Zum Inhalt springen

Monat: Juli 2006

Abrißbirne oder Roberto Carlos?

Roberto Carlos hat einst ein wirklich — und hier ist der Begriff ausnahmsweise angebracht — geniales Freistoßtor erzielt. Man sieht, er hat nicht nur Kraft in seinen Oberschenkeln mit dem Umfang von 65cm, sondern auch Finesse. Aber eben auch: Kraft, um Häuser zu zerstören in seinen Oberschenkeln.

Einen Kommentar hinterlassen

Zeigt her Eure Brüste

Bei der WM gab es nur zwei oder drei davon zu bewundern, obwohl doch Sepp Blatter diese Leute zu einer der Hauptgefahren bei der Austragung des Turniers hochsterilisiert hatte: Flitzer. Wir haben uns kurz gefreut, dass es auch bei dieser WM wieder geklappt hat. Trotzdem waren wir ein bißchen enttäuscht, dass die meisten ihre Fantrikots noch anhatten, während sie auf den Platz stürmten. Was ein richtiger Streaker ist, der macht seinen Job natürlich nackt. Und das bringt uns ganz schnell zu der Frage, wer denn eigentlich die Top Ten der weiblichen Flitzer sind. Und natürlich auch zur Antwort.

Einen Kommentar hinterlassen

War da was?

Während ich so durch die Gegend rumliege, dräut es mir, dass doch heute Fußball in irgendeiner Form stattgefunden haben soll. Klar, auf zahllosen Fußballplätzen und Wiesen ohnehin, aber auch der Profifußball hat sein erstes „Pflichtspiel“ abgehalten. Die Bundesliga ruft, und die Massen strömen. Schlappe 15.000 Menschen konnten das nötige Interesse aufbringen, sich heute den Doppelspieltag des „Ligapokals“ in Düsseldorf anzusehen. Beim zweiten Spiel waren es ein paar mehr, denn um 18h kamen die ersten schon vom Schwimmen am See zurück.

[photopress:16_030.jpg,full,centered]
Hätte genauso gut auf dem Vorplatz der LTU-Arena neben den ganzen Freizeitfußballern stattfinden können: der Ligapokal

Passend zur sommerlichen Atmosphäre im Lande demonstrierten die Fußballer dann, dass sie das Spiel nicht wirklich ernst nahmen und legten eine Trinkpause Mitte der ersten Halbzeit ein. Ich will mich (mal wieder) nicht zum Gralshüter der Sportlichkeit aufschwingen, aber so ein Signal kommt eben an beim Publikum: Hey, das ist gar kein richtiges Spiel. Es ist nur so. Wir kicken ein bißchen rum, nach dem Spiel gehen wir vielleicht noch am Rhein grillen. Verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass unmittelbar nach 90 Minuten das Elfmeterschießen folgte, Verlängerung, nein, es ist wirklich zu heiß heute für 120 Minuten.

Am Reglement sind die Spieler zwar nicht schuld. Dass sie für solche Spiele nicht höchstmotiviert sind, ist ebenfalls nachvollziehbar. Warum aber muss man diesen Partien — die offensichtlich sportlich wertlos sind und nicht mal von den Beteiligten selbst ernst genommen werden — dann einen offiziellen Anstrich verpassen und solche lächerlichen Rumknickereien „Ligapokal“ nennen? Ah, okay, hört sich besser an. Der Fußball wird dadurch aber nicht spannender. Nennt das Kind doch bitte einfach wieder beim Namen: „Vorbereitungsspiel“.

5 Kommentare

Anpfiff

Beim indirekten Freistoß wird erwähnt:

„Fraglich war Schmidts Vorwurf ohnehin, sind die Auflagenzahlen von Sportbüchern mit hohem Wort- und geringem Bildanteil meist niedrig, was ein Sprecher der Fischerverlage bestätigt, wo Horenis Buch erschienen ist.“

Das wundert uns nicht. Wer von den Millionen Fußballfans will schon wirklich etwas wissen? Es geht doch eher um „die ganz großen Emotionen“ (JBK) im Fußball, um das visuelle Erlebnis.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich Toni Schumachers Buch „Anpfiff“ tatsächlich gelesen habe (und nicht nur die Bilder geguckt).

