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Schlagwort: England

Alle Fußballer des Jahres in England

In England wird schon deutlich länger als in Deutschland ein „Fußballer des Jahres“ gewählt. Wobei es da inzwischen gleich vier verschiedene Wahlen gibt. Die älteste – und wohl auch wichtigste – ist jene, die von Journalisten durchgeführt wird. Diesen darf man vielleicht die größte Objektivität bei ihrer Auswahl zugestehen. Die weiteren drei Wahlen, die in England zum „Fußballer des Jahres“ existieren, sind jene von Spielern, dann jene von Spielern, die den besten Jung-Profi wählen und seit 2001 auch eine Wahl durch Fans.

Die Liste ist ziemlich lang und ziemlich abwechslungsreich, kommen einem dabei doch Stars aus dem englischen Fußballer aller Epochen seit dem Krieg unter. Und zumindest bis in die 1990er sind auch die Clubs, zu denen die Spieler zum Zeitpunkt ihrer Auszeichnung gehörten, höchst unterschiedlich und auch hier erhält man einen guten Querschnitt durch die Vereinslandschaft in der obersten Etage des englischen Fußballs.

Liste englische Fußballer des Jahres

Jahr Sieger Club Nationalität
1948 Stanley Matthews FC Blackpool England
1949 Johnny Carey Manchester United Irland
1950 Joe Mercer FC Arsenal England
1951 Harry Johnston FC Blackpool England
1952 Billy Wright Wolverhampton Wanderers England
1953 Nat Lofthouse Bolton Wanderers England
1954 Tom Finney Preston North End England
1955 Don Revie Manchester City England
1956 Bert Trautmann Manchester City Deutschland
1957 Tom Finney Preston North End England
1958 Danny Blanchflower Tottenham Hotspur England
1959 Syd Owen Luton Town England
1960 Billy Slater Wolverhampton Wanderers England
1961 Danny Blanchflower Tottenham Hotspur England
1962 Jimmy Adamson FC Burnley England
1963 Stanley Matthews Stoke City England
1964 Bobby Moore West Ham United England
1965 Bobby Collins Leeds United Schottland
1966 Bobby Charlton Manchester United England
1967 Jack Charlton Leeds United England
1968 George Best Manchester United Nordirland
1969 Tony Book
Dave Mackay
Manchester City
Derby County
England
Schottland
1970 Billy Bremner Leeds United Schottland
1971 Frank McLintock FC Arsenal Schottland
1972 Gordon Banks Stoke City England
1973 Pat Jennings Tottenham Hotspur Nordirland
1974 Ian Callaghan FC Liverpool England
1975 Alan Mullery FC Fulham England
1976 Kevin Keegan FC Liverpool England
1977 Emlyn Hughes FC Liverpool England
1978 Kenny Burns Nottingham Forest Schottland
1979 Kenny Dalglish FC Liverpool Schottland
1980 Terry McDermott FC Liverpool Schottland
1981 Frans Thijssen FC Liverpool Niederlande
1982 Steve Perryman Tottenham Hotspur England
1983 Kenny Dalglish FC Liverpool Schottland
1984 Ian Rush FC Liverpool Wales
1985 Neville Southall FC Everton Wales
1986 Gary Lineker FC Everton England
1987 Clive Allen Tottenham Hotspur England
1988 John Barnes FC Liverpool England
1989 Steve Nicol FC Liverpool Schottland
1990 John Barnes FC Liverpool England
1991 Gordon Strachan Leeds United Schottland
1992 Gary Lineker Tottenham Hotspur England
1993 Chris Waddle Sheffield Wednesday England
1994 Alan Shearer Blackburn Rovers England
1995 Jürgen Klinsmann Tottenham Hotspur Deutschland
1996 Eric Cantona Manchester United Frankreich
1997 Gianfranco Zola FC Chelsea Italien
1998 Dennis Bergkamp FC Arsenal Niederlande
1999 David Ginola Tottenham Hotspur Frankreich
2000 Roy Keane Manchester United Irland
2001 Teddy Sheringham Manchester United England
2002 Robert Pires FC Arsenal Frankreich
2003 Thierry Henry FC Arsenal Frankreich
2004 Thierry Henry FC Arsenal Frankreich
2005 Frank Lampard FC Chelsea England
2006 Thierry Henry FC Arsenal Frankreich
2007 Cristiano Ronaldo Manchester United Portugal
2008 Cristiano Ronaldo Manchester United Portugal
2009 Steven Gerrard FC Liverpool England
2010 Wayne Rooney Manchester United England
2011 Scott Parker West Ham United England
2012 Robin van Persie FC Arsenal Niederlande
2013 Gareth Bale Tottenham Hotspur Wales
2014 Luis Suarez FC Liverpool Urugay
2015 Eden Hazard FC Chelsea Belgien
2016 Jamie Vardy Leicester City England
2017 N‘Golo Kanté FC Chelsea Frankreich
2018 Mohamed Salah FC Liverpool Ägypten
2019 Raheem Sterling FC Liverpool England

Was außerdem auffällt: Es dauerte bis ins Jahr 2004 (!), ehe mit Thierry Henry ein Spieler seine Auszeichnung zum Fußballer des Jahres in England in der folgenden Saison wiederholen konnte. Angesichts dessen, dass diese Auszeichnung schon seit 1948 existiert, doch eine ziemlich bemerkenswert lange Zeit, ehe dieses Phänomen erstmalig auftrat. Was eben auch ein Kennzeichen dafür ist, wie ausgeglichen die englische Premier League trotz ihrer Konzentration auf die „Big Six“ seit ihrer Einführung immer noch ist. Was wiederum eine Wette darauf, wer hier jeweils diese Wahl gewinnt genauso interessant macht wie jene darauf, wer in England Torschützenkönig der Saison wird.

Henry erster Sieger zweimal hintereinander

Obwohl die Globalisierung des Fußballs schon weit früher begann, dauerte es bis ins Jahr 2014, ehe mit Luis Suarez aus Uruguay der erste Nicht-Europäer zu Englands Fußballer des Jahres gewählt wurde. Bislang gelang dies auch nur einem weiteren Spieler mit Mohamed Salah, der aus Afrika stammt und welcher 2018 zum Spieler des Jahres gewählt wurde. Ebenfalls unter den Gewinnnern ist natürlich CR, einer der Top 10 Verdiener bei den Sportlern dieser Welt.

Gleich zwei Deutschen wurde diese Ehre bislang übrigens schon zuteil. Wobei Bert Trautmann nicht nur durch seine Wahl zu Englands Fußballer des Jahres im Jahr 1956 noch heute eine Legende bei Manchester City ist. Und Jürgen Klinsmann, der 1995 bei Tottenham Hotspur diese Wahl gewann, dürfte nicht zuletzt durch seine späteren Tätigkeiten auch den jüngeren Semestern noch ein Begriff sein.

Besonders spannend ist diese Wahl in den letzten zwei Jahrzehnten natürlich geworden, da sich in der Premier League ein Großteil der besten Spieler der Welt versammelt. Einige Spielen zwar auch in Spanien oder Italien, aber das Gros der besten Spieler der Welt ist in der Premier League zu finden. Insofern ist diese Wahl zum Fußballer des Jahres in England auch immer eine Form von kleiner Wahl zum Weltfußballer des Jahres. Ebenso zeigt der Mix der Nationalitäten der Sieger der letzten Jahre, wie international die Premier League geworden ist.

Die Sieger stammen von eben jenen gerade genannten Uruguay und Ägypten über Belgien und Frankreich bis zu den ohnehin schon lange in der Premier League präsenten Wales oder Schottland. Und wie erwähnt, waren mit Jürgen Klinsmann und Bert Trautmann auch schon zwei deutscher Spieler unter den Auserkorenen. Jedes Jahr aufs Neue darf man sich daran erfreuen, die Spannung zu erleben, wie diese Wahl wohl ausgehen wird. Dass es ein Spieler des FC Liverpool werden wird, dürfte ziemlich wahrscheinlich sein angesichts von deren famoser Serie. Auch, wenn diese kürzlich ein Ende fand, war der Start in die Saison mit ausnahmslos Siegen außer einem Remis bis weit in den Februar hinein einfach einzigartig. Schwieriger dürfte es da schon sein, aus dem Pool der vielen guten Spieler des FC Liverpool jenen einen auszuwählen, der die Ehrung zu „Englands Fußballer des Jahres“ verdient hat.

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Alle Gewinner des Goldenen Balls bei U20-WM

Aktuell steht die 22. Ausgabe der U20-Weltmeisterschaft an, die 1977 zum ersten Mal ausgetragen wurde und seitdem alle zwei Jahre stattfindet. Natürlich ist immer am wichtigsten, welche Nation die U20-WM gewinnt. In den jeweiligen Ländern erregt dies aber bei Weitem nicht so viel Aufsehen, wie ein vergleichbarer Titel bei den Senioren. Wichtig ist aber auch immer, für die Spieler selbst, sich auf dieser Weltbühne zu präsentieren. Im Mai und Juni 2019 dürfen das jeweils 23 Spieler in den Kadern der 24 teilnehmenden Verbände in Polen tun – und am Ende werden auch noch weitere Auszeichnungen vergeben als alleine der Titel des Weltmeisters.

Den „Goldenen Ball“ erhält der beste Spieler des Turniers, der von einer Jury der FIFA bestimmt wird. Damit ist nicht der beste Torschütze gemeint, dieser erhält den Goldenen Schuh eines jeweiligen Turniers. Der Goldene Ball geht auch durchaus mal an nicht ganz so offensiv tätige Spieler, auch wenn das natürlich die Regel ist, wie die folgende Übersicht zeigen wird.

Alle Sieger des Goldenen Balls in einer Liste

Jahr Sieger Nation
1977 Wladimir Bessanow UdSSR
1979 Diego Maradona Argentinien
1981 Romulus Gabor Rumänien
1983 Geovani Brasilien
1985 Paulo Silas Brasilien
1987 Robert Prosinecki Jugoslawien
1989 Bismarck Brasilien
1991 Emilio Peixe Portugal
1993 Adriano Silva Brasilien
1995 Caio Ribeiro Decoussau Brasilien
1997 Nicolas Olivera Uruguay
1999 Seydou Keita Mali
2001 Javier Saviola Argentinien
2003 Ismail Matar VAE
2005 Lionel Messi Argentinien
2007 Sergio Aguero Argentinien
2009 Dominic Adiyiah Ghana
2011 Henrique Brasilien
2013 Paul Pogba Frankreich
2015 Adama Traore Mali
2017 Dominic Solanke England
2019

Äußerst namhafte Spieler finden sich in dieser Liste und da wäre Lionel Messi natürlich der herausragendste, der gleich darauf von Sergio Aguero gefolgt wurde. Doch wer etwas älter ist, wird auch über den Namen Diego Maradona stolpern, „el pibe de oro“, der „Goldjunge“, der damals schon als echtes Wunderkind galt und dieser Einschätzung beim zweiten Turnier 1979 wohl sehr gerecht wurde, dass er auch den Goldenen Ball erhielt. Und so darf es nicht erstaunen, dass sowohl Diego Maradona als auch Lionel Messi die jeweilige Ausgabe der U20-WM mit Argentinien auch gewinnen konnten.

