Unbekanntes aus … dem UEFA-Pokal

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… dem UEFA-Pokal.

In der Saison 1994/95 spielte Bayer Leverkusen in der ersten Runde des UEFA-Pokals gegen die Mannschaft von PSV Eindhoven.

Diese Tatsache alleine wäre noch nicht allzu erwähnenswert. Der Ausgang der beiden Spiele an sich wäre es allerdings schon, wenn da nicht noch eine bemerkenswertere Personalie im Raume stünde.

Das Hinspiel endete am 13. September 1994 mit 5:4 (!) für Bayer Leverkusen, das Rückspiel dann mit einem 0:0, wodurch Bayer Leverkusen „on aggregate“ eine Runde weiter war. Von den vier Toren für PSV im Hinspiel in Leverkusen schoss derer drei ein gewisser Ronaldo Luís Nazário de Lima, heute bekannt unter dem Namen „Ronaldo“. 1994. Da Ronaldo am 22. September 1976 geboren wurde, war er damals gerade 17 Jahre jung.

Hans-Peter Lehnhoff hat heute noch Alpträume wegen dieses Spiels.

10 Kommentare

  1. Ich meine mich erinnern zu können, dass der Gegenspieler von Ronaldo seinerzeit Jens Melzig gewesen ist. Und wenn sich diese Sage nicht in meinem Kopf gebildet hat, haben beide (Ronaldo & Herr Melzig) nach dem 5:4 die Note 1 vom Kicker bekommen.

  2. Zuvor stand dieser Ronaldo schon im WM-Kader Brasiliens, das ja 1994 bekanntlich den Titel holte. Ronaldo spielte allerdings keine Sekunde, soweit ich weiß.

  3. Arne, da weißt Du mehr als ich. Aber auch Melzig wird wenn schon keine Alpträume, dann zumindest Knoten in den Beinen oder wahlweise Wadenkrämpfe ob der vielen Sprints gehabt haben.

    Kaj, das ist richtig. Zählt das eigentlich jetzt oder nicht? Ist Ronaldo zwei Mal Weltmeister oder ein Mal? Sind Günter Hermann, Frank Mill und Paul Steiner nun offiziell Weltmeister oder nicht? Ich denke, ja.

  4. Kommt auf den Spieler an, wie er das definiert. Günther Netzer jedenfalls sieht sich nicht als Weltmeister, obwohl er auch ein paar Einsatzminuten während der Weltmeisterschaft ‚74 aufweisen kann (damals gegen die DDR). Offiziell erhalten die Ersatzspieler gleichfalls Medaillen wie die aufgestellten Spieler und dürfen sich aufgrund dessen (meiner Ansicht nach) als Weltmeister fühlen.

  5. Dass Netzer sich nicht als Weltmeister sieht, ist doch reine Koketterie. Für die Statistik ist er das auf jeden Fall. Und dass die FIFA allen eine Medaille schenkt, beweist ja noch nichts. Fühlen dürfen sie sich so, aber zählt es auch „offiziell“, wobei ich gerade nicht weiß, wer überhaupt festlegt, was offiziell ist. Das wird ja wohl die FIFA sein, und nicht das Regelboard. Oder?

  6. Als ich acht Jahre alt war, war ich mit meinen Eltern in der Türke. Im Hotel gab es nen Miniclub für die Blagen, damit die Eltern sich entspannen konnten. Jeden Tag konnte man Medaillen gewinnen und wenn man zehn Stück gesammelt hatte, bekam man ein T-Shirt. Ich hatte nur neun, aber weil ich damals schon ein süßes Kind war, hab ich das Promo Shirt des Hotels trotzdem erhalten. Bin ich nun Weltmeister, oder nicht? Damals hat es sich verdammt gut angefühlt, so gut wie erst ein paar Jahre später wieder an einem ganz besonderen Abend. Aber das erzähl ich lieber mal in einer anderen Geschichte…

  7. Ich möchte hier mal anfügen, dass Jens Todt im Jahre 1996 auch zum Europameister ernannt wurde und vom damaligen Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreutz erhalten hat, obwohl er nicht einmal im Kader war(!).
    Vielleicht erinnert ihr euch ja noch, dass Börti ein paar Verletzungsprobleme vor dem Finale hatte und neben der Option Kahn und Reck als Feldspieler aufzubieten, wurde auch die UEFA um Hilfe gebeten.
    Diese erlaubte dann beiden Finalisten 2 Spieler nachzunominieren, die Tschechen verzichteten und Börti holte nur den Bremer Todt nach, weil er sich zu diesem Zeitpunkt schon im Training befand. Gespielt hat er nicht, genauso wenig wie der Dortmunder Renè Schneider, aber die Ehrungen haben sie beider erhalten.
    Also ist Ronaldo 1994 auch Weltmeister geworden.
    BG@all
    Das Lexikon voller unnützer Fußballgeschichten

  8. @GOTT

    Der Bundespräsident verleiht an Sportler im allgemeinen das „Silberne Lorbeerblatt“, nicht das Bundesverdienstkreuz. Das gibt es zwar auch für Sportler, aber viel seltener, z.B. für Jürgen Klinsmann nach der WM 2006.

  9. Pingback: Trainer Baade » Das ewige 7:3:



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