Wer war Otto Fleck?

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Nachdem wir letztens schon geklärt hatten, was das „Säben“ in der „Säbener Straße“ eigentlich ist (ein Kloster in Südtirol), muss heute das nächste aus der Reihe der großen Mysterien der deutschen Fußballgegenwart geklärt werden.

Wer war Otto Fleck?

Diese Frage stellte man sich auch einst im Forum von Eintracht Frankfurt. Da man dort aber ebenfalls nur sehr wenige Informationen zu Otto Fleck fand, muss man darauf hoffen, dass die Auskunft der Stadt Frankfurt zur Person Otto Fleck umfassender sein wird.

Vom Abschicken der Email bis zur Ankunft der Antwort der Stadt Frankfurt vergeht tatsächlich nicht einmal eine Stunde, was auch der Abwesenheit von Recherchebedarf geschuldet sein könnte, wie die Länge der Antwort aus Frankfurt demonstriert:

Otto Fleck (1868–1927) war Oberforstmeister und hat sich um den Frankfurter Stadtwald sehr verdient gemacht.

Nun gut, klingt nicht so, als gäbe es da noch wesentlich mehr zu wissen. Und auch ein wenig so, als hätte die Stadt Frankfurt selbst bei Wikipedia abgeschrieben.

Interessanter wäre es dann, wenn der hier durch die Vergabe eines Straßennamens gewürdigte Otto Fleck im stillen Kämmerlein gerne an Wettmanipulationen teilnahm oder — gar nicht so unwahrscheinlich, angesichts der Zeit, in der er gelebt hat — offen homophob war. Es ist aber nichts weiter über ihn zu erfahren.

Da die Antwort der Stadt Frankfurt etwas knapp ausfällt, könnte man zur Not noch den DFB selbst fragen, der es eigentlich wissen sollte.

Irgendwas an meiner Tastatur sträubt sich aber partout dagegen, eine Email an den DFB zu verfassen. So wissen wir nur: Otto Fleck war Oberforstmeister.

Ein Oberforstmeister als ein (Adressen-) Namensgeber der Residenz des DFB passt allerdings ohnehin wie das Runde ins Eckige. Waidmanns Heil!

15 Kommentare

  1. Ich verstehe eure Abneigung gegenüber dem DFB wirklich nicht!
    Ständig dieses Motzen und Meckern – natürlich läuft da auch vieles falsch, aber wenn er nicht mehr da wäre, würden hier alle dumm gucken.
    Schaut euch mal die Zustände bei der FIFA..da kann ich das Echauffieren ja verstehen, aber ansonsten nicht!!
    Im Gegensatz zu vielen anderen Fußballverbänden ist der DFB schuldenfrei, sicherer Arbeitgeber, genießt hohes Ansehen im Ausland (z.B. WM06) und hat 6!Mio. Mitglieder (auch wenn ich weiß, dass da auch Turner etc. dabei sind und die Zahl nicht ganz richtig ist).
    Ich bin froh, dass wir ihn haben ;)

  2. Da bin ich fast täglich in Kirschkernspuckweite dieser Schneise und habe mir doch tatsächlich noch nie die Frage nach dem Namensgeber gestellt. Verwunderlich.

  3. Es gäbe da noch etliche andere Links, aber allein dieser hier reicht ja für den Anfang. Da dreht sich Otto Fleck doch in seiner Schneise um.

    Ich hingegen bin nicht froh, dass wir genau diesen haben und verweise stattdessen auf den neuen Fußballverband.

  4. Das ist einfach ganz profan so das der DFB hier im Sachsehäuser Stadtwald erst seit 74 zur WM rumlungert und die Gass aber schon vorher so hieß.

    Und bevor gleich der erste ankommt und erklärt das wäre Niederrad: NEIN.
    Waldstadion und DFB liegen in den Grenzen Sachsenhausens.

  5. Ich überleg grad, was wir alle wohl ohne den DFB machen würden. Also, außer dumm zu gucken. Und da es ja um Frankfurt geht:
    Joah, Stepi, wa.

  6. Da, PR-Scheiße!

    Ich persönlich hätte den Eintrag trotzdem eher in „billige Lacher“ eingruppiert..

  7. Aber die fußballerische Logik der Fleckschen Assoziationskette sollte doch jedem gestandenen Fan sofort ins Auge springen: Oberforstmeister – Waldmeister – Weltmeister.

  8. sehr schöne Assoziationskjette Chris. Habe auch eine: Schwarzenbeck – Deutsche Eiche; Hölzenbein – da ist der Wald ja schon im Namen

  9. die stockkonservativen Rauten nehmen auch echt jede Obrigkeit in Schutz.

  10. Trainer Baade, warum Sie da zur Illustration ein gutes altes Stück Kolonnenweg der DDR/BRD-Grenze abgebildet haben, will sich mir nicht so recht erschließen.

  11. Weil ich kein verfügbares Bild der Otto-Fleck-Schneise finden konnte und auch nicht bei mir bekannten Fotografen schnorren wollte. Man hätte es dann auch gleich weglassen können, aber da war ich dann plötzlich in Bilderlaune. Dass es ein Ex-Grenzweg ist, ist mir nicht aufgefallen, hat aber keine Bewandtnis.

  12. Verstehe. Brauch‘ ich also nicht länger nach der verschlüsselten Botschaft fahnden. ’n schönes Bild isses ja schon.

  13. Also ich würde mal schlankweg behaupten, dass es in der BRD nicht sehr viele Straßen gibt, die „Schneise“ heißen. Insoweit ein Alleinstellungsmerkmal des DFB, das der Trainer verdienstvoll aufgedeckt hat. Nicht nur dass Otto, der Erfinder der Fleck-Suppe und des sogleich anschließenden Fleck-Fiebers Greenkeeper (!) des Frankfurter Sachsenwaldes war, ist dit Ding, sondern dass man ihm eine Schneise ehrenhalber gewidmet hat. Hat nicht jeder!
    Zum Bild: Das ist definitiv kein DDR-Postenweg. Das ist eine Schneise.

  14. @Metlitztki: Natürlich isses eine Schneise. Heute.

    Nur eben ist dieses herzallerliebtste Schneislein als finsterer Kolonnenweg zur Welt gekommen.

    Ich habe ein paar von den Betondingern selber verlegen dürfen. Wüste Plackerei.

    Könnte übrigens im Eichsfeld sein.

  15. otto fleck war oberforstmeister in frankfurt in den jahren, in denen das waldstadion erbaut wurde, welches 1925 eröffnet wurde. da das ding logischerweise im wald erbaut wurde, trug er sorge, dass forst- und stadioninteressen gleichermaßen beim bau berücksichtigt wurden. später hat er dann seine schneise erfunden :-)



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