Des Kapitänchens Marionettenspieler

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Durchaus lesenswert, was das SZ-Magazin über den Mann hinter dem Kapitänchen schreibt. Immerhin wurde der Mann hinter dem Kapitänchen schon vom leibhaftigen — respektive vom Leibhaftigen — Uli Hoeneß beschimpft:

Am lautesten von Uli Hoeneß, dem Präsidenten des FC Bayern, der nannte ihn: Selbstdarsteller, Profilneurotiker, Manipulator.

Dass mit dieser Verfluchung Philipp Lahms Berater gemeint sein muss, dürfte klar sein. Philipp Lahm kann schließlich per definitionem an keiner Profilneurose leiden, da er über keinerlei Profil verfügt.

Was „gebremstes Bairisch“ sein soll, müsste man mir zwar noch erklären, ich verstehe schon halbwegs gut gemeintes Hessisch nicht, aber darum geht’s ja nicht, und da es online ist, sind es ohnehin nur Buchstaben ohne Akzent. Roland Grill also betreibt die Figur, die der arme Haupt- und Realschüler Philipp Lahm dann gegenüber so Zeitungen wie der, hoppla, Süddeutschen mimen muss. Interessant, ist es nicht?

Eine weitere Folge übrigens aus jener Rubrik, welche man sich als an der Bundesliga Interessierter unbedingt anhören sollte, selbst wenn man kein Anhänger von Verschwörungstheorien ist: Matthias Sammer ist gar nicht Matthias Sammer, Jürgen Klopp ist nicht dieser Jürgen Klopp und das Kapitänchen ist auch nicht das Kapitänchen, jedenfalls nicht ganz allein. Und wie klein dieses dann wird, obwohl es das ohnehin schon ist, wenn man mehr erfährt, liest man nach im SZ-Magazin.

7 Kommentare

  1. Danke für den Tip, Trainer. Komisch, das muß ich in der heutigen Printausgabe glatt übersehen haben? Kein Wunder, gerät man dort doch allzuschnell ins lustlose Blättern…

  2. @FF
    Der Artikel ist im Mai oder Juni erschienen.

  3. wirkt ziemlich freudlos verbissen, das Ganze. Besonders, wenn man die Fotos mal auf sich wirken lässt. Und auch die Profis im Stall .. alles ziemlich verkniffen.

  4. Roman Grill heißt der Mann.

    Die Reportage im SZ-Magazin ist so nichtssagend. Mit keiner Silbe wird erwähnt, daß Grill beim HSV als Sportdirektor im Gespräch war. Wie er, wäre es zur Verpflichtung gekommen, den Interessenkonflikt gelöst hätte, wäre interessant gewesen.

  5. Nichtssagend?

    Was sollte sie denn bezüglich des geplatzten HSV-Wechsels sagen – er ist doch geplatzt?!

    Und wenn man alle Inhalte schon kannte, birgt sie natürlich nichts Neues. Für mich war aber das meiste neu.

  6. Ja, nichtssagend. Daß Yoga zu Grills Paket gehört, war mir neu, riss den Text aber nicht raus. Und welche Bücher ein Spielerberater in seinem Wohnzimmer hat, finde ich auch nicht interessant.
    Der Reporter hätte fragen können, warum seine Verpflichtung nicht zustandekam. Zum von Lahm abglehnten Wechsel nach Barcelona hat er sich schließlich auch geäußert.



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