Xavier, nee du

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Das gibt’s auch nur in Deutschland, dass solch ein Schmonzettenbarde ausgerechnet bei einem Film, der zwar nicht in erster Linie von Fußball, immerhin aber von einer Fußballmannschaft handelt, die Musik trällern darf: Xavier Naidoo.

Meine Motivation, diesen Film zu schauen, hat gerade einen herben Dämpfer erhalten.

Vielleicht muss man es mit diesem Film ebenso halten wie in jenen Fällen, in denen Beckmann oder Kerner kommentieren: am besten ohne Ton.

9 Kommentare

  1. Trainer, musstest du das hier schreiben!? Ich wollt den Film ursprünglich doch auch sehen, obwohl ich deutsche Kino-Produktionen nicht wirklich mag… :-(

  2. das schlimme ist ja: es gibt eindeutig menschen, die sowas mögen. dieser grausam anbiedernde „danke“-song hat es zum meistkommentiertesten beitrag bei uns ever geschafft…

  3. Als randständiger Beobachter habe ich vor ein paar Minuten zum ersten Mal auf faz.net den Ausschnitt gesehen, in dem der besagte Barde seinen Senf dazu gibt. Das geht nicht auf seine Kappe, sondern auf die von Wortmann. Der hat einen Hang zu jenem gemeinsamem emotionalen Nenner, den wir als Kinder der Nachkriegs- und Nachnazizeit eigentlich für abgefrühstückt hielten. Wortmann will nicht die Diskussion (oder den Diskurs). Der will Kitsch. Kalkulierten Kitsch. Weil der besser verkauft. Wortmann ist Uschi Glas.

  4. @jkalwa : Wortmann ist Uschi Glas? Besser hätt ich nicht sagen können.

    Wollte mir den Film ja auf gar keinen Fall ansehn, aber vielleicht werd ich ja doch mal ins Kino gehn, da kann man dann wenigstens schön ablästern hinterher, ähh ich mein natürlich: Objektive Kritiken schreiben.

  5. Da muss ich Björn mal widersprechen (ich hätte das schon früher getan, aber Trainer Baade hatte mich hier gesperrt, weil ich kürzlich sein Auto angezündet habe und er Groll auf mich hegte).

    Das schlimmste ist, dass es tatsächlich Leute gibt, die sich auch noch drüber aufregen, dass Fußballprofis schlechten Geschmack (oder einfach nur nicht linksspießerkompatiblen Geschmack) haben. Und Anbiederei steht scheinbar auch nur dann unter Strafe, wenn es ungeliebte Menschen wie Naidoo machen.

    Dass Wortmann nur Kitsch will, wäre mir auch neu. Das glaub ich einfach nicht. Und kalkulieren tut der sicher nicht – der ist doch Künstler!

  6. Das schlimmste ist, dass es tatsächlich Leute gibt, die sich auch noch drüber aufregen, dass Fußballprofis schlechten Geschmack (oder einfach nur nicht linksspießerkompatiblen Geschmack) haben. Und Anbiederei steht scheinbar auch nur dann unter Strafe, wenn es ungeliebte Menschen wie Naidoo machen.

    würdest du unser blog regelmäßig verfolgen würdest du feststellen, daß wir alles andere als links und schon gar keine spiesser sind ;)

    anbiederei/opportunismus finde ich prinzipiell grausam.

  7. Ach… dieser Ben… der geht ja auch mit seinem Team in den Delta Music Park. Muß man da mehr zu sagen?

  8. Nennt mir mal einen besseren deutschen Sänger.
    Und jetzt denkt bitte genau darüber nach, bevor ihr antwortet.
    Xavier ist ausgebildeter Sänger und schreibt seine Lieder selbst.
    Die Texte sind tiefsinnig und nicht so anspruchslos wie z.B. bei „Juli“ & Co.
    Also mir fällt jetzt auf Anhieb keiner ein (außer „Ö“ vielleicht)..

  9. Schnulze bleibt Schnulze, Ausbildung hin oder her. Wenn ich mich nicht irre, ist Tony Marshall sogar studierter Opernsänger, aber besonders anspruchsvoll sind seine Festzeltauftritte deshalb auch nicht.



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