Wie überhaupt Argentinien Rekordweltmeister bei diesem U20-Turnier ist. Allerdings stellt das Land nicht die meisten Sieger der Wertung zum „Goldenen Ball“, das erreichte Brasilien. Darunter ebenso namhafte Spieler wie Adriano Silva, aber auch weniger bekannte. Insgesamt siegten 6 Brasilianer und 4 Argentinier.

Was die jeweilige Ausgabe der U20-WM für Fußballfans so interessant macht, ist aber nicht allein die Frage nach dem Weltmeister oder dem besten Torschützen oder Spieler. Jede einzelne Partie bietet viele Möglichkeiten bei einem der vielen Sportwettenanbieter eine Wette auf den Ausgang dieser oft schwer einzuschätzenden Duelle zu platzieren. Das mag vielleicht nicht ganz so positiv klingen, tatsächlich sind bei diesen Juniorenturnieren aber Außenseitersiege in einzelnen Partien viel wahrscheinlicher als bei den Senioren. Und deshalb sollte man sowohl die aktuelle U20-WM in Polen im Blickfeld haben, als auch alle nachfolgenden Ausgaben. Selbst wenn man nicht als Scout auf der Suche nach dem nächsten Toptalent im Weltfußball ist, sondern einfach ein wenig Spaß mit sehenswertem Fußball haben möchte, der nicht immer ganz so leicht vorhersagbar ist. Und die Sommerpause zu füllen, in der der Fußball ansonsten ruht, dafür eignet sich solch eine U20-WM natürlich ebenso gut.

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Zahl der Teams pro Ausrüster der WM 2002 bis 2018

Die WM 2018 steht vor der Tür. Das heißt auch wieder: 32 Teams werden nicht nur um den WM-Titel kämpfen, sondern auch jeweils mit einem Logo eines Ausrüsters auf der Brust Werbung für diesen machen. Zweieinhalb große Ausrüster gibt es im Fußball, zwei davon wurden zumindest in Deutschland gegründet und werden zumindest hierzulande auch weiterhin als deutsche Unternehmen wahrgenommen, auch wenn sich die – international geprägten – Besitzverhältnisse dort ständig ändern. Die Rede ist natürlich von Adidas und Puma, die auch noch von zwei später verfeindeten Brüdern gegründet wurden und somit beide aus derselben kleinen Stadt stammen. Aus Herzogenaurach bei Nürnberg. Der dritte der großen Player bei den Ausrüstern im Fußball ist der amerikanische Hersteller Nike.

Adidas meistens Sieger – aber nicht immer

Richtig interessant wurde es im Fußball trotz der jahrzehntelangen Ko-Existenz von Adidas und Puma in dieser Angelegenheit ohnehin erst, seit es diesen Markt für die Trikots (und Hosen und Stutzen) der Nationalmannschaften gibt, auf dem jeder Fan sich ein solches Trikot kaufen kann. Das begann erst irgendwann in den frühen 1990er Jahren. Deshalb soll unser Blick auf die jeweils pro Ausrüster ausgestatteten, an einer WM teilnehmenden Teams auch erst in diesem Jahrhundert anfangen, also mit der WM 2002. Interessant ist in jedem Fall, zu sehen, wie sehr sich die Anteile auch innerhalb der großen Zweieinhalb verschieben, selbst Puma stellte einmal den Löwenanteil der WM-Teilnehmer. Zudem gibt es einige Teams, die stets mit einem festen „Exoten“ unter den Ausrüstern auflaufen. So wird Costa Rica seit Jahr und Tag von Joma ausgestattet und Dänemark von der einheimischen, eigentlich im Handball beheimateten, Marke Hummel. Dazu schwört Slowenien auf Uhlsport und Umbro rüstet eigentlich immer die Teams von den Britischen Inseln aus. Ansonsten aber verschiebt sich doch sehr viel im Laufe der Jahre.

 

Teams pro Ausrüster bei der WM 2002

Adidas ist bei unserer ersten Bestandsaufnahme Sieger, wenn auch recht knapp vor Nike. Das Turnier mit den meisten Exoten unter den Ausrüstern, wobei gerade Atletica und L-Sporto hierzulande wohl noch nie jemand gehört haben dürfte. Nicht allzu verwunderlich, statteten sie doch beide Teams aus Lateinamerika aus. Puma ist bei dieser erstmals in zwei Ländern ausgetragenen WM ziemlich schwach vertreten, doch das sollte sich rasch ändern.

Teams

Ausrüster

10

Adidas

8

Nike

4

Puma

2

Umbro

1

Hummel

1

Kappa

1

Uhlsport

1

Marathon

1

Joma

1

Atletica

1

Le coq sportif

1

L-Sporto

Teams pro Ausrüster bei der WM 2006

Bei der WM in Deutschland fiel Adidas auf den dritten Rang sogar hinter Nike zurück. Sieger bei dieser Heim-WM war dann Puma, mit nicht weniger als 12 Teams, die den im Sprung befindlichen Puma auf ihrem Trikot trugen. Toller Effekt für Puma: Erstmals trug mit der Nationalmannschaft von Italien auch der Weltmeister Puma als Ausrüster.

Teams

Ausrüster

12

Puma

8

Nike

6

Adidas

2

Umbro

2

Lotto

1

Marathon

1

Joma

 

Nur vier Jahre später hatte sich wieder die alte Rangordnung hergestellt. Adidas als Platzhirsch knapp vor Nike, dahinter dann Puma, gefolgt wiederum von einigen Exoten. Brooks dürfte ebenso unbekannt gewesen und auch heute noch sein wie zuvor L-Sporto. Das ändert sich offenbar nicht durch die Teilnahme an nur einer WM als Ausrüster.

Teams

Ausrüster

12

Adidas

9

Nike

7

Puma

1

Brooks

1

Legea

1

Umbro

1

Joma

Teams pro Ausrüster bei der WM 2014

Erneut dieselbe Rangordnung mit allerdings sehr engen Verhältnissen. Jeweils nur ein Team unterschied die beiden Top-Drei Ausrüster, wobei Adidas diesmal in doppelter Hinsicht der lachende Sieger war: die meisten Teams gestellt und auch das Trikot des Weltmeisters produziert, der da bekanntlich Deutschland hieß. Burrda war mehr oder wenig einmalig der Ausrüster von Belgien, die anderen kleineren Ausrüster dürfte man kennen.

Teams

Ausrüster

10

Adidas

9

Nike

8

Puma

1

Lotto

1

Burrda

1

Marathon

1

Uhlsport

1

Joma

Teams pro Ausrüster bei der WM 2018

Hier ist natürlich noch nicht klar, welcher Ausrüster schließlich den Weltmeister stellen wird. Ist es wieder Adidas mit Deutschland oder Spanien? Eher Nike mit Brasilien? Oder vielleicht ausnahmsweise mal Umbro mit England? Die Rangordung ist jedenfalls erneut die standardmäßige, wobei Puma viel Pech hatte mit den Teams, die es ausrüstet, allen voran mit dem sonst immer qualifizierten vierfachen Weltmeister Italien, der in der Qualifikation in den Playoffs an Italien scheiterte. Errea freut sich als Ausrüster von Island über deren erstmalige Teilnahme an einer WM, mit Dänemark kehrt auch Hummel in den Kreis der WM-Ausrüster zurück. Neu in diesem Kreis ist „New Balance“, das zum ersten Mal als Ausrüster Teams an einer WM hat.

Teams

Ausrüster

12

Adidas

10

Nike

4

Puma

2

New Balance

1

Errea

1

Hummel

1

Uhlsport

1

Umbro

Natürlich weiß noch niemand, wer bei dieser WM 2018 den Titel davontragen wird. Sollte die deutsche Mannschaft gewinnen, wäre sie laut Süddeutscher Zeitung die erste seit Brasilien 1962, die ihren Titel verteidigt. Damit wäre sie auch die erste in der „Fußball-Neuzeit“, in der auch Teams außerhalb von Europa und Südamerika ernsthafte Konkurrenten geworden sind; zudem sich der Fußball rasant entwickelt hat und es viel schwieriger geworden ist, einen solchen Titel zu bestätigen. Wer einen Tipp darauf wagen will, welches Team nun tatsächlich Weltmeister werden will, kann das beim Anbieter Betway tun — und würde sich damit natürlich auch festlegen, welcher Ausrüster die WM „gewinnt“. Das kann man übrigens auch noch einmal als Überblick festhalten, für den Zeitraum, den wir hier ins Auge gefasst haben:

WM

Weltmeister

Ausrüster des Weltmeister

2002

Brasilien

Nike

2006

Italien

Puma

2010

Spanien

Adidas

2014

Deutschland

Adidas

2018

?

?

Man darf in jedem Fall gespannt sein, welcher Ausrüster sich bei der WM 2018 darüber freuen darf, das eines der von ihm ausgestatteten Teams den Titel holte.

 

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Meiste EM-Spiele als Trainer

Eine ganze Ära begründet Jogi Löw inzwischen als Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Seit 2006 ist er Cheftrainer der deutschen Auswahl, hat somit bislang schon bei drei EM-Endrunden an der Seitenlinie gewirkt. Da die deutsche Mannschaft dabei zweimal das Finale und einmal das Halbfinale erreichte, kommt Jogi Löw so auf den Rekordwert von 17 Spielen bei einer Europameisterschaft als Trainer. Kein anderer in dieser illustren Runde an Nationaltrainern kann mit diesem Wert mithalten. Selbst jene nicht, welche gleich mit zwei verschiedenen Nationen als Trainer an einer Europameisterschaft teilnahmen, wie z. B. Lars Lagerbäck oder Guus Hiddink.

Da zudem die meisten in dieser Liste nicht mehr als Nationaltrainer oder überhaupt als Trainer aktiv sind, Rinus Michels gar bereits verstorben ist, dürfte es noch ein Weilchen dauern, ehe Jogi Löw dieser Rekord genommen werden wird. Zumal er möglicherweise auch noch bei der kommenden EM 2020 als Bundestrainer tätig sein wird und so mindestens die drei Spiele der Vorrunde seinen bisherigen 17 Spielen anfügen könnte – eventuell sogar mehr als diese drei.

Liste der Trainer mit den meisten Spielen bei einer EM

Hier also die komplette Übersicht all jener Nationaltrainer, welche mindestens 8 mal bei einem Endrundenspiel Coach einer Auswahl waren, unabhängig davon, ob es jeweils dieselbe Auswahl war.

