Zielwwwwwwwwasser Zielwwwwwwwwasser

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Hat eigentlich schon mal jemand untersucht, ob der Anteil der Fehlschüsse gestiegen ist, seit es diese animierten Werbebanden hinter den Toren gibt? Mich lenkt das ja schon beim Zuschauen dermaßen ab, dass ich mir vorstellen kann, dass es bei vergleichbaren, reinen Schuss-Situationen durchaus einen messbaren Einfluss hat, so ein etwas dahinzustellen, das sich ständig bewegt. Schließlich ist das ganze menschliche Sehsystem darauf ausgelegt, Bewegtes im grauen Rauschen des visuellen Inputs ausfindig zu machen (neben konsistenten Objekten). Deshalb schaut ja auch jeder zum Fernseher, wenn man sich in einer Kneipe oder ähnlichem öffentlichen Raum aufhält: Weil sich dort was bewegt.

Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. .

In der American Arena liest man (Danke für den Link, nolookpass), den Profis in der NBA machten die von gegnerischen Fans hinter dem Korb zusammengeklöppteln Klöppel beim Ausführen eines Freiwurfs nichts aus, optisch nicht, akustisch wahrscheinlich schon mal gar nicht. Und der Effekt einer solchen Werbebande beim Fußball ist zugegeben geringer als das viel näher stattfindende Klöppeln. Dennoch habe ich meine Zweifel, dass das gänzlich ohne Einfluss auf die Konzentration, Aufmerksamkeit, Orientierung im Raum und die Zielleistung bleibt.

Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. Du sollst hier nicht hinschauen. .

Denn: Wenn sie nicht mehr Aufmerksamkeit erregen würden als statische Banden: Würde man sie dann aufstellen?

Einfach mal einer starren Echse eine Stunde zugucken. Die vor einer animierten Werbebande präsentiert wird.

Da dieser Effekt aber zu Lasten derjenigen Teams ginge, die häufiger aufs Tors schießen als andere, somit tendenziell der erfolgreicheren, wollen wir mal nicht allzu kritisch sein und annehmen, dass man — als Spieler — durchaus damit leben kann. Als Zuschauer hingegen nervt es auch 12 Jahre nach seiner Einführung noch.

6 Kommentare

  1. Nun ja. Die entsprechend Passage beim Herrn Kalwa liest sich folgendermaßen:

    Ich muss da immer an die beknackten Zuschauer bei Basketballspielen denken, die bei Freiwürfen des angereisten Gegners in der Blickachse des betreffendern Spielers hinter dem Korb sitzen und herumturnen und mit Gegenständen wedeln. Nichts von dem beeinflusst den Werfer, aber kein Zuschauer würde die Hoffnung aufgeben, dass es etwas bringt.

    Ich hatte diese Aussage zwar auch irgendwie wissenschaftlich unterstützt in Erinnerung, aber so ist es erstmal nur eine Aussage.

    Auch glaube ich nicht, dass Fußballer mit animiterter Bande schlechter zielen als ohne. Denn: Sind sie doch meist in Bewegung, also wäre eine statische Bande um so viel ruhiger als eine animierte?

    Und eine gewisse Konzentration vorausgesetzt dürfte Bande wie Freiwurf-Plaste-Pommes unsichtbar sein. Genau so wie blinkende Leuchtreklame bei 220 auf der Autobahn.

  2. Ich finde man kann es immer so schlecht lesen was beworben wird. Da gefielen mir die starren Banden doch besser.

    Und man freute sich auch mehr über neue Banden. Aber in der heutigen, schnelllebigen Zeit, was ist da schon der Getränkemarkt Schulz&Meier oder das Autohaus Müller.

    Ich schalte den Fernseher auch aus, wenn ich in die Kneipe gehe

  3. Mir ist Sonntag im Stadion genau eine Werbebande im Gedächtnis geblieben: Eine leere und unverkaufte irgendwo in einer unscheinbaren Ecke.

  4. Meine Lieblingswerbung trug sich vor Urzeiten im Münchner Olympiastadion zu, allerdings nicht auf der Bande, sondern auf der leuchtdiodigen Anzeigetafel im Verbund mit schepprigen Lautsprecherboxen: „Medizinisches Fachhaus von Schlieben / München, Sonnenstraße sieben“. Superreim, Superjingle.

  5. Pingback: Spielfeldrand - Das Magazin » Blog Archive » DailySoccer 18/08/2009

  6. der eigentliche gag des artikels blieb mir bis jetzt verwehrt, da ich ihn nur im feedreader gelesen hatte und ich da gar nicht vom lauftext ablenkt worden bin…



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