Nicht Breitners eigene Worte

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Heute redet und redet er, auch wenn er nicht gefragt wird. Damals traute man ihm das nicht unfallfrei zu, da nahm man lieber jemand anderen, der für ihn redete.

Paul Breitner wurde in „Potato Fritz“ nämlich synchronisiert — auf deutsch, wenn der unten stehende Trailer zu seinem einzigen Film nicht täuscht.

An seinem bairischen Idiom wird’s wahrscheinlich nicht gelegen haben, woran aber dann?


Entgegen der landläufigen Meinung spielt Paul Breitner in diesem Film nicht den „Potato Fritz“, sondern einen gewissen Sergeant Stark. Interessant auch eine der Kritiken zum Film: „Ein Mystery-Comedy-Western, der seine im Grunde ganz witzig angelegte Kartoffelphilosophie selbst nicht begreift.“ Da war Breitner ja ganz gut aufgehoben in diesem Streifen.

5 Kommentare

  1. Stimmt schon, Trainer. Sergeant Stark geht, unter anderem Kaffee einschenkend, das Breitners bayrisches Idiom doch heftig ab…

  2. Hört sich für mich so an, als wäre der Film komplett nachsynchronisiert. War damals durchaus üblich, es war meistens schlichtweg billiger, den Ton im Studio nachzubessern als verwertbare O-Töne zu machen. Da kann’s natürlich sein, dass Paule nur für die Dreharbeiten frei bekommen hat, und nicht fürs Nachbessern. Kann natürlich auch sein, dass das bayrisch die Regie gestört hat oder dass er’s schlichtweg nicht hinbekommen hat.

  3. Der Film wurde mit einer Riege von Schauspielern aus unterschiedlichsten Ländern gedreht. Von daher war es zwingend notwendig, nachzusynchronisieren.

    Der Film ist übrigens, anders als es der Titel vielleicht andeutet, keineswegs hohler Trash, sondern eher ein Versuch, Genrekino und Kunstfilm zu verbinden. Und gar nicht mal ein misslungener. Ich habe anlässlich seiner DVD-VÖ im vergangenen Jahr über den Film geschrieben:

    http://www.filmgazette.de/index.php?s=filmkritiken&id=554

  4. Interessante Kritik, Danke.

    Die Nachfrage, ob es dann nicht üblich war, dass die Schauspieler sich zumindest in ihrer Muttersprache selbst einsprachen, hat sich mit dem vorliegenden Resultat dann ja auch erübrigt.

  5. Oliver, Deutschland 1976, ich wurde 16, und Schamoni war mir ein Begriff wie Breitner seine runtergezogenen Stutzen. Gern gelesen.



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