Trainer Gecoachte Nation/en Spiele bei einer
EM-Endrunde
1. Jogi Löw Deutschland 17
2. Lars Lagerbäck Schweden, Island 15
3. Fernando Santos Portugal, Griechenland 11
Fatih Terim Türkei 11
Berti Vogts Deutschland 11
6. Vicente del Bosque Spanien 10
Luiz Felipe Scolari Portugal 10
8. Guus Hiddink Niederlande, Russland 9
Rinus Michels Niederlande 9
Otto Rehhagel Griechenland 9
11. Dick Advocaat Niederlande, Russland 8
Karel Brückner Tschechien 8
Roy Hodgson England 8
Richard Möller Nielsen Dänemark 8
Miguel Munoz Spanien 8

Dass fast alle in dieser Liste auftauchenden Trainer in der jüngeren Vergangenheit tätig waren oder sind, liegt daran, dass die Endrunde einer EM lange Zeit nur mit relativ wenigen Teams ausgetragen wurde. Bis 1980 waren es sogar nur die beiden Halbfinals und das Finale sowie das Spiel um Platz 3, welche zum Endturnier zählten. Seit der EM 1980 in Italien gibt es überhaupt erst eine Gruppenphase, deren Teilnehmer sukzessive aufgestockt wurde, zunächst erstmal 1996 in England auf 16 qualifizierte Nationen, dann seit der EM 2016 in Frankreich gar 24 teilnehmende Auswahlen. Somit konnten Trainer wie Helmut Schön, der 1972 und 1976 Trainer der bundesdeutschen Auswahl bei der EM war, maximal auf 4 Einsätze als Trainer kommen, während heute dank des neu eingeführten Achtelfinals gleich 7 Spiele bei einem einzigen Turnier möglich sind.

Löw auf absehbare Zeit uneinholbar?

Nimmt man an, dass Löw nur noch wenig Lust verspürt, sich wieder die tägliche Arbeit eines Vereinstrainers aufzubürden, ist es – entsprechende Erfolge vorausgesetzt – durchaus denkbar, dass er auch noch die wahrscheinlich 2024 in Deutschland stattfindende Europameisterschaft mitnimmt. Wer mag, kann eine Sportwette darauf abschließen, dass es dazu kommen wird — und natürlich auch, ob Löw dann den Titel im eigenen Land gewinnt. Etwas, was ihm als Co-Trainer bei der WM 2006 im eigenen Land bekanntlich verwehrt blieb. Vielleicht bildet das den krönenden Abschluss einer schon jetzt mit dem Weltmeistertitel 2014 erfolgreichen Karriere als Bundestrainer.

Auf der anderen Seite kann man sich vorstellen, dass die UEFA eines Tages auf die Idee kommt, ihre „Euro“ genannte Europameisterschaft häufiger als nur alle vier Jahre durchzuführen. Dann wiederum könnte es durchaus möglich sein, dass Löws aktueller Rekord schneller in Gefahr ist, als man es sich heutzutage vorstellen kann. Andererseits wird ihn dieser Rekord, sofern er ihm überhaupt geläufig ist, nur peripher interessieren. Rekorde sind schön und gut, doch was im Fußball zählt, sind schließlich weiterhin und vornehmlich: Titel. Ob bei einer EM oder WM, Hauptsache, man gewinnt sie.

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The Fall: Kicker Conspiracy

Manchmal erfährt man erst durch dessen Ableben davon, dass (oder was) etwas war, was man eigentlich schon lange hätte kennen sollen. Letztens verstarb bekanntlich Mark E. Smith nach einem wohl ziemlich exzessiv geführten Leben, Todesursache Lungen- und Nierenkrebs. Jener Mark E. Smith, welcher hier bislang allein aus dem Tocotronic-Text* bekannt war, ohne dass sich darin erschlossen hätte, was es mit Mark E. Smith eigentlich so auf sich hatte. Letztens öffentlich zugegeben, von Mark E. Smith oder The Fall lediglich jenes Video zu kennen, in welchem Smith die englischen Fußballergebnisse vorliest, hatte zur Folge, dass keanofcu (Mitglied des Textilvergehen-Podcasts) es für völlig „verrückt“ erklärte, noch nie Musik von The Fall gehört zu haben. Und hier vertraut man durchaus auf das Urteil von keanofcu.

Diese Genusslücke in den letzten Wochen ändernd, ohne dabei schon allzu weit gekommen zu sein, konnte man dabei bereits über das Stück mit dem wohl größten Fußballbezug in seinem Werk stolpern. Die „Kicker Conspiracy“ – womit eher nicht die deutsche Sportzeitschrift „Kicker“ gemeint sein wird, obwohl sie auch im Video auftaucht, sondern der Fußball allgemein. Da dieses Stück musikalisch nicht völlig untypisch für The Fall zu sein scheint, wird es hier mal eben kredenzt, durchaus mit dem Hinweis, dass man sich das Video selbst nicht entgehen lassen sollte, in Bezug auf den Fußballbezug.

Den Text sollte man natürlich auch nicht übergehen, wird er doch bei „Who Ate All The Pies“ so charakterisiert:

„[…] Kicker Conspiracy was a bristling survey of the English footballing landscape of the early 1980s, both at home and in Europe – the media saturation, the dearth/death of flair, the hooliganism, the creeping commercialism, etc.“

Kommt einem alles irgendwie so bekannt vor, obwohl der Song und der Text (siehe im verlinkten Artikel) aus dem Jahr 1983 stammen.

Genauere Analysen des Texts verbieten sich hier zwar noch, man kommt aber nicht umhin, sich einzugestehen, dass die Verknüpfung von Fußball und (guter) Musik immer noch eine rein britische Angelegenheit ist, denn hierzulande gibt’s Sportfreunde Stiller und die Toten Hosen mit echtem Fußballbezug und dann ist auch schon Tote Hose, sozusagen. Wobei durch Nennung dieser jetzt gar nicht die durch den Song „Kicker Conspiracy“ aufkommende Atmosphäre gestört werden soll.

Voilà:



* Im aktuellen „Rolling Stone“ schreibt Dirk von Lowtzow übrigens eine Kolumne darüber, was Mark E. Smith denn jetzt nun für ihn bzw. den Songtext bedeutet hat. Falls Ihr die Ausgabe nur deshalb kaufen wolltet: lasst es sein. Die „Kolumne“, mit der extra auf dem Cover geworben wird, ist zwei Spalten lang und die schafft man auch mühelos während des Durchblätterns in der Bahnhofsbuchhandlung. Während man auf den Zug zum Spiel in Wattenscheid wartet, beispielsweise.

Für mehr zum Thema, insbesondere zu diesem Song und Video, gibt es hier unter den Lyrics noch viele Hinweise, die für Nichtbriten einiges zum Verständnis des Texts beitragen. Sowie viele Links mit mehr zum Thema, zum Beispiel dieses Interview bei When Saturday Comes. War zum Beispiel bei der WM 1994 bei Bulgarien — Deutschland im Stadion, und überhaupt brachte ihn erst deutscher Fußball Anfang der 1980er zurück zu diesem Thema. Deutscher Fußball Anfang der 1980er Jahre.

Bonuspunkte für jene, welche verraten, in welchem Stadion das Video gedreht wurde.

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Live-Blog zur Gruppen-Auslosung der WM 2018 im Kreml

Gruppe A

A1 Sbornaja
A2 As-suqur al-hadra (Grüne Falken)
A3 Fara‘ina (Die Pharaonen)
A4 La Celeste

Gruppe B

B1 Seleção das Quinas
B2 La Furia Roja
B3 Lions de l‘Atlas
B4 Team Melli

Gruppe C

C1 Les Bleus
C2 Socceroos
C3 La Blanquirroja
C4 Danish Dynamite

Gruppe D

D1 Albiceleste
D2 Strákarnir okkar
D3 Vatreni
D4 Super Eagles

Gruppe E

E1 Seleção
E2 Nati
E3 Los Ticos
E4 Beli Orlovi

Gruppe F

F1 Mannschaft ohne Spitznamen
F2 El Tri
F3 Tre Kronor
F4 Taeguk Warriors

Gruppe G

G1 Rode Duivels/Diables Rouges
G2 Los Canaleros
G3 Les Aigles de Carthage
G4 Three Lions

Gruppe H

H1 Bialo-Czerwoni
H2 Les Lions de la Teranga
H3 Los Cafeteros
H4 Samurai Blue

[16.58] Das häufig vorhandene Losglück hat die Deutschen diesmal verlassen. Mexiko und Schweden sind schon eine Konstellation, an der man auch gut scheitern kann. Insofern stimmt das nicht, was unten steht: dass man ohnehin durchkommt. Aber mit Schweden und Mexiko konnte man ja nicht unbedingt rechnen (jedenfalls nicht in den ca. 57 durchgeführten Probeauslosungen). Dazu mit Südkorea ein Team, das immer mal für eine Abnutzungsschlacht gut ist – soweit jedenfalls das Klischee. Es hätte wirklich deutlich einfacher kommen können, zum Beispiel mit der Prognose Peru, Ägypten und eben Südkorea. Immerhin einen Treffer bei diesem Glücksspiel, würde man jetzt aber doch lieber gerne gegen Saudi-Arabien oder Iran tauschen. Geht aber nicht mehr. Die „deutsche“ Gruppe steht fest und könnte schon ein echtes Zähneausbeißen werden, zumal man zuerst gegen Mexiko und dann gegen Schweden spielt. Da könnte man auch gut und gerne bei nur 2 oder 3 Punkten stehen und hätte den Druck, gegen vielleicht noch weiterkommen könnende Südkoreaner (sofern bis dahin noch existent) gewinnen zu müssen. Natürlich sind ebenso 9 Punkte aus diesen drei Gruppenspielen möglich. Dennoch darf man vor allem eins nicht tun: diese Gegner unterschätzen, nur weil Mexiko ja „noch nie weit gekommen“ (Bela, meinte aber das Viertelfinale) ist oder Schweden sich gegen Italien 90 Minuten nur eingeigelt hat. Aber hier nimmt man es sportlich: besser so als eine Gruppe, bei der man schon vorher einschläft, weil es nur um die Höhe des Sieges geht. Spannend wird aber in jedem Fall, wer neben den Deutschen weiterkommt, sofern diese es doch schaffen, ihrer Favoritenrolle in 2,5 Spielen gerecht zu werden. Tippe da am ehesten auf Schweden, aber da spielt wohl vielleicht auch zu viel Sympathie mit rein.

[16.32] Das Prozedere wird erklärt. Dürfte dem hiesigen Publikum allseits bekannt sein. „The explanation is over“. Gut. Los geht’s schon. Jetzt kommt dann das Tableau nach oben.

[16.30] Jetzt kommt endlich Gary Lineker. Die 15 Minuten bislang waren zumindest alles andere als zäh. Das war früher schon mal schlimmer.

