Playoff-Spiele und ihr Charakter

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Manchmal versteht man einfach nicht, warum eine Mannschaft in den letzten Minuten nicht alles auf eine Karte setzt. Wenn es nur noch darum geht, weiterzukommen oder das letzte, finale Tor zu kassieren: Warum sollte man dann nicht hinten alles aufmachen und nach vorne stürmen? Für die Statistik mag das schlecht aussehen, wenn man zu Hause 0:3 oder 0:4 „abgeschlachtet“ wurde, für die Chancen, selbst noch weiterzukommen, ist das allerdings der Todesstoß, wenn man nicht alles aufmacht. Man hat tatsächlich schon Pferde vor dem Camp Nou kotzen sehen, warum also nicht auf ein letztes Wunder hoffen? Dafür müsste man aber schon ein bisschen mehr tun als in einer zweiten Halbzeit, in der man zurückliegt, gerade mal zwei wenig überzeugende Torchancen zu besitzen.

Wahrscheinlich verstehen die Spieler selbst nicht, dass das alles nur ein Spiel ist und man eben in solchen ab und zu auch mal etwas riskieren muss.

6 Kommentare

  1. Ich bin sicher, der Trainer weiss selbst am Besten, dass es nicht so einfach ist, „alles aufzumachen“ und „nach vorne zu stürmen“, dass es schon eine gewisse Koordination benötigt, im Fussball erfolgreich zu sein. War ja nicht so, dass München keine Zweikämpfe gewonnen hätte oder nicht bis 30m vors Mailänder Tor gekommen wäre. Den Bayern fehlte die nötige Struktur im Angriffsspiel, that’s it. Wie albern das einfache Anrennen ist, zeigt der Pseudo-Weltklasse-Innenverteidiger Lucio Spiel für Spiel.

  2. Lassen wir mal alle Diskussionen um Bayern und die Grundsätzlichkeit der Unterstützung für deutsche Mannschaften in internationalen Wettbewerben aussen vor. Dann bleibt uns auf jeden Fall erspart, dass der Ligadritte in den Uefa-Cup muss, weil die Bayern die CL gewonnen haben. Und das ist auch gut so!

  3. Was haben ein Hin- und ein Rückspiel mit Playoffs zu tun?

    Also bei aller Liebe…

  4. Da muss ich dem Trainer mal zur Seite stehen: Play Off bedeutet lediglich soviel wie Ausscheidungsspiel, insofern passt der Begriff durchaus auf ein Spiel, in dem es um Weiterkommen und Ausscheiden geht. Serien sind dazu nicht notwendig.

  5. Pingback: dreieckeneinelfer.twoday.net

  6. Herr Wieland hat natürlich recht, was die gesamte Spiedauer anbetrifft. Ich sprach aber vornehmlich von den letzten paar Spielminuten, in denen man dann auch bei einem Stand von 0:2 ein bisschen mehr riskieren dürfte als es die Bayern getan haben, nämlich gar nix mehr als im gesamten Spielverlauf.

    Natürlich ist es grundsätzlich nicht ratsam, so etwas schon über die gesamte Spieldauer zu versuchen. Und auch wenn man es erst am Ende versucht, ist es nicht ganz so einfach, anderenfalls würden nicht so viele Spiele einen Gewinner haben.

    Zangel muss ich entgegnen, dass mir herzlich egal wäre, was mit dem Bundesligadritten wäre, wenn eine deutsche Mannschaft mal wieder einen Europapokal gewönne.

    Und was die Inspiration für Ihren Beitrag angeht, Herr Wieland, bitte, gern geschehen. Man tut, was man kann.



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