Diese EM war wie Schach — nur ohne Würfel

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Es liegt schon eine feine Ironie darin, dass der Fußball ausgerechnet in jenen Momenten in beinahe allen Kreisen der Gesellschaft ankommt, da er sich so sehr weiter entwickelt hat, dass er von Vielen abgesehen vom platten Ergebnis gar nicht mehr zu begreifen ist.

Natürlich ist das alles keine Raketenwissenschaft, was die Teams auf dem Platz aufführen. Doch eine angemessene Bewertung der Dramatik oder Kunst eines Spiels scheint nur noch für geringe Teile des Publikums möglich zu sein. Eine eher triviale Erkenntnis, wenn doch etwa die Hälfte der Nation bei einer EM zuschaut, in die Bundesligastadien aber nur ein Bruchteil der Bevölkerung strömt.

Selbst die vermeintlichen Experten im TV sind beim Erläutern der Mechanismen im Spiel allzu oft überfordert — oder aber es wird gar nicht erst versucht. Was direkt zur Frage führt, wieso man nicht … weiter bei Kickwelt.

6 Kommentare

  1. Volle Zustimmung, Trainer.
    Zum Beispiel Christoph Biermann, einer der besten Fußballjournalisten und vor allem Taktikexperte, fristet ein Nischendasein bei Einslive.
    Es gab ja auch mal vielversprechende Ansätze, denke an Kerner-Klopp-Meier.

  2. Danke, danke, danke sehr.

  3. sehr wahr, Trainer – nur, Du hast den Jogi-Würfel außen vor gelassen. Absichtlich – unabsichtlich?

  4. Sehr schöner Artikel. Wie so viele hier.

  5. Der Jogi-Würfel. Falls Du seine Aufstellung meinst, geb ich Dir Recht, falls Du meinst, dass Deutschland gegen Italien ausgeschieden ist: War das wirklich eine Überraschung?

  6. genau das meinte ich: Das Spiel (an sich, auf diesem Nivo) kann taktisch noch so austariert sein, wenn aber einer wie der Jogi-Trainer (oder einer wie Ronaldo) meint, er müsste was Besonderes anstellen, dann kommt wieder der Würfel ins Spiel.
    Insofern hat Jogi dem Spiel (an sich, auf diesem Nivo) au mal wieder gut getan.
    Und ja, war keine Überraschung: Italien kann an guten Tagen jeden schlagen.



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