[16.26] Pelé erscheint doch nicht. Erster Lospate ist der Engländer Gordon Banks. Russland hat auch einen Lospaten, obwohl noch nie Weltmeister. 91 Jahre alt. Name nicht verstanden. Shame on me. Für Uruguay ist es Diego Forlan, für Argentinien Diego Maradona. „Sah auch schon mal frischer aus“, ätzt Bela. Dabei sieht Maradona eigentlich ganz gut aus. Für Frankreich kommt Laurent Blanc. Cafu für Brasilien. Carlos Puyol, immer noch ohne Frisur, erfrischend, für Spanien. Fabio Cannavaro, der einzige Italiener, der an der WM – in dieser Form als Lospate – teilnimmt.

[16.23] Bela erwähnt die PK heute morgen, bei der die Dopingvorwürfe zur Sprache kamen. Bela nennt den für das Doping verantwortlich gewesen seienden Witali Mutko zunächst Witali Klitschko. Das ist dieses Phänomen, dass Nachrichtensprecher auch Jahre nach dessen Demission immer noch von Bundeskanzler Kohl, äh Schröder sprachen. Einschlägige Berichterstattung zum Verlauf dieser PK gibt es bei Twitter.

Jetzt ein paar nette Jubilbilder von vorigen WM. Am Ende jubelt die deutsche Mannschaft.

Der Kommentator ist aber immer noch nicht Lineker, sondern ein anderen Mann. Begleitet von einer einigermaßen züchtig gekleideten Frau.

[16.21] Die acht Lospaten werden vorgestellt. Der erste ist Pele. Nicht Wollitz, der aus Brasilien. Die Musik wird melancholischer, aber wohl nicht wegen Pelé. Eher nimmt man wohl schon das Scheitern der Russen bei der WM vorweg. Jetzt geht es doch noch rund. Hat man vielleicht noch schnell was eingeworfen.

[16.19] Okay, jetzt wird doch noch ein bisschen Show gemacht. Russischer Volkstanz. Oder so. Jedenfalls immer noch besser als der Schuhplattler bei der Eröffnung der WM 2006. Was aber auch nicht schwierig ist. „Darf ich mal?“, fragt Bela, als er wohl glaubt, sein Mikro ausgeschaltet zu haben. Was will er wohl gedurft haben wollen?

[16.15] Immerhin verschont uns das ZDF mit dem Showteil. Geht direkt los mit „Miroslava Klose“, wie er auf Russisch von der Moderatorin genannt wird. Gefragt, „how did you like the show?“, antwortet Klose auf Deutsch. Hm. Okay, hat ja auch nie in England gespielt. Klose erwähnt auch das dreimalige Scheitern, 2002, 2006, 2010, was er ja als einziger (?) so erlebt hat, mit der Krönung 2014. Lahm kam doch erst später dazu, nicht wahr?

Außerdem gibt er zu, dass ihm auch sein Torrekord bei der WM tatsächlich etwas bedeutet. Leichten Einschlag ins Pfälzerische. Nach knapp einer Minute ist sein Auftritt aber schon wieder vorbei. Zu Kloses großer Erleichterung offenbar.

[Präludium] Auch wenn „Wetten, dass..?“ nicht mehr existiert: Es gibt sie noch, die Lagerfeuer-Momente in deutschen Landen. Natürlich dann, wenn WM oder EM ist und die Nationalmannschaft spielt – oder die Gruppen für ein solches Turnier ausgelost werden. Heute steht wieder die ganze Nation hinter den Live-Streams und wird den ersten schmerzhaften Moment schon vor Beginn der Auslosung hinnehmen müssen. Miroslav Klose, zur Zeit Trainerhospitant ohne Geschäftsfeld bei der DFB-Elf, wird in seiner Eigenschaft als Weltmeister von 2014 den WM-Pokal an den Ausrichter Russland übergeben. Weltmeister bleibt die deutsche Mannschaft zwar bis zum Abpfiff des Finals der WM 2018 im Olympiastadion Luschniki in Moskau. Den Pokal ist man aber schon mal los. (Wobei man den originalen ohnehin nie länger als ein paar Stunden besaß. Den kassiert die FIFA nach der Verleihung nämlich direkt wieder ein, der Sieger geht mit einem Duplikat nach Hause und foppt auf der Reise durch seine Dörfer und Landstriche mit Menschen darin diese und lässt sie im Glauben, sie sähen das Original.)

Moderieren wird der wohl schlagfertigste Ex-Profi am Twitter, Gary Lineker, dessen Bonmot von den 22 Männern und den 90 Minuten schon 1990 von dieser Schlagfertigkeit kündete. Etwas erstaunt sein darf man dennoch, dass dieser ansonsten kein Blatt vor den Mund nehmende kritische Geist sich vom russischen Fußball vereinnehmen lässt. Steht Russland doch in allen erdenklichen Sportarten unter scharfem Dopingverdacht, so auch im Fußball, wie man sich explizit hier noch mal vor Augen führen kann und auch sollte. Der Thread beginnt schon mit den Worten:

„Absurd, dass Gastgeber Russland dabei ist. Denn noch nie waren die Dopingindizien stärker gegen eine aktive Fußballmannschaft.“

Lineker, eingeladen als Torschützenkönig der WM 1986 und eben jener gewandte Moderator, der er inzwischen ist, wird es sich gut bezahlen lassen, und doch wirft seine Teilnahme einen Schatten auf diese Lichtgestalt der Fußballberichterstattung.

Apropos Schatten: Nichts anderes als das, schwarz nämlich, würden die TV-Zuschauer im Iran zu sehen bekommen, sollte Linekers russische Kollegin Maria Komandnaja aus Sicht der Zensoren des Staatsfernsehen im Iran zu unzüchtig gekleidet sein. Dann würde die Übertragung ausgesetzt, der Bildschirm schwarz. Wäre dies weltweit so, hätte man in Moskau genug Gelegenheit, dem trotz des vermeintlichen Dopings der Nationalmannschaft schwächelnden Team der Russen eine möglichst einfache Gruppe zuzuschanzen. Schließlich soll Russlands Nationalmannschaft nicht wie erstmals 2010 Südafrika als Gastgeber schon in der Vorrunde scheitern. Nicht zuletzt, da man im Eishockey-Land Russland ohnehin mangelnde WM-Begeisterung fürchtet. Im Land allgemein und auf den Rängen, die da doch recht leer bleiben könnten, wenn irgendwo in den Weiten Russlands kurz vor den Toren Sibiriens Neuling Panama gegen den Senegal antritt. Da eine solche Ausblendung des TV-Bildes aber nicht kommen wird, muss man zunächst mal annehmen, dass zumindest bei der Auslosung im Kreml alles mit rechten Dingen zugehen wird. Oder wie die SZ schrieb:

„Noch nie wird eine Entscheidung im Kreml so transparent gefallen sein wie diese WM-Auslosung.“

Hier wird diese Auslosung live begleitet, mit dem kleinen Extra-Service, das bei der Auflistung der insgesamt 8 Gruppen von A bis H direkt die Spitznamen der Nationalmannschaften eingetragen werden. Inzwischen ist so etwas ja eine Aufstellung, an der keine Zeitung online mehr vorbeikommt, die Spitznamen aller WM-Teilnehmer in einem eigenen Beitrag aufzulisten.

Hier schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und präsentiert die Auslosung live und liefert dazu gleich die jeweiligen Spitznamen der 31 Nationalmannschaften, die teilnehmen plus jene eine Mannschaft, welche keinen Spitznamen besitzt, die zufällig amtierender Weltmeister ist. Beim DFB mag man das anders sehen (und im Ausland leider auch), doch hier kann man auf derlei fromme Wünsche keine Rücksicht nehmen und bleibt bei der Realität.

Man darf natürlich gespannt sein, wie die Gruppen nun schließlich aussehen werden. Ohne einen Tipp für die Gruppe der Mannschaft ohne Spitznamen geht es natürlich auch hier nicht. Es wird nicht Gruppe H, welche die einzige wäre, welche eine Partie im ehemaligen Stalingrad nötig oder je nach Sichtweise möglich machte, sondern Gruppe D. Eine Partie im nur 500km von Berlin entfernten Kaliningrad ist übrigens schon vor der Auslosung ausgeschlossen, da die Mannschaft von Jogi Löw als Gruppenkopf gesetzt ist, in Kaliningrad aber keine Partie eines Gruppenkopfes vorgesehen ist.

Gegner in dieser, wie man ganz teutonozentristisch gerne formuliert, „deutschen“ Gruppe werden sein: Peru, Ägypten und Südkorea.

Das klänge immerhin doch ziemlich nach einer _Welt_meisterschaft. Sportlich stellt sich die Frage ohnehin nicht, ob die DFB-Elf die Vorrunde übersteht, selbst für den Fall, dass die „Furia Roja“ in ihre Gruppe gelost würde.

Wer selbst noch seinen Tipp abgeben will, kann das gerne noch in den Kommentaren tun, auch wenn anzunehmen ist, dass das alles längst bei Twitter geschehen ist.

(Anders als früher bei Live-Blogs üblich werden die weiteren Beiträge jetzt nicht oben angefügt werden, sondern hierunter.) Nee, doch oben. Während der Auslosung rutscht dann auch diese Auflistung hier nach oben:

Stand der Dinge bei der WM-Auslosung 2018

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Alle Torschützenkönige in Schweden

Obwohl ein 2. Platz bei der Heim-WM 1958 und ein 3. Platz bei der WM 1994 die einzigen Platzierungen der Nationalmannschaft von Schweden unter den ersten Vieren bei einem großen Turnier waren, darf man das Land durchaus zu jenen zählen, welche zu den Kandidaten hinter den großen Fußballnationen gehören. In guten Jahren gelingt ihnen immer mal wieder sogar das Viertelfinale eines Turniers, während verpasste Qualifikationen für eine WM oder eine EM die Ausnahme darstellen.

Das gilt sogar jetzt, da Zlatan Ibrahimovic seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat. Die nachfolgende Generation ist mal wieder eine der stärkeren und so ist erneut mit guten Erfolgen des schwedischen Fußballs zu rechnen.

Bevor das Bosman-Urteil die Grenzen im europäischen Fußball komplett aufgeweicht hat, war immer mal wieder auch mit Erfolgen der schwedischen Clubs im Europapokal zu rechnen, nicht zuletzt der Hamburger SV weiß davon ein Lied zu singen. 1982 gewann der IFK Göteborg gegen die Hanseaten den UEFA-Cup, 1987 wiederholte er dieses Kunststück gar.

Und auch in der Bundesliga kennt man viele schwedische Spieler, die hier überzeugten. Namen wie Ronnie Hellström, Patrik Andersson, Martin Dahlin oder zuletzt Emil Forsberg dürften allen hiesigen Fußballfreunden ein Begriff sein.

Umso überraschender ist es angesicht dieser vielen Erfolge, wie wenig der Fußball in Schweden an Aufmerksamkeit erhält, und das nicht erst seit dem Bosman-Urteil. Kaum jemanden, der dort Torschützenkönig wurde, kennt man hierzulanden, wenn er eben nicht wie Martin Dahlin, Markus Rosenborg, Marcus Berg oder Niklas Skoog anschließend in die Bundesliga gewechselt ist.

