Gefährliches Gravitationsloch im Olympiastadion entdeckt

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Allerdings im Olympiastadion zu Rom. Gefunden, bzw. darüber gestolpert ist niemand Geringerer als Jürgen Klinsmann, der schon immer ein Händchen für die besonderen Fünde hatte.

Was passiert bei einem Gravitationsloch? Das ist ganz einfach. An diesem Ort ist ein Loch in der den Erdball umspannenden Gravitation, hier ist sie nicht wirksam. Weshalb man dort für einen kurzen Moment, so lange man sich in diesem Loch befindet oder sich hindurch bewegt, schwerelos fühlt. Natürlich äußert sich das oft in für Außenstehende nicht nachzuvollziehenden motorischen Entgleisungen: Die Bewegungen von Gliedmaßen erscheinen unwillkürlich, auch Frisuren können dadurch in schwere Mitleidenschaft gezogen werden.

Klinsmann hatte Glück bei seinem Fund. Er kam mit dem Leben davon und wurde nicht hinaus ins All gejagt. Wie schnell das aber hätte passieren können, macht die Videoaufzeichnung von seiner Durchschreitung des Gravitationsloch deutlich:

Bei 1:20:43 fällt er zunächst den Gesetzen der Gravitation folgend zu Boden — bis plötzlich! Seine Beine durchs Gravitationsloch gleiten und infolge fehlender Schwerkraft nach oben schnellen, beinahe den gesamten restlichen Körper hinaus ins All befördern. Noch einmal besonders gut zu erkennen bei 1:21:06.


Glück gehabt, Nationalmannschaft von 2004-2006, FC Bayern und amerikanischer Fußballverband!

12 Kommentare

  1. Auch sonst schöner Ausschnitt eines Spieles, welches man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen sollte, wenn man – verständlicherweise – gegen die Auswüchse des „modernen Fussballs“ wettert. Ich behaupte mal, wenn sich seit damals an dem, was auf dem Platz passierte und wie es präsentiert wurde, nicht so extrem viel geändert hätte, hätten wir alle andere Hobbys. Das ist ja grauenhaft.

    Lothar Matthäus, ein insbesondere ob seiner vorbildlichen Auftritte außerhalb des Platzes vorbildlicher Spielführer.

  2. Großer Sportsmann, der JK.

  3. 1992 wurde die Rückpassregel eingeführt. Das war tatsächlich eine höchst heilsame Änderung, glaube ich. 1998 die Sache mit sofort Rot für eine Grätsche von hinten hat wohl auch noch mal etwas gebracht. Sonst wurde ja nichts geändert, abgesehen von Klimbim und Brimborium. Wobei das jetzt nicht so klingen soll, als würde ich es verteufeln. Wie letztens irgendwo im Radio gesagt, ist mir mehr oder weniger wurscht, welcher Sponsor das Eckenverhältnis präsentiert. Und auch, dass. Was wiederum eh einschließt, welcher.

  4. Außer den Regeln hat sich socheiniges geändert.
    Solche Spieleraufläufe und Gewalt gegen den Schiedsrichter gäbe es heute nicht mehr.
    Heute würde der SR das Spiel wahrscheinlich abbrechen und es würde am grünen Tisch gegen Argentinien gewertet werden.
    Ok, vielleicht wird ein WM-Endspiel nicht so leicht abgebrochen, aber solche Szenen sieht man im Profisport heute nicht mehr, maximal noch in den unteren Kreisligen.

  5. …sehr schön! ich weiß noch, wie ich als Kind immer probiert habe, das auch so hinzukriegen nach einem Foul:-)

  6. Ist nicht 2000 erst eingeführt worden, dass Torhüter im Strafraum unendlich weit mit dem Ball laufen dürfen, aber nur sechs Sekunden lang? Aber das war ja gar nicht das Thema.

  7. Nee, ich glaub, das war mit Einführung der Rückpassregel. Bin aber nicht sicher.

  8. Video ist weg ;( Erinnere mich aber schätzungsweise sehr gut an die Szene.

  9. Oh, Mist. Mal sehen, ob ich das noch woanders auftreiben kann.

  10. So, jetzt isses wieder ansehbar.

    Ist übrigens das komplette Video, samt Einleitung von Rubenbauer und dem daneben wuselnden TuT sowie Rotbäckchen mit seinen scharfen Analysen.

  11. 1:39:10

    Eine deutsche Konterchance wird von Thomas Häßler durch eine schlechte Ballannahme verschenkt, und Gerd Rubenbauer gibt den dazu, ähem, passenden Kommentar ab.

  12. Diese Beobachtung darf natürlich nicht untergehen, auch wenn es jetzt schon etwas spät ist. Kennt man sonst nur von Norbert Galeske.



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