilien USA Guatemala
1998 USA Mexiko USA Brasilien Jamaika
2000 USA Kanada Kolumbien Trinidad
und
Tobago*
Peru
2002 USA USA Costa Rica Kanada Südkorea
2003 USA/Mexiko Mexiko Brasilien USA Costa Rica
2005 USA USA Panama Honduras* Kolumbien*
2007 USA USA Mexiko Guadeloupe* Kanada*
2009 USA Mexiko USA Costa Rica* Honduras*
2011 USA Mexiko USA Honduras* Panama*
2013 USA USA Panama Mexiko * Honduras*
2015 USA Mexiko Jamaika Panama USA

* gemeinsame Dritte

Land Zahl der Siege
Mexiko 10
USA 5
Costa Rica 3
Kanada 2
Guatemala 1
Haiti 1
Honduras 1
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Alle Gewinner der Asienmeisterschaft

Die Asienmeisterschaft wird seit 1956 von der AFC ausgetragen und ist damit nach der Copa America der zweitälteste Kontintentalwettbewerb.

Jahr Gastgeber Erster Zweiter Dritter Vierter
1956 Hongkong Südkorea Israel Hongkong Südvietnam
1960 Südkorea Südkorea Israel Taiwan Südvietnam
1964 Israel Israel Indien Südkorea Hongkong
1968 Iran Iran Birma Israel Taiwan
1972 Thailand Iran Südkorea Thailand Kambodscha
1976 Iran Iran Kuweit China Irak
1980 Kuweit Kuweit Südkorea Iran Nordkorea
1984 Singapur Saudi-Arabien China Kuweit Iran
1988 Katar Saudi-Arabien Südkorea Iran China
1992 Japan Japan Saudi-Arabien China VAE
1996 VAE Saudi-Arabien VAE Iran Kuweit
2000 Libanon Japan Saudi-Arabien Südkorea China
2004 China Japan China Iran Bahrain
2007 IND/MAY/TAI/VIE Irak Saudi-Arabien Südkorea Japan
2011 Katar Japan Australien Südkorea Usbekistan
2015 Australien Australien Südkorea VAE Irak
2019 - - - - -
Land Zahl der Siege
Japan 4
Iran 3
Saudi-Arabien 3
Südkorea 2
Irak 1
Israel 1
Kuweit 1
Australien 1
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Alle Spiele um Platz 3 bei einer WM

Als kleiner Appetizer für heute Abend: Es gab da durchaus, logisch ja auch bei zwei unterlegenen Halbfinalteilnehmern, immer mal wieder sehr gute Paarungen auf dem Papier, die dann auch hielten, was sie versprachen. Zwar schaut sich wahrscheinlich kein Mensch der Welt ein Spiel um Platz 3 von 1962 noch einmal im Re-live an (außer mir), aber heute Abend kann immerhin noch Historisches passieren. Ein 4:0 gilt es zu überbieten. Oder die 9 Tore insgesamt aus der Niederlage gegen Frankreich von 1958.

Noch nie gab es übrigens ein Elfmeterschießen im Spiel um Platz 3.

Swynestygä.

1930 kein Spiel um Platz 3
1934 Deutschland – Österreich 3:2
1938 Brasilien – Schweden 4:2
1950 kein Spiel um Platz 3
1954 Österreich – Uruguay 3:1
1958 Frankreich – Deutschland 6:3
1962 Chile – Jugoslawien 1:0
1966 Portugal – UdSSR 2:1
1970 Deutschland – Uruguay 1:0
1974 Polen – Brasilien 1:0
1978 Brasilien – Italien 2:1
1982 Polen – Frankreich 3:2
1986 Frankreich – Belgien 4:2 n. V.
1990 Italien – England 2:1
1994 Schweden – Bulgarien 4:0
1998 Kroatien – Niederlande 2:1
2002 Türkei – Südkorea 3:2
2006 Deutschland – Portugal 3:1
2010 Deutschland – Uruguay 3:2

Rekord-Dritter bei einer WM, ganz zufällig: Deutschland, wie diese Auflistung der Häufigkeiten von dritten Plätzen zeigt.

1. Deutschland 4
2. Frankreich 2
Brasilien 2
Polen 2
Schweden* 2
6. Chile 1
Österreich 1
Portugal 1
Italien 1
Kroatien 1
Türkei 1

(* Schweden erreichte auch 1950 den dritten Platz, als es kein Spiel um den dritten Platz, sondern eine Finalrunde mit 4 Teams gab.)

Noch dazu Deutschland heute mit der Chance, den Vorsprung auszubauen. Ein Rekord, auf den man wahrlich gerne verzichten würde. Wahlweise eintauschen gegen eine handgefertigte rostbraune Stehlampe aus Ostfriesland.

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