Komplette Liste der Torschützenkönige in Schweden

Deshalb hier einmal für alle Interessierten die komplette Liste der Torschützenkönige der schwedischen ersten Liga, der Allsvenskan:

Saison Spieler Nation Club Tore
1924/25 Filip Johansson Schweden IFK Göteborg 39
1925/26 Carl-Erik Holmberg Schweden Örgryte IS 29
1926/27 Albert Olsson Schweden GAIS 24
1927/28 Carl-Erik Holmberg Schweden Örgryte IS 27
1928/29 Harry Lundahl Schweden Helsingborgs IF 31
1929/30 Harry Lundahl Schweden Helsingborgs IF 26
1930/31 John Nilsson Schweden GAIS 26
1931/32 Carl-Erik Holmberg Schweden Örgryte IS 29
1932/33 Torsten Bunke Schweden Helsingborgs IF 21
1933/34 Sven Jonasson Schweden IF Elfsborg 20
1934/35 Harry Andersson Schweden IK Sleipner 23
1935/36 Sven Jonasson Schweden IF Elfsborg 24
1936/37 Olle Zetherlund Schweden AIK 23
1937/38 Curt Hjelm Schweden IK Sleipner 13
1938/39 Erik Persson Schweden AIK 16
1938/39 Ove Andersson Schweden Malmö FF 16
1938/39 Yngve Lindegren Schweden Örgryte IS 16
1939/40 Anders Pålsson Schweden Helsingborgs IF 17
1940/41 Stig Nyström Schweden IK Brage 17
1941/42 Sven Jacobsson Schweden GAIS 20
1942/43 Gunnar Nordahl Schweden Degerfors IF 16
1943/44 Leif Larsson Schweden IFK Göteborg 19
1944/45 Gunnar Nordahl Schweden IFK Norrköping 27
1945/46 Gunnar Nordahl Schweden IFK Norrköping 25
1946/47 Gunnar Gren Schweden IFK Göteborg 18
1947/48 Gunnar Nordahl Schweden IFK Norrköping 18
1948/49 Carl-Johan Franck Schweden Helsingborgs IF 19
1949/50 Ingvar Rydell Schweden Malmö FF 22
1950/51 Hasse Jeppson Schweden Djurgårdens IF 17
1951/52 Karl-Alfred Jacobsson Schweden GAIS 17
1952/53 Karl-Alfred Jacobsson Schweden GAIS 24
1953/54 Karl-Alfred Jacobsson Schweden GAIS 21
1954/55 Kurt Hamrin Schweden AIK 22
1955/56 Sylve Bengtsson Schweden Halmstads BK 22
1956/57 Harry Bild Schweden IFK Norrköping 19
1957/58 Bertil Johansson Schweden IFK Göteborg 27
1957/58 Henry Källgren Schweden IFK Norrköping 27
1959 Rune Börjesson Schweden Örgryte IS 21
1960 Rune Börjesson Schweden Örgryte IS 24
1961 Bertil Johansson Schweden IFK Göteborg 20
1962 Leif Skiöld Schweden Djurgårdens IF 21
1963 Lars Heineman Schweden Degerfors IF 17
1963 Bo Larsson Schweden Malmö FF 17
1964 Krister Granbom Schweden Helsingborgs IF 22
1965 Bo Larsson Schweden Malmö FF 28
1966 Ove Kindvall Schweden IFK Norrköping 20
1967 Dag Szepanski Schweden Malmö FF 22
1968 Ove Eklund Schweden Åtvidabergs FF 16
1969 Reine Almqvist Schweden IFK Göteborg 16
1970 Bo Larsson Schweden Malmö FF 16
1971 Roland Sandberg Schweden Åtvidabergs FF 17
1972 Ralf Edström Schweden Åtvidabergs FF 16
1972 Roland Sandberg Schweden Åtvidabergs FF 16
1973 Jan Mattsson Schweden Östers IF 20
1974 Jan Mattsson Schweden Östers IF 22
1975 Jan Mattsson Schweden Östers IF 31
1976 Rutger Backe Schweden Halmstads BK 21
1977 Reine Almqvist Schweden IFK Göteborg 15
1977 Mats Aronsson Schweden Landskrona BoIS 15
1978 Tommy Berggren Schweden Djurgårdens IF 19
1979 Mats Werner Schweden Hammarby IF 14
1980 Billy Ohlsson Schweden Hammarby IF 19
1981 Torbjörn Nilsson Schweden IFK Göteborg 20
1982 Dan Corneliusson Schweden IFK Göteborg 12
1983 Thomas Ahlström Schweden IF Elfsborg 16
1984 Billy Ohlsson Schweden Hammarby IF 14
1985 Sören Börjesson Schweden Örgryte IS 10
1985 Peter Karlsson Schweden Kalmar FF 10
1985 Billy Lansdowne England Kalmar FF 10
1986 Johnny Ekström Schweden IFK Göteborg 13
1987 Lasse Larsson Schweden Malmö FF 19
1988 Martin Dahlin Schweden Malmö FF 17
1989 Jan Hellström Schweden IFK Norrköping 16
1990 Kaj Eskelinen Schweden IFK Göteborg 10
1991 Kennet Andersson Schweden IFK Göteborg 13
1992 Hans Eklund Schweden Östers IF 16
1993 Henrik Bertilsson Schweden Halmstads BK 18
1993 Mats Lilienberg Schweden Trelleborgs FF 18
1994 Niclas Kindvall Schweden IFK Norrköping 23
1995 Niklas Skoog Schweden Västra Frölunda IF 17
1996 Andreas Andersson Schweden IFK Göteborg 19
1997 Mats Lilienberg Schweden Halmstads BK 14
1997 Christer Mattiasson Schweden IF Elfsborg 14
1997 Dan Sahlin Schweden Örebro SK 14
1998 Arild Stavrum Norwegen Helsingborgs IF 18
1999 Marcus Allbäck Schweden Örgryte IS 15
2000 Fredrik Berglund Schweden IF Elfsborg 18
2001 Stefan Selakovic Schweden Halmstads BK 15
2002 Peter Ijeh Nigeria Malmö FF 24
2003 Niklas Skoog Schweden Malmö FF 22
2004 Markus Rosenberg Schweden Halmstads BK 14
2005 Gunnar Heiðar Þorvaldsson Island Halmstads BK 16
2006 Ari da Silva Ferreira Brasilien Kalmar FF 15
2007 Marcus Berg Schweden IFK Göteborg 14
2007 Razak Omotoyossi Benin Helsingborgs IF 14
2008 Patrik Ingelsten Schweden Kalmar FF 19
2009 Tobias Hysén Schweden IFK Göteborg 18
2009 Wanderson do Carmo Brasilien GAIS 18
2010 Alexander Gerndt Schweden Helsingborgs IF/Gefle IF 20
2011 Mathias Ranégie Schweden BK Häcken/Malmö FF 21
2012 Abdul Majeed Waris Ghana BK Häcken 23
2013 Imad Khalili Palästina IFK Norrköping/Helsingborgs IF 15
2014 Lasse Vibe Dänemark IFK Göteborg 23
2015 Emir Kujovic Schweden IFK Norrköping 21

Wie man sieht, gab es eine Phase, in der in Schwedens erster Liga extrem wenig Tore fielen. Der Minusrekord wurde u. a. 1990 von Kaj Eskelinen aufgestellt, der mit nur 10 (!) Treffern Torschützenkönig der Allsvenskan wurde. Zuvor waren schon drei andere Spieler mit diesem Wert Erster geworden. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Allsvenskan damals nur aus 12 Teams bestand und es somit nur 22 Partien für jeden Club in einer Saison gab, ist das ein extrem niedriger Wert.

Häufigste Torschützenkönige in Schweden

Aufgeführt sind alle Spieler, die mehr als 1x Torschützenkönig in Schweden wurden. Das sind nicht wenige, allerdings gelang es nur Gunnar Nordahl, mehr als 2 oder 3x Torschützenkönig in Schweden zu werden.

  1. Gunnar Nordahl, 4x
  2. Carl-Erik Holmberg, 3x
  3. Karl-Alfred Jacobsson, 3x
  4. Bo Larsson, 3x
  5. Jan Mattsson, 3x
  6. Reine Almqvist, 2x
  7. Rune Börjesson, 2x
  8. Sven Jonasson, 2x
  9. Mats Lilienberg, 2x
  10. Harry Lundahl, 2x
  11. Billy Ohlsson, 2x
  12. Roland Sandberg, 2x
  13. Niklas Skoog, 2x

Echtes Plus bei den schwedischen Torschützenkönigen

Gerade weil so wenige Torschützenkönige in Schwedens Allsvenskan ihren Titel verteidigen oder dieses Kunststück überhaupt im Laufe ihrer Karriere wiederholen können, lohnt es sich hier immer mal wieder, den einen oder anderen Tipp zu wagen, wer denn in der jeweils aktuellen Saison diese Krone für sich beanspruchen kann. Natürlich schwierig zu beantworten, wird ein solcher Tipp aber mit guten Quoten belohnt. Wenn man das für zu waghalsig hält, kann man sein Glück natürlich auch beim Supergaminator versuchen. Da kommt es überhaupt nicht auf Fachwissen oder -kenntnis an, hier kann man einfach versuche, das über den Gutschein bereitgestellte Geld dieses im Casino zu vermehren.

Auch dort hat man natürlich viele Möglichkeiten, doch gilt das wie die ganzen Daten auf dieser Seite gezeigt haben, nicht zuletzt für die Frage nach dem jährlichen Torschützenkönig in der Allsvenskan. Funfact zum Abschluss: Obwohl er in fast jeder Liga, in der er aktiv war, Torschützenkönig wurde, war Superstar Zlatan Ibrahimovic noch nie Torschützenkönig in der Allsvenskan. Bei seinem Fitnesszustand ist es aber durchaus möglich, dass er das noch in ein paar Jahren nachholt.

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Alle Torschützenkönige in Schottland

Auch in Schottland hat man, durchaus in Analogie zum Fußball in England, in den 1990er Jahren eine Neugründung und damit auch Ausgliederung der obersten Spielklassen vorgenommen. Und wie es der Zufall so will, hat man die nun neu gegründete erste Liga in Schottland auch „Premier League“ getauft, nur eben mit dem Zusatz „Scottish“, um sie von der englischen Premier League unterscheidbarer zu machen.

Wobei dieser Griff zum zusätzlichen Distinktionsmittel vielleicht gar nicht nötig wäre, denn anders als in England wird die Liga völlig von nur zwei Clubs beherrscht: von Celtic und den Rangers. Und auch wenn letztere nach einem Zwangsabstieg zuletzt einige Saisons fehlten. Meister wurde seit Einführung der Scottish Premier League kein anderer Club als einer von diesen beiden.

Abwechslung bringt da schon eher der Blick auf die jeweiligen Torschützenkönige einer Saison, denn zumindest hier gab es Ausnahmen von der Regel, dass im schottischen Fußball alle Preise stets nach Glasgow gehen, nach Celtic eben oder zu den Rangers.

