Färöer, der Fünfte

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Wales tritt aus historischen Gründen genauso wie Nordirland und Schottland mit einem eigenen Team an, obwohl Wales kein Land ist. Das ist dem Fußball-Liebhaber so geläufig wie dass man atmen muss, will man leben. Heute gesellt sich ein Fünfter dazu, für den diese Ausnahmeregelung von Artikel 5 gilt, nach welchem lediglich eigenständige Länder Mitglied der UEFA werden können:

Artikel 5 gilt nicht für die folgenden Mitgliedsverbände: England, Schottland, Nordirland, Wales, Färöer-Inseln.

Färöer gehört politisch zu Dänemark, ist dort aber „gleichberechtige Nation“ innerhalb des Königreiches Dänemark. Also eine Nation, ein Land, und somit wäre eine Ausnahme für Färöer gar nicht nötig. Warum aber tritt trotzdem Färöer in dieser Liste der Ausnahmeregelungen auf?

10 Kommentare

  1. 2 Quote Wiki: Nur England, Nordirland, Schottland und Wales genießen neben den Färöern das historische Recht, trotz fehlender staatlicher Souveränität Mitglied der UEFA zu sein.

  2. Bliebe Grönland. Dazu dann das: Es gibt trotz der Anbindung an Dänemark eine Art Grönländische Fußballnationalmannschaft. Grönland ist aber bisher nicht Mitglied der FIFA. Ein Beitritt wird zwar anvisiert, CONCACAF, UEFA und FIFA sperren sich allerdings dagegen. Jahrelang wurde als Grund das Fehlen von Naturrasenplätzen angegeben. Da nun auch auf Kunstrasen gespielt werden darf, wird nun als Grund angegeben, dass die FIFA nur noch souveräne Staaten als Mitglied akzeptiert. Die Färöer-Inseln fielen dazumal nicht unter diese Regel.

  3. Historisch? Die Nationalmannschaft von Färöer darf doch erst seit 1990 mitmachen. Also historische Gründe dürfte das wohl eher keine haben…

  4. Das Recht ist historisch, ckwon, nicht die Mannschaft.

  5. Ja, aber auch das Recht gibt es erst seit 1990 (von der UEFA) bzw. 1988 von der Fifa. Womit das damals begründet wurde, konnte ich leider nicht so ganz rausfinden.

    Vielleicht kann ja auch jemand die saarländische Fußballnationalmannschaft wiederbeleben.

  6. Es geht wohl darum, dass die eigene Verbände haben, die zudem eigene Meisterschaften ausspielen. Das gilt ja auch für die Färinger, deren Teams nie an der dänischen Meisterschaft teilnahmen. Da der FSF (Fótbóltssamband Føroya) erst am 13. Januar 1979 gegründet wurde, war eine Aufnahme in FIFA und UEFA vorher wohl einfach nicht möglich, so verstehe ich das jedenfalls. Warum es dann so lange dauerte: ???.
    Ich warte auf einen Kommentar von Janus, der sich ja schon mal auf den Föröer rumgetrieben und im Vorfeld mit selbigen beschäftigt hat und eventuell erhellenderes dazu beitragen kann.
    Für-nee, gegen die Langeweile;-): http://www.janus-kleine-welt.de/berichte/44.htm
    Und was die Idee mit dem Saarland angeht: nehmt die Pfalz gleich mit. So habt ihr gleich Traditioooooooon. Danke.

  7. Warum es vorher so lange dauerte, ist relativ einsichtig: nur weil sich da mal flugs so ein Nationalverband gründet, ist er noch lange nicht automatisch Mitglied bei FIFA und/oder UEFA. Das muss man schon selbst beantragen. Und wenn es dann anschließend mit der Aufnahme so lange dauert wie bei der Türkei und der EU…

  8. Wenn es um den Verband und die MEisterscahft gibt, warum dürfen Liechtenstein und San Marino dann mitspielen?

  9. San Marino spielt eine eigene Meisterschaft aus und Liechtensteiner Mannschaften spielen um den gleichnamigen Pokal. Kann man mit einigen Klicks durch die Wiki alles selber rausfinden, Jan.



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