latte addio

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Unter den vielen Dingen im Fußball, die es im Jetzt(TM) nicht mehr gibt, mal mehr, mal weniger beklagenswert, fristet eine bedauernswerte unter den verloren gegangenen Verhaltensweisen ein Dasein als Graue Maus.

Niemand würdigt sie eines Satzes, nicht mal eines Neben-.

Anders als den heruntergelassenen Stutzen, den Laufbahnen, den holzenden Spielern (auf dem Platz und am Mikrofon), den Blaskapellen, den Prügeleien noch im Stadion statt auf dem Parkplatz oder der höchst amüsanten Begebenheit, wenn der einzige im Spiel vorhandene Ball auf die Tribüne geschossen wurde, von den Zuschauern aber nicht mehr herausgegeben wurde. Für alle diese nicht mehr existenten Umstände eines Fußballspiels findet sich irgendwo ein virtueller Grabstein in Form einer kleinen Ehrung durch einen (Blog-) Text.

Nicht so unsere Graue Maus der vergessenen Einrichtungen:

auf einer Torlatte Erfolg feiernde Fans.

Früher ein ständig auftretendes Bild, heute nur noch im Falle äußerster Halbangstzustände zu sehen. Schade, das.

Den Torlattenproduzenten wird’s Recht sein — alle anderen würden lieber immer mal wieder den einen oder anderen Fan auf den Schwingungen einer Torlatte reiten sehen, diese sich wie im Winde wiegend, den der Jubel der Fans durch seinen emotionalen Sog erzeugt.

Aber es ist schon lange Schluss mit Wippen und Wiegen.

Servus, mach’s guat, alter Torlattensitzjubel.

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