Um sich das zu vergegenwärtigen, hilft ein Blick auf die konkrete Liste derjenigen Spieler, die innerhalb einer Saison am häufigsten in die Tore der höchsten schottischen Spielklasse im Fußball trafen.

Liste aller Torschützenkönige in der Scottish Premier League

Saison Spieler Nation Club Tore
1998/99 Henrik Larsson Schweden Celtic Glasgow 29
1999/2000 Mark Viduka Australien Celtic Glasgow 25
2000/01 Henrik Larsson Schweden Celtic Glasgow 35
2001/02 Henrik Larsson Schweden Celtic Glasgow 29
2002/03 Henrik Larsson Schweden Celtic Glasgow 28
2003/04 Henrik Larsson Schweden Celtic Glasgow 30
2004/05 John Hartson Wales Celtic Glasgow 25
2005/06 Kris Boyd Schottland Glasgow Rangers 32
2006/07 Kris Boyd Schottland Glasgow Rangers 20
2007/08 Scott McDonald Australien Celtic Glasgow 25
2008/09 Kris Boyd Schottland Glasgow Rangers 27
2009/10 Kris Boyd Schottland Glasgow Rangers 23
2010/11 Kenny Miller Schottland Glasgow Rangers 21
2011/12 Gary Hooper England Celtic Glasgow 24
2012/13 Michael Higdon England FC Motherwell 26
2013/14 Kris Commons Schottland Celtic Glasgow 27
2014/15 Adam Rooney Irland FC Aberdeen 18

Unschwer zu erkennen, gab es auch hier zunächst nach der Neugründung der Scottish Premiere League kaum Ablenkung. In 5 der ersten 6 Saisons war es der Schwede Henrik Larsson, der ein ums andere Mal die Konkurrenz in Bezug auf die Zahl der erzielten Tore deklassierte.

Meiste Titel als Torschützenkönig in Schottland

Insgesamt ergibt sich in der noch kurzen Historie der neuen Premier League das folgende Bild:

  1. Henrik Larsson 5x
  2. Kris Boyd 4x
  3. Michael Higdon 1x
  4. Gary Hooper 1x
  5. Kris Commons 1x
  6. John Hartson 1x
  7. Kenny Miller 1x
  8. Mark Viduka 1x
  9. Scott McDonald 1x

Unschwer zu erkennen, gab es bilang überhaupt erst 2 Spieler, die mehr als 1x Torschützenkönig in Schottland wurden. Ein völlig konträres Bild also zu den in den letzten Jahren errungenen Meisterschaften in Schottland. Das führt dann alle Freunde von Sportwetten automatisch zu folgender Frage:

Lohnen sich Wetten auf die Torschützenkönige der Scottish Premier League?

Die gute Nachricht lautet: neuerdings wieder ja. Denn die Zeiten, in denen ausnahmslos ein Spieler aus Glasgow überhaupt Chancen hätte, diesen inoffiziellen Titel zu gewinnen, scheinen vorbei zu sein. Die Phalanx ist durchbrochen. Das wiederum bedeutet auch: bessere Quoten auch für die Topspieler von Celtic und Glasgow. Wer also nicht auf den Meister, sondern auf den Torschützenkönig in Schottland wetten will, der kann mit diesem Thema ähnlich viel Spaß haben, wie es Casino Spiele im Internet ebenso ermöglichen. Die Frage nach dem Torschützenkönig ist jedenfalls deutlich spannender als die nach dem Meister in der Scottish Premier League.

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Alle Schiedsrichter der EM 2016

Für die EM 2016 wurden 18 Schiedsrichter samt ihrer jeweiligen Assistenten nominiert. Hinzu kommen einige Ersatzschiedsrichter, die hier nicht aufgelistet sind. Im Folgenden also die Liste mit jenen 18 Glücklichen, welche bei der EM 2016 in Frankreich einige Partien leiten dürfen.

Einer von ihnen wird zudem das Glück haben, als Schiedsrichter eines EM-Finals in die Annalen des Fußballs einzugehen. Wer das sein wird, wird aber wie üblich erst im Verlaufe des Turniers entschieden werden.

Unter den Auserwählten befinden sich auch Schiedsrichter aus Ländern, die sich nicht für die EM qualifiziert haben, wie beispielsweise die Niederlande, Serbien oder Norwegen. Anders als bei der WM gibt es bei einer EM keine Proporz-Regelung, sodass die besten Schiedsrichter Europas auf dem Platz sein werden. Im folgenden also die komplette Liste der Schiedsrichter für das Turnier in Frankreich.

Liste der Schiedsrichter der EM 2016

Name Geburtsdatum Land
Martin Atkinson 31.03.1971 England
Felix Brych 03.08.1975 Deutschland
Cüneyt Cakir 23.11.1976 Türkei
Mark Clattenburg 13.03.1975 England
William Collum 18.01.1979 Schottland
Jonas Eriksson 28.03.1974 Schweden
Ovidiu Hategan 14.07.1980 Rumänien
Sergej Karasew 12.06.1979 Russland
Viktor Kassai 10.09.1975 Ungarn
Pavel Kralovec 16.08.1977 Tschechien
Björn Kuipers 28.03.1973 Niederlande
Szymon Marciniak 07.01.1981 Polen
Milorad Mazic 23.03.1973 Serbien
Svein Moen 22.01.1979 Norwegen
Nicola Rizzoli 05.10.1971 Italien
Damir Skomina 05.08.1976 Slowenien
Clement Turpin 16.05.1982 Frankreich
Carlos Velasco Carballo 16.03.1971 Spanien

Vor dem Turnier in Frankreich hat das Regelboard übrigens einige Änderungen beschlossen, die größtenteils nur der Verkürzung der Regeln dienen. Allerdings gibt es auch zwei, drei Neuigkeiten, die tatsächlich einen großen Einfluss auf das Spiel haben werden. So fällt z. B. die sogenannte Dreifachbestrafung dann weg, wenn der Verteidiger wirklich versuchte, den Ball zu spielen oder zu klären. Genaueres dazu im folgenden Abschnitt.

Wichtige Änderungen, die die Schiedsrichter umsetzen müssen

Der Kicker listet alle Änderungen bei den Regeln vor diesem Turnier auf. Einige Kleinigkeiten wurden geändert, aber auch einige entscheidende Dinge. Die wichtigsten hier im Überblick:

  • bei einem Foul im Strafraum, das zu einem Strafstoß führt, gibt es eine Rote Karte nur noch dann, wenn der Angriff des Verteidigers nicht im Kampf um den Ball geschah
  • der Ball darf beim Anstoß nun auch nach hinten gespielt werden
  • wenn ein Spieler durch ein Foul verletzt wird, das zu einer Karte für den Foulenden führt, muss er nicht mehr außerhalb des Spielfeldes behandelt werden
  • bei Fouls außerhalb des Spielfeldes gibt es nun einen Freistoß auf der Linie des Feldes, bislang gab es danach Schiedsrichterball
Wer wird Finalschiedsrichter?

Spannend ist bei einem großen Turnier natürlich auch immer die Frage, wer das Finale leiten darf. Wahrlich – auch aus Sicht von Nichtschiedsrichtern – eine besondere Ehre. Aus deutscher Sicht hofft man natürlich stets, dass es keinen deutschen Schiedsrichter im Finale geben wird. Das wäre schließlich nur dann möglich, wenn die deutsche Nationalmannschaft das Finale nicht erreicht.

Bei einer EM gab es bislang nur einen deutschen Schiedsrichter in einem Finale. Zufällig auch das einzige Mal, als ein deutscher Trainer die Europameisterschaft gewann, aber nicht mit der deutschen Mannschaft.

Bei der EM 2004 pfiff Dr. Markus Merk die Partie zwischen Griechenland und Gastgeber Portugal, die die Griechen unter Otto Rehhagel zum Europameister machte.

Heißer Kandidat ist Mark Clattenburg, der schon das CL-Finale leitete und allgemein sehr geschätzt wird. Ebenfalls als sehr gut eingeschätzt wird Cüneyt Cakir aus der Türkei, der in seinem gesamten Auftreten samt Körpersprache überzeugt.

Dazu bleibt natürlich die Frage, welche beiden Mannschaften überhaupt das Finale bestreiten werden. Wer dazu eine Ahnung hat und auch schon zum Verlauf des gesamten Turnier, der kann sich vielleicht hier mit dem einen oder anderen Tipp zur EM 2016 versuchen.

Schiedsrichter aus Deutschland ist wie schon bei der WM 2014 Dr. Felix Brych, obwohl er in der abgelaufenen Bundesliga-Saison auch viele Kritiker hatte. Die Gremien sind aber weiterhin von ihm überzeugt. Alle deutschen Fans hoffen aber natürlich – siehe oben – dass Brych das Finale nicht leiten wird.

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Alle Fußballer des Jahres der CONCACAF

Kaum zu glauben, aber wahr: Ausgerechnet im CONCACAF existiert eine Wahl zum „Fußballer des Jahres“ schon am längsten von allen Konföderationen. Dabei würde man nicht gerade Nordamerika – Mittelamerika schon eher – als Wiege des Fußballs bezeichnen. Doch es gab auch damals schon, 1916, Clubfußball in den USA und so stammen die ersten Gewinner dieser Wahl allesamt aus den Vereinigten Staaten. Heutzutage ist die Regelung dergestalt, dass ein Spieler entweder im Bereich der CONCACAF tätig ist oder irgendwo sonst auf der Welt spielt, aber aus einem der Mitgliedsländer des CONCACAF stammt. So kommt es zustande, dass einerseits der deutsche Weltmeister und spätere US-Legionär Franz Beckenbauer schon mal „Fußballer des Jahres“ der CONCACAF war, andererseits Spieler von Hansa Rostock oder des VfB Stuttgart diese Wahl für sich entscheiden konnten.

Hier der Blick auf die gesamte, inzwischen über 100 Spieler umfassende Liste der Fußballer des Jahres der CONCACAF.

