Warum musste Doris Papperitz gehen?

Kein „Schalke 05″, und auch keine Franzi-esken nackten Schuhe, mit denen sie den DFB-Pokal ins Berliner Olympiastadion trägt. Einfach ein wenig zu früh für ihre Zeit, obwohl man sie doch sehr mochte. Mochte jemand Doris Papperitz nicht?

Irgendwann ward sie nicht mehr gesehen, der Grund dafür war jedoch unbekannt. Warum sie plötzlich von der Bildfläche verschwand, das erklärt die folgende kleine Äußerung ihrerseits in einem vielleicht unbedacht ob der Wirkung gegebenen Interview, zum Thema Verhältnisse in der ZDF-Redaktion:

Eher fliegt ein männlicher Volontär siebenundzwanzigmal nach Tokio, bevor eine Frau nach Wanne-Eickel darf.

Ja, so waren die Zeiten damals — 1990, aus welchem Jahr das Zitat rührt, klingt im Ohr des modernen Betrachters sehr aufgeklärt, war es aber offensichtlich nicht — dass jemand deswegen nicht mehr beim Sportstudio — zuvor mehr als 50x moderiert — bleiben konnte. Heute ist anders und früher nicht alles besser. Doris Papperitz nützte das damals allerdings nichts. Ihre Karriere im Sportstudio war von einem auf den anderen Tag beendet. Allein wegen dieses einen Satzes in einem Interview.


(Das Video zeigt nur ihr Wirken, nicht jenen ominösen Satz, dieser stammt ja aus einem Zeitungsinterview.)






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