Die Grenzen des Fairplays

| 6 Kommentare

Videos von unglücklichen Situationen, in denen ein Team versehentlich aus einem Vorteil heraus, welcher den ungeschriebenen Fairplay-Regeln widerspricht, ein Tor erzielt, woraufhin dieses Team dem Gegner ohne Gegenwehr erlaubt, ebenfalls ein Tor zu erzielen, sind bekannt. Die Lösung erfolgt unmittelbar, so dass erst gar keine Hektik wegen einer solchen Problematik auftritt.

Interessant würde eine solche Situation dann werden, wenn das erste Missgeschick in einem Europapokal-KO-Runden-Hinspiel geschehen würde.

Würde man dann dem Gegner das aus Gründen des Fairplays zugestandene Tor erst im Rückspiel zulassen? Wie würde man das kommunizieren und würde der bis dahin benachteiligte Gegner so viel Vertrauen aufbringen, daran zu glauben, dass ein ohne Gegenwehr zugelassenes Tor im Rückspiel auch tatsächlich erfolgen wird?

Denkbar sind natürlich weitere Szenarien, die ein solches erstes Tor zu einem Problem werden lassen könnten, und zwar zu einem anders als im zuvor genannten Szenario wirklich unauflösbaren Problem.

6 Kommentare

  1. denkbar ist ja auch das erste missgeschick beim rückspiel im uefa cup ko spiel geschehen würde:

    hinspiel: 1:0
    rückspiel: 0:1 durch missgeschick und dann 1:1 durch fairplay. dahin die chancen auf eine verlängerung…

  2. Das erinnert mich an die Saison 1995/96, als der Leverkusener Paulo Sergio nach einer Verletzungsunterbrechung den Einwurf nicht, wie es sich gehört hätte, zu den Kaiserslauterern zurückwarf. Der Rest ist bekannt: Markus Münch traf, Kaiserslautern stieg ab, Andy Brehme weinte sich bei Rudi Völler aus:

    http://www.bundesliga.de/de/liga2/news/2006/index.php?f=61542.php

    In existenziellen Situationen legt das Fairplay oft eine kleine Verschnaufpause ein. Frag nach bei Thierry Henry.

  3. Hätten sich Irland und Norwegen doch nur 4:4 getrennt……..

    Gruß Doc

  4. Das Beispiel von 1994 ist allerdings kein besonders gutes: 1.: Italien ist beteiligt (okay, der musste sein). Und 2. Sowohl Italien als auch Irland sind weitergekommen, weil nämlich damals die vier besten Dritten der sechs Gruppen auch ins Achtelfinale zogen. *klugscheißmodus aus*

  5. Und sogar Belgien und Argentinien sind auch weitergekommen.

    Bleibt also nur Norwegen als Opfer.

    Mal genau hingeschaut, Saffti, ob diese gesamte Seite kein „besonders gutes“ Beispiel ist?

  6. Im englischen League Cup kam es vor drei Jahren zur kuriosen Situation, dass das Spiel beim Stand von 1:0 für Nottingham Forest abgebrochen werden musste. Ein Spieler vom Gegner Leicester City hatte eine Herzattacke.

    Im Wiederholungsspiel, das bei 0:0 begann, durfte dann ein Stürmer von Forest unbedrängt durch die Abwehrreihen spazieren und einschieben. Zwar wurde darauf vor allem von Sportwettern im Vorfeld auch spekuliert, aber 100% sicher sein kann man sich als Gästemannschaft eben auch nicht.

    http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/football/teams/n/nottm_forest/7001796.stm



Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.