Liste der Fußballer des Jahres der CONCACAF

Jahr Spieler Nation Verein
1916 Thomas Swords USA Fall River Rovers
1917 Thomas Swords USA Fall River Rovers
1918 Harry Ratican USA Bethlehem Steel F.C.
1919 Jock Ferguson USA Bethlehem Steel F.C.
1920 Jimmy Dunn USA Ben Millers
1921 Harold Brittan England Philadelphia Field Club
1922 Harold Brittan England Philadelphia Field Club
1923 Tommy Fleming Schottland J&P Coats
1924 Archie Stark USA Bethlehem Steel F.C.
1925 Archie Stark USA Bethlehem Steel F.C.
1926 James White Schottland Fall River Marksmen
1927 Davie Brown USA New York Giants
1928 Barney Battles USA Boston Wonder Workers
1929 James White Schottland Fall River Marksmen
1930 Bertram Patenaude USA Fall River Marksmen
1931 Billy Gonsalves USA New York Yankees
1932 Bertram Patenaude USA New York Giants
1933 Billy Gonsalves USA Stix, Baer and Fuller F.C.
1934 Aldo Donelli USA Curry Silver Tops
1935 Hilario López Mexiko Necaxa
1936 Joe Kennaway Kanada Celtic Glasgow
1937 Joe Kennaway Kanada Celtic Glasgow
1938 Joe Kennaway Kanada Celtic Glasgow
1939 Bertram Patenaude USA Philadelphia Passon
1940 Charley Ernst USA Baltimore FC
1941 Martí Ventolrà Spanien Atlante
1942 Rafael Meza Costa Rica Moctezuma
1943 Manuel Alonso Mexiko Marte
1944 Billy Gonsalves USA Brooklyn Hispano
1945 Roberto Aballay Argentinien Asturias
1946 Isidro Lángara Spanien España
1947 Adalberto López Mexiko León FC
1948 Adalberto López Mexiko León FC
1949 Adalberto López Mexiko León FC
1950 Frank Borghi USA St. Louis Simpkins-Ford
1951 Jack Cowan Kanada FC Dundee
1952 Alex Sánchez Cruz Costa Rica Saprissa
1953 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1954 José Luis Lamadrid Mexiko Necaxa
1955 Julio Palleiro Uruguay Necaxa
1956 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1957 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1958 Carlos Lara Argentinien CD Zacatepec
1959 Errol Crossan Kanada Norwich City
1960 Salvador Reyes Mexiko CD Guadalajara
1961 Antonio Carbajal Mexiko León FC
1962 Salvador Reyes Mexiko CD Guadalajara
1963 Amaury Epaminondas Brasilien Oro
1964 José Cardona Honduras Atlético Madrid
1965 José Cardona Honduras Atlético Madrid
1966 José Alves Brasilien América
1967 Amaury Epaminondas Brasilien Deportivo Toluca
1968 Fernando Hernández Costa Rica Saprissa
1969 Gustavo Peña Mexiko Cruz Azul
1970 Ignacio Calderón Mexiko CD Guadalajara
1971 Enrique Borja Mexiko América
1972 Horacio López Salgado Mexiko Cruz Azul
1973 Javier Guzmán Mexiko Cruz Azul
1974 Emmanuel Sanon Haiti Don Bosco FC
1975 Evanivaldo Castro Brasilien UNAM Pumas
1976 Pelé Brasilien New York Cosmos
1977 Franz Beckenbauer Deutschland New York Cosmos
1978 Cristóbal Ortega Mexiko América
1979 Bob Lenarduzzi Kanada Vancouver Whitecaps
1980 Giorgio Chinaglia Italien New York Cosmos
1981 Jorge González El Salvador CD FAS
1982 Gilberto Yearwood Honduras Real Valladolid
1983 Victor Moreland Nordirland Tulsa Roughnecks
1984 Rock Davis USA New York Cosmos
1985 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1986 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1987 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1988 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1989 Paul Caligiuri USA Hansa Rostock
1990 Hugo Sánchez Mexiko Real Madrid
1991 Hugo Perez USA Örgryte IS
1992 Claudio Suárez Mexiko UNAM Pumas
1993 Luis Roberto Alves Mexiko Necaxa
1994 Tab Ramos USA Betis Sevilla
1995 Alexi Lalas USA Calcio Padova
1996 Marco Etcheverry Bolivien D.C. United
1997 Carlos Hermosillo Mexiko Cruz Azul
1998 Luis Hernández Mexiko Necaxa
1999 Dwight Yorke Trinidad und Tobago Manchester United
2000 Rafael Márquez Mexiko AS Monaco
2001 Paolo Wanchope Costa Rica Manchester City
2002 Brad Friedel USA Blackburn Rovers
2003 Landon Donovan USA San José Earthquakes
2004 Roberto Brown Panama Sheriff Tiraspol
2005 Kasey Keller USA Borussia Mönchengladbach
2006 Oswaldo Sánchez Mexiko CD Guadalajara
2007 Pável Pardo Mexiko VfB Stuttgart
2008 Guillermo Barros Schelotto Argentinien Columbus Crew
2009 Landon Donovan USA Los Angeles Galaxy
2010 Landon Donovan USA Los Angeles Galaxy
2011 Chicharito Mexiko Manchester United
2012 Oribe Peralta Mexiko Santos Laguna
2013 Oribe Peralta Mexiko Santos Laguna
2014 Keylor Navas Costa Rica Real Madrid
2015 Chicharito Mexiko Bayer 04 Leverkusen

Allgemein interessiert man sich in Europa immer noch wenig für den amerikanischen Fußball und wenn, dann meist eher für den südamerikanischen. Anders sieht das natürlich aus, wenn Spieler aus dem Bereich der CONCACAF in Europa tätig ist. Was zwar immer häufiger wird, aber zumindest für die Bundesliga abgesehen von Spielern aus Mexiko oder dann und wann aus den USA immer noch selten der Fall ist.

Dabei ist der Fußball in Nord- und Mittelamerika nicht nur für Freunde von Sportwetten oder anderen Online-Games interessant. Natürlich kann man sein Glück bei Wetten auf die Spielausgänge der MLS versuchen oder mit diesem Gutschein für Onlinespiele gleich unabhängig davon online spielen. Doch die einzelnen Ligen bieten auch so alles, was das Fußballerherz begehrt, sieht man vielleicht von den großen Zuschauerzahlen in Mitteleuropa ab.

Und wie die Liste oben zeigt, sind auch immer wieder interessante Spieler in dieser Region tätig. Heutzutage, aber auch vor fast 100 Jahren schon. Bester Spieler aller Zeiten aus der CONCACAF, nimmt man diese Auszeichnung zugrunde, ist dann aber doch wieder jemand aus Mexiko, das auch ansonsten die führende Kraft in dieser Konföderation darstellt.

Häufigste Sieger der Wahl zum Fußballer des Jahres der CONCACAF

Die folgende Liste zeigt noch die vergleichsweise wenigen Menschen, die diese Wahl mehrfach gewinnen konnten. Rekordhalter ist Hugo Sanchez mit 5 Auszeichnungen.

Spieler Nation Häufigkeit
Hugo Sanchez Mexiko 5x
Landon Donovan USA 3x
Billy Gonsalves USA 3x
Bertram Petenaude USA 3x
Joe Kenneway Kanada 3x
Jose Cadona Honduras 2x
Amaury Epaminondas Brasilien 2x
Harold Brittan England 2x
James White Schottland 2x
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Alle Sieger des englischen Ligapokals

Der englische League Cup ist nur der kleine Bruder des FA-Cups und wird sowohl von der Öffentlichkeit als auch von den teilnehmenden Teams selbst etwas stiefmütterlich behandelt. Dabei erhält sein Gewinner seit geraumer Zeit einen Startplatz in der Europa League bzw. früher im UEFA-Pokal. Versuche der englischen Clubs, diese Regelung zu ändern und diesen Startplatz in der Premier League zu vergeben, scheiterten zuletzt.

Am League Cup dürfen nur die 92 Teams der Football League (also der 2. bis 4. englischen Liga) und der Premier League teilnehmen. Mit Ausnahme des Halbfinals finden alle Spiele als einfache Partie statt, im Halbfinale werden die beiden Teilnehmer des Finals jedoch via Hin- und Rückspiel ermittelt. Das Finale findet wie so viele Finals im englischen Fußball im Wembleystadion statt.

Eingeführt wurde der Wettbewerb erst 1960, ist also keiner dieser uralten historischen Wettbewerbe wie der FA-Cup. Somit gibt es eine noch überschaubare Zahl an Gewinnern des Ligapokals.

Liste aller Gewinner pro Jahr

Jahr Sieger
1961 Aston Villa
1962 Norwich City
1963 Birmingham City
1964 Leicester City
1965 FC Chelsea
1966 West Bromwich Albion
1967 Queens Park Rangers
1968 Leeds United
1969 Swindon Town
1970 Manchester City
1971 Tottenham Hotspur
1972 Stoke City
1973 Tottenham Hotspur
1974 Wolverhampton Wanderers
1975 Aston Villa
1976 Manchester City
1977 Aston Villa
1978 Nottingham Forest
1979 Nottingham Forest
1980 Wolverhampton Wanderers
1981 FC Liverpool
1982 FC Liverpool
1983 FC Liverpool
1984 FC Liverpool
1985 Norwich City
1986 Oxford United
1987 FC Arsenal
1988 Luton Town
1989 Nottingham Forest
1990 Nottingham Forest
1991 Sheffield Wednesday
1992 Manchester United
1993 FC Arsenal
1994 Aston Villa
1995 FC Liverpool
1996 Aston Villa
1997 Leicester City
1998 FC Chelsea
1999 Tottenham Hotspur
2000 Leicester City
2001 FC Liverpool
2002 Blackburn Rovers
2003 FC Liverpool
2004 FC Middlesbrough
2005 FC Chelsea
2006 Manchester United
2007 FC Chelsea
2008 Tottenham Hotspur
2009 Manchester United
2010 Manchester United
2011 Birmingham City
2012 FC Liverpool
2013 Swansea City
2014 Manchester City
2015 FC Chelsea
2016 -

Aufgrund des Umstands, dass die Clubs den Wettbewerb so relativ geringschätzen, setzen sie übrigens – insbesondere in den frühen Runden des Pokals – oft nur bessere Zweitmannschaften ein. Die Spieler, die sonst auf der Bank sitzen, kommen zu ihren Einsätzen. Weshalb die Ausgänge auch von Buchmachern oft nur schwer einzuschätzen sind. Da spielen namhafte Teams gegen vermeintliche Underdogs, doch die bewegen sich plötzlich auf Augenhöhe. Besonders reizvoll also für all jene Freunde des Wettens, die sich zum Beispiel bei ComeOn mit dem Ligapokal und dessen Ausgängen beschäftigen wollen.

Dass im Ligapokal auch kleinere Clubs wegen der oben geschilderten Einstellung der Großen eine gute Chance haben, weit zu kommen, zeigt auch die komplette Liste aller Gewinner des Ligapokals, sortiert nach Häufigkeit.

Häufigkeit der gewonnenen Titel pro Club

Club Titel
FC Liverpool 8
Aston Villa 5
FC Chelsea 5
Manchester United 4
Tottenham Hotspur 4
Nottingham Forest 4
Leicester City 3
Manchester City 3
FC Arsenal 2
Norwich City 2
Birmingham City 2
Wolverhampton Wanderers 2
Blackburn Rovers 1
Leeds United 1
Luton Town 1
FC Middlesbrough 1
Oxford United 1
Queens Park Rangers 1
Sheffield Wednesday 1
Stoke City 1
Swansea City 1
Swindon Town 1
West Bromwich Albion 1

Gegründet wurde der Ligapokal übrigens noch unter seiner reinen Bezeichnung „League Cup“, ab 1982 trug er dann wechselnde Sponsorennamen als Zusatz. Der erste war tatsächlich „Milk Cup“, der heutige lautet „Capital One Cup“. Kein Sponsoren-, sondern ein Spottname ist allerdings die Bezeichnung „Mickey Mouse Cup“, mit dem man im englischen Fußball gerne die geringe Wertigkeit des League Cups zum Ausdruck bringt.

