Birne oder Beine

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Weil es einfach zu schön ist, um irgendwo unterzugehen, muss es hier noch einmal zitiert werden. William Georg „Jimmy“ Hartwig im schönen Zitat über Europas Fußballer des Jahres 1990 und den Weltfußballer der Jahre 1990 und 1991:

„Der Lothar war ein herausragender Spieler; ich war mal sein Kapitän in der B-Nationalmannschaft, bevor seine große Karriere begann. Er tut mir ein bisschen leid, weil er noch immer die jungen Dinger flachlegen muss, aber weiter will ich ihn nicht kommentieren. Manche haben halt weniger in der Birne als in den Beinen.“

Ja, und wir wissen doch hier, peinlich ist nicht, dass ich genau das nur in den Nachstunden aus Jugendschutzgründen zitieren darf, sondern dass der William Georg dermaßen Recht hat, aber es sonst nie einer ausspricht, weil die Journalisten immer auf neue Idiotenstories von Loddar hoffen. Noch eine jüngere und noch eine jüngere und noch eine Maren Müller-Wohlfarth. Während einer, der gerade mal 20 IQ-Punkte mehr hat und damit immer noch unter dem Weltdurchschnitt liegt, ständig zu jeder Frage hofiert wird. Aber nun gut, der Johan war der bessere Fußballer, aber er ist halt Weltmeister. Während der andere nicht mal Greenkeeper wird.

Es scheint fast so, als sei der Rest der Welt Europa in diesem Punkte ausnahmsweise mal deutlich voraus gewesen in Bezug auf seine natürlich vollkommen irrelevanten Wahlen zum Fußballer des Irgendwas.

Gelesen während eines indirekten freistosses.

7 Kommentare

  1. Muss man das denn noch extra sagen?
    Ich dachte, die Deutschen hätten in dieser Hinsicht schon lange einen Konsens gefunden.

  2. Das stimmt natürlich. Also fürs Fußvolk. Aber das FOTO-Volk hat da glaub ich noch lange keinen Konsens gefunden, und wird weiter versuchen, ihn irgendwo unterzubringen. Zitat Dummschwätzer: „Der Lothar ist einer, der alles über den Fußball weiß.“

    Was glaubst Du denn, wer Bundestrainer 2004 geworden wäre, wenn der Franz nicht zufällig gerade im Urlaub gewesen wäre, als Otto und Ottmar absagten?

  3. „Und Lothar Matthäus war als Bayern-Spieler bekannt für seine Bemerkungen über die Genitalien schwarzer Fußballer.“

    Ich kenn nur die Bemerkung über Adolfo Valencia. Gabs da noch andere?

  4. Doch, doch. Selbst das Fotovolk hat sich inzwischen auf Loddar eingeschossen. Fotovolk ist opportunistisch und hat ein feines Näschen.

    Ich steh dazu, daß ich ihn eigentlich ganz ok finde. Begründen kann ich das ebensowenig rational, wie – beliebiges Beispiel – andere ihre Ansichten bezüglich gewisser Schalker Stürmer begründen können. Dafür kann ich halt Mario Gomez nicht ab, der ist mir einfach unsympathisch. Der Roland Koch unter den Fußballern, irgendwie.

  5. FOTO-Volk hat ein feines Näschen? Das meinst Du jetzt nicht ernst? Für virtuelle Steinigungen? Für Kampagnen?

  6. aso, mir wurde jetzt erst klar, daß du damit die Redaktion dieser *ähm* Zeitung meinst. Ich dachte eher an die Leserschaft. Die hat sich nach meiner Beobachtung nämlich durchaus auch auf Loddar eingeschossen.

    Die Redakteure haben in der Tat ein feines Näschen für Kampagnen jeder Art, ganz wertungsfrei gesagt. Um derartigen Müll über lange Zeit erfolgreich an den Mann zu bringen, muß man schon einiges an skills mitbringen. Man sollte nicht den Fehler machen und denken, daß dort nur schlechte Journalisten arbeiten – Springer kann sich sehr gute Leute leisten, zumindest was deren Fähigkeiten in punkto reißerisch schreiben, Vitamin B haben und auch ein gewisses Gespür angeht. Über den moralischen Status dieser Leute, die freiwillig für dieses Blatt arbeiten, sagen ihre fachlichen Qualitäten dagegen erkennbar wenig aus.

  7. Z. B. Beckenbauers Ghostwriter oder Matthäus‘ Ghostwriter.



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