„Bor“ — Smashing Pumpkins (oder wat)

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Achtung, jetzt wird es wirklich langweilig. Wer nicht so alt ist wie ich, 33 — ungefähr, möge jetzt bitte weglesen. Danke.

1997 war ich bei den Smashing Pumkins, (p) und auch bei Sonic Youth. Ich war in New York, geiles Konzert, letzter Tag von meinem Urlaub dort, ich mein, man lebt Duisburg und dann lebt man auch irgendwie plötzlich Dings, Smashing und so, smasht also alles.

Irgendwie komisch. Man geht zum Smashing Pumpkins-Konzert und man denkt: wow, das ist toll, das ist super, das ist grandios. Später sieht man denselben Scheiß im Fernsehen als Aufzeichnung und man denkt: Bor, ist das schlecht. Wie dünn die Stimme ist und die Gitarre erst (sind ja eigentlich zwei, aber noch dünner waren sie dann) und man denkt: Wie kann man mit so einem Scheiß überhaupt auf die Bühne gehen vor den 8.000 oder 10.000 Zuschauern, die dafür Geld bezahlt haben. Und dann fragt man sich: Welche Wahrnehmung ist jetzt eigentlich die richtige?

Ungefähr so ähnlich muss es wohl sein, wenn man Fußballspiele live im Stadion und dann später im Fernsehen sieht. Im Stadion ist (meistens) alles gut, man ist gethrillt, man ist da on fire, man ist so richtig „drin“ mit dem ganzen Kram und dann geht man nach Hause und sieht das Spiel im Fernsehen und sieht: bor, war das schlecht.

Smashing Pumpkins bei youtube (ausdrückliches Anklickverbot für Leute ohne Humor)

11 Kommentare

  1. Geht mir genau umgekehrt. Bin ich im Stadion, denke, boah, wie öde, guck ich Sportschau, klatsch ich Beifall, was die draus machen.

  2. Tut mir leid, kann ich nicht nachvollziehen. Im Stadion denk ich „Boah, wie geil ist das denn!“ – genau, wie später in der Sportschau. Aber das liegt vermutlich einfach daran, daß ich Werder-Fan bin :)

  3. Verstehe, Hauke. So wie am 12.05.2007. ;)

  4. Der Vergleich hinkt. Ich gucke mir das Spiel ja meist nicht erst (wie bei dem Pumpkins-Example) 10 Jahr später an. Ich denke, die Bands, für die ich vor 10 Jahren Kohle ausgegen habe, muss ich mir heute auch nicht unbedingt noch mit der selben Begeisterung reinpfeifen.

    Aber MSV vor 10 Jahren, naja, dann doch lieber vor 10 Jahren als heute (noch besser wäre vor 40 Jahren ;-)

  5. Hmm… DEG vor 15 Jahren…

  6. Böses Foul Stefan, ganz böses Foul! ;)

  7. Wir sitzen im Weserstadion immer ganz nah am Geschehen, so dritte Reihe Nord. Und dann passiert es, daß Thomsen „Super Petri!“ ruft und Petri kurz aber wohlwollend zu uns rüber nickt. Nicht großes, aber doch unbezahlbar.

    Die Siamese Dreams war, ein wenig wie die schwarze Metallica, studio-technisch dermaßen überproduziert, daß dieser Sound ohne Tricks live gar nicht hinzubekommen ist. Das spricht für die Band, weil sie keinen Großrechnercluster mit auf Tour nimmt (so wie Metallica).

    Hauke, Dich lade ich auf ein virtuelles Bier im Sommer ein. Dann trinken wir auf den grünweißen Fußballgott! .-))

  8. vielleicht liegts auch einfach daran, daß der sound bei livekonzerten eben für livekonzerte konzipiert ist und die das nicht immer schaffen, es für die aufzeichnung vernünftig abzumischen. schon öfters erlebt.

  9. @Bode: Meinst Du, Du lädst mich im Sommer auf ein virtuelles Bier ein, oder jetzt auf ein virtuelles „Bier im Sommer“? Einerlei: Prost!

    Btt: Das seh ich ähnlich wie Bode, um z.B. „Disarm“ auch nur annährend wie auf dem dem Album rüberkommen zu lassen, brauchte es ein ganzes Orchester, in dem wiederum Billy Corgans Stimme ohne technische Hilfe hoffnungslos untergehen würde. Das gleiche gilt, denke ich, auch für „Mellon Collie…“

  10. @Hauke: Ich rede hier von einem Meister-Bier. Ob dann im Sommer oder virtuell ist auch egal.

    Wieso versteht mich hier keiner? Liegt’s am Trainer? :-))

  11. Der Sound war vielleicht nicht so gut…

    …aber ihre fragile Stimme ist auch in der Aufzeichnung very special: Deadream!

    http://www.youtube.com/watch?v=AlW0u_KWO50



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