2 Kommentare

Wenn der Dummschwätzer Empfehlungen ausspricht (XIV)

Der Besitzer von Red Bull Salzburg wird so zitiert:

„Beckenbauer hat uns des Öfteren auf Lothar Matthäus mit den Worten aufmerksam gemacht, dass es im Fussball nichts gibt, was dieser nicht wüsste.“

Daraus ergeben sich für uns folgende Handlungsanweisungen:

1. Noch einmal tief durchatmen, dass der Dummschwätzer bei der TFK im Sommer 2004 im entscheidenden Moment im Urlaub war und so Matthäus nicht durchdrücken konnte.

2. Lasst uns kein Red Bull mehr trinken. Mit jedem Dollar, den man für dieses Getränk ausgibt, macht man einen Mann reicher, der auf die Worte des Dummschwätzers hört! (Ich möchte noch einmal betonen, dass ich höchst selten Ausrufezeichen setze.)

3. Unbedingt eine Hirn-Mund-Transaktions-Therapie für Lothar Matthäus bei der Krankenkasse beantragen. Offensichtlich weiß Lothar so unendlich viel (nämlich alles) über Fußball, dass er immer dann, wenn er zu einem Thema gefragt wird, lange, lange in seinem Hirn rumsuchen muss. Bei der Fülle von Informationen, die dort gespeichert ist, ist es nicht erstaunlich, dass er dann fast immer die falsche Information raussucht.

4. Drei Kreuze machen, dass nach der WM auch „nach Beckenbauer“ bedeutet. Er ist zwar noch da, aber nicht mehr jeden Tag im Fernsehen.

5. Aufhören, sich zu wundern, warum Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge Beckenbauer in den Aufsichtsrat des FC Bayern abgeschoben haben.

Einen Kommentar hinterlassen

’ss ned sso aarg

Dass die Süddeutsche mittlerweile wieder zur alten Rechtschreibung übergegangen ist, ist bekannt. Neu ist, dass sie sich jetzt auch der lautmalerischen Rechtschreibung verschrieben hat und Bildunterschriften so formuliert, wie die auf dem Bild gezeigten sie aussprächen.
[photopress:prassident.jpg,full,centered]

Einen Kommentar hinterlassen

Eine Homepage ist keine Kondition

Und eine Webseite ist keine Ausdauer.

Eine Homepage (seit November warte ich darauf, endlich zu diesem Thema klugscheißen zu können) ist keine Webseite, denn eine Homepage ist, wie der Name schon sagt, die „Home“page einer Webseite und somit ihre Startseite.

Beim Ausdruck Kondition verhält es sich andersherum. Die Leute reden von Kondition, meinen in den meisten Fällen aber Ausdauer. Kondition ist aber

„im Sport das Leistungsvermögen bezüglich Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit.“

Die Ausdauer ist also nur ein Teil der Kondition.

Was die Ausdauer von Profi-Fußballern angeht, da gehört Fußballer-Bashing fast schon zum guten Ton. Ich muss zugeben, dass auch ich dem Klischee, dass jeder Leichtathlet Fußballer läuferisch locker in die Tasche steckt, lange Zeit erlegen war. Grundsätzlich nicht verwunderlich, wenn die meisten Profis (in Deutschland) weniger als 2 Stunden täglich trainieren. Runner’s World, eine Laufzeitschrift, bzw. der Autor dieses lesenswerten Artikels in der SCC Running [Link leider tot] räumt ein wenig mit diesem Klischee auf:

„Fakt ist, dass zum einen die Sportjournalisten mit Fachgebiet Fußball kaum einen Schimmer Ahnung haben von trainings- bzw. leistungssportlichem Basiswissen und anderer- seits die Freizeit-Marathonläufer sich in der Regel kein Bild machen vom komplexen Anforderungsprofil eines Profi-Fußballers. Der muss nämlich keinen Marathon laufen, sondern anderthalb Stunden lang verschiedene Formen des Sprints absolvieren, unterbrochen von Pausen, und darüber hinaus diverse Kunststücke mit dem Ball verrichten.“

Später werden Erkenntnisse berichtet, die jeden Amateurfußballer entweder beruhigen oder beunruhigen, je nach dem, wie gerne er „in den Wald“ geht, wo Hobbyfußballer für gewöhnlich „Kondition bolzen“, womit aber, s. o., Ausdauer gemeint ist:

Übrigens: Bei Kindermanns Untersuchung wurde erstaunlicherweise deutlich, dass Mannschaften unterer Klassen versuchen, Schnelligkeitsdefizite über die Ausdauer zu kompensieren. Das widerspricht also eher Ihrem Eindruck, ist aber eigentlich logisch. Schnelligkeit hat man oder man hat sie nicht, das ist mehr oder weniger genetisch festgelegt, an der Ausdauer kann man aber erstaunlich schnell und erfolgreich arbeiten.

Ich bin jetzt erstmal im Wald, so lange es noch nicht ganz so heiß ist. Bis später.

Einen Kommentar hinterlassen

Ich möchte nicht wissen, was in anderer Leuts Bäuchen vor sich geht

Ich weiß nicht, ob man dafür schon einmal selbst Vater geworden sein muss oder ob man dafür die „Empfindungen einer Frau“ haben muss. Ich finde diesen Brauch, Ultraschallaufnahmen vom Innenleben eines weiblichen Bauches samt darin entstehendem Menschen in Büros aufzuhängen, eklig. Und das, obwohl ich ganz bestimmt nicht zartbesaitet bin. Ich hänge auch keine Bilder vom Inhalt meines Darmes an irgendwelchen öffentlichen Plätzen aus.

Nicht ganz so eklig, aber immer noch penetrant finde ich, wenn auf schwangeren Körpern Texte getragen werden, die auf den schwangeren Zustand dieses Körpers hinweisen. Hier präsentiert uns Kehls bessere Hälfte eine „Mini-5″ (nicht möglich auf das Bild zu verlinken, also bitte in der erreichten Galerie auf „weiter“ klicken, Danke), die in ihrem Leib heranwächst. Ich wiederhole mich, aber ich möchte einfach nicht wissen, was in anderer Leuts Körpern vorgeht.

Bald im Angebot:

- Mützen mit der Aufschrift: „Hier sterben gerade ein paar Tausend Hirnzellen“

- Aufkleber für die Fingernägel „Wächst und wächst“

- Hintern, auf denen „Hier braut sich was zusammen“, steht

- Ein T-Shirt, auf dem mit direkter Messung der aktuelle Puls angezeigt wird inklusive wechselnder Einblendungen „Ich rege mich auf“, „Herztod naht“ oder „Alles im grünen Bereich“

Nein, Danke, es reicht schon, dass manche Leute einfach durch ihre im Laufe des Lebens erworbene Fähigkeit, Sprache zu benutzen, nerven. Da müssen sie es nicht auch noch mit Mitteilungen über ihre Körperfunktionen und -regungen tun.

8 Kommentare

Tarzan kann kochen

Tarzan kann kochen. Tarzan, das ist Jens Lehmanns Spitzname und noch dazu ein unglaublich origineller Spitzname für einen 1,90m großen Mann. Hoffentlich hat die Entstehung nichts mit dem gleichnamigen Volltrottel aus der TKKG-Reihe zu tun.

Bei diesem Link sieht man übrigens schön, wie wertvoll Datierungen von Internetseiten sein können.

1 Kommentar