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Update! „Tor des Jahres“ — alle auf einen Klick-Blick

[Update Nr xy] Marcel Risse 2016 mit einem überaus sehenswerten Freistoßtor, Lukas Podolski 2017. Nils Petersen mit schönem Weitschuss 2018.

[Update Januar 2016] Das Tor des Jahres 2015 erzielte Carsten Kammlott. Das wird hier extra noch mal erwähnt, weil man sich den dazugehörigen Beitrag der Sportschau ruhig geben sollte, sofern man sehen möchte, wie ein Profi der 3. Liga so lebt. Jeden Sonntag bei den Eltern zum Essen (wobei das der eine oder andere Weltmeister ja ebenso pflegen soll) und derlei mehr. Nicht prickelnd, aber erhellend. Und das Tor an sich natürlich: hier der Beitrag (der obere), sicher nicht lange online. (Außerdem erfährt man so, dass Reinhold Beckmann immer noch die Sportschau macht. Dachte, der spielt jetzt Gitarre.) Und für die Jüngeren vielleicht interessant, dass dieses Tor einen weltbekannten Vorfahren hatte. Das Tor, nicht Kammlott.

[Update April 2013] Dass ein Schwede mit bosnischen Wurzeln in einem Freundschaftsspiel in Schweden gegen England das Tor des Jahres in Deutschland erzielen kann, bleibt eines dieser Geheimnisse des professionellen Sportjournalismus. Ein fantastisches Tor erzielte Ibrahimovic mit seinem Fallrückzieher natürlich unbestritten, aber die Frage, was das bei den deutschen Toren des Jahres zu suchen hat, bleibt offen — vielleicht mal bei der Sportschau nachfragen.

[Update 29. Januar 2012] Heute gibt es dann den Neuzugang für 2012 2011: Señor Raúl. Ein schön anzusehender Lupfer beim hohen Sieg gegen den 1. FC Köln. Was der FC Schalke übrigens auch ohne Raúl schafft, wie gestern gesehen.

[Update 24. Januar 2011]

Ein Schuss aus 60 Metern. Kreativ. Gab es erst seit 2007 nicht mehr.

[Update 7. April 2009]

Ich hab dann mal eine nur wenig Voraussicht benötigende Änderung vorgenommen, siehe Ende der Liste. Sollte ich mich getäuscht haben, werde ich mich damit bestrafen, selbst so ein Tor wie das von Grafite erzielen zu müssen und es so lange zu versuchen, bis es klappt — allerdings ohne Gegenspieler. Schwer genug.

Aber ich werde mich ohnehin nicht täuschen.

Und wie profan Ballacks Tor von 2008 plötzlich wirkt …

Aus aktuellem Anlass, da Diego mit seinem Tor aus 60m Entfernung gegen Alemannia Aachen gerade Tor des Monats wurde, ein Überblick über die bisherigen Schützen des „Tor des Jahres“ seit der Einführung dieser Wahl im Jahr 1971.

1971 Ulrik Le Fevre
1972 Günter Netzer und Gerd Müller
1973 Günter Netzer
1974 Erwin Kostedde
1975 Klaus Fischer
1976 Gerd Müller
1977 Klaus Fischer
1978 Rainer Bonhof
1979 Harald Nickel
1980 Karl-Heinz Rummenigge
1981 Karl-Heinz Rummenigge
1982 Klaus Fischer
1983 Jürgen Wilhelm
1984 Daniel Simmes
1985 Pierre Littbarski
1986 Stefan Kohn
1987 Jürgen Klinsmann
1988 Jürgen Wegmann
1989 Klaus Augenthaler
1990 Lothar Matthäus
1991 Andreas Müller
1992 Lothar Matthäus
1993 Augustine „Jay-Jay“ Okocha
1994 Bernd Schuster
1995 Jean-Pierre Papin
1996 Oliver Bierhoff
1997 Lars Ricken
1998 Olaf Marschall
1999 Giovane Elber
2000 Alex Alves
2001 Kurt Meyer
2002 Benjamin Lauth
2003 Nia Künzer
2004 Klemen Lavric
2005 Kasper Bögelund
2006 Oliver Neuville
2007 Diego
2008 Michael Ballack
2009 Grafite
2010 Michael Stahl
2011 Raúl
2012 Zlatan Ibrahimovic
2013 Raúl und Julian Draxler
2014 Mario Götze
2015 Carsten Kammlott
2016 Marcel Risse
2017 Lukas Podolski
2018 Nils Petersen
2019 Marcel Hartel

Mit Nia Künzer immerhin schon eine Frau als Gewinnerin dabei, sowie mit Jürgen Wilhelm und dem damals 80-jährigen Kurt Meyer auch zwei Amateure. Rekordsieger bleibt Klaus Fischer mit 3 Toren, vor Günter Netzer, Gerd Müller, Lothar Matthäus und Karl-Heinz Rummenigge mit je 2 Toren des Jahres.

In den meisten Fällen braucht man nur auf die Jahreszahl und den Namen zu schauen, schon ist klar, welches Tor es gewesen sein muss. Beispiele:

Lothar Matthäus 1990
Nia Künzer 2003
Lars Ricken 1997
Klaus Fischer 1982
Oliver Bierhoff 1996

Was an dem wurschtigen, glücklich abgefälschten, kraftlosen, unplatzierten Torschuss Bierhoffs von 1996, der dem armen tschechischen Torhüter durch die plötzlich nur noch mit der Konsistenz unaufgeblasener Luftballons funktionierenden Hände glitt, Tor-des-Jahres-würdig gewesen sein soll (außer eben seiner Wirkung), wird sich uns nie erschließen. Klaus Fischers Tor von 1982 begeistert da schon eher, so wie alle seine Tore des Jahres es vermögen.

Ich persönlich hätte auch diesmal eher auf Christoph Preuß‘ Fallrückzieher gesetzt als auf diese dann doch irgendwie gar nicht so schwierigen Tore der Marke Augenthaler 1989, Alves 2000 oder eben Diego 2007, aber ich bin ja auch nicht die Masse.

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Alle Teams der EM 2016 samt Ausrüster

Die kommende EM 2016 in Frankreich wirft ihre Schatten voraus. Die qualifizierten Teilnehmerländer stehen — ebenso wie der Spielplan der EM — fest. In diesen Tagen findet auch die Gruppenauslosung für die sechs Vorrundengruppen des Turniers statt. Trotz einiger widriger Einflüsse steigt die Vorfreude auf das Turnier, an dem zum ersten Mal 24 aller UEFA-Mitglieder teilnehmen. Das bedeutet, dass lediglich 8 Teams von 24 und somit gerade ein Drittel aller Qualifikanten nach der Vorrunde ausscheidet. Das wiederum hat zur Folge, dass die 16 besten Teams ins Achtelfinale einziehen. Mit Sicherheit wird der eine oder andere „Kleine“ dieses Ziel erreichen und seine Fans vor Ort und in der Heimat schwer verzücken.

Wie er in diesem Fall auch seinen Trikot-Ausrüster verzücken würde, denn schließlich gibt es neben einer WM keine größere, mehr oder weniger kostenlose Werbebühne für die Ausrüster, die die Trikots und sonstigen Elemente der Spielkleidung der 24 Länder herstellen.

Dabei gibt es trotz der hohen Zahl an Teilnehmern gerade mal 2 Exoten in der Riege der Ausrüster zu finden, welche ansonsten von den klassischen „zweieinhalb“, also den großen adidas und Nike und dem beinahe-großen Puma beherrscht wird.

Nur zwei Exoten unter den EM-Ausrüstern

Die beiden Exoten finden sich wenig überraschend bei kleineren Nationen. Zum einen wäre da Rumänien zu nennen, das von Joma ausgerüstet wird. Das spanische Unternehmen rüstet noch einige weitere Nationalmannschaften aus (u. a. Bulgarien), ist aber nur mit Rumänien bei der EM in Frankreich vertreten.

Der zweite wäre das hierzulande sicher gänzlich unbekannt Erreà, das aus Torrile in Italien stammt, aber vornehmlich britische Clubs der unteren Ligen ausstattet. Von daher ist die Wahl, auch Island auszurüsten sowohl gedanklich als auch geographisch nicht so weit entfernt. Erreà darf sich glücklich schätzen, dass Island die Qualifikation geschafft hat und für seine Produkte in Frankreich schaulaufen wird.

Neben den großen dreien gibt es mit Umbro zwar noch einen weiteren Ausrüster, der nur eine Nationalmannschaft einkleidet (Irland), allerdings darf man Umbro als auch langjähriger Ausrüster von England sicher nicht zu den Kleinen auf dem Markt zählen.

Die übrigen drei Ausrüster verteilen sich wie folgt auf die qualifizierten Nationalmannschaften:

Land Ausrüster
Albanien adidas
Belgien adidas
Deutschland adidas
England Nike
Frankreich Nike
Irland Umbro
Island errea
Italien Puma
Kroatien Nike
Nordirland adidas
Österreich Puma
Polen Nike
Portugal Nike
Russland adidas
Rumänien Joma
Schweiz Puma
Schweden adidas
Slowakei Puma
Spanien adidas
Ungarn adidas
Wales adidas
Tschechien Puma
Türkei Nike
Ukraine adidas

Das macht summa summarum also 10 Teams von adidas gegenüber 6 Teams von Nike sowie 5 Teams von Puma. Übersichtlicher das Ganze noch einmal unten in der Tabelle.

Wie schon bei den Listen der Ausrüster der WM 2010 und der Ausrüster der WM 2014 zu sehen, verdichtet sich dieser Kampf immer mehr auf das Duell der großen beiden. Dabei gibt es noch viele andere Ausrüster, die Fußballtrikots an den Mann oder die Frau bringen wollen und können. Doch bei den Zahlen, die die großen Ausrüster aufwenden, um sich die Dienste der Nationalmannschaften zu sichern, deren Trikots sie dann selbst in rauen Mengen verkaufen wollen, können die meisten kleineren Anbieter nicht mitgehen.

Zahl der Länder pro Trikot-Ausrüster

So ist es beinahe logisch, dass etwas kleinere Anbieter immer nur bei den „Exoten“ oder eben kleinen Nationnen unterkommen oder bei jenen, welche nur über umsatzschwache Märkte verfügen; sei es wegen der geringen Einwohnerzahl (Island) oder der schwaczen Wirtschaftskraft (Rumänien) im jeweiligen Binnenmarkt.

Hier zur Übersicht noch einmal die Liste der Ausrüster der EM, diesmal nicht nach Ländern sortiert, sondern nach Ausrüstern.

Ausrüster Teams
adidas 10
Nike 6
Puma 5
errea 1
Joma 1
